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Ich gebe Reitunterricht auf meinem Pferd!

Diskutiere Ich gebe Reitunterricht auf meinem Pferd! im Allgemein Forum; Wer von euch gibt Unterricht? Nicht professionell, ehr im kleinen Rahmen, vielleicht sogar auf dem eigenen Pferd. Der Sohn einer Bekannten wollte...

  1. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    Wer von euch gibt Unterricht?
    Nicht professionell, ehr im kleinen Rahmen, vielleicht sogar auf dem eigenen Pferd.

    Der Sohn einer Bekannten wollte unbedingt mal "reiten" also luden wir sie ein und der Junge durfte Chacco reiten.
    Der Junge hatte spaß und dafür, das er zum ersten mal im Leben auf einem Pferd saß, hat er seine Sache wirklich gut gemacht.
    Nun möchte er, richtig reiten, meine Bekannte hat mich nach einer Reitschule gefragt, leider gibt es keine in der näheren Umgebung, die ich empfehlen kann...
    Nun hat sie mich gefragt, ob ich dem Jungen Unterricht geben könnte.
    Das passende Pferd haben wir, Chacco ist lieb (kein buckeln steigen, durchgehen, kratzen, beißen spuken etc...) Aber wie baut man bei einem blutigen Anfänger (8Jahre alt) den Unterricht auf?
    Ich hatte den Kleinen am Sonntag das zweite mal da, auch da hat er seine Sache gut gemacht, interessiert sich, stellt Fragen und setzt Anweisungen gut um.
    Mein Problem, er kennt natürlich keine Fachbegriffe, wenn er auf dem Pferd sitzt und ich ihm eine Anweisung gebe, muss ich das so tun, das er versteht, was ich meine.
    Da ist dann auch der Satz gefallen, " zieh mal vorsichtig am Zügel" was natürlich komplett falsch ist aber wie drückt man das aus, wenn der Reiter die Fachbegriffe nicht kennt?

    Wie macht ihr das?
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hey Kigali,

    schau mal - dazu haben wir schon Threads:

    https://www.reitsportforum.de/thema/aufbau-reitunterricht.29437/
    Hier finde ich den Titel sehr passend - denn letztlich geht es Dir doch um Aufbau und Vermittlung (Didaktik, Methodik), oder?

    https://www.reitsportforum.de/thema/kinder-unterricht-und-vertrauensuebungen.14239/
    Zielgruppe Kinder

    https://www.reitsportforum.de/thema/wissensvermittlung-im-unterricht.28812/
    Wie Wissen vermitteln


    Wenns das alles nicht trifft, mach einfach hier weiter. :)
    (Dann würde ich gern Deinen Titel präzisieren, weil ich das ein wichtiges Thema finde, das später wiedergefunden werden sollte.
    Ist das EIGENE Pferd dabei wichtig?
    Oder geht es Dir eben um "Wie baue ich (Kinder-)Reitunterricht auf, wie vermittle ich Wissen rund ums Reiten?")


    LG, Charly
     
    melisse und Kigali gefällt das.
  3. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Zu Deiner Frage:

    Ich habe eine Weile Reitunterricht gegeben.
    Allerdings nicht auf meinem eigenen Pferd - falls das also Kernpunkt Deiner Frage ist, ignorier meinen Beitrag einfach.

    Ganz grundsätzlich finde ich zwei Grundsätze wichtig:
    1) Schüler da abholen, wo er steht - also im Zweifel erstmal analysieren, wo das ist.
    Bei Dir ist das Pferd quasi "irrelevant", weil übersteigt die Fähigkeiten des Schülers bei weitem, ist aber auch von diesem Schüler auf seinem Niveau händelbar.
    Also eine kleine Checkliste machen: Was kann der Junge, was sind seine Stärken?
    Zum Beispiel Angstfreiheit, gute Körperkoordination, natürlicher Sitz etc.pp.
    Was kann er nicht?
    Zum Beispiel Fachbegriffe, Zügelunabhängigkeit etc.pp.

    2) Ziel vor Augen haben
    Stichwort: operationalisiertes Feinlernziel, und das SMART (spezifisch - messbar - attraktiv (= leistbar, möglich) - realistisch - terminiert). ;)
    Nimm Dir als Hilfe die Satzkonstruktion: "Nach dieser Unterrichtseinheit kannst Du..."
    - und dann müssen konkrete, überprüfbare Verben folgen.
    Also eher nicht "verstehen" - das kann man zwar auch überprüfen, ob jemand etwas verstanden hat, aber das ist komplex.
    Eher: "Nach dieser Unterrichtseinheit kannst Du Chacco auf (mein) Kommando nur über Deinen Sitz anhalten."


    Und ganz pragmatisch würde ich erstmal völlig ohne Zügel(hilfen) beginnen.
    Entweder geht Chacco so, oder per "Sitzlonge".
    Erstmal fühlen lassen.
    Augen zu, Hände auf den Pferdepo stützen lassen, mal nach vorne legen, nach hinten legen, mal den Oberkörper drehen, mal die Schenkel umpositionieren und schauen was passiert (natürlich nur die ungefährlichen Positionen! ;) ).
    Auf die Ohren des Pferdes achten und es beschreiben,
    das Auge schimmern sehen,
    den Takt mitsprechen,
    die Hände unter den eigenen Po schieben und fühlen, was der Po so macht und das beschreiben lassen

    (Und diese Beschreibungen des Schülers künftig als seine Bilder nutzen, wenn Du etwas beschreibst! Weil: Da kann er sich was drunter vorstellen, das verknüpft er mit seinem konkreten Gefühl, seiner konkreten Bewegung.)

    Alles sowas. :)


    Viel Spaß! :)


    LG, Charly
     
    Miiiau, *FrogFace*, melisse und 2 anderen gefällt das.
  4. Kigali

    Kigali Sternchenreiter

    :gi66: man sieht, list, hört doch immer wieder, das jemand - sagen wir mal, ohne Qualifikation, aus Nettigkeiten oder weil man gerade ein paar Euro braucht, "Unterricht" gibt.
    Mich interessiert, wie das in der Praxis aussieht.
    Danke für die Links, ich lese mich mal durch!:knuddel:
     
     
  5. Princess of Diamond

    Princess of Diamond Bekanntes Mitglied

    Das Problem in solchen Fällen ist aber leider oft die Versicherung. Das unbedingt zuerst abklären.
     
    Susanne1410 gefällt das.
  6. Kröti

    Kröti Bekanntes Mitglied

    Ich habe meinen Jugendlichen Unterricht auf Leihpferden gegeben, zum Versicherungsschutz kann ich deshalb nichts sagen, nur zum Aufbau vom Anfängerunterricht.

    Zügelhilfen würde ich anfangs nicht erarbeiten, sondern erstmal ein Körpergefühl auf dem Pferd, gern durch Sachen wie Arme kreisen lassen, das ganze vor, zurück und entgegengesetzt. Pferd hier und dort berühren und im Leichttrab durch 1-2-1-2 einen lockeren Sitz bekommen. Wenn das dann gegeben ist, gibt es die Hilfe ohne Zügel erklärt auf kindgerechtem Niveau ("zeig mal auf dein linkes Bein, setz dich danach wieder locker hin und nimm es mit ein wenig mehr Druck an das Pferd. Kannst du erkennen, was dein Pferd jetzt anders macht als vorher?".) Irgendwann kommen an der Longe die Zügel dazu, immer mehr auch mit Zügel selbstständig trockenreiben.

    Erst dann würde ich spielerisch mit Pylonen und Buchstaben die Hufschlagfiguren lernen.
     
  7. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Ganz grundsätzlich empfehle ich eine trainerhaftpflicht, meist sind da ohne Aufpreis oder mit kleinem Aufpreis 1,2 schulpferde mit drin.
    Das kostet nicht die Welt, vll 150 Euro im Jahr .
    Auch wenn deine bekannte keine Ansprüche stellt, die svträger können es tun.
    Vll lässt du dich da mal von smigel beraten.
     
    Princess of Diamond und Lorelai gefällt das.
  8. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Habe ich auch, da floss indirekt Geld. Weil es war meine Reitbeteiligung.
    Die hatte mit 5 Führzügel auf meinem Wallach angefangen, und dann immer mehr mit gemacht.
    Mit 8 musste sie auf meine Stute umsteigen.
    Ab da ging es dann auch Ernsthafter los.
    Mir war immer wichtig, weil sie wirklich Ängstlich war, das sie versteht warum das Pferd auf etwas so und nicht anders reagiert. Und das sie fühlt was da unter ihr los ist.
    Und Grundlegend wirklich vertrauen aufbaut.
    Die musste bei mir auch immer viel ohne Zügelkontakt reiten und auf dem Pferd rum turnen, auch immer mal ohne Sattel.
     
    Kigali und melisse gefällt das.
  9. Fly99

    Fly99 Bekanntes Mitglied

    Hallo :smile: Ich kann dir nur dazu etwas sagen: Frag am besten bei der FN (oder andere zuständige Offizielle) nach wie du das mit der Haftung regelst. Es kommt drauf an ob und wieviel Geld fließt, wie regelmäßig das passiert, usw... Ich kenne mich da selbst nicht so gut aus, aber ich habe eine Reitlehrer Haftpflicht obwohl ich Schüler nur auf ihren eigenen Pferden unterrichte. Hätte ich Schulpferde wäre eine Versicherung noch viel wichtiger gewesen als sie es so ist :smile:
     
  10. nasowas

    nasowas Bekanntes Mitglied

    wie sit das eignetlich allgemein bei Reitlehrern. Also wenn ich auf meinem Pferd Unterricht bei einem Trainer nehme (Profi oder Ammatuer, Unterschied?)gegen Geld natürlich, auf einer Anlage, auf der ich Eisteller bin oder ne X-belibige Anlage, die nicht dem Trainer zuzurechnen ist.
    Ist der Trainier dann irgendwie haftbar für irgendwas? Weiss das jemand?
    Sorry etwas OT aber für nen eigenen Thread doch zu wenig.
     
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