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Hufschmied - wozu?

Diskutiere Hufschmied - wozu? im Haltung und Pflege Forum; Ich brauche von euch Argumente, was regelmässige Hufpflege für einen Nutzen bringt. Gerade auch für jemanden, der das Pferd eigentlich gar nicht...

  1. Fili

    Fili Inserent

    Ich brauche von euch Argumente, was regelmässige Hufpflege für einen Nutzen bringt. Gerade auch für jemanden, der das Pferd eigentlich gar nicht nutzt ...
    Der Besitzer meines Pflegepferdes wartet nämlich immer sehr lange, bis er den Schmied kommen lässt. Er ist der Meinung, auch wenn ein Eisen ab ist, könne man immer noch reiten. Dass man normalerweise alle 6-8 Wochen den Schmied kommen lassen sollte, weiss er zwar, aber er hält es wohl für übertrieben.

    Mir wärs lieber, wenn das Pferd regelmässig zum Schmied käme und wenn ein Eisen ab ist, reite ICH nicht mehr. Allerdings stinkt es mir auch, dem Besitzer jedesmal hinterher zu rennen, wenn ich denke, dass es wieder Zeit für den Schmied wäre.
    Es wäre schön, wenn der das von sich aus so besorgen würde, wie es sich gehört. Auch im Hinblick darauf, dass es mich freuen würde, wenn das Pferd auch dann noch hinreichend versorgt, wird, wenn es vielleicht mal nicht mehr mein Pflegepferd ist.
    Aber wie überzeuge den Besitzer bloss davon??? Er selber macht vielleicht 3x im Jahr etwas mit seinem Pferd. Wahrscheinlich hat er auf den ersten Blick wirklich nur Nachteile, wenn er den Schmied kommen lässt: Es kostet, es ist mit Aufwand verbunden - und er muss sich was anhören, weil der Schmied auch der Meinung ist, er sollte öfter gerufen werden.
     
  2. getmohr

    getmohr ************

    Hey, naja, alle 6-8 Wochen ist auch der kleinste gebräuchliche Abstand, wenn das Pferd nicht so viel gearbeitet wird, dann finde ich auch da 10 Wochen ein passabler Zeitraum sind ( bei meiner Pferdeomi hatte ich die Eisen letzen Sommer sogar 12 Wochen drauf, weil die bombenfest hielten und noch griffig waren).
    Vielleicht könnt ihr euch darauf einigen dass ihr beim Schmied immer schon direkt einen neuen termin ausmacht, beispielsweise in 10 Wochen.

    Wenn mal ein Eisen fehlt und das Pferd läuft nicht fühlig, sehe ich keinen grund, warum es nicht geritten werden sollte. Ich mache dann immer das zweite Eisen auch runter also das entwqeder die komplette Vor- oder Hinterhand ohne Eisen ist und gucken dass ich dann nicht gerade lange Ausritte über Schotterwege unternehme sondern eher Halle oder reitplatz nutze. Sofern beim verlust des Eisens nicht größere Hornstücke rausgebrochen sind,finde ich es auch okay wenn das Pferd maximal eine Woche so läuft, bis dann der Schmied wieder kommt.

    Immer vorausgesetzt das Pferd ist gesund, geht nicht fühlig und der Huf hat beim Verlust des Eisens keinen größeren schaden genommen.

    Was allgemeine Argumente für die Hufpflege sind - ganz klar, ohen Huf kein Pferd. Wenn das Horn zu lang wächst können sich fehlstellungen ergeben und das Pferd kann nicht mehr natürlich abrollen was auf längere sicht schwere Schäden am bewegungsaparat nach sich ziehen kann und somit wesentlich höhere Kosten als ein Beschlag!!
    Ähnlich wie bei Fingernägeln können diese nicht unendlich lang wachsen, ohne dass sie uns in der bewegung einschränken, ist beim Pferd genauso. Durch die Eisen wird der natürliche Abrieb des Horns verhindert sodass das Horn sich einen Wachstumsweg "um das Eisen herum" suchst und beispielsweise die Zehe über das Eisen hinauswächst. das kann zu stolpfern führen und ist somit für den Reiter auch gefährlich!

    Kannst du vielleicht anbieten, dass du dich um die regelmäßige Hufpfele des Pferdes kümmerst, sodass er keine Arbeit damit hat und dann die Kosten dafür mit deiner Kostenbeteiligung verrechnst?? Vielleicht will der besi sich einfach keine Mühe damit machen und ist froh, wenn es ihm jemand abnimmt. Allerdings solltet ihr euch dann auf ein festes "beschlagsintervall" einigen, aus meiner Sicht alle 8-10 Wochen!
     
  3. Lind

    Lind Inserent

    Wie oft kommt der Hufschmied denn? Und wie schnell wachsen die Hufe?

    Ich denke, dass man nicht pauschal sagen kann, wie oft der Hufschmied kommen muss. Bei unserer alten Stute hatten wir die Hintereisen im letzten Jahr 24 !!! Wochen drauf. Der Hufschmied kam nach 12 Wochen, hat geguckt und gemeint, dass er nichts ausschneiden kann, weil zu wenig ran gewachsen ist. Da das Eisen super fest war, haben wir beschlossen es erstmal drauf zu lassen und zu gucken. Das Eisen saß auch nach 24 noch bombenfest und dann konnte er grad so viel ausschneiden, wie bei anderen Pferden nach 8 Wochen.

    Bei uns kommt der Hufschmied normalerweise alle 10 - 12 Wochen. Schneller wachsen die Hufe unserer Pferde eigentlich. Nur eine Stute mit sehr schlechter Hufschstellung und langer Zehe wird öfter neu beschlagen.
     
  4. Fili

    Fili Inserent

    Der Schmied kommt so 2-3x im Jahr. Sie hat im Moment halt auch sehr weiche Hufe. Im Sommer ists kein Problem. Aber wenn der Boden auf der Weide im Winter immer nass ist, scheint das für die Hufqualität nicht so gut zu sein. Beim Auskratzen kommt immer jede Menge Horn mit und innert weniger Wochen habe ich quasi das Eisen unterhöhlt, es liegt eigentlich fast nur noch auf der festen Hufwand auf und sitzt nicht mehr fest.
     
  5. IdontKnow

    IdontKnow Inserent

    such doch mal ein paar fotos aus dem netz von pferden mit kaputten hufen vielleicht muss er sich das erstmal ansehen um es begreifen zu können... wenn meiner ein eisen ab hat bewege ich ihn im schritt auf weichem boden da der schmied manchmal doch 2- 3 Tage braucht ... aber mehr mache ich mit ihm dann auch nicht... finde es schon sehr wichtig den schmied regelmäßig kommen zu lassen, klar wenn ich sehe die hufe sind nach 8 wochen noch voll ok warte ich auch noch etwas ab aber sobald ich merke die sehen schlimm aus lass ich den schmied kommen und wenn es auch mal nach 4 wochen ist ...

    würde das mit den fotos echt mal versuchen ... oder sag ihm er soll sich seine nägel mal lang wachsen lassen und schuhe anziehen mal schauen wie es ihm dann geht *bah* :twitcy: aber solhe fälle haben wir auch im stall... das eine pferd reite ich zwischendurch mal und den muss ich eine schräge runter führen ou man der hat manchmal so lange hufe das ich echt überlege den einfach stehen zu lassen ...
     
  6. playoff67

    playoff67 Inserent

    Ich denke auch das man das nicht pauschalisieren kann, sondern nach jedem Pferd einzeln beurteilen muss, hat man ein Pferd das Fehlstellungen bzw. wie meiner Spalthufe so kommt dieser alle 8 Wochen zum Beschlagen, bei dem kleinen alle 12 Wochen nur zum ausschneiden. Wichtig ist nachzuschaun ob der Huf nicht schon neben dem Eisen herwächst, und falls ein Eisen fehlt kommt es auch auf den Boden an auf Asphalt sollte man dann wirklich nicht gehen aber einen weichen Sandboden geht dann noch.(Ich allerdings rufe sofort an und lass das Eisen ersetzen) Man läuft ja schliesslich auch nicht gerne mit einem Bein barfuss.
     
  7. Topas31

    Topas31 Gesperrt

    Absinth hat alle 3-4 Wochen den Hufortho da weil bei ihm ein Ballen nach oben verschoben war/ist und auch der Strahl verschoben war/ist spricht die Hufhälften waren nicht mehr symetrisch.
    Da muss man beim geringsten Nachwachstum de Horns korrigieren damit man dauerhafte Erfolge erzielen kann.
     
  8. Fili

    Fili Inserent

    @idontknow: Du meinst, ich müsste ihn sozusagen "schockieren" oder ihm mit Folgen drohen?
    Ich frage mich, wie gut er das aufnehmen würde, unterstelle ich ihm so nicht indirekt, dass ich ihn zu solcher Vernachlässigung/Quälerei im Stande sehe? Soweit lässt ers ja doch nicht grad kommen. Ein Tierschutzfall ist er nicht.
     
  9. Benji

    Benji Guest

    Hallo Fili..

    Zum Beschlag selbst wurde ja schon alles gesagt....
    Was mir noch einfällt wäre die Tatsache,dass der ordnungsgemäße Beschlag oder das Verschneiden der Hufe doch auch im Interesse des Besitzers stattfinden sollte.Wenn er dabei nur die Kosten-Nutzenfrage stellt,ist das schon traurig :nah: Schon aus dem Grund,dass man vor der Anschaffung des Pferdes rechnen sollte was an notwendigen Kosten auf mich als Besitzer zukommt.Selbst wenn es nicht mehr dein Pflegepferd sein sollte,dann ist es zwar traurig wenn weiterhin alles beim Alten bliebe,aber das Schlusswort hat eben nur der Besitzer.Und er sollte sich schon als verantwortungsbewusster "Pferdemensch" selbst kümmern können.Schlimm wenn man es ihm noch sagen muss....

    Aber vielleicht schaffst du es ja doch,dass er das Verständnis hat und deine Meinung teilt oder auch dir die Handhabung für den Hufbeschlag überlässt...
    Ohne Eisen würde ich,wie du schon sagtest auch nicht reiten.

    Viel Erfolg bei deinem Vorhaben... :1:
     
  10. Lind

    Lind Inserent

    @ Fili,
    zweimal ist wahrscheinlich wirklich zu selten, dreimal kann bei manchen Pferden schon reichen. Wenn ein Pferd beschlagen ist, ist es ganz normal, dass sich beim Hufeauskratzen Teile des Hufhorns lösen. Das ist dann einfach abgestorben. Der Tragerand sollte aber trotzdem noch halten. Ich hab noch nie das Eisen unterhöhlt. Wo kratzt du denn rum?

    Wie sehen die Hufe aus? Wie viel muss der Schmied wegschneiden? Was sagt der Schmied? Ist öfter kommen nötig? Sprich doch einfach mal mit dem Schmied und wenn er sagt, dass öfter nötig ist, frag ich einfach, was passieren kann, wenn er weniger oft kommt.

    Eine schlechte Hufstellung ist immer ungünstig. Die Sehnen, Bänder und gelenke werden stärker belastet und das kann Schäden überall im Körper hervorrufen.
     
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