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Holzhammer oder Wattebausch?

?

Welche Meinung vertretet ihr?

  1. Holzhammer

    5 Stimme(n)
    20,0%
  2. Wattebausch

    2 Stimme(n)
    8,0%
  3. Weder noch

    18 Stimme(n)
    72,0%

Diskutiere Holzhammer oder Wattebausch? im Pferdeflüsterer Forum; Hallo, Ja die Überschrift wirkt vielleicht etwas seltsam, aber nun gut, was mich eigentlich interessiert ist, wie geht ihr bei euren pferden in...

  1. Chaosweib84

    Chaosweib84 Inserent

    Hallo,

    Ja die Überschrift wirkt vielleicht etwas seltsam, aber nun gut, was mich eigentlich interessiert ist, wie geht ihr bei euren pferden in der erziehung b.z.w im alltag um? Seid ihr eher der meinung augen zu und durch ist besser oder tastet ihr euch vorsichtig an probleme ran? ich meine natürlich kommt es auf das pferd an, aber man hat ja trotzdem so seine eigene art. um die verwirrung nicht völlig zu machen gebe ich euch mal ein beispiel was ich meine, ich hole z.b. demnächst meine stute ab, ich weiß das sie sich nicht verladen lässt und ich kann es vorher auch nicht mit ihr üben, nun könnte man sie ja versuchen zu überzeigen, mit leckerlies viel gedult und eventuell hat man direkt einen erfolg, oder man schnürt sie direkt in zwei longen und schiebt sie sofort in den hänger. ich habe mich bereits für die zweite möglichkeit entschieden weil ich einfach denke es ist im enteffeckt einfach stressfreier, es gibt ja viele beispiele, z.b. beim fohlen, wenn es darum geht dem fohlen zu zeigen das darfst du das darfst du nicht, gebt ihr lieber einmal richtig einen auf die nase und hofft das dann gut ist? oder versucht ihr es auf die sanfte art und weise? oder bei unarten beim reiten, einmal heftig durchsetzten oder rantasten? es gibt sicher für beide möglichkeiten viele gründe mich würde eure methode interessieren und eure gründe dafür. wie gesagt pauschal kann man es denke ich eh nicht sagen da es ja verschiedene pferde und verschiedene situationen gibt, aber so einen allgemeinen trend gibt es ja sicher.
     
  2. Josy

    Josy "Mein Name ist Else. Ich bin Hypochonder." Mitarbeiter

    Mein Motto ist: nachfragen - anklopfen - Tür eintreten. :wink: Ich versuch schon, die Holzhammer-Methode zu vermeiden, aber ab und an geht's halt nicht anders. Beispiel beim Führen: ich gebe das Kommando zum loslaufen, Pferd bleibt stehen. Ich gebe das Kommando überdeutlich, Pferd bleibt trotzdem stehen. Dann setzt es aber auch was und das Pferd MUSS einfach mitlaufen. Da kann ich mich ja nicht hinstellen und à la Wattebausch-Methode das Pferd eine halbe Stunde lang höflich bitten :1: Vorausgesetzt natürlich, das Pferd kennt das alles schon! Bei neuen Sachen, die das Pferd noch nicht kennt, erarbeite ich das schon anders, wenn möglich ohne Holzhammer :1:
     
  3. Chilly

    Chilly Inserent

    Määäh, natürlich "weder noch":twitcy: Weil bevor der Holzhammer kommt, muss was entsprechendes passiert sein. Eigentich so wie bei Josy beschrieben.

    Wenn mein Pferd sich 10 mal verladen lässt und beim 11. mal den dummen August macht, dann wirds kurz und schmerzlos mit der Longe hochgezogen.:laugh: Da spar ich mir den nervenaufreibenden Stress mit -zig mal an den Hänger heranführen, in Zeitnot geraten (wenn man wohin muss), u.s.w.
     
  4. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ich machs genauso wie Josy: Nachfragen, anklopfen, Tür eintreten... *g*

    Sprich erst der Wattebauch, dann der Holzhammer - und das mach ich bei allem so, was mein Pferd bereits kennt/kann. Als Beispiel: Ich steh am Putzplatz und will meinem Pferd den Hintern auf die andere Seite drehen. Dazu wird erstmal kurz an die Flanke getippt. Geht sie nicht weg, wird fester getippt. Geht sie immer noch nicht, dann setzt es was - und zwar so, dass sie dann auch geht. :mask:

    So mach ich das eigentlich bei allen Dingen, egal ob unterm Sattel oder vom Boden aus.
    Nur bei Neuen Sachen, die mein Pferd noch gar nicht kennt oder kann, da bin ich ein bisschen umsichtiger. Sie muss zum Beispiel nicht sofort und ohne Zögern durch nen Flattervorhang laufen. Den darf sie sich erstmal anschauen und darf auch mal davor zurückhüpfen usw.
     
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich habe im lufe der jahre gelernt, dass ich nichts vom pferd fordere, was es nicht von alleine macht.
    gerade auf die ausbildung des jungen pferdes bezogen.
    ich versuche zu fühlen, wieviel das pferd jetzt anbieten würde. dafür muss ich seine reaktionen erahnen.

    zb gehe ich im herbststurm mit einem eh huschigen, jungen pferd nicht reiten. ich warter, bis der sturm weg ist.
    ich warte, bis es durch regelmäßiges händling selbstbewusster geworden ist. dann ist der sturm ein jahr (ein halbes jahr?) später nebensache.

    es macht die arbeit mit dem jungen pferd effektiver, weil keine seite je enttäuscht wird. müsste ich den holzhammer verwenden, habe ICH fehler begangen. ICH habe dann zu früh falsches gefordert. hatte nicht das feeling, was gut ist.
    es verkürzt mir so die zeit, die ich zur ausbildung des jungen pferdes brauche, ungemein.
     
  6. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Ich finde, dass man situationsabhängig entscheiden muss.

    Glaube aber auch, dass man nur dann den großen Holzhammer braucht, wenn man vorher zu sehr in Watte gepackt hatte...

    Ich unterscheide: KANN das Pferd das schon? - dann setz ich das auch durch und fordere es. Also eher "Holzhammer" (wobei bei konsequenter und klarer "Linie" im Umgang mit dem Pferd selbst der Holzhammer meist recht sanft ausfallen kann. Also meist einfach nur mal lauter werden. Stimme erheben. Oder sowas.)

    KANN`S das Pferd noch nicht, ist Geduld gefragt. Zeigen. Weder Holzhammer noch Watte. Sondern einfach nur Geduld.
    Intelligenz. Um Teilschritte zu erkennen und zu nutzen. Und all sowas.

    Wenn`s um Gewöhnung an Dinge geht (siehe Beispiel Ulrike -> Sturm), da ist meiner Meinung nach auch viel Geduld und Zeit gefragt.

    Was will ich mit einem jungen Pferd im Sturm reiten, wenn sich`s sogar vor einer einzigen Plastiktüte noch erschrickt.
    Oder wenn`s noch nicht einmal die Plastiktüte braucht, um das Pferd nervös sein zu lassen.

    Da muss ich tatsächlich erstmal Ruhe und Vertrauen ins Pferd bringen. Sonst kann`s ja nur schief gehen.

    Ich persönlich seh das aber nicht als in Watte packen an. Sondern als sich auf die Eigenarten des Tieres einstellen.
     
  7. jannie

    jannie Inserent

    gute Vorbereitung (ohne Wattebausch) sorgt meistens dafür, dass man den Holzhammer hängen lassen kann - was nicht heisst, dass man nicht konsequent sein muss.

    insofern: weder noch, ich halte weder Wattebäusche noch Holzhämmer für geeignete Werkzeuge im Umgang mit Pferden und beides findet nur in Ausnahmefällen Anwendung :biggrin:
     
  8. Vor gar nicht langer Zeit hatte ich Holzhammer und Wattebausch
    ziemlich gleichmäßig benutzt. :no:
    Das letzte Pferd was ich mir vor ca 1,5 Jahren gekauft hatte, ist
    nun mein bester Lehrer!
    Geduld und clickern sind in mein Leben getreten...
    Nun nach 1,5 Jahren bekomme ich dafür immer mehr Vertrauen
    und Freundschaft geschenkt.:biggrin:
     
  9. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Na dann nehme ich Dein Anhängerbeispiel. Mein Junger mußte mit 8 Monaten in den neuen Aufzuchtplatz fahren, mit 2 Jahren wegen einer OP aus der Weide heraus in die Klinik, von der Klinik zurück, und mit 3 1/2 zum Reisttall, 4 Monate später wieder in den Aufzuchtstall zurück. Das war am 01. diesen Monats.

    Da ich ihn und seine Art kenne, mache ich es mit viel Ruhe aber immer mit er Überrumpelungstaktik. Ich stelle den Hänger an einen Busch oder Zaun, wenn er von der Wiese her aufgeladen wird; am Stall zwischen zwei Türen oder an einer Wand. Klappe vorher auf, nehme die Trennwand zur Seite, schnaufe durch, probiere ruhig zu bleiben und immer nur einen Helfer. Egal wie es läuft, ich schicke alle Leute weg, die Hilfe anbieten, plane mindestens 1 Stunde oder mehr ein. Wenn wir schneller sind ist s gut, wenn nicht, dann Pech.

    Von der Weide gehe ich zügig los, einer hinter her der treibt, wenn der Rüpel stehen bleiben will..... Ich lasse den Hänger bewußt vorher nicht anschauen, er kann auf der Rampe stehen bleiben, aber nicht eher...daher der Nachtreiber.

    An der Weide hatten wir den SB Sohn mit, wir kamen auf die Rampe, ich ließ ihn nicht schauen und sich vertraut machen, sondern die Männer faßten sich an den Händen (also wie Longeneffekt nur sicherer) und zogen ihn rauf. Ehe er sich dessen bewußt wurde! Ich bleibe vorne stehen, beruhige, bis die Klappe oben und die Plane unten ist. Tür zu und schnell los.

    Ruhig, keiner hat geschimpft oder gebrüllt. Anschauen, kann er sich das immer noch zu hause. Ich fahre wie auf rohen Eier, egal ob 100 ist oder nicht ich tuckere die ersten 10 km als Wanderbaustelle mit 40 durch die gegend, bis ich merke sie stehen, denn meistens ist es nicht der Anhänger sonder der Fahrer der die Pferde das Fürchten auf dem Anhänger lehrt.

    Und von daher gab es jetzt auch die letzten Male nie Probleme.

    Beim Reiten, ob nun ausgebildetes Pferd oder Jungspund. Ich reite über jedes Problem hinweg, raste nicht im Sattel aus, haue nicht zu sonder probiere mit Technik und dann einem anderen Weg, die Lektion doch zu fordern. Kaue sie vielleicht in Einzelheiten noch einmal von vorne aber in anderer Art und Weise vor. Sicherlich touchiere ich mit der Gerte mal kurz. Mehr aber auch nicht.

    Springen sie zur Seite, gehen irgendwo nicht hin, fasse ich nicht mehr an sondern reite mit leichter Innenstellung oder Schulter herein und Gas dran vorbei. Egal auf welchem Hufschlag aber vorbei. Wenn ich vor Wut platz, ich kann hinterher gegen den Putzkasten treten oder gegen den Wassereimer. Aber das Pferd bekommt es nicht zu spüren.

    Tja und da ich das "Sture Ochsen-Syndrom" geerbt habe, hört jeder irgendwann mal auf mit den Zicken:laugh:
     
  10. Freaky

    Freaky Inserent

    Ich finde Ulrikes Post toll,hätte es nicht besser ausdrücken können!

    Chiaras dafür umso schlimmer (gegen die Methode, nichts gegen dich!)

    Denn mit solchen Pferden (die es ähnlich erlebt haben ala überrumpeln etc) hatten wir dann die meisten Probleme.

    Denn als sie sich den Hänger zB nicht anschauen konnten sondern gleich rein mussten, gab es einfach Stress. Das liegt in der Natur des Pferdes, es möchte als Fluchttier immer die Situation abschätzen um zu wissen wie gefährlich es ist, um dementsprechend handeln zu können.

    Somit (wahrscheinlich gibts auch zum Glück Ausnahmen) steht es im Stress im Hänger, und bekommt den Kopf nicht wirklich frei, weils nicht weiß was los ist.
    Daher hat es beim nächsten Mal umso mehr Respekt/Angst vorm Hänger da es schon beim ersten Mal überfordert war.

    Sind wie gesagt meine persönlichen Erfahrungen dazu, ich kann nur nochmals betonen: Ich fordere nichts vom Pferd, das es nicht auch von alleine machen würde!
    (nur auf den Lernprozess bezogen!)

    P.S:
    Das bekommen sie trotzdem mit, Pferde sind extrem sensibel. :)
    Obs das Pferd bei seiner Arbeit danns stört oder nicht hängt wohl meist vom Charakter des Pferdes ab *g*
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Dez. 2009
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