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Husten im Offenstall....

Diskutiere Husten im Offenstall.... im Atemwegserkrankungen Forum; Hallo zusammen, da ich aktuell sehr unsicher bin, würde ich doch gerne hier um Rat fragen :) Meine Stute ist 8 Jahre alt und steht seit einigen...

  1. MissFrog

    MissFrog Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    da ich aktuell sehr unsicher bin, würde ich doch gerne hier um Rat fragen :)

    Meine Stute ist 8 Jahre alt und steht seit einigen Jahren in einem Offenstall. Daher steht sie (bei jedem Wetter) täglich draußen auf den Weiden und kommt dann Abends mit den Anderen rein. Die Weiden / Ausläufe werden dann über Nacht geschlossen, die Pferde schlafen auf Gummimatten und Späne.

    Nun habe ich sie dieses Jahr erstmals eingedeckt, da mir mit ihrem langen Fell ein gutes Training im Winter fast nicht möglich ist (trotz Solarium kaum trocken zu bekommen). Anscheinend war ich aber zu spät dran, da sie trotz Decke ein gutes Fell entwickelt hat. Es ist nicht ganz so dicht wie letztes Jahr, aber doch deutlich da.

    Seit letzter Woche hustet sie nun, ich glaube sie hat sich MIT der Decke erkältet. Da bei uns die Temperaturen verrückt spielen (heute haben wir wieder +12 C° und Sonne - Nachts hatte es frostige - 6 C°) glaube ich, sie hat unter der Decke geschwitzt und ist dann ausgekühlt....

    Die Decke habe ich ihr nun ausgezogen und sofort Hustensaft und Zwiebelsud mit Honig ins Futter gegeben. Täglich bekommt sie noch ein Mittelchen das das Immunsystem puscht und einen Hustenlöser.
    Ich meine auch, dass der Husten bereits besser geworden ist und habe sie nun 4 Tage nicht gearbeitet, da sie auch sehr schlapp gewirkt hat (kein Fieber). Heute hat sie in der Halle dann gut gebockt und war flott unterwegs - hat aber natürlich noch gehustet, wenn auch nicht mehr so schlimm wie letzte Woche. Den TA habe ich nun für morgen bestellt. Auch wenn es schon sichtlich besser ist, ist es mir lieber wenn der TA noch kurz drauf schaut.

    Nun habe ich natürlich 2 Probleme: decke ich sie wieder ein? Und wie arbeite ich sie?

    Das Wetter spielt bei uns gerade total verrückt, es hat tagsüber an die 11 C° und Nachts bald - 5 C°..... ich müsste daher eigentlich nachts eindecken und tagsüber aus. Bisher konnte ich aber nicht feststellen, dass sie friert ohne Decke, sie scheint sich wohl zu fühlen (es ist im Stall nur minimal wärmer als draußen). Daher würde ich sie nun nur noch eindecken, wenn es regnet oder schneit?

    Die Arbeit mit Husten ist so eine Sache: sie ist ja eher ein gemütliches, gelassenes Pferd und ist daher meist nicht übermäßig flott unterwegs. Es ist daher sehr schwer zu unterscheiden, ob es ihr nun schlecht geht oder sie schlicht keine Lust hat etwas zu tun. Ich denke allerdings bei Husten soll zumindest etwas Arbeit da sein, daher würde ich sie nur ein paar Runden locker traben lassen. Irgendwie muss sich das Ganze ja lösen.
    Nächste Woche ggf. mal ein Ausritt im Schritt und dann langsam steigern? Die TA meinte am Telefon zu mir, dass nur durch Bewegung Luft in die Lungen kommt und daher sollte man ruhig etwas arbeiten.

    Da sie bereits auf Späne steht und sehr gutes Heu bekommt, füttere ich ihr gerade auch kein staubiges Futter, um hier einen weiteren Störfaktor auszumerzen.

    Danke für Ratschläge :)
     
  2. Nessi

    Nessi Bekanntes Mitglied

    Was für eine Decke war das denn? Ungefügere Regendecke? Was mit Fleece? Gefüttert, wie viel Gramm? Ganz wichtig finde ich, wenn man eindeckt, dass dann auch eine leichte Fütterung (zumindest Fleece) drin sein und die Decke Atmungsaktiv sein muss, möglichst mit Funktion zum Abschwitzen...
    Ich soll mit meinem Hustenpony gerne auch mal lange und ausgiebig traben und galoppieren, der soll abhusten und der Schleim soll sich lösen (allerdings ist das ne chronische Sache und Pony ist dabei nicht schlapp oder fiebrig)
     
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  3. MissFrog

    MissFrog Neues Mitglied

    Danke für die Antwort :)

    Es war eine ungefütterte Regendecke, die nur ein dünnes Fleece hat. Atmungsaktiv sollte sie sein, verspricht zumindest der Hersteller. Kein dickes Innenfutter, da wir doch noch gute Plusgrade haben. Ich war aber wohl echt zu spät dran, habe sie erst Anfang Oktober eingedeckt.....
     
  4. Nessi

    Nessi Bekanntes Mitglied

    Das Problem bei ungefütterten Regendecken ist halt, dass die oftmals das Fell plattdrücken, das das Pferd sonst aufstellt. Deswegen kann dann ein Pferd, das ohne Decke nicht frieren würde, mit Decke plötzlich frieren. Ein Grund, warum zumindest immer eine leichte Fütterung oder Funktionsfleece da sein sollte...
    Ich hab eine Decke, für den Fall der Fälle, die nur mit Funktionsfleece gefüttert ist, man sagt, das entspricht ca 50g. Und die lässt auch das Abschwitzen zu, heißt, Nässe tritt nach außen. Das scheint deine nicht zu tun...
    Und dann hat man das Problem: Pferd ist zu warm, Pferd schwitzt, Nässe entweicht nicht schnell genug, Pferd kann das Fell nicht aufstellen, Pferd verkühlt sich im schlimmsten Fall.

    Ich würde dein Pferd, wenn es ohne Decke gut klar kommt, jetzt auch weiterhin ohne laufen lassen, am Fell änderst du jetzt ja eh nichts mehr :)
     
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  5. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Grundsätzlich finde ich, wenn eindecken, dann dabei bleiben. Wenn die Decke atmungsaktiv ist, dann sollte auch ein Schwitzen eigentlich kein Problem sein. Wenn sie so stark schwitzt, bringt aber unter Umständen mehr, ihr eine Teilschur zu gönnen, damit das abschwitzen und trocknen besser klappt.

    TA drauf gucken lassen ist schon gut, weil man eben sonst nicht sagen kann, ob ggf noch ein Schleimlöser nötig ist oder so. Fieber messen würde ich weiterhin.


    via Tapatalk
     
    sasthi gefällt das.
  6. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Meine persönliche Meinung, mit der ich hier niemandem auf die Füße treten will, ist entweder Decke oder Fell. Ein Pferd im Winterfell eindecken halte ich für kontraproduktiv.

    Erstmal schränkt man meines Wissens nach das Wachstum kaum bis gar nicht ein. Der Zeitpunkt des Wechsels richtet sich nach Tageslänge. Die Menge und Dichte der Haare sind genetisch vorgegeben. Die Temperatur spielt keine wesentliche Rolle. Das Haar liegt nur bei eingedeckten Pferden immer glatt, was optisch einen Effekt bringt.

    Und wenn man dann den dicken Pelz hat, stört die Decke nur. Schweiß kann nicht raus, bei Wärme oder beim Toben schwitzt das Pferd noch mehr, die Hitze staut sich. Übrigens ist es oft warm, wenn es regnet. Da kommt dem dickfelligen Pferd die Nässe oft gelegen. Bei knackiger Kälte ist es meist trocken und das plüschige Fell kann aufgestellt werden und warme Luft speichern.
    Das mit dem Fell ist schon eine durchdachte Sache, die man nicht stören sollte.

    Wenn man aber im Winter reiten will und das mit dem Fell nicht geht, ist bei mir auch der Fall, dann muss das Fell eben wenigstens teilweise runter. Durch das fehlende Fell wird es nicht so schnell zu warm unter der Decke, Schweiß trocknet nach der Arbeit sofort wieder ab. Zu nass sollte es auch ohne Fell unter der Decke nicht werden, zum Beispiel wegen viel Toberei, aber eine leichte Feuchtigkeit wird ohne Fell auch von der Haut wieder aufgenommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Dez. 2015
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  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Nicht ganz richtig.
    Die Produktion des Winterfells startet mit den Außenreizen.
    Um Wachstum zu dämpfen müsste man schon Ende August/Anfang September eindecken.
    Dann hemmt man das Wachstum Tatsächlich.
    Macht Natürlich kaum jemand....
     
  8. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ich habe im Oktober einmal fast blank geschoren, damit es jetzt schon wieder nachgewachsen ist, wenn es kalt wird. Es hat noch nicht seine volle Länge, etwa so wie Sommerfell. Bei Bedarf kann ich ja noch eine Teilschur nachlegen, die alleine aber nicht gereicht hätte. Ist ja auch nicht so leicht im Offenstall, soll ja keiner frieren.

    Ich kenne schon welche, die so früh eindecken. Aber die tun auch ganz viele andere komische Sachen, die kann man nicht für voll nehmen.
     
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  9. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Ich würde es auch nicht so "pauschal" sehen wie Du. Mein Pferd trägt mit Fell eine Decke. Er hat einen kaputten Rücken, und kommt ohne Decke nicht klar, dann läuft er wie ein Brett, oder ist direkt lahm. War auch schon vor 10 Jahren so, und daher nicht vom Alter. Dafür nehme ich ihm nicht das Fell weg, wenn er ein Rückenproblem hat. Und Teilschur könnte nützlich sein, wenn das Pferd aber gar nicht sooo sehr schwitzt, sehe ich das nicht so richtig ein.

    Ich denke aber wie gesagt im vorliegenden Fall, das eine Schur da helfen könnte (Teilschur), weil das Pferd erstens weniger schwitzt, und zweitens besser trocknet. Wenn es sich nun durch das schwitzen und nicht trocknen tatsächlich einen Infekt geholt hat, kann das schon sinnvoll sein, so vorzugehen. Immer mal zwischendurch eine Decke drauftun finde ich nun wieder nicht sinnvoll. Solche gibt es ja auch, die "nur bei Wind" oder "nur bei Regen" eindecken.
     
  10. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Die Isilette war ja auch ganz rasant geschoren als die kam. :biggrin:
    Bei meiner war diese Schur nur noch etwas Großzügiger angelegt, da muss man dann nicht so penibel aufs eindecken achten.

    [​IMG]
     
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