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Hufrehe: gibt es ein "letztes" Warnzeichen, bevor es los geht?

Diskutiere Hufrehe: gibt es ein "letztes" Warnzeichen, bevor es los geht? im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Ich habe folgende Frage bitte. Folgender Fall: ein Pferd ist so fett und rund, hat richtige Erhebungen im Bauch-/Rückenbereich und Po, er...

  1. Sonnenschein123

    Sonnenschein123 Inserent

    Ich habe folgende Frage bitte.

    Folgender Fall: ein Pferd ist so fett und rund, hat richtige Erhebungen im Bauch-/Rückenbereich und Po, er platzt bald.
    Steht mit einem leider sehr schwerfuttrigem Pferd zusammen (private Haltung). Sie können Tag und Nacht auf einer großen Koppel stehen, wenn sie wollen, können sie in die Box gehen (was sie halt nur tun, wenn es mit den Fliegen/Bremsen zu arg wird.)

    Wenn der Besi zuhause ist, werden sie in den Boxen getrennt, und der schwerfuttrige bekommt noch zusätzlich Heu, der "fette" nix bzw. eine Hand voll.

    Ich hatte den Besi darauf hingewiesen, dass das Pferd dringend abnehmen muss, weil sonst eine Rehe entstehen könnte.
    Antwort: Kann passieren - ich war sprachlos im ersten Moment.
    Hatte extra noch ein reales Beispiel eines anderen Pferdes angegeben, dass nun eingegipst wurde und nur noch stehen muss.
    Der Besi ist nicht weiter darauf eingegangen.

    Vielleicht noch als Hinweis, das Pferd wird seit 3 Jahren nicht bewegt, kann auf der Koppel sein Leben genießen, hat natürlich null Kondition (ist dreimal über die Koppel gallopiert und war komplett aus der Puste).

    So, meine Frage ist folgende:
    1. gibt es ein letztes Warnzeichen / Signal bevor es tatsächlich losgeht? Ich weiß nicht, wie ich das besser beschreiben soll: dass ein Ohr sich plötzlich blau verfärbt (das war jetzt nur ein Beispiel, um zu verdeutlichen, was ich mit meiner Frage meine).

    Was mich in diesem Fall noch interessieren würde:
    2. wie schnell würde es zum Durchbruch kommen, wenn man ein Pferd nicht eingipsen würde - also, wie schnell man dann das Thema beenden muss, um weiteres Leid zu verhindern.
    3. Würde das von sich auch irgendwann wieder abheilen/bzw. besser werden, wenn man das Pferd in der Box einsperrt und nichts weiteres unternimmt (also kein Gips, Verbände, was auch immer alles möglich ist)
    (nur mal angenommen - ich habe keine Ahnung, wie der Besitzer vorgehen würde, wenn es so kommt!)
    4. Kann ein Pferd eigentlich auch an Herzverfettung sterben? Oder sind es dann die Nieren oder andere Organe, die versagen?

    Nur noch zur Klarstellung: es handelt sich nicht um meine Pferde! Und ich habe keinerlei Einfluss, um das zu verhindern.

    Vielen Dank für Eure Antworten.
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Jeder Krankheitsverlauf ist anders. Bei dem von dir beschriebenem Pferd würde es mich aber nicht wundern wenn da schon eine EMS Problematik vorliegt. Metabolisches Syndrom
    Außer auf Einsicht hoffen kann man leider nichts tun.
     
  3. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    eingipsen?? hab ich noch nieee gehört!?? was meinst du damit?

    die faro
     
  4. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Bei einer Senkung, soll das ausschuhen verhindern.
     
     
  5. Sonnenschein123

    Sonnenschein123 Inserent

    das nennt man doch so, zumindest kenn ich nur diese Ausdrucksweise - was das genau für Verbände sind, kann ich Dir nicht sagen, weiß ich nicht.

    und an Manic Preacher, kriegt man das EMS wieder weg??
     
  6. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Steht im Link.
    Nein, aber an kann es in den Griff bekommen. Meine darf allerdings nur noch mit Fressbremse aufs Gras, etwa 8 Stunden.
    man muss halt beim Futter sehr aufpassen.
     
  7. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Wie Manic schon schrieb, es gibt kein allerletztes Alarmsignal und dann knallt es, meist ist es ein eher schleichender Prozess, bei dem das Pferd immer ein wenig fühliger wird, ehe es zum Supergau kommt.

    Eingipsen kenne ich noch von vor über 20 Jahren, ich wußte nicht mal, dass es noch Tierärzte gibt, die das heute noch machen. Dachte eigentlich, das wäre völlig überholt.
     
  8. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Na heute wird dann oft Cast verband genommen. das ist das Zeug was zu Plastik aushärtet.
     
  9. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Das wird selbst an der Uni noch gemacht, weil das eine Möglichkeit ist, die Pferde etwas hinten hoch zu stellen, ohne es zu beschlagen. Ebenso als Vorsichtsmaßnahme.

    Wir hatten so einen Fall gerade im Stall. Stute in Rente, 24 h auf Gras, und tierisch fett. Hatte scheinbar letztes Jahr einen Schub, der nicht behandelt worden ist. Entsprechend schwer war der Verlauf dieses Jahr.

    Drei Monate wurde das Pony jetzt möglichst optimal gehalten. Zunächst mit Hufberbänden, Aderlaß, Schmerzmittel, Blutverdünner, entsprechender Fütterung. Vorletzte Woche wurde es eingeschläfert. Man konnte schon mit dem Daumen auf die Sohle drücken und eine Schmerzreaktion provozieren.

    Leider wird Rehe von Leuten, die diese Erkrankung noch nicht selber erlebt haben, immer noch als harmloser angesehen als sie ist...


    Via Tapatalk
     
  10. Sonnenschein123

    Sonnenschein123 Inserent

    Wie sinnvoll bzw. erfolgreich ist ein Aderlaß?
    Ich glaube auch, dass sie noch keine Hufrehe mitgemacht hat..
     
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