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Hoher Muskeltonus - Hypersensibel

Diskutiere Hoher Muskeltonus - Hypersensibel im Pferdeflüsterer Forum; Hallo allerseits, da bin ich mal wieder. Ich habe einen jetzt 5-jährigen Vollblüter. Zweijährig gekauft, im Umgang sehr brav, recht nervenstark....

  1. lumpi64

    lumpi64 Aktives Mitglied

    Hallo allerseits,

    da bin ich mal wieder. Ich habe einen jetzt 5-jährigen Vollblüter. Zweijährig gekauft, im Umgang sehr brav, recht nervenstark. Lebt mit meinem großen Warmblüter (10-jährig) im Offenstall mit 24 h-Weide (viel Platz zum Toben und Gas geben, da Weide ca. 300 m in der Länge hat) und Heu ad libitum, Boxen ohne Tür mit Stroh eingestreut. Bekommt ne Handvoll Hafer mit Mineralfutter/Tag. Ab und zu mal ne Karotte, Apfel, Banane etc.
    Der junge Herr hatte zu anfang ein kleines Problem mit dem Sattelgurt, der niemals zu fest angezogen wurde. Aber es war ihm unangenehm. Das ist jetzt gelöst, er lässt sich ohne Schwierigkeiten satteln und trensen. Sattel ist kürzlich neu angepasst worden und der korrekte Sitz wurde von einem unabhängigen Sattler (welcher zufällig bei einer anderen Einstellerin da war) bestätigt.

    Jetzt kommt das ABER: es sind Kleinigkeiten, die ihn teilw. austicken lassen dahingehend, dass er losbockt wie ein Rodeopferd. Die Reitergewöhnung klappte ganz hervorragend und die ersten Schritte unterm Reiter genauso. Aber er hat es dann doch geschafft, mich 2 x runter zu bocken. Er ging anschließend in wirklich guten Beritt (bin immer mitgeritten). Nur, er kann es überhaupt nicht verkraften, wenn irgendwas an ihm selbst nicht 1000% ist.

    Beispiel: wir lassen ihn vorm Reiten mit Sattel laufen oder longieren ihn ab.....dabei benimmt er sich total anständig, mal ein kleiner Hüpfer....aber nix wildes, meistens läuft er sehr entspannt an der Longe.
    Meine Reitlehrerin (sie reitet schon die ganze Zeit mit....und der Kleine hat auch super Fortschritte gemacht) hat dann eines Tages von oben 1 Loch nachgegurtet (halt direkt nach dem Aufsteigen - das war wohl der "Fehler") und er explodierte förmlich. Sie ist sonst total sattelfest, aber da flog sie in hohem Bogen vom Pferd. Ok, dann machen wir den Gurt vorm Aufsteigen halt so fest, dass er nicht so locker ist. Nun passierte wieder folgendes: ablongiert, nachgegurtet, kurz nochmal an der Longe traben lassen und dann wollte ich aufsteigen (übrigens immer mit Aufsteighilfe). Dummerweise hatte ich wohl den Gurt (Lammfellgurt) trotzdem noch zu locker (kam mir von unten jetzt nicht so vor), Sattel rutschte minimalst zur Seite und los ging das Rodeo.

    Natürlich habe ich ihn tierärztlich durchchecken lassen, inkl. Röntgenaufnahmen von vorne bis hinten....top-gesund. Die Physiotherapeutin bestätigte uns eine gute Bemuskelung und keine Verspannungen. Nur hat das Pferd einen von Natur aus hohen Muskeltonus, so dass er wohl in der Hinsicht mega-empfindlich ist. Warte jetzt noch auf den Osteopathen, welcher demnächst kommt. Zähne werden regelmäßig kontrolliert. Geritten wird er max. 2-3 x die Woche (ca. 45 Minuten) inkl. 1 - 2 x Gelände. Ansonsten frei springen, Boden- bzw. Handarbeit. Viel Abwechslung, aber auch mal Tage ohne "Arbeit". Bin Selbstversorger und schaff es nicht, jeden Tag zu reiten (geht auch wg. meinem Rheuma nicht immer), aber bewegt bzw. adäquat beschäftigt werden die Jungs immer).

    Wie kann ich den jungen Mann "abhärten"? Gibt es besonderes Mineralfutter, was stoffwechseltechnisch optimal ist? Hab auch schon mal den Hafer weggelassen....ändert sich nix. Dieses Problem tritt auch nicht ständig auf, aber immer mal wieder. Übrigens bin ich nach meinem Abflug sofort wieder drauf und da ließ er sich sehr schön reiten.

    Was habt ihr für Tips und Anregungen? Übrigens.....er ist nicht das erste Jungpferd in meinem Reiterleben, aber solch ein empfindsames Prinzchen hatte ich irgendwie noch nicht. Bin leider auch keine 20 mehr.....meinen Oldie hatte ich selbst ausgebildet, den WG-Partner vom Zwerg ebenfalls (auch 2-jährig) gekauft sowie meinen dicken Ponymann. In jüngeren Jahren gab es das ein oder andere Pferd, was ich angeritten habe....ohne größere Schwierigkeiten.
    Der Kleine macht mich aber etwas ratlos....:bahnhof:
     
  2. User4711

    User4711 gelöscht

    Habt ihr einen Longier- oder Voltigurt? Und wenn ja wie verhält er sich dabei?
    Ich würde jetzt sonst an ein Problem mit dem Brustbein denken.
     
  3. lumpi64

    lumpi64 Aktives Mitglied

    Ja, habe ich, also einen Longiergurt....läuft problemlos....was nicht heißt, dass da nix sein könnte (sollte das durchaus weiter verfolgen). Dran gedacht hatte ich auch schon. Es ist aber so, dass man schon seit langem den Gurt von unten normal locker fest gurten und problemlos regulär nachgurten kann. Übrigens ist er an der Longe noch nie ausgebunden worden, weil ich das beim Jungpferd kontraproduktiv finde und er locker und entspannt läuft, d. h. sich schön in die Tiefe dehnt. Er geht auch unterm Sattel fein an die Hand, geht nicht dagegen, schwingt mit. Es ist nur der Anfang, der mich so nachdenklich macht. Aufsteigen (wobei er immer brav an der Aufsteighilfe stehen bleibt) und nachgurten von oben....da darf ihn nichts stören, sonst neigt er zu Überreaktionen. Es gab wie schon erwähnt immer Auslöser, nur waren die eher geringfügig in meinen Augen, für ihn aber scheinbar nicht so harmlos. Er läuft taktmäßig und reagiert sensibel auf Schenkel- und Gewichtshilfen. Kann ohne alles (ohne Gerte oder gar Sporen) geritten werden. Geht fleißig vorwärts. Ist sehr angenehm zu sitzen. Wäre (ist) ein geniales Pferd. Ich hab schon dran gedacht, dass er eventuell unterfordert ist.....er ist mehr so der Typ Buschpferd. Nur ich trau mich über keinen Sprung mehr drüber. Springen darf er, aber halt nur ohne mich. Macht er sehr gerne. Hab tatsächlich überlegt, ihn zu verkaufen, da ich mit meinen kaputten Knochen eigentlich so einen Knallfrosch nicht nicht mehr so wirklich "bedienen" kann. Werde jetzt noch Blutuntersuchung veranlassen und ggf. futtertechnisch umstellen, allerdings kriegt er nicht viel Kraftfutter. Er muss ja nicht schwer arbeiten. Optisch steht er super im Lack, hat eine gut entwickelte Muskulatur, ist putzmunter und gut drauf. Aber irgendwas muss ja sein......:ti9:
     
  4. melisse

    melisse Ritterreiterin

    Lumpi
    Leider kann ich nix sinnvolles bei tragen.
    Freu mich nur einfach dich endlich
    wieder zu lesen.

    Würde mich freuen,wenn du wieder öfter zeit für uns hättest.
    Ganz lieb guckt
     
     
  5. lumpi64

    lumpi64 Aktives Mitglied

    Danke Melisse......ich lese aber ganz regelmäßig mit, nur manchmal fehlt mir einfach die Energie zum Schreiben:embarrassed:
     
    melisse gefällt das.
  6. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Lumpi, es ist ein Blüter, da kann es kontraproduktiv sein, dem keinen oder nur wenig Hafer zu geben. Mag ungewohnt klingen, ist aber Tatsache, dss viele Blüter ruhiger sind, wenn sie genügend Hafer bekommen, da dieser Tryptophan enthält.
     
    Barrie, Raketenerna und sokrates gefällt das.
  7. lumpi64

    lumpi64 Aktives Mitglied

    Ok, kann ich auch nochmal versuchen.....er ist aber ansonsten keineswegs aufgeregt oder hektisch. Ich hatte eher das Gefühl, dass er mit zuviel Hafer zappeliger wird. Aber stimmt, was die Futterzusammensetzung angeht werde ich mir noch Gedanken machen. Es sind die Überreaktionen, wenn an ihm selbst was nicht oberkorrekt ist. Neben ihm kann ne Bombe explodieren, er würde eher hinschauen, als weglaufen. Da ist sein Warmblutkollege ganz anders (aber im normalen Rahmen). Mal sehen, was die jetzt anstehende Blutuntersuchung ergibt. Ich bin ja eigentlich kein Freund von irgendwelchen Pülverchen oder sonstigen Zusätzen im Futter. Aber wenn ihm was fehlen sollte, wird er es selbstverständlich kriegen.
     
  8. sasthi

    sasthi Bandenprofi

    Lumpi, welches Minfu kriegt er?
     
  9. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ich weiß nicht ob ich es überlesen habe,

    aber soweit ich das jetzt gesehen/Verstanden habe, geht es hauptsächlich darum, wenn der Sattel befestigt wird?

    Gurtzwang?

    Das würde mir so ganz spontan und schnell in den Kopf steigen. Und da hilft nur geduld und immer schön weiter bewegen nach dem Angurten. Was ihn MiFu technisch "abhärten" würde weiß ich nicht. Da würde ich aber direkt mit dem TA drüber sprechen. Anonsten würde ich mal versuchen, ihn mit allen möglichen Dingen (Hart weich mit geräusch ohne geräusch fest weich) ab zu streichen. Um ihn für Berührungen jeglicher Art etwas entspannter zu machen...
     
  10. lumpi64

    lumpi64 Aktives Mitglied

    @sasthi, er kriegt z.Z. Lexa-Basismineral. Tendiere aber dazu, was anderes auszuprobieren. Hast nen Tip?

    @Charda: ganz sicher ist das eine Art Gurtzwang, wobei er niemals "eingeschnürt" wurde. Ich war immer sehr sehr vorsichtig *schwör*....er ist da scheinbar sehr empfindlich. Mittlerweile geht das aber von unten völlig ohne Probleme. Er bleibt ganz ruhig stehen beim Satteln und Gurten, legt dabei auch nicht die Ohren an o.ä.. Beim Aufsteigen und unmittelbar danach muss aber alles 1000%ig passen, sonst springt er in die Luft. Davor ist alles easy und entspannt.

    Aber gelernt habe ich jetzt:

    Niemals von oben nachgurten direkt nach dem Aufsteigen und Gurt soweit fest machen, dass aber auch gar nix rutschen könnte.

    Das Abstreichen klappt soweit ganz gut....er ist ja tatsächlich recht nervenstark. Aber das könnte man bestimmt noch weiter ausbauen. Er ist ein ganz schmusiger kleiner Kerl....mag es geputzt und gekrault zu werden. Allerdings darf die Bürste nicht zu "hart" sein. Da kommt dann wohl der von Natur aus (bei Blütern kommt das scheinbar öfter vor....hab ich nachgelesen) relativ hohe Muskeltonus zum Vorschein.

    Danke schon mal für eure Ideen....werde drüber nachdenken....aber wer noch einen Vorschlag hat....freu mich über weitere Meinungen.
     
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