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Hufrollenentzündung

Diskutiere Hufrollenentzündung im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo. Wir haben seit einer Woche Diagnose Hufrollenentzündung und Hufgelenksentzündung. Hyaloron wurde heute gespritzt und auch schon geröngt....

  1. Connymaus

    Connymaus Gesperrt

    Hallo.
    Wir haben seit einer Woche Diagnose Hufrollenentzündung und Hufgelenksentzündung. Hyaloron wurde heute gespritzt und auch schon geröngt. Chronisch ist es nicht meinte der Tierarzt aber man sieht Veränderungen am Strahlbein und an den Blutgefäßen.
    Seit dem die Eisen ab sind läuft sie schon viel besser.
    Was ist jetzt wichtig ? Was heißt das jetzt für uns ? Sie ist erst 6. Wird sie normal reitbar werden ?
    Der Ta meinte noch was von Atrose. Bedeutet Hufrollenentzündung ist eine Art von Atrose oder hat sie das Vll zusätzlich auch noch....Fragen über Fragen. Ich hoffe ihr könnt mir helfen
     
  2. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Was da für euch bedeutet und wie es weitergeht, da würde ich als erstes Mal mit dem TA drüber sprechen. Nur der kennt die genauen Befunde und die Röntgenbilder.
    Hufrollenentzündung kann was sehr doofes sein, muss aber nicht.
    Hier ist da wirklich schlecht was dazu zu sagen, da wir ja weder das Pferd noch die Röntgenbilder etc kennen. Und selbst wenn wir die Bilder hätten, kann man dazu auch nicht immer wirklich ne Aussage machen. Es gibt Pferde mit furchtbaren Röntgenbildern, auf denen ganz deutlich ein Hufrollenbefund zu sehen ist, die deswegen trotzdem nie lahm gehen. Und es gibt Fälle, da ist auf dem Bild nur minimal was zu sehen und das Pferd kommt "auf drei Beinen" daher.

    Sprich all das mit deinem Tierarzt ab, der kann dir da am ehesten was dazu sagen. Ansonsten: Gib dem Pferd Zeit. Zur Not überleg dir, ob du sie nicht für 1-2 Jahre wegstellen kannst, auf eine Koppel o.ä. Lass die akuten Entzündungen in Ruhe ausheilen und schau dann weiter, was geht und was nicht.
     
    GilianCo und Barrie gefällt das.
  3. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Mein Großer hat einen Röntgologischen Tüv von ich glaube IV
    Starke Röhrchenbildung im Strahlbein. Dadurch ist das Strahlbein nicht "glatt" wie es sein sollte, sondern die Oberfläche ist gewellt. Diese gewellte Oberfläche verursacht Reibungen. Reibungen die wiederum zu entzündungen der Sehnen udn Bänder, des Gewebes um die Hufrolle herum führen. Das ist dann diese typische Hufrollenentzündung.

    ich habe auf Hyaloron verzichtet. Mein TA hält es nicht für sinnig.

    Mein Pferd hat diesen Befund mit in die Wiege gelegt bekommen. So etwas ist durchaus vererbar. Also die Röhrchenbildung.

    Wir sind seid einem guten Jahr weitgehenst Beschwerdefrei. Sprich: Kaum mehr sichtbare Veränderungen des Bewegungsapparates.

    Der Begriff Arthrose bezeichnet im Grunde nur einen Gelenkverschleiß der das altersübliche Maß übersteigt.

    Wichtig ist jetzt umso mehr, dass die Last bei der Bewegung auf die HH kommt. Dass die Last auf der Vorhand weniger wird. Die Muskulatur solltet ihr so hin bekommen, dass diese das Schwache Gewebe stützen kann. Geraderichtung und Lastaufnahme sind meines Erachtens nach das A und O.

    Für Gegen die Beschwerden kannst du MSM füttern. Oder Ingwer/Teufelskralle/Grünlippmuschel.

    Ich schwöre ja auf MSM ;)

    Die Entzündung solltet ihr jetzt aber hübsch auskurieren.

    Ebenfalls wichtig ist noch, dass ihr nicht zu harte Böden reitet. Das schmerzt die Hufrollenpatienten im Regelfall nur unnötig.

    Ich denke Barfuß macht ihr erst mal nichts falsch, wenn das Pferd auch damit zurecht kommt. Also nicht extrem Fühlig geht.
     
  4. Barrie

    Barrie Inserent

    Ähnlich wie lorelai es schreibt: ich kenne verschiedene Fälle, jeder war anders. Ansprechpartner sollte hier der TA sein, gggf. eine zweite Meinung einer guten Klinik einholen. Da kannst du die Röntgenbilder nehmen, die dein TA gemacht hat - meist gibt es die inzwischen auf einer CD.
    Zur Hufgelenksentzündung: ich kenne da komplette Heilungen und Fälle, in denen es nicht so recht wieder wurde. Auch hier abwarten, konsequent die Ratschläge des TA einhalten, auch wenn man selber denkt, daß es schon wieder geht. Hyaluronsäure ist das Mittel der Wahl, ich hab das elber auch schon im Knie gehabt - und eine junge Stute bei uns im Stall - sie ist auch 6 - bekomt das 2mal jährlich auch ins Gelenk, geht damit klar, darf allerdings nie springen
    Arthrose ist eine Knochenzubildung, die oft den Bewegungsablauf im Gelenk stört, mal mehr, mal weniger. Ursachen für A. gibt es mehrere, frag hier auch den TA. Es gibt viele Arthrosepferde, die geriten werden, eine sorgsame Aufwärmphase ist hier das A und O.
    Also gib jetzt erst mal nicht die Hoffnung auf - und eben ggf. eine 2. Meinung einholen.
    Barrie
     
     
  5. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ich hätte damals fast auf meinen TA gehört. Dann hätte ich jetzt aber kein Pferd mehr.

    Zweite Meinung... Ja! Unterschreib ich in solchen Fällen. Die sache mit dem Hyaloron nicht. Laut meiner Quelle ist das Zeug schweine Teuer. Muss sehr regelmäßig gespritzt werden und ist nicht ganz risiko frei...
     
  6. Barrie

    Barrie Inserent

    Bei Hyaluronsäure bin ich auch kritisch, der Knackpunkt ist lt meiner Klinik immer die Gefahr einer Gelenksentzündung, wenn nicht keimfrei gearbeitet wird. Aber manchmal hilft es halt richtig gut.
    Chardas Definition von Arthrose ist übrigens die bessere weil umfassender, hab noch mal in Wikipedia geguckt,
    Barrie
     
  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Hufrollenentzüngung gehört zu den Arthritischen Krankheitsbildern dazu, ja.
    Die Frage ist jetzt eben obs ne Akute oder die Chronische Verlaufsform ist.
    Die Akute heilt aus, die Chronische kann man bestenfalls stoppen. Da wäre bei einer 6 Jährigen über Tildren nachzudenken. Das Hyaluron wird sie ja wegen der Gelenksentzündung bekommen, oder?
     
  8. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Wieso muß das regelmäßig gespritzt werden? JA, Gelenksinjektionen haben ein gewisses Risiko, das man, wenn man sauber und korrekt arbeitet, aber recht weit minimieren kann. Ob eine Injektion Sinn macht oder nicht, hängt aber vom Einzelfall ab. Hyaloronsäure hilft der Knorpelernährung. Die Synovia, die eigentliche Gelenkflüssigkeit, ist bei einer Entzündung dünnflüssiger, was zu einer Schwellung des Gelenks führt. Das führt aber auch dazu, das die Gelenksflüssigkeit nicht mehr so wirken kann, wie sie es im gesunden Zustand tut. Dafür Punktiert man das Gelenk (=sorgt dafür, das der Druck im Gelenk sich verringert, weil auch dieser erhöhte Druck auf längere Zeit gesehen dem Gelenk schadet), und injiziert Hyaloronsäure, die die Eigenschaften der Gelenksflüssigkeit ersetzt, und zudem noch eine leicht entzündungshemmende Wirkung hat (meist reicht die alleine aber nicht aus). Ich kenne durchaus Fälle, wo nach einer Injektion das Pferd soweit stabil war, das keine weitere mehr notwendig war. Bei anderen waren es auf längere Zeit zwei oder drei Injektionen, aber nur sehr wenige, die tatsächlich regelmäßig gespritzt werden mußten.

    Wie es bei Euch weiter geht, kann man aber, wie einige schon sehr richtig sagten, nicht wirklich sagen, ohne die genaue Diagnose zu kennen. Hufrollenentzündung ist ein sehr umfassender Begriff, und kann entsprechend auch verschiedene Strukturen der Hufrollenstruktur betreffen. In Deinem Fall würde ich vermuten, das tatsächlich die Bursa, also der Schleimbeutel, betroffen ist, zusätzlich das Hufgelenk (das ist häufiger der Fall bei Hufrollenproblemen). Es kann aber auch die Sehne betroffen sein, als Beispiel. Ist vermehrt das Strahlbein betroffen, ist Tildren eine Möglichkeit, das ist richtig.

    Alternativ rate ich bei diesen Problemen tatsächlich auch sehr gerne zur Blutegeltherapie.
     
  9. Steffi99

    Steffi99 Neues Mitglied

    Hallo Connymaus! :)

    Meine heute 7-Jährige Stute bekam letztes Jahr ihren Hufrollenbefund und ging auch 2 Monate lahm. Mein Tierarzt und mein gesammtes Umfeld haben mir damals geraten sie zu "erlösen". Zum Glück gabs da unsere Physiotherapeutin die mir den besten Rat überhaupt gegeben hat: Bewege das Pferd!!
    Natürlich sollte man nicht im Galopp rumscheppern aber während einer Akuten Entzündungsphase gab es nichts besseres als konstante, langsame und kontrollierte Bewegung. Auch wenns einem schwerfallen kann mit dem Lahmen Pferd "auf Wanderschaft" zu gehen...
    Bewegung hat meiner Arna immer geholfen, nur am Anfang ist es schwierig das richtige Maß zu finden. Ich habe mit Spaziergängen von einer Viertelstunde angefangen und ihre Bewegungsphasen dann immer gesteigert, eine halbe Stunde unterm Sattel usw.. Schlussendlich habe ich einen ganzen Sommer und einen ganzen Herbst damit verbracht sie aufzubauen und den Rahmen zu finden in dem sie sich bewegen kann. Dieser Rahmen schließt heute Galopprennen mit ihrer Freundin - der sie übrigens davonrennt - mitein ;-)
    Für sie war Bewegung der Schlüssel, zudem habe ich ihr chinesisches Pulver in Entzündungsphasen gegeben. Hier schaue ich immer drauf was sie essen will, Teufelskralle oder chemisches Entzündungshemmer isst sie ums verrecken nicht also muss sie es auch nicht essen. Die lieben wissen schon was gut für sie ist. Hyaluronsäure kannte ich als Therapiemöglichkeit, allerdings stand das nie zur Debatte, es war mir einfach zu riskant.
    Übrigens konnte mein Tierarzt nie erklären was Hufrolle nun eigentlich ist, hierzu habe ich einen fantastischen Artikel gefunden, er heißt "Digging for the truth about navicular syndrome", davon müsste es auch eine deutsche Übersetzung geben. Dank Pete Ramey verstehe ich endlich was denn jetzt passiert..

    Ich kann leider nicht garantieren das es für dein Pferd auch so funktioniert, da muss man seinem Gefühl vertrauen und gut auf das Pferd achten. Aber ich würde es jedes mal wieder so angehen!

    Lg. Steffi :smile:
     
    Charly K. und Butterblume :)) gefällt das.
  10. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    was dass denn für chinesisches heilpulver??? nur so aus interesse.....
     
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