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Hufgelenksentzündung

Diskutiere Hufgelenksentzündung im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo zusammen, ich kümmere mich seit ca. einem Jahr um eine 15 jährige Quater/Araber Stute, weil die Besitzer es aus privaten Gründen (Kinder,...

  1. Angel_2020

    Angel_2020 Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    ich kümmere mich seit ca. einem Jahr um eine 15 jährige Quater/Araber Stute, weil die Besitzer es aus privaten Gründen (Kinder, Krankheit...) nicht schaffen.
    Sie hatte vor etwa 1,5/2 Jahren eine Hufgelenksentzündung mit Nervenschnitt vorne.
    Wir haben jetzt Aufbautraining gemacht, sie hat Eiereisen drauf, ich reite und longiere (mal ausgebunden, mal locker) mittlerweile wieder ganz "normal" etwa 4x die Woche in der Halle, Reitplatz und Ausreiten. Natürlich verzichten wir auf enge Wendungen, Stopps, Spins...
    Ich schau halt vor allem auf Muskelaufbau, Stangenarbeit,... will jetzt dann auch mehr Bodenarbeit anfangen. Aber alles auf "gutem Freizeitreiter Niveau".
    Also ich lass sie nicht einfach irgendwie in der Gegend herum latschen sonder schau eben dass sie versammelt läuft etc. Ich trainiere sie jetzt aber auch nicht wie verrückt auf Turnierniveau oder so... sie darf jetzt einfach ein glückliches Freizeitpferdchen sein :)

    Eine Frage bezgl. Gamaschen. Laut Besitzer soll sie welche tragen.
    Dient das in dem Falls als "Stütze" oder sind die einfach ganz normal als Schutz?
    Sprich haben Gamaschen bei einem Pferd mit Nervenschnitt einen anderen Sinn als bei "normaler" Verwendung? Sind sie zwingen Notwenig oder macht man da auch einfach je nach Einstellung zum Thema Gamaschen...?

    Und die zweite Frage, kann ich irgendwas geben, was die - Sehnen, Bänder, Muskeln ?? - unterstützt? Also klar, sowas wie Ingwer, Teufelskralle und so... aber gibt es noch etwas anderes/passenderes?

    Vielen lieben Dank :)

    Angel
     
  2. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Bandagen etc. ist keine "Stütze" ! Und ahm...lese ich richtig?nervenschnitt??oder hast dich jetzt vertan?:bahnhof::reflect:
     
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  3. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Bandagen schützen vor Schäden von aussen.
    Und beim Nervenschnitt (kann es sein dass das Pferd keine Hufgelelenksentzündung sondern eine Hufrolle Entzündung hat?) muss einem klar sein das die Grunderkrankung nicht weg ist.
    Und sehr wahrscheinlich nur noch schneller voranschreitet, weil das Pferd sich nicht schont.
    Da wird nur der Schmerz ausgeschaltet.
     
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  4. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    :autsch: Nervenschnitt wegen der Hufgelenksentzündung?? Wow...

    Stimmt, ich war grad so von den Socken, dass ich an die Möglichkeit nicht direkt gedacht habe.

    Also, die anderen haben schon geschrieben, Bandagen schützen wie Gamaschen immer nur von außen. Wenn der Besitzer möchte, dass das Pferd Gamaschen oder Bandagen trägt, dann ist das so.

    Meine persönliche (!) Einstellung ist tatsächlich, dass ein Pferd mit Nervenschnitt nicht geritten gehört, aber das muß natürlich jeder für sich entscheiden. Ein Nervenschnitt, wie Manic schon schreibt, schaltet in einem degenerativen Prozess die Schmerzhaftigkeit aus. Wenn man das macht, um das Pferd weiter nutzen zu können, ist das für mich im Grunde eine schlechte Behandlung. Da gibt es vieles, was man eher machen kann, was aber keine Lahmfreiheit "garantiert". Mir persönlich wäre aber ein gelegentlich unsauber laufendes Pferd in dem Zusammenhang (reiten wollens) lieber, weil ich dann weiß, dass es dann genau NICHT geritten wird, als ein Pferd, wo die Nerven durchtrennt wurden, damit es wieder Problemlos geritten werden kann.
     
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  5. Angel_2020

    Angel_2020 Neues Mitglied

    Puhhh... jetzt bin ich ehrlich gesagt etwas verunsichert
    Aber sie hatte damals zumindest schon etwas von einer Entzündung und einem Sehnen- (oder Nerven-) -schnitt oder so gesagt, wenn ich mich recht erinnere.

    ...hm... also ich kenne mich da mit dem Thema nicht 100% aus. Dass es das Schmerzempfinden nimmt war mir klar und in Folge ist es natürlich “nur” eine Folgen-Behandlung. Dass so etwas gar nicht mehr verheilt, bzw. das Pferd eigentlich unreitbar ist, das ist mir ehrlich neu...
    Mir wurde gesagt, reiten geht, halt erst langsam aufbauen, keine engen Wendungen etc.
    Auch unsere Trainerin (die das Pferd kennt) hat nichts Gegenteiliges gesagt und ihr TA der letztens da war meinte, dass sie gut in Form aussieht...
    Der würde auch nie einfach sowas machen...

    Jetzt bin ich verunsichert. Ich werde mal nochmal vorsichtig bei den Besitzern nachfragen, was genau damals los war.

    Die Gamaschen ziehe ich an, ja, das ist so gewünscht. Aber gut zu wissen, dass sie wie schon vermutet nur außen schützen und nicht stützen oder so...


    Puh... Danke jedenfalls für eure Antworten! Liebe Grüße
     
  6. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Natürlich "geht" volle Belastung beim Nervenschnitt, rein technisch , das Pferd hat ja kein Schmerzempfinden mehr. Also tust du ihm nicht weh aber machst es damit unbemerkt ggf kaputt bzw schneller kaputt.
    Wie man das moralisch handhabt ist halt ne andere Sache.
    Ich hätte meine Stute gut mit ihrem Nervenschnitt reiten können aber ich hab das noch einmal im Schritt im Gelände gemacht und es war für mich einfach nur falsch ein Pferd zu reiten was eigentlich stocke lahm wäre und nur durch die OP schmerzfrei ist aber das Problem weiter besteht!
    Für mich war klar sie darf leben solange es geht aber ich verlange keine Leisung mehr.
    Ich denke leichtes reiten im Gelände wäre noch ok gewesen, auch moralisch vertretbar, aber nicht für mich.
    Arbeiten mit Nervenschnitt lehne ich persönlich ab und longieren ist definitiv schädlich bei Hufrollen oder auch Hufgelenksgeschichten auch wenn das Pferd es dir nicht rückmeldet oder gerade deshalb, du merkst ja nciht was weh tun würde!
     
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  7. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Wenn das Tier tatsächlich einen Nervenschnitt hat (unbedingt ganz genau nachfragen!!!) ist das sozusagen so, als ob da ein Holzbein dran wäre.
    Also, z.B. das Tier wird vernagelt, lahmt aber nicht und keiner merkt also etwas, blüht da fröhlich eine Entzündung im Geheimen und die Folgen sind fatal.
    Oder das Pferd tritt komisch auf eine Unebenheit, fühlt das nicht, reagiert zu spät und stürzt dann (mit Dir oben drauf).
    Und das sind nur zwei von unzählengen Szanarien ...
     
    GilianCo gefällt das.
  8. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ganz so ist es auch nicht mehr, die Nervenschnitte werden heute schon sehr differenziert gesetzt, und betreffen dann nicht mehr den kompletten Bereich.
    Aber im kranken Bereich wird eben kein Schmerz mehr ans Gehirn geleitet.
    Der Schmerz ist ja ein Schutzmechanismus.
    Da tut was weh, also geht man aus der Belastung raus.
    Ohne Schmerz geht's halt normal weiter, und die Schäden werden schneller größer.

    Wird halt oft gemacht um ein Pferd dann noch ein paar Jahre normal nutzen zu können, anstatt unter Umständen ewig ein nicht reitbares Pferd durch zu füttern.

    In dem Fall eben reiner Egoismus für mich.

    Da geht es dann nicht darum dem Pferd Schmerzfrei Rente zu ermöglichen, sondern darum es kurzfristig normal weiter nutzen zu kö nen.
     
  9. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    Das war mal früher oder ist bei hohen Nervenschnitten, bei tiefen ist gerade der Halbe Teil des Hufes betroffen und stolpern eigentlich kein Problem mehr.
    mag sein, ich hab's definitiv nciht aus dem Grund amchen lassen sondern weil es neben töten lassen die einzige Alternative war. Ich finde es aber auch nciht verwerflich mit dem Pferd noch bisschen was zu machen, Handpferd, kleine Ausritte usw aber halt keine Leistung verlangen!
     
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  10. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    nasowas bringt es auf den Punkt. Daher habe ich betont, dass es MEINE ureigene Einstellung zu dem Thema ist. Man hat einem Pferd durch den Nervenschnitt den Schmerz genommen. Das zu tun, damit es wieder reiterlich nutzbar ist, halte ich persönlich halt für nicht so richtig fair, und würde ein solches Pferd nicht mehr reiten wollen. Denn das Grundproblem ist ja immer noch vorhanden. Sprich, hätte man nur irgendwie behandelt, und hätte nicht einfach einen Nerven durchtrennt, damit das Pferd die betreffende Stuktur nicht mehr spürt, wäre es möglicherweise weiterhin lahm. Und ein lahmes Pferd reitet man nicht.

    Ich bin ehrlich froh, dass ich kaum noch Fälle kenne, in denen Nervenschnitte vorgenommen werden. Es stimmt, sie sind differenzierter, als das noch vor 20 Jahren oder so der Fall war. Dennoch ist für mich (!) das reiten eines solchen Pferdes nicht vertretbar, und (danke für die Formulierung, Manic) purer Egoismus.

    Daher habe ich auch so deutlich betont, dass ich das so sehe, andere mögen es anders sehen. Für mich ist es tatsächlich eine moralische Frage. Ein lahmes Pferd gehört für mich nicht geritten - ein Pferd, welches nur durch "einen Trick" lahmfrei geworden ist, indem der Schutzmechanismus Schmerz einfach ausgeschaltet wurde, ist für mich dann eben eher in der Kategorie "lahm, sollte nicht geritten werden" einzuordnen. Klar, manches wird man noch machen können. Und sicher wird es auch Pferde geben, die mit NS geritten werden, und damit klar kommen, und für die es ok ist. Für MICH wäre es das halt nicht.
     
    Kitty Malone gefällt das.
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