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Hufsohlenprellung - Erfahrungen

Diskutiere Hufsohlenprellung - Erfahrungen im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo, ich würde gern mal Eure Erfahrungen zum Thema Hufsohlenprellung hören. Wir haben ein Pferd, das jahrelang mit Eisen gelaufen ist...

  1. Anne-Marie

    Anne-Marie Neues Mitglied

    Hallo,

    ich würde gern mal Eure Erfahrungen zum Thema Hufsohlenprellung hören.

    Wir haben ein Pferd, das jahrelang mit Eisen gelaufen ist und wollten es nun umstellen. Beratung mit Schmied erfolgt, Eisen runter, Erholungsphase auf der weichen Koppel und kurze Spaziergänge auf härterem Boden. Pferd lief fühlig, aber laut Schmied alles harmlos.

    Nach ca. 6 Wochen lahmte er stark. So stark, dass der Tierarzt einen Knochenbruch vermutete. Es konnte aber nichts festgestellt werden. Er bekam einen Hufverband für 2 Tage und lief danach wieder gut.

    Am Tag später war die Lahmheit wieder da. Schmied und Tierarzt haben nach einem Hufgeschwür gesucht, aber nichts gefunden. Diagnose: Hufsohlenprellung.
    Würde auch dazu passen, dass er bei Polsterung (Hufverband) keine Schmerzen hat.

    Nun hat er Boxenruhe verordnet bekommen. Huf wird 3 mal täglich gekühlt. Aber eine wirkliche Besserung sehe ich nicht.

    => Wie sind Eure Erfahrungen damit? Ich würde gern irgendwas tun, weiß aber nicht was.

    Schmied hat von einem erneuten Beschlag abgeraten, sonst würde er sich nie an das Barhuf-Laufen gewöhnen. Tierarzt sagt, dass diese Prellung schon mal einige Wochen andauern kann. Bin ich einfach zu ungeduldig? Könnt Ihr mir noch ein paar Tipps geben, wie ich es ihm etwas erleichtern kann?

    Vielen Dank schon mal!
     
  2. Ponymonster

    Ponymonster Pseudo-Einhorn

    Wären Hufschuhe eine Option für dich? Ich find die Umstellungen von Beschlag auf Barhuf ja theoretisch immer sehr lobenswert, aber praktisch zT grenzwertig. Bei manchen Pferden dauert es ja doch 1/2 Jahr oder länger bis die wirklich überall schmerzfrei laufen. Versteh mich nicht falsch, mein eines Pony läuft auch barhuf und da würd ich keine Eisen drauf haben wollen.

    Wenn du einen empfindlichen Kanditaten hast, würd ich mir gutes Schuhwerk beschaffen, damit du es ihm erleichterst.
     
  3. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Bei dem Pferd einer Bekannten ist daraus dann eine Rehe entstanden.
     
  4. Aurora_1990

    Aurora_1990 Inserent

    Eine Stallkollegin hatte das auch vor Kurzem bei ihrer Stute. Nachdem die Hufplegerin da war und es immer so nass war, war anscheinend das Horn so aufgeweicht, dass sie sich am Paddock eine Prellung zuzog. Bei ihr kam noch dazu, dass die Füße dick wurden wegen der Boxenruhe. Sie wurde eine Zeit lang nur im Schritt bewegt und ich glaub nach 2, 3 Wochen ging es wieder. Ich glaube man braucht da einfach Geduld.

    Würde mir für die Umstellung aber auch Hufschuhe zulegen. Manche Pferde brauchen die dann besonders bei Ausritten oder bei Ritten auf härterem Boden sowieso immer.
     
     
  5. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Wird aus der Prellung eine Entzündung weil nicht entsprechend entlastet wird, kannst Du Dir die Karten legen.
    Wie Leo schon erwähnte, winkt da bereits eine Rehe ihren Gruß hinüber.
    Wie wäre es mit einer zweiten Meinung von Schmied und TA?
    Das ein Schmied in solch einer Situation auf aussitzen beharrt, empfinde ich, dem Bericht nach, als grob fahrlässig.
     
  6. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Aussitzen würde ich das nicht, Boxenruhe aber auch nicht. Ich plädiere für gut gepolsterte Hufschuhe die für längere Tragzeit gemacht sind (Equine Fusion Jogging Shoe mit Dampening Pad oder Hufschuhe der Sattlerei Engl als Krankenschuhe) und dann raus mit dem Pferd :)
     
  7. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Grundsätzlich finde ich ja Schmiede, die barhuf vorziehen, eher positiv, das ist so häufig ja leider nicht. Aber - man sollte das nicht ohne Unterstützung versuchen. Sprich, wie Ponymonster schon sagte, Hufschuhe sind definitiv erst mal eine Maßnahme, die man mit einbeziehen sollte bei so einer Umstellung. Ich habe mein Pferd ja auch vor einigen Jahren umgestellt. Und er lief auch aus der Box heraus erst mal klamm, auf der Weide kam er zurecht. Erst hat er immer, wenn ich mit ihm gearbeitet habe, Hufschuhe getragen, dann erst mal auf dem eigenen Platz nicht mehr, mittlerweile bin ich schon ohne Hufschuhe ausgeritten. Aber das dauert einfach.

    Wenn das Pferd auch auf der Weide und so Probleme hat, würde ich gerade für das auskurieren empfehlen, das er so lange nen Polsterverband bekommt (oder Paddockschuhe), bis die Prellung ihm keine Probleme mehr macht. Das kann natürlich etwas dauern, aber wenn man umstellen will, sollte das nicht "zu lasten des Pferdes" gehen, sondern sollte ja eigentlich für das Pferd eher etwas positives sein.

    Also, umstellen ja, gerne - aber bitte mit Bedacht, mit Einsatz von passenden Hufschuhen, und nicht zu Lasten der Pferdegesundheit.
     
  8. kaipi22

    kaipi22 Absolut verhaltensoriginell

    Wie alt ist denn das Pferd?
    Weshalb soll es jetzt ohne Eisen laufen?

    Wenn mein Pferd keine Eisen bräuchte, wäre auch ich glücklich. Zumal es auch ein finazieller Aspekt ist. Ausschneiden ist nun mal billiger als alle 7 Wochen Rundumbeschlag. Jedoch würde mein Pferd ohne Eisen nicht einmal um den Pudding laufen.

    Wenn ich solche Aussagen, wie "jedes Pferd kann ohne Eisen laufen" höre, dann fällt mir dazu nur ein
    "Ja klar! Ist nur die Frage: Wie lange?"

    Liebe TE! Bitte lass einen zweiten Hufschmied oder -orthopäden das Pferd beurteilen. Und nimm Hufschuhe! Das arme Tier hat Schmerzen und so wie es jetzt ist, kann es nicht laufen. Es nützt auch nix, dem Pferd Boxenknast zu verschreiben, denn durch Rumstehen wächst der Huf auch nicht besser nach:noe:
     
  9. Anne-Marie

    Anne-Marie Neues Mitglied

    Danke für Eure Antworten.

    Ich hatte auch schon überlegt, ihm - wenigstens für den Übergang - Hufschuhe zu besorgen. Allerdings habe ich gelesen, dass die Schuhe nur zum Reiten und nicht für die Koppel geeignet wären. Der Schmied wiederum hat davon abgeraten mit der Begründung, dass momentan unsere Böden durch den Regen so aufgeweicht sind, dass es die beste Zeit wäre, das Pferd "schonend" daran zu gewöhnen. Im Winter beispielsweise hätten wir es viel schwieriger, daher würde er jetzt nach dem Motto verfahren "Augen zu und durch".

    Das Pferd ist 11 Jahre alt. Ob/wie er vorher ohne Eisen ging, weiß ich nicht. Allerdings waren die Hufe laut Aussage unseres Schmiedes viel zu kurz als wir ihn gekauft hatten.

    Rehe oder weiteres möchte ich auf jeden Fall vermeiden!!

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob die verordnete Boxenruhe das Richtige ist. Er hat Schmerzen beim Laufen, aber ein paar Stunden Koppelgang würden ihm vielleicht auch gut tun, was meint Ihr?

    Soll ich ihm vielleicht noch mal einen Hufverband für 1-2 Tage anlegen? Mit der Polsterung ist er sofort besser gelaufen. Hilft Kühlung? Ich stelle den Huf 3 mal täglich in kaltes Wasser.

    Gibt es irgendwelche Mittel, die die Prellung schneller ausheilen lassen oder ihm den Schmerz etwas nehmen? Globuli, Salben, etc?

    Versteht mich nicht falsch: Ich möchte ihn nicht leiden lassen. Ich möchte auch nicht, dass er durch die Prellung weitere Schäden erleidet. Allerdings würde ich ihn gern barhuf laufen lassen, so wie unsere anderen Pferde auch. Wenn er Wochen oder Monate für die Umstellung braucht, wäre das für mich auch ok. Nur fühle mich momentan ratlos und weiß nicht, was das Richtige ist.

    Morgen Mittag haben wir mit einem anderen Schmied noch einen Termin, vielleicht kann der uns auch noch ein paar Tipps geben.
     
  10. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Ganz im Gegenteil. Hufe wachsen durch Bewegung besser. Auch Pferde, die Eisen tragen, und deren Besitzer über schlechte Hornqualität jammern, sollten die Pferde auch besser viel bewegen, und viel rausstellen, und nicht in die Box stellen, damit die Eisen halten.

    Ich habe übrigens (nur so als Randbemerkung) auch immer geglaubt, das mein Pferd nicht ohne Eisen laufen könnte. Naja, vier Jahre ohne Eisen und ein zufriedenes Pferd (und endlich keine runtergetretenen Eisen mehr, wenn man reiten möchte) zeigen mir, das zumindest ich mich geirrt habe. Trotzdem sollte man, und das tun jene, die sagen, " jedes Pferd kann ohne Eisen laufen", tatsächlich Eisen nicht verteufeln, sondern als das sehen, was sie sind - ein Hilfsmittel, was einem das Leben deutlich einfacher machen kann.

    Wobei finanziell barhuf auch nicht immer "besser" sein muß. Barhufe können unter Umständen durchaus häufiger korrigiert werden (was ich persönlich sehr schätze), und dann kann es, je nachdem, wen man da dran hat, auch teuer werden, wenn man alle vier Wochen den Hufpfleger dran hat. (meine Freundin hat meine ich monatlich 40 € bezahlt. Ich für Beschlag alle sechs Wochen 65 € - von daher wäre es da kein Unterschied gewesen...)

    Sorry, ich schweife ab.... *schäm*

    Edit, hat sich überschnitten: es gibt Hufschuhe, mit denen man nur reiten sollte, das ist richtig. Es gibt aber durchaus auch Schuhe, die für Paddock und Co geeignet sind. Wenn es jetzt erst mal "nur" um Koppelgang geht, würde ich wohl erst mal mit Polsterverband arbeiten. Windeln eignen sich dafür übrigens recht gut, und Panzertape. Ansonsten hat ja Frog schon einige Hufschuhe fürs Paddock genannt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Okt. 2014
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