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Husten, Nesselfieber, Schlappheit

Diskutiere Husten, Nesselfieber, Schlappheit im Innere / Organische Erkrankungen Forum; Ich brauch mal Ideen von euch... Geht um die Stute unserer Partnerin. Criollo, (ich glaub) 10 Jahre alt. Erstmal zur Haltung: Offen/Aktivstall....

  1. Magfin

    Magfin Vom Doppelten das Eine

    Ich brauch mal Ideen von euch...

    Geht um die Stute unserer Partnerin. Criollo, (ich glaub) 10 Jahre alt.

    Erstmal zur Haltung:
    Offen/Aktivstall. Liegehalle ist mit Hanf eingestreut, der kleine Paddock davor mit Gummimatten ausgelegt. Dann führt ein Schotterweg den Berg hoch zum Kunstrasenpaddock (vollgesandeter Kunstrasen ohne weitere Tretschicht). Da führt ein "normaler" Weg (Erde) zum Hackschnitzelpaddock (entrindet), auf dem die andere Hälfte "Wiese" ist (ist noch bisserl grün, aber alles säuberlich abgenagt).
    Über Nacht (etwa 13 Std.) kommen die Pferde auf die Koppel (viel Wiesenfuchs*sch*wanz [dieses Zensieren...], kein JKK, kein Rainfarn, etwas Ackerschachtelhalm, viel Spitzwegerich, Weidelgras, etwas Glatthafer, Wiesenrispe, Klee, noch Restbestände von Kuhampfer).

    Im Winter fing's an: Husten. Richtig schön mit Rotz und Schleimbrocken. Sie bekam die üblichen Mittel vom TA und zusätzlich inhalierte sie bis zu 3x täglich Kochsalzlösung.
    Wir stiegen um auf Heulage, das Heu war sehr staubig und roch manchmal etwas muffig. War aber kein sichtbarer Schimmel dran. Unser eigener lungenkranker Wallach äußerte sich nicht einmal. Die Heulage war in Ordnung (2013), aber nur die ersten drei Ballen. Die danach lieferte unser Schmied die nicht mehr, weil die kaputt waren. Also stiegen wir wieder auf Heu um und besprühten es mit effektiven Mikroorganismen (damit hatten wir bei unserem Wallach sehr gute Erfahrungen gemacht).

    Der Husten der Stute blieb. Mal ging es ihr besser und es war fast gar nix zu merken und dann hopplahopp hustete sie den ganzen Tag. Die Mittel, die man sonst nur 10 Tage geben soll, bekam sie über 10 Wochen, ohne Besserung (Bronchien-erweiternde Mittel sowie Schleimlöser). Mehrere Abstriche vom Schnodder wurden genommen und untersucht, aber es war nix nachzuweisen, was ein Antibiotikum erforderlich gemacht hätte.

    Vor ein paar Tagen holten wir die Pferde morgens rein und die Stute sah aus, als wäre sie in einen Bienenschwarm geraten: Nesselsucht. TA kam und spritzte zähneknirschend Cortison (Stute ist zu dick und hat auch EMS-Anzeichen), sicherheitshalber allerdings nur die halbe Dosis, er wollte keine Rehe riskieren.
    Abends gings ihr besser, war glatter. Am nächsten Morgen wieder mehr Hubbel, abends wieder weniger, und so ging das vier Tage. Gestern morgen holten wir sie recht glatt rein und heute morgen waren wieder leichte Hubbel zu sehen.

    Am Samstag hatte sie einen schweren Anfall und hörte mit dem Husten gar nicht mehr auf. Abends um acht kam der TA nochmal und seitdem bekommt sie Cortison übers Futter und wieder Schleimlöser. Auf der Lunge hört er nichts, die sei frei. Aber im Hals würde wohl der Schnodder sitzen.

    Gestern Abend hatte sie leichtes Nasenbluten. War schon "altes" Blut (bräunlich) und floss auch nicht. War eher mit Schleim vermengt. Geatmet hat sie allerdings ganz gut.

    Blutbild ist in Arbeit und Kotprobe genommen.

    Ich hoffe, ich hab jetzt nicht allzuviel vergessen. Fragt einfach nach.
    Ich bzw. wir wissen einfach nicht mehr weiter. Stute soll nicht zum Heu wegen dem Husten und von der Koppel kommt sie wie die Beulenpest zurück. Ich glaub, die Leber entgleist so langsam, daher hab ich veranlasst, dass ein Blutbild gemacht wird..

    Habt ihr noch Ideen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2015
  2. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Diese extreme Nesselsucht hatte mein Pferd vor etlichen Jahren auch einmal. Die Tierärztin hat allerdings damals kein cortison gespritzt sondern ein starkes antihistaminika. Am nächsten Tag war alles fast weg, nur am Bauch noch ein paar Stellen. Die hab ich damals mit so einem rosa Zeug eingerieben, was auch gekühlt hat und lindernd wirken sollte. Ich weiß nicht mehr wie es hieß, roch so nach Oma- Seife.
    woher es kam, keine Ahnung... Hätte eine Pflanze sein können oder irgendwas von Insekten übertragen, was ihn so extrem allergisch reagieren ließ. Er war zu der Zeit auch heustaub- Allergiker. Ich denke wenn das ganze Immunsystems immer auf Trab ist, passiert sowas dann schneller, dass sie so heftig reagieren.

    ich würde an deiner Stelle wahrscheinlich eine fliegen, bzw. ekzemerdecke aufziehen um die Allergene durch Stechfliegen zu reduzieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2015
  3. Magfin

    Magfin Vom Doppelten das Eine

    Ich hab halt echt die Angst, dass die Leber entgleist und sie jetzt noch in einen Reheschub reinrutscht. Hab irgendwo beim Durchforsten des Internets gelesen, dass die Nesselsucht anzeigen kann (!), dass was mit der Leber nicht so ganz in Ordnung ist.
    Kann ja sehr gut sein, solange, wie sie die Medikamente schon bekommt. Für die Leber/Nieren ist das sicherlich nicht so gesund *seufz*

    Und bei ihr kommt die Nesselsucht ja als wieder. Jeden Tag quasi. Aber wo sollen wir die hinstellen? Die kloppt die Box auseinander, wenn die allein ist. Zumal sie ja laut TA auch vom Heu wegsoll und am besten ganz auf die Koppel. Nur ist das Pferd kurz vor schneckenfett...

    Hmpf. Wir sind langsam mit unserem Latein am Ende. Daher immer her mit euren Gedanken! Vielleicht ist genau DAS dabei, worüber wir noch nicht gestolpert sind.
     
  4. C&J

    C&J Inserent

    Ich hätte jetzt auch direkt auf Leber/ Stoffwechsel getippt. Mein Jungpferd hatte in der Zeit der schlechten Leberwerte (Ursache nie gefunden, Stallwechsel hat das Problem gelöst) auch Nesselfieber. Allerdings haben wir das rein homöopathisch behandelt und war auch am nächsten Tag deutlich besser.

    Ich würde versuchen das Pferd von den ganzen Medikamenten wegzubekommen und auch von jeglichem Zusatzfutter. Wäre eventuell eine begleitende Therapie durch einen fähigen Homöopathen möglich? Auch würde mich die Ursache des Hustens interessieren. Habt ihr denn mal eine Bronchoskopie machen lassen? Da würden ja auch Veränderungen der oberen Atemwege auffallen und man kann einen gezielteren Abstrich nehmen. Nur weil man auf der Lunge nichts "rasseln" hört, ist die noch lange nicht frei. Sitzt der Schleim richtig fest, macht der auch keine auffälligen Geräusche beim Abhören.

    Könnt ihr als Sofortmaßnahme, das Heu nassmachen/ waschen?

    Mir fallen spontan noch Lungenwürmer ein.
     
     
  5. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Dann würde ich noch vorsorglich was für die Leber geben. Mariendistel, hepeel... Was es da eben so gibt. Erstmal Blutbild abwarten.
     
  6. Magfin

    Magfin Vom Doppelten das Eine

    Die letzte Wurmkur hat das Pferd erst so richtig fertig gemacht und sie war drei Tage total schlapp und konnte kaum den Berg hochkrauchen.

    Das einzige "Zusatzfutter" zum Heu und zur Koppel ist eine kleine Handvoll (hab's gesehen, sind vielleicht 200ml) Schwarzhafer, um dort die Medis zu verstecken.

    Bronchoskopie wurde keine gemacht, kann ich aber gerne mal anmerken, ob das für's Frauchen infrage käme.

    Das Heu können wir nicht waschen. Die Fütterung ist für neun Pferde oben in den beiden Abteilen. Unten ist der Wasseranschluss. Da schlepp ich mich dumm und dämlich :( Wir besprühen wie gesagt das Heu mit den EMs und vorher wird's gut aufgeschüttelt (außer der Rundballen in der Raufe natürlich, der wird allerdings 5x täglich außenrum eingesprüht).
     
  7. C&J

    C&J Inserent

    Und wenn ihr der Stute sowohl auf der Weide als auch auf dem Paddock mittig etwas Fläche absteckt? Also Einzelhaltung mitten in der Herde? Dann könnt ihr auf der Wiese genau kontrollieren, was sie frisst und ihr (rationierte) gewässerte Heunetze zur Verfügung stellen.
     
  8. Magfin

    Magfin Vom Doppelten das Eine

    Dann wird sie zwangsläufig häufig ohne Sichtkontakt zu den anderen sein. Zumal es in beiden Paddockabteilen oben kaum bis gar keinen Schatten gibt und die Kriebelmücken-Saison angefangen hat. Dann geht die Herde geschlossen in die Liegehalle (wo auch die Selbsttränken sind, also oben gibt es gar kein Wasser und unser einziger Wassertank ist an der Koppel) und bleibt da für mehrere Stunden streckenweise.
    Und sobald die anderen außer Sichtweite sind, dreht sie durch, regt sich auf und fängt erst recht mit der Husterei an. Wir hatten sie ja mal probeweise in die Box gestellt und wollten ihr dort gewaschenes Heu geben usw. Aber sie hat sich so aufgespult, dass sie nur noch am husten war...

    (Zur Erklärung: Die "Box" ist etwa 6m lang und knappe 3,50m breit)
     
  9. C&J

    C&J Inserent

    Dann gehen mir allmählich auch die Ideen aus... Dann muss die Ursachenforschung umso schneller vorangetrieben werden.

    Oder ihr müsst wechselnd ein anderes Herdenmitglied als Boxennachbar "opfern".

    Wird das Pferd eigentlich noch bewegt? Bei meiner Stute mit chronischer Bronchitis soll ich auch bei einem Schub täglich kurze Intervalle galoppieren (möglichst ohne Reiter), da das den Schleim in der Lunge gut löst. Natürlich nur, wenn die Ruhe-Atmung nicht schon bei 30 Atemzüge/Minute liegt.
     
  10. Magfin

    Magfin Vom Doppelten das Eine

    Sie wird täglich geritten oder longiert. Je nach Befindlichkeit halt.
     
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