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Hufrollepatient mag keinen Teppichschnipselplatz

Diskutiere Hufrollepatient mag keinen Teppichschnipselplatz im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo und frohe Weihnachten :-) Mein älterer Wallach hat ein Problem mit seiner Hufrolle, wobei er aktuell symptomfrei ist. Er läuft flüssig und...

  1. Tagtraum

    Tagtraum Aktives Mitglied

    Hallo und frohe Weihnachten :)

    Mein älterer Wallach hat ein Problem mit seiner Hufrolle, wobei er aktuell symptomfrei ist. Er läuft flüssig und gerne - bergab tut er sich ein wenig schwer. Er bevorzugt im Gelände harte Böden, wenn ich ihm die Wahl lasse.

    Einmal die Woche gehen wir auf den Platz. Wir hatten bisher nur einen Reitplatz mit Teppichschnipselbelag zur Verfügung. Auf diesem lief er extrem triebig und wollte auf keinen Fall angaloppieren. An der Longe ohne Reiter etwas besser, aber auch da mag er nicht galoppieren. Ich hab halt immer gedacht, er wäre auf dem Platz einfach triebig, weil er mir auch mit diesem Attribut verkauft wurde.

    Allerdings konnte ich jetzt dreimal einen Sandplatz nutzen und da läuft er wie am Schnürchen und galoppiert auch ohne zu Zögern an. Heute wieder Teppichschnipsel und ich habe nach 15 Minuten mit einem positiven Abschluss aufgehört, weil ich ihn kaum vorwärts bekam und einfach das Gefühl hatte, dass er Probleme hat.

    Kann es sein, dass der weiche federnde Boden ihm das Laufen erschwert? Hat jmd etwas Ähnliches bei seinem Hufrollepatienten beobachtet? Mein anderes Pferd läuft übrigens sehr gerne und fleißig auf dem Platz - bevorzugt aber auch im Gelände weichen Boden...
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Jepp, einmal benutzt in einem Stall so einen Platz, mochte meine auch nicht.
     
  3. Tagtraum

    Tagtraum Aktives Mitglied

    Hat deine auch was an der Hufrolle oder wie erklärt du dir das?
    Ich hab jetzt ein schlechtes Gewissen, weil ich ihm immer unterstellt habe faul zu sein, dabei scheint an dem Boden was faul zu sein :-(
     
  4. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Ich vermute zu ungriffig.
    Also die ist beim Boden unflexibel gewesen, auch wenn Sand zu tief war, oder Naturboden zu hart.
     
     
  5. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    die spreu vom weizen lässt die reiter unterscheiden, ob ihre pferde, die zu ruhig sind, freudiger werden und die, die zu schnell sind, langsamer.
    "Weizen" (=qualitativ gut) zu sein bedeutet nicht, indem man dem pferd mitteilt, dass man der boss ist und oder hilfen bzw ein repertoire erlernt, die einen druck gegen das pferd erzeugen ("druck" meint hier pychisch wie physisch durchgeführt).

    ich denke, es ist im ersten moment unerheblich, ob dein pferdschmerzen auf dem teppichboden wegen des hufrollenbefunds hat. denn wenn ein guter (=feiner) reiter drauf sitzt, bekommt er prnzipiell das unwillige pferd willig.

    viele RL lehren bei "faulen" pferden, "mit kreuz zu reiten" bzw "mit gewicht zu reiten". d.h. der reiter lernt, mit seinem gewicht im ungleichgewicht mit seinem gesäß in der bewegung hinunterzudrücken. diese lehrer nennen es dann auch gerne "DU MUSST REITEN" - meint "drücken".

    der reiter betont so mit einem körper beständig "den beat zu betonen" anstelle den "offbeat", wie es richtig wäre.

    man bekommt kein fleißiges pferd, indem man drückt, denn die erholungsphasen werden immer kürzer werden: der reiter muss immer mehr hinunterdrücken und kann immer seltener sich und sein pferd erholen lassen.

    denn das pferd lernt so, mit tiefen rücken unter ihm weg nach vorne zu laufen, anstatt den rücken oben behalten zu können und dass der reiter sein pferd unter sich lässt.

    das pferd verliert folglich mehr und mehr die motivation und letzendlich den tragenden rücken, da druck nach unten tatsächlich nicht den rücken hochholt (wie die RL dieser fraktion es gerne behaupten) sondern die tragfähigkeit immer mehr einschränkt.

    letztendlch ist druck nach unten des reiters aber auch hufrollenprobleme auslösend, da durch die fehlende rückentragkraft die hinterhand im vortritt blockiert wird und somit die belastung der vorderhufe eine andere wird, da die pferde an anderer stelle aufhufen und somit ua die knochen im huf vermehrt belastet werden.

    google sonst mal nach "science of motion" bzw Jean Luc Cornille (auch viel auf facebook, ein inzwischen alt geordener ehemaliger sportreiter). er hat sich mit der hufrollenproblematik bezüglich auftreten durch die art des reitens ausführlich beschäftigt und erklärungen geliefert.

    das meine gedanken dazu, ich weiß natürlich nicht, ob etwas davon auf dich zutrifft.
    letztendlich entfällt im gelände das problem, dass dein pferd unwilllig ist und dass du gucken musst, wie du es besser vorwärtsbekommst, weil es das von alleine macht.
    im gelände wird deshalb nicht so viel reiterliche fähigkeit erwartet wie auf diesem platz.

    ob den pferd zusätzlich mehr schmerzen hat wegen der schnipsel, weiß ich nicht.
    WENN, dann sicher so begründbar, dass das, was ihre hufrollensymptome einmal auslöste, auf diesem platz vertärkt betrieben wird (anderer auffußmoment).
     
  6. aquarell

    aquarell Inserent

    Es kann durchaus am Platz liegen. Das Einfussen in den Boden ist doch sehr unterschiedlich: Sand drückt sich rel gleichmäßig weg (sofern der Boden gut ist), bei Teppich ist das nicht so der Fall. Evtl. kann dein Pferd in dem Teppichboden nicht so gut abrollen, was dazu führt, daß er dort nicht gehen mag.

    Es kann auch einfach daran liegen, daß ihm das ganze dort nicht gefällt.

    Mein Brauner läuft auf den teuren Sand-Vließ- Plätzen sehr gerne, warum er zu hause den Platz doof findet weiß ich nicht. Hier ist er auch klemmig. Zwischen Halle und den anderen Reitplätzen gibt es keinen Unterschied. (alle auf der gleichen Anlage)

    Mit der Erklärung von Ulrike kann ich hier nichts anfangen. Das Pferd läuft auf einem Sandreitplatz ja problemlos. Und ich denke nicht, daß die TE ihren Reitstil so verändern kann.
     
    terrorschaf und satine gefällt das.
  7. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich kenne recht viele pferde, die zum beispiel bei ausritten problemlos vorwärts gehen, die auf dem reitplatz jedoch in richtung arbeitsverweigerung gehen, und die KEINE hufrollenprobleme bzw gesundheitlichen probeme haben.
    dewegen halte ich es durchaus für eine option. ;)

    eine reiterliche entwicklung sollte jeder reiter anstreben. wenn man mehrere mögliche gründe für probleme kennt, hat man mehr ansatzpunkte, an sich arbeiten zu können.

    prinzipiell ist der reiterliche lösungsansatz, dass "triebige pferde nicht getrieben werden dürfen", damit man überhaupt eine mittelfristig positive entwicklung erzielen kann.
    hier heißt es, dass sich das pferd "triebig zeigt" - also eben getrieben werden "muss".
    das ist eben m.e. ein grundsützlich nicht erfolgsversprechender ansatz, egal, ob das pferd nun wegen des bodens nicht wirklich mag oder wegen aderer gründe.
     
  8. Hier gibt es aber auch den Unterschied zwischen Sandreitplatz = Pferd läuft problemlos und Platz mit Teppichschnitzeln = Pferd mag nicht vorwärts.
    Insofern scheint mir doch der andere Belag ausschlaggebend zu sein.
     
  9. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    das streite ich ja gar nicht ab, unbedingt deshalb mit dem befund zusammen hängen muss es aber auch nicht.
    ich hatte meinen twice (mein älterer ponyhengst) ja zb 2016 nach hamburg verliehen. mit dem mädchen ging er auf dem tiefen sandboden-dressurplatz nicht vorwärts, nur auf dem springplatz. mit mir ging er da vorwärts.
    (twice hat nichts an den beinen)
    nur das wollte ich sagen. :) Ich wollte nicht streiten.
     
  10. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Wenn dein Pferd harten Boden bevorzugt, dann ist es vermutlich im Bereich von Strahlkissen und Hufrollen-Schleimbeutel empfindlich. Dort erhöht sich der Druck, wenn der Huf in weichem Boden tiefer einsinkt und der hintere Bereich des Strahls mehr zum Tragen kommt. Bei hartem Boden wird die Last überwiegend vom Tragrand des Hufes aufgenommen.

    Bei gesunden Hufen funktionieren beide Extreme und es ist für den Hufmechanismus gut, wenn beides über wechselnde Böden gefordert wird. Bei einem Hufrollensyndrom sind verschiedene Bereiche unterschiedlich stark geschädigt, deshalb ist "Hufrolle" nicht gleich "Hufrolle": Das eine Pferd mag eher festeren Boden, das andere geht besser auf etwas weicherem Untergrund. Als Reiter sollte man da einfach Rücksicht nehmen.
     
    terrorschaf und satine gefällt das.
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