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Ich erkenne mein Pferd nicht wieder

Diskutiere Ich erkenne mein Pferd nicht wieder im Pferde Allgemein Forum; Vorab: mein Text wird womöglich etwas länger (sorry dafür) aber mein Vollblutaraber macht mir seit einiger Zeit ziemliche Sorgen ): Also zu...

  1. Macke

    Macke Neues Mitglied

    Vorab: mein Text wird womöglich etwas länger (sorry dafür) aber mein Vollblutaraber macht mir seit einiger Zeit ziemliche Sorgen ):

    Also zu unserer Geschichte: Der Kleine ist 2011 geboren, wird also jetzt 5 Jahre. Ich habe ihn seit er ein dreiviertel Jahr ist. Bin also quasi sowas wie seine zweite Mami ^^
    Er stand direkt bei mir zuhause. Zusammen mit meinem WB Wallach. Der kleine war Hengst und sollte es eigentlich noch bleiben. Er war super lieb, super verspielt, super aufgeweckt und clever, ein absolutes Top-Pferd schon von klein auf.
    Meine beiden standen täglich 12 Stunde draußen bei jedem Wetter, nachts ging es in den Stall direkt neben unserem Wohnhaus, und im Sommer bei Möglichkeit konnten sie auch nachts auf Koppel bleiben.
    Ich habe ihm alles beigebracht was er kann. Schon als Fohlen habe ich ihn immer mit ins Gelände genommen, war viel spazieren, hab mit ihm gespielt; Ball oder Stöckchen holen (ja er hält sich teilweise für einen Hund xD) Fohlen ABC natürlich und alles was ein Jungpferd können sollte. Er war immer interessiert bei der Sache, ist menschenbezogen und lernwillig gewesen. Noch dazu war er auch vom Aussehen her ein Prachtkerl.

    So jetzt das Problem: Als er 3 ein halb war, musste ich leider umziehen. Ich habe meine beiden Pferde natürlich mitgenommen und in einem Pensionsbetrieb untergestellt. Ich dachte ich tue den beiden was Gutes und habe extra einen Offenstall rausgesucht. Da dort auch Stuten waren, musste der kleine leider kastriert werden (ich bereue es bis heute, von seinem früheren Charakter ist so gut wie nichts mehr übrig..) und damit hat eigentlich alles angefangen: Seit er kastriert ist erkenne ich ihn nicht wieder ): Zum einen hat er körperlich extrem abgebaut, er ist von Monat zu Monat immer dürrer geworden. Von seinen schönen Muskeln war nach wenigen Monaten nichts mehr zu sehen.Trotz gleichbleibendem Training.
    Sein flippiges Temperament ist beinah versiegt. Er war die erste Zeit im neuen Stall fast immer lustlos/ müde und man konnte ihn zu nichts motivieren. Ich war nebenbei immer noch viel mit ihm Draußen (Spazieren; Laufen/Joggen) aber ich musste ihn meist regelrecht hinterher schleifen. Vorwärts kamen wir nur noch im Schneckentempo.
    Der Winter in diesem Stall war dann katastrophal! Die Pferde hatten keinen genug großen Unterstand; immer zu wenig zu essen und standen Knietief im Schlamm! Noch dazu wurden sie regelrecht von den anderen Pferden malträtiert und verprügelt!
    Mein Großer hatte dann eine schlimme Bindehautentzündung vom Zugwind (Obwohl er sonst so gut wie nie krank war!). Der Kleine war in kürzester Zeit abgemagert, hatte Parasiten und ganz doll Mauke. Meine Pferde sahen wirklich richtig schlimm aus und deswegen habe ich sie dann nach nicht mal einem halben Jahr aus diesem Stall weggeholt und umgestellt.

    Im neuen Stall schien alles zu passen. Meine beiden haben ebenfalls einen Offenstall, dürfen jetzt aber wieder für sich stehen, weil sie mit anderen Pferden einfach nicht stressfrei leben können. Bindehautentzündung, Mauke, Parasiten etc. haben wir ziemlich schnell in den Griff bekommen. Und die Pferde sahen wieder gut aus.
    Das einzige was bei meinem kleine Arber geblieben ist, ist diese Lustlosigkeit ): Wie gesagt, die besteht seit der Kastration bzw. dem ersten Umzug.

    Er war dann 4 und so habe ich begonnen ihn anzureiten. Er hat wirklich überall sehr brav mitgearbeitet, auch wenn es viel brauchte, um ihn mal zum schwitzen zu bringen...
    Im Schritt auf dem Platz reiten ging schon (wir haben langsam gemacht weil wir immer etwas Probleme hatten genügend Muskeln aufzubauen/ ich wollte ihm körperlich nicht zu viel zumuten, deswegen unterm Sattel erst mal nur Schritt).
    So, leider kam während der Phase des Anreitens eine Sehen-Verletzung dazu. Nun war der Kleine sehr lange 'beurlaubt' und hat deswegen noch weiter abgebaut (sehr viel Muskelmasse verloren und insgesamt abgenommen).
    Nun kam auch noch der Winter und da der Kleine sowieso schon schwerfuttrig ist, habe ich richtig Probleme ihn 'wieder hinzubekommen' ):

    Man sieht extrem seine Rippen. Er hat aber eigentlich genug Fütter. Entwurmt ist er auch. Heu frisst er, aber da ist er sehr wählerisch. Wenn ihm ein Bund nicht gefällt, dann frisst er nur sehr sparsam oder im Zweifelsfall lieber Stroh. Alles was ihm schmeckt frisst er aber ohne Problem (also Obst, Gemüse, Kraftfutter, Gras (wovon es leider momentan wenig gibt)). Also appetitlos ist er nicht. Ich habe ihn eine Zeitlang mit Maiscops zugefüttert, hat ein wenig geholfen aber das kann doch auch keine Dauerlösung sein. Er bekommt sonst momentan Hafer und Leinsamen (die die man nicht einweichen muss). Ich habe mich bei der Pferdemesse extra beraten lassen und die wurden mir empfohlen (waren auch sauteuer, nebenbei). So wirklich eine Verbesserung sehe ich aber noch nicht ):
    Sein Fell ist auch irgendwie stumpf, aber nur im Winter! Im Sommer hat er superweiches Babyfell.
    Ich habe jetzt ein Müsli bestellt, was extra auf Bedürfnisse für Araber abgestimmt ist. Mal sehen ob das was bringt...

    Ich kann mir nicht erklären, wieso er plötzlich so "anders" ist. Sei es jetzt vom Körper her oder auch vom Kopf. Als er anfangs bei mir zu Hause stand, hatte ich nie Probleme 'Masse' auf das Pferd zu kriegen. Und auch nicht ihn zu motivieren. Er war vom Wesen ein schwungvoller, temperamentvoller Kerl der für jeden Spaß zu haben war. Jetzt ist es, als hätte man mir mein Pferd ausgetauscht ): ... gegen einen müden Langweiler ):
    Mein WB hat sich durch die Umzüge auch nicht verändert. Der ist vom Kopf und Körper her immer noch der Alte. Also glaube ich, dass es bei dem Araber wirklich etwas mit der Kastration zu tun haben könne...
    Ich bereue es sehr ihn kastriert zu haben. Ich habe auch irgendwie das Gefühl, das er es mir übel nimmt, ich kann es nicht erklären. Araber sind ja auch sehr sensibel, ich merke es jeden Tag... Schon Stunden nach der OP habe ich es bereut, ich habe heulend im Stall gesessen, weil er nur nich ein Häufchen Elend war ):
    Und ja, ich weiß, dass kein Pferd nach einer Kastration gut aussieht, das war bei weitem nicht die erste Kastration, die ich mitgemacht haben, aber mein Pferd ist aus dieser 'Trance- Phase' in der sich die Pferde danach befinden irgendwie nicht wieder aufgewacht ): ...das ist jetzt ca. eineinhalb Jahre her.

    ...Tut mir leid für diesen ellenlangen Text, ist vielleicht auch etwas verwirrend geschrieben, aber habe halt so getippt, wie es mir in den Sinn kam.
    Auch falls sich das niemand durchliest, tat es gut sich das mal von der Seele zu schreiben.

    LG
     
  2. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Da muss ich nicht mal den Text fertigt Lesen....um dir zu sagen.....dass ein Araber und sein Zuhause ...also bei dir sein....fehlt ihm.....! ;)
    Ich habe gelesen....Und habe auch Araber! Die sind schon......Familie! ;)
     
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  3. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Blutbild? Selen- und Zinkstatus?
    Wenn mein Pferd schlecht aussieht, füttere ich es so, dass es zunimmt und solange wie notwendig (wobei ich heucobs vor Mais bevorzuge) aber das kann je nach Pferd unterscheidlich sein
     
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  4. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Ach und....befrei dich mal von dem schlechten Gewissen.....der merkt das....ist jetzt halt so...hilft ja nix....
     
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  5. Butterblume :))

    Butterblume :)) Inserent

    Ich denke so vom lese eher das das mit den beiden stallwechseln zusammenhängt und nicht mit der Kastration oder? Es sind ja nicht alle Wallache schlapp und gelangweilt....
    Wegen dem wählerischen Fressen... Zähne kontrollieren lassen... Wenn die nicht stimmen kann sich das auch auf Stimmung und Reitbarkeit auswirken...
     
  6. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo,

    gesundheitlich:
    Was sagt das letzte große Blutbild?
    Magengeschwür(e) ausgeschlossen?

    Motivation:
    Wie arbeitest Du ihn momentan?
    Was mag er?
    Was mag er nicht?


    LG, Charly
     
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  7. satine

    satine Inserent

    wallache haben von natur aus weniger muskeln als hengste. das ist also ganz normal.

    nicht jeder araber ist "spritzig". bei genug bewegung sind auch die ruhig.

    futtermangel/ parasiten=mineralstoffmangel (großes blutbild machen)

    und wenn man im nasskalten winter massr ans pferd bekommen will, muss man eben eindecken.

    schwitzen sollte beim anreiten kein pferd.
    auch reicht es, wenn das pferd in der sattellage schwitzt. das ist ein zeichen für gutes training im sinne des pferdes mit einem wirklich losgelassenem pferd.
     
  8. baster

    baster Inserent

    ich habe von anderen gehört, das Malzbier ganz gut sein soll wenn das Pferd ein bisschen dicker werden soll. Ist auch nicht so teuer, wenn man nicht so bekannte Marken nimmt. Wegen dem Fell kann man Oel dazu geben.
     
  9. Semmel

    Semmel Gesperrt

    nun..Enteierung sorgt meistens auch für ein ausgeglicheneres Gemüt.
    Ob man das dann als langweilig tituliert, liegt wohl sehr im Auge des Betrachters.

    Ansonsten kommt es mir grad so vor, als hätten wir einen inhaltlich gleichlautenden Thread vor gar nicht mal so langer Zeit schon mal gehabt?
     
  10. Macke

    Macke Neues Mitglied

    Danke für die Antworten :)

    Blutbild werde ich wohl mal wieder machen lassen. Das haben wir schon mal gemacht, da war alles ok. Das ist aber mittlerweile schon wieder etwas her. Mein TA meinte ich sollte erst mal nur ordentlich zufüttern und versuchen Muskeln aufzubauen. Jetzt im Winter kann ich nur leider nicht so viel mit ihm arbeiten.
    Mineralfutter bekommt er auch, frisst er auch ganz gern.

    Ein professioneller Zahnarzt kommt übrigens nächsten Monat in den Stall wegen einem andern Pferd. Da werde ich den Kleinen mit anmelden.
    Normalerweise kümmert sich sonst unser TA um die Zahnkontrolle.

    @Farooq: Danke :) Ja das stimmt. Der Kleine ist absolut familienbezogen. Er sucht direkt die enge Bindung zu seinen Menschen.
    Nur mit den Pferden aus dem ersten Stall hat er irgendwie schlechte Erfahrungen gemacht. Bei fremden Pferden ist er seither immer zurückhaltend bis ängstlich.
    Vielleicht kann ich meine beiden ja irgendwann wieder direkt zu mir nach Hause holen, wenn die Wohnsituation irgendwann wieder besser passt. Derzeit habe ich leider nicht jeden Tag Zeit, wegen meiner Arbeit etc.

    @Charly K.: Momentan machen wir viel Bodenarbeit/Freiarbeit, longieren mit Gurt und Spazieren. Reiten tu ich ihn z.Z. nicht, weil ich es nicht übers Herz bringen würde mich auf so ein 'Klappergestell' zu setzten.
    Also mögen tut er es eigentlich nur, wenn wir grasen gehen ^^ da freut er sich regelrecht drauf, aber zu was andrem hat er einfach kein Bock. Er arbeitet auf dem Platz zwar gut mit (ich belohne ihn natürlich immer) aber er ist nie so mit Lust bei der Sache wie früher immer. Er macht eher alles so im Halbschlaf, wenn du verstehst ^^
    Ich versuche auch Abwechslung rein zu bringen. Öfters arbeite ich meine beiden Pferde gleichzeitig frei auf dem Platz. Da ist er dann anfangs ein bisschen lebhafter und bockt und spring zusammen mit dem Großen auch mal, aber nach 5 Min ist dann wieder die Luft raus, und er 'latscht' nur noch lustlos mit oder stellt sich in die Mitte vom Platz und guckt zu wie ich mit dem Großen allein arbeite und spiele :-/ ... der Große (der nicht so hoch im Blut steht wie der Kleine) ist da wesentlich spritziger und motivierter, obwohl der sonst auch eher faul ist.
    Früher war es aber eben andersrum: Da konnte der Kleine rennen und Spielen und es war kein Stück zu erkennen, dass er genug hatte.

    LG
     
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