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Hilflos, plötzlich klappt nichts mehr, stures Pferd, was nun ? Achtung - sehr lang

Diskutiere Hilflos, plötzlich klappt nichts mehr, stures Pferd, was nun ? Achtung - sehr lang im Sonstiges Forum; Mein Tinkerwallach ist jetzt 7 Jahre alt und seit 5 1/2 Jahren in meinem Besitz. Begonnen haben wir mit 3 1/2 mit Bodenarbeit, vorher Fohlen-ABC...

  1. tinker234

    tinker234 Neues Mitglied

    Mein Tinkerwallach ist jetzt 7 Jahre alt und seit 5 1/2 Jahren in meinem Besitz. Begonnen haben wir mit 3 1/2 mit Bodenarbeit, vorher Fohlen-ABC und mit 4 - 4 1/2 wurde er langsam angeritten, von mir mit Unterstützung einer Reitlehrerin. Im Sommer 2014 habe ich den TA geholt zum Check, da Pferdi immer lethargischer wurde, schnell schwitzte und schon nach 10 Minuten Bodenarbeit noch müder wirkte- geschweige denn, dass es möglich war, ihn mehr zu konditionieren. Chiropraktiker war auch da, Bemuskelung gut, Sattelcheck ebenfalls durch Sattlerin - auch alles o.k., aber hochgradiger Selenmangel sowie Verdacht auf Sarkoid vor der Sattellage am Widerrist. Nachdem er 1/2 Jahr Selen dazu bekommen hat, sind die Blutwerte wieder okay. Das Sarkoid wurde im Januar in örtlicher Narkose entfernt. Dazwischen lief es auch alles soweit okay. Nachdem er jetzt seit 1/2 Jahr im neuen Stall steht, hatte ich das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Mein Ziel: gesundes Pferd, abwechslungsreiches Programm mit Bodenarbeit, Longieren, auf dem Platz reiten und entspannte Ausritte.
    Das Sarkoid heilt schlecht ab, vernarbt großflächig, laut TA leider nicht so schön, wie es sollte, und wächst evtl nach, was aber -auch laut TA - beim Reiten keine Probleme machen sollte. Er darf geritten und gearbeitet werden. Also, zwei Schritt-Ausritte mit Begleitung geplant und gemacht - ohne Probleme. Pferd war so entspannt, alles war gut. Beim 3. Ausritt kam uns ein Lkw entgegen, der ihm Panik machte, worauf er mit mir geflüchtet ist. Leider hat der Fahrer nicht angehalten, sondern ist ein paar hundert Meter hinter uns hergefahren. Irgendwann sind wir irgendwie am Lkw vorbeigekommen und konnten weiterreiten - zunächst angespannt, aber später ging es. Das andere Pferd war ganz ruhig (wie immer) und hat auf uns gewartet. Dann haben wir in der nächsten Zeit Verladetraining gemacht. Ganz entspannt, ohne Druck. Er ging dann nach dem 3. Versuch auch auf den Anhänger, es klappte alles gut. Beim nächsten Mal wieder: entspannt verladen, zum neuen Reitplatz gefahren, wieder zurück - alles gut. Dann wieder: Verladen, Reitstunde vereinbart, alles gut und zurück? Kein Verladen möglich. Nach 4 Stunden (!) haben wir aufgegeben und wir sind 10 km nach Hause geritten. Pferd total verspannt, nur am Wiehern, schreckhaft und nervös. Es war sehr anstrengend. Seitdem geht er natürlich nicht mehr auf den Anhänger. :-( Schon vorher (fällt mir jetzt auf) ließ er sich immer schlechter von der Weide holen. Manchmal lief er einfach vor mir weg. Und wenn ich ihn dann am Strick hatte, blieb er einfach stehen. Irgendwie ist es immer so: ich versuche, kleine Fortschritte zu machen und freue mich total, wenn etwas klappt. Wenn etwas nicht klappt, finde ich das nicht schlimm. Aber zurzeit habe ich das Gefühl, wenn eine Sache mal schief geht (z. B. das mit dem LKW), ist das wie ein Ratten*******. Auf einmal wird alles irgendwie weniger, als wenn er überhaupt keine Lust mehr hat. Ich habe ihn auch schon einfach mal in Ruhe gelassen, habe ihn nur geputzt, ihn weiden lassen, dann wieder etwas Bodenarbeit. Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass es immer nur Rückschritte gibt und ich immer wieder von ganz vorn anfangen muss mit Führtraining (wie bringe ich mein Pferd dazu, dass es mir folgt?) und vom Reiten / Ausreiten / Ausbildung von mir und Pferd noch jahrelang entfernt bin. Ich frage mich, ob ich der richtige Mensch für dieses Pferd bin. Die Momente, ich denen ich wirklich das Gefühl habe, dass alles möglich ist, sind wenig geworden. Ich mache mir Sorgen, dass er nicht das Verlasspferd für mich wird und ich mir zu viel zugetraut habe. Ich weiß einfach nicht mehr, wo ich ansetzen soll. Zudem ist es ja nicht ausgeschlossen (sagt meine RL), dass evtl. ein körperliches Problem bei ihm aufgetaucht ist. Der nächste Schritt ist eine Osteopathin, die gucken soll, und auch eine Sattelkontrolle macht. Wenn gesundheitlich alles okay ist, werde ich wieder mit Reitlehrerin anfangen.
    Ist das normal, kennt ihr das auch, solche extremen Höhen und Tiefen? Ich mag dieses Pferd wirklich sehr, aber vielleicht habe ich auch falsche Vorstellungen davon, ob wir zusammen passen. Er hat noch nie gebuckelt, er ist nie bösartig, aber eben sehr schreckhaft und manchmal sehr, sehr stur. Wenn er nicht vorwärts gehen will, geht er nicht. Rückwärts schon eher, aber vorwärts (z. B. in den Anhänger), nein. Ach so, im Gelände führe ich manchmal meine Tochter spazieren. Das klappte bisher immer sehr gut. Da ist er ruhig, manchmal etwas guckig / neugierig, aber nie so schreckhaft, als wenn ein Reiter auf ihm sitzt und keiner neben ihm läuft. Seit dem LKW-Erlebnis ist das eben auch extrem geworden. Reiten ohne Begleitung an der Hand ist auch mit anderem Pferd nicht entspannt möglich. Lösung? Weiterversuchen? Nur noch an der Hand führen? Und dann immer weiter probieren? Bis der nächste Trecker kommt oder der nächste Hase aus dem Busch springt, und er dann doch kapiert, dass er keine Angst haben muss? Ich frage mich, ob das klappt... bin gespannt, ob mir jemand antwortet... :bahnhof:
     
  2. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Mehr Zeit geben mit Führen und Reiter drauf - Führer trennt sich immer mal wieder für kurze Strecken?
    Für das Sarkoid mal Sarkoidforum googlen - gibt da so eine Salbe, die wohl sehr gut wirkt
    kann sowohl Flegelphase wie auch körperliches Unwohlsein sein
     
  3. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ja, die XX Terra Salbe. Oder Comp x. Nach Op´s wächst es meist nach.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Apr. 2015
  4. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    OP ist beim Sarkoid letzte Wahl, weil die Chance, das es wiederkommt, überdimensional groß ist.

    Was die Behandlung von Sarkoiden angeht, gibt es neben der Salbe noch einige andere Möglichkeiten, von vereisen über einer Behandlung mit Injektionen mit bestimmten Stoffen bis hin zu einer immunbasierten Therapie, die aber meine ich noch in der Erforschung ist. Ich würde definitiv nie ein Sarkoid wegschneiden, wenn es nicht sein muß. Ob es hinterher ein Problem macht, weiß man nämlich vorher nicht.

    (den Rest überlasse ich dann wieder den Leuten, die das besser analysieren können, aber das Sarkoid fällt nun mal in meinen "Fachbereich".)
     
     
  5. lumpi64

    lumpi64 Aktives Mitglied

    Ich schalt mich mal kurz ein.....mein kleiner Blüter hat derzeit ein Sarkoid im Ohr und er hatte 2 an der Brust und in der Achsel. Das im Ohr ist um die Hälfte kleiner (war erbsgroß) und die anderen sind weg. Schmiere immer noch mit Weleda Sole Zahnpasta. Zwischendrin hatte ich es kurz mit Aciclovir probiert, half anfangs...dann tat sich gar nichts mehr), wieder mit Weleda Sole angefangen und seitdem gehts langsam, aber stetig "vorwärts". Denke, man muss einfach ausprobieren bei diesen Sarkoiden. Habe nocht die XXTerra-Salbe hier rumstehen, ist aber definitiv die letzte Wahl. Und eine OP kommt für mich nicht in Frage.....eben aufgrund der schon angesprochenen Rezidivgefahr.

    Was die "Verhaltensänderung" angeht....hab grad ähnliches Problem mit meinem Großen. Bin auch noch am rätseln, ist derzeit manchmal nicht so wirklich schön zu reiten, dann ist wieder alles gut. Bin leider bis jetzt dem Problem noch nicht auf die Spur gekommen, arbeite aber dran.

    Ich vermute, wie bei dir, irgendeine körperliche Ursache....muss man sich Stück für Stück an die Lösung herantasten. Was ich ganz sicher nicht glaube; dass mich das Pferd ärgern will. Hab ihn jetzt 9 Jahre (er ist 11) und charakterlich ist er ein totaler Schatz. Lass jetzt alles nachsehen.....machst du ja auch schon.....drück dir die Daumen, dass sich das Blatt zum Guten wendet. Bei meinem hoffe ich das genauso....
     
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ein video wie du mit ihm neben ihm umgehst und von ihm sowei ein reitvideo bräuchte ich, um das bei euch beurteilen zu können- ein paar minuten langen
     
  7. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Ich würde erstmal gesundheitlich alles abchecken Und die Ausrüstung. Bei manchen pferden reichen Kleinigkeiten um sie völlig aus der Fassung zu bringen. Gerade die viel verschrienen "Panzer" in Form von tinkern und Kaltblütern.
    Da kann ein drückender bauchgurt oder genickriemen schonmal eine menge Kopfzerbrechen bereiten.
    Wenn alles abgecheckt ist und ggf mal Videos on sind wie Ulrike schreibt,schreibe ich gerne mehr.
     
  8. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Erst einmal etwas grundsätzliches:

    Einen Text etwas mehr zu strukturieren, erhöht die Lesbarkeit ungemein.
    Einzelne Absätze sind einfach netter anzusehen.
    Gezielt eingesetzt, kann man damit die Aufmerksamkeit auf bestimmte Schwierigkeiten erhöhen.

    Nun zum eigentlichen Problem:

    Lassen wir einmal das medizinische außen vor, für mich liest sich daß doch sehr danach, als hättest Du Dein Pferd in jungen Jahren schlicht überfordert.

    Auf mich wirkt das so, als wäre die bisherige Ausbildung ein wenig strukturlos verlaufen. Bedingt durch die von Dir beabsichtigte Vielseitigkeit. Es kann sein, daß Dein Pferd diese Unzahl an Eindrücken rein mental gar nicht verarbeiten kann.

    Von daher würde ich jetzt eher dazu raten, dem Pferd einige Wochen (ja, ich meine wirklich Wochen!) Ruhe zu gönnen. In Form von Weidegang.
    Danach würde ich wieder anfangen, zu arbeiten.
    Aber dann mit dem Focus auf - Achtung, das ist jetzt wichtig! - nur ein einziges Ausbildungsziel.
    Nicht, wie bisher - heute Bodenarbeit, morgen Gelände, übermorgen Verladetraining mit anschließender Dressurausbildung usw.

    Setze Dir realistische Ziele.
    Fernziele.
    Aber auch Tagesziele.
    Für wirklich jeden einzelnen Tag.
    Ist das (realistische) Fernziel erreicht, erst dann kommt der nächste Schritt.

    Bezogen auf Deine bisherige Vorgehensweise wprde das heißen:
    Nach der (mehrwöchigen!) Weidepause zunächst Bodenarbeit.
    Nichts anderes!
    Danach das Verladetraining, als Steigerung der Bodenarbeit.

    Danach dann erst wieder Fahrten zum Dressurunterricht.
    Dann wieder Gelände.
    usw.

    Auch wenn das zunächst lästig erscheint, sich derart einschränken zu müssen, es ist aber der einzige Weg, psychische Überlastungen beim Pferd zu vermeiden.
     
  9. Delora

    Delora Inaktiver Nutzer

    Du sag mal, ich habe vom Tierarzt mal den Hinweis gekriegt ein beginnendes Sarkoid (etwa Walnussgroß) mit Meersalz-Zahnpasta und Fußschälkur (Acetylvaseline) zu behandeln. Dazu wurde über eine Woche täglich dick Zahnpasta aufgetragen und das Sarkoid ist wirklich wie eine Rosine geschrumpft und härter geworden. Daraufhin habe ich die Fußschälkur einsetzen sollen und da war es nach drei Tagen nur noch Haselnussgroß. So haben wir im Wechsel dann weitergemacht, bis es nach einigen Wochen (bei Erbsengröße) abgefallen ist. War das bei mir Zufall oder kann das auch bei anderen funktionieren? Ich meine, wenn es jetzt wiederkommen sollte, ist es ja erstmal noch klein. Dann könnte man doch gleich damit vorgehen, oder?

    Was den Rest angeht? Gesundheitlich nochmal alles abchecken und dann wirklich mal Ruhe gönnen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Apr. 2015
  10. Barrie

    Barrie Inserent

    Kann sein, daß es täuscht, aber mein erster Gedanke war wie der von TH.
    Barrie
     
    ShikaChan gefällt das.
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