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Husten im Fellwechsel

Diskutiere Husten im Fellwechsel im Atemwegserkrankungen Forum; Hallo ihr Lieben, da ich auf Facebook ziemlich nieder gemacht wurde, erhoffe ich mir hier, dass ihr vielleicht etwas netter seit und vielleicht...

  1. LG91

    LG91 Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    da ich auf Facebook ziemlich nieder gemacht wurde, erhoffe ich mir hier, dass ihr vielleicht etwas netter seit und vielleicht habt ihr Tips.

    Ich habe meinen Spanier vor einigen Jahren aus Spanien bekommen und beim Händler gekauft-Sollte man nicht machen, ist mir auch klar. Ihr kennt das aber bestimmt, man verliebt sich und ja. Damals (Ende August) hat er gehustet, ich würde mir nie wieder ein hustendes Perd kaufen, selbst wenn der Tierarzt sagt, dass es wahrscheinlich nur durch den Transport kommt (AKU).
    Ich kenn seine Vorgeschichte nicht. Wir hatten dann eine ziemliche Odyssee durch. 41 Fieber, irgendein Eiterherd in der Lunge, beinahe daran gestorben etc. Mit Antibiotika haben wir das gut in den Griff bekommen. Leider ist es seither so, dass er im Frühjahr und Spätsommer/Herbst immer wieder hustet. Also Späne und nasses Heu. Bronchioskopie im Mai letzen Jahres, dort wurden Baktieren gefunden und wieder Antibiotika. Befund war, es kann RAO sein, aber eher nicht, da Bakterien gefunden wurden. (so steht es wirklich auf dem Zettel)
    Jedes Frühjahr/Herbst hat er bisher gehustet, 2x mussten wir Antibiotika geben.
    Im Herbst/Winter 2019 konnte das Heu nicht mehr nass gemacht werden und der Stallbesitzer meinte es gut und gab ihm jeden Tag viel Stroh auf die Späne. Er bekommt also seit fast einem dreiviertel Jahr fast täglich Stroh ohne Probleme. Das Heu wird seitdem auch nicht mehr regelmäßig nass gemacht.
    Es war nichts mit Husten oder ähnlichem. Ihm ging es gut, bis Mitte Juli. Er hat angefangen richtig abzuschnauben und hin und wieder war ein Huster dabei. Tierarzt kam, Lunge frei, Reizung Luftröhre, obere Atemwege. Eine Stallkollegin hat ihn seitdem in der Box öfter Husten hören, wir während der Bewegung und in unserer Stallzeit aber nicht. Da er im Winter aber nicht raus gekommen ist, im Sommer nur 4 Stunden (er hatte eine Paddockbox) und er direkt an einem richtig staubigen Reitplatz stand, habe ich mich dazu entschieden, ihn in einen anderen Stall zu stellen.
    Nun hat er eine Außenbox, steht täglich 12 Stunden draußen (im Winter solange es hell ist), steht weiterhin auf Stroh und bekommt trockenes Heu.
    Ich habe das ganze mit meinem Tierarzt besprochen. Er meinte am Stroh sollte es eigentlich nicht liegen. Und das Heu staubt nicht. Da er draußen aus Rundballenraufen Heu bekommt, ist ein nass machen im neuen Stall nicht möglich. Wenn es aber regnet, wird das Heu nass, da es ohne Überdachung ist. Aber auch hier sagte der Tierarzt, dass er es ja draußen bekommen und nicht aufgeschüttelt wird, sollte das gut klappen, zumal man sich ja nicht sicher ist, was er genau hat.
    Ich bin Ende August in den neuen Stall gezogen. Der Reitplatz dort staubt auch wie im alten Stall, aber mein Wallach steht nicht mehr den ganzen Tag neben dem staubigen Reitplatz.
    Seit Juli inhaliere ich ihn mit einem selbstgebauten Inhalator, der laut Tierarzt seinen Zweck erfüllt. Mit Kochsalzlösung. Im neuen Stall war das Husten weg und das Abgeschnaube auf ein Minimum reduziert. Seit 2 Tagen allerdings schnaubt er in der Bewegung extrem und hustet auch wieder vermehrt, heute auch 1x im Stand während des inhalierens.
    Er hat gefühlt über Nacht aber auch extrem Winterfell geschoben und verliert unheimlich Sommerfell.
    Ich inhaliere ihn jetzt seit gestern mit Cortison. Ich werde es schaffen ihn zwischen 3 und 5x die Woche damit zu inhalieren. Sputolysin bekommt er seit 6 Wochen-dies ist mit meinem Tierarzt abgesprochen. Im August bekam er 1x Ventiplus, das hole ich morgen und werde es ab morgen auch wieder geben.
    Ein zb. Flexineb, den ich mir wünsche, kann ich mir im Moment leider nicht leisten, da ich in Elternzeit bin. Da ich mein Pferd aber unbedingt inhalieren will, habe ich mir einen eigenen gebaut. Er vernebelt und mein Pferd atmet den Nebel ein.

    Was meint ihr? Alles zu viel fürs Immunsystem in so kurzer Zeit? Kann es sein, dass es auch Fellwechsel bedingt ist? Wenn es in 2 Wochen nicht besser wird, werde ich ihn wieder auf Späne stellen müssen, das ist mir klar, aber die ganze Zeit ging das gut. Daher wollte ich noch etwas warten. Da zB nur gemistet wird, wenn die Pferde draußen stehen und ich seine Box nicht staubig finde. Die Box ist an Vorder- und Rückseite offen über der Tür, ansonsten zu. Er steht jetzt auf einem "Berg", sodass auch oft "windig" ist, es stürmt nicht, aber das soll auch gut sein.
    Er zieht nicht nach Luft, bockt durch die Gegend und ist sonst auch fit. Er pumpt auch nicht, auch nicht nach lockerer Bewegung.
    Er schnaubt einfach extrem und jetzt sind seit 2 Tagen Huster dabei.
    Ich bin wirklich fertig, weil er es jetzt eigentlich so viel besser hat.
     
  2. Tify

    Tify Bekanntes Mitglied

    Hatte so eine ähnliche Problematik auch mal. Depotcortison vom Tierarzt gespritzt und täglich inhaliert mit abwechselnd Kochsalzlösung, Bronchienweitsteller und Cortison. Bei dem hat aber die Aussenbox Abhilfe geschaffen. Da kam die Problematik immer im Fellwechsel und bei feinem Heu auf.
     
  3. Es ist Tatsache, dass die Pferde, grad die angeknacksten, im Fellwechsel anfälliger sind.
    Ich habe mit meinem chronisch lungenkranken Pferd (dem man das aber nicht mehr wirklich anmerkt) gute Erfahrungen mit B-Vetsan gemacht, von dem ich während des Frühjahrsfellwechsel gleich mit Abwerfen der ersten Haare zwei Dosen gebe.
    Seit ich das mache und zusätzlich konsequent staubige Hallen und Reitplätze meide, habe ich den Tierarzt nicht mehr wegen Hustens gebraucht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Sep. 2020
    LaLuna., PinkPony, Charly K. und 2 anderen gefällt das.
  4. LG91

    LG91 Neues Mitglied

    Vielen Dank schon mal. Leider stauben hier in der Gegend leider die meisten Plätze. Ausreiten war nicht möglich, durch die Schwangerschaft habe ich Reitverbot und so bleibt mir nur das longieren. Ab Dienstag oder Mittwoch soll es hier regnen, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es dann besser wird.
    Ich hatte das Gefühl, dass B-Vetsan bei meinem nicht wirklich angeschlagen hat, aber vielleicht habe ich es zu kurz gegeben.
    Ich wünschte ihm geht es besser, meine zweite Geburt steht kurz bevor.. und ich dachte wirklich, dass es ihm in dem Stall besser geht. Was meint ihr, wie lange soll ich ihm Zeit lassen, bis es sich eingespielt hat?
    Wie gesagt, er wird die nächsten Wochen auf jeden Fall 3-5x wöchentlich mit Pulmicort inhaliert, ich habe noch 2 Dosen Sputolysin und ab morgen gibt es nochmal eine Dose Ventiplus, zusätzlich habe ich ihm Zink geholt (habe gehört, dass es im Fellwechsel helfen soll) und Kräutermüsli. :-(
     
  5. Bumblebee1

    Bumblebee1 Moderator Mitarbeiter

    Ich bin da auch ganz bei Sokrates. Ich würde , wenn ihr diese Hustenperiode überstanden habt, im Frühjahr auch B-Vetsan geben. Allerdings hilft es nur bei konsequenter und längerer Gabe. Kräuter würde ich eher als Kräuterhustenmischung zugeben und dann lieber zu dem normalen Kraftfutter (wenn nötig) oder Müsli, wenn du das bevorzugst.
     
  6. LG91

    LG91 Neues Mitglied

    Vielen Dank auch hier Bumblebee1.
    Ich gebe das ganze Jahr über Kräuter. Hatte ich vergessen zu schreiben. Er bekommt vom Stallbesi morgens und abends Hafer und von mir 1-2x am Tag Müsli (ganz wenig aber wegen den Medis) und da habe ich jetzt Kräutermüsli geholt, weil ich dachte, dass ist vielleicht sinnvoller.

    Aber das mit dem B-Vetsan versuche ich. Ich hoffe nur, dass es dieses Mal schnell besser wird.
     
  7. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Vielleicht ist es möglich, dass du den Flexineb auf Ratenzahlung kaufst.Das sie das machen sie dort.

    Im Prinzip ist nur konsequent staubfrei,nasses Heu, Späne, keine staubige Halle, Hafer anfeuchten und am besten Paddockbox statt Aussenbox (wenn er liegt sammelt der Staub sich in Bodennähe und kann nicht raus so richtig dank Türe) plus ganzjährig inhalieren wirklich zum Ziel führend.Alles andere ist wahrscheinlich ein Kampf gegen Windmühlen, da es bei ihm ja kein geringer Lungenschaden ist sondern die Lunge durch die eitrige Entzündung schon nicht umkehrbare Schäden hat.Jeder Reiz plus der Fellwechsel der sie anfälliger macht lässt es wieder aufflammen.
    Du weißt ja dass er ein Problem hat und nimmst es ernst und bemühst dich .Denke nur die Pausen der optimalen Haltung die du machst (trockenes Heu, Stroh als Beispiel) werden auf Dauer immer weiter das Problem verschärfen, da sich die Lunge nicht wieder komplett regeneriert und die Schäden immer größer werden .
     
    Charly K., Belle und terrorschaf gefällt das.
  8. Fjordi

    Fjordi Bekanntes Mitglied

    Ich habe nicht viel Erfahrung mit hustende Pferden, deswegen mag ich dir gar keinen Rat geben. Deswegen nur kurz zu den Kräutern:Kräutermüsli extra für hustende Pferde? Wenn du die Kräuter einzeln oder jedenfalls eine Mischung ohne Müsli fütterst kannst du das gezielter steuern und hast nichts im Pferd was nicht rein soll, aber oft im Müsli ist. Es gibt zahlreiche Mischungen oder Säfte (Ewalia z.B). Einiges kann man auch selber pflücken, wenn man Zeit und Muße hat.
     
  9. satine

    satine Inserent

    Statt wahllos immer irgendwelche Kräuter in unüberschaubaren Dosierungen ins Pferd zu stopfen, solltest du wirklich gezielt nach Kräutern in Arzneiqualität gucken!
    Mein Alter hüstelt im Fellwechsel auch immer mal. Deswegen gibt es dann immer Zink als Kur, eine Hustenkräutermischung und Schwarzkümmelchips.
    Er hat keinerlei andere Symptome, außer beim rausführen morgens einen einzigen Huster. So lange es so bleibt, ist alles gut.
     
    Charly K. und Fjordi gefällt das.
  10. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Atemwegsprobleme können mit Husten einhergehen müssen aber nicht. Husten ist ein Indikator, dass du auf jeden Fall ein Problem hast,
    Du kannst aber auch ein ganz grosses Problem haben ohne irgendwelche Huster.
    Achten musst du auf die Atemfrequenz.
    Je nach Tierarzt muss da nicht viel Ahnung von chronischen Atemwegsbehandlungen vorhanden sein - insbesondere nicht wenn allgemeiner Grosstierarzt, der auch Rinder, Schafe und Schweine im Repertoire hat.
    Ein selbstgebauter Inhalator ist Augenwischerei und kann dir nie das benötigte Partikelspektrum liefern, dass du brauchst, um in die tiefen Atemwege zu kommen.
    Dh, dein inhaliertes Cortison landet in den oberen Atemwegen . Da bist du dann ggfalls mit oral sogar besser dran als lokal am falschen Wirkort.
    Dein Inhalieren mag sogar Reizungen durch groben Staub dort und im Kehlkopf reduzieren - hat aber nichts mit der Therapie deines Lungenproblems zu tun.
    B-Vetsan hat bei uns überhaupt nichts bewirkt - nur Futterumstellung (Gras/Heulage/nasses Heu; strohfreien Offenstall hatten wir vorher schon) und bei Verschlechterung konsequentes Inhalieren mit NaCl und falls notwendig Cortison.
    Bei leichten Rückschlägen fange ich mit Plantagines und Sputolysin an; gehe dann aber recht schnell zum Inhalieren in der Reihenfolge NaCl, Ambroxol,Cortison je nach Schwere über.
    Schwarzkümmelchips gebe ich auch. Zink im Fellwechsel ist fast immer hilfreich - mit und ohne Hustenpferd-
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Sep. 2020
    Mirage und Charly K. gefällt das.
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