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Ich komme mit verändertem Verhalten nicht klar.

Diskutiere Ich komme mit verändertem Verhalten nicht klar. im Pferdeflüsterer Forum; Hallo Ihr, bitte helft mir mit ein paar Meinungen / Ratschlägen. Seit zwei Jahren habe ich ein liebes, nettes Freizeitpferd, eine Stute....

  1. Mrs.X

    Mrs.X Neues Mitglied

    Hallo Ihr,

    bitte helft mir mit ein paar Meinungen / Ratschlägen.

    Seit zwei Jahren habe ich ein liebes, nettes Freizeitpferd, eine Stute. Völlig unkompliziert.

    Im Umgang ist sie absolut unproblematisch. Tierarztbesuche, Schmied, Verladen, alles kein Thema.

    Beim Reiten passt sie sich meinem Niveau an, sprich sie ist willig und könnte vermutlich noch mehr, wenn ich es könnte. :) (Bin so auf E-A - Niveau.) Im Gelände weiß sie sich zu benehmen, Buckeln und Durchgehen Fehlanzeige.

    Bodenarbeit mache ich wenig, hauptsächlich deswegen, weil es so langweilig ist. ;-) --> Plane & Co. sind für sie nicht der Rede wert. Drüber und fertig. Ein paar Tricks habe ich ihr beigebracht und führe das auch noch fort.

    Klingt nach einem absoluten Traumpferd und das ist sie auch.

    Das Problem, das mich beschäftigt, ist das folgende: Sie kommt mir nicht mehr so freudig entgegen wie früher bzw. gar nicht und ist insgesamt mehr auf Distanz.

    Zum Vergleich:

    In unserem ersten gemeinsamen Jahr brauchte ich mich nur dem Paddock zu nähern - sobald sie mich sah, freute sie sich sichtlich, und kam ohne zu zögern in meine Richtung. Wenn ich dann den Paddock betrat, kam sie dicht zu mir, blieb genau vor mir stehen, und ließ sich streicheln.

    Im letzten Jahr hat es sich schleichend entwickelt, dass sie weniger eifrig kam, immer öfter stehen blieb, wo sie war, und ab und an sogar ein paar Schritte weggeht. Wenn ich dann zu ihr gehe, ist sie freundlich und lässt sich auch problemlos vom Paddock führen.

    Unterschied zwischen Jahr 1 und Jahr 2: Dazwischen haben wir den Stall gewechselt.
    Vorher stand sie auf einem Einzelpaddock, jetzt in einer kleinen Gruppe.
    Vorher hatte sie ein Heunetz, das i.d.R. schon leer war, wenn ich kam. Jetzt hat sie eine immer volle Raufe.

    So viel zur Paddock-Situation. Aber auch so fällt mir immer öfter auf, dass sie immer ein Stück auf Abstand von mir steht. Sie giftet nie oder so, aber sie ist eben auf Distanz. Ich übe jetzt wirklich über Bestechung, dass sie wieder nah an mich kommt und sie tut das einfach sehr zögerlich. Wenn sie dann da ist, ist es einen Moment ganz normal, ich streichele sie und sie hält inne. Dann dreht sie aber oft wieder den Kopf weg.

    Wenn wir aber z.B. Cavaletti machen, lasse ich sie nach dem Absitzen einfach stehen und räume die Stangen weg, dann läuft sie mir ohne Aufforderung hinterher und "hilft aufräumen".

    Was meint ihr, wie das alles zusammenhängt? Klar, dass der Paddock jetzt verlockender ist als früher. Aber kann das der einzige Grund sein?

    Ist sie einfach höflich und hält daher Abstand?
    Ein Mädel aus unserem Stall beschwert sich z.B. dagegen immer, dass ihr Pferd ihr so auf die Pelle rückt.

    Hat sie mich früher mehr als gleichberechtigt gesehen, erkennt mich jetzt als ranghöher an?

    Oder nimmt sie mich im Gegenteil nicht mehr für voll?

    Heute muss sie mehr machen als früher, hat sie darauf keine Lust? Es ist aber immer noch moderat, mit im Schnitt einmal Gelände, dreimal Dressur, einmal hüpfen, einmal "spielen" und einmal frei die Woche.

    Noch mal zum Paddock: die anderen Pferde darauf kommen sofort zu mir. Da die teilweise dann wirklich penetrant nach Futter geiern, schicke ich die dann deutlich ein Stück weg. Hat meine Stute das so verstanden, dass ich will, dass KEIN Pferd zu mir kommt? Sie soll ja...

    Jetzt habe ich viel geschrieben, aber ich wollte euch ein möglichst vollständiges Bild geben. Mir ist das wirklich wichtig, bitte tut es nicht als schlichten Wunsch nach völliger Liebe und Unterwerfung meines Pferdes ab. ;-) Darum geht es nicht, ich möchte ihr Veränderung verstehen.

    Danke!!
     
  2. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Meiner Meinung nach genießt sie ihr Herdenleben jetzt in vollen Zügen. Auf dem Paddock bist du einfach nicht interessant genug bzw. nicht interessanter als Futter/Herde. Das ist in meinen Augen vollkommen Normal. Dass sie vorher, als sie alleine stand, immer zu dir kam und auch dort blieb hängt einfach damit zusammen das du Interessant und eine willkommene Abwechslung warst, ihr war bestimmt langweilig.
    Das hat aber nix damit Zutun dass sie jetzt bei dir auf Abstand geht und sich eure Beziehung geändert hätte.
    Sie es als "Danke" von ihr, dass sie jetzt in einer Herde steht.
    Dass sie dir nach der Arbeit beim Aufräumen hinterher läuft ist genau das gleiche. Da bist du interessant weil du etwas tust und sonst auf dem Platz/in der Halle nix passiert. Also stiefelt sie dir hinterher und schaut was du machst.

    Bei unseren ist das auch so. Mal kommt ein Pferd mich begrüßen, mal bleiben sie einfach da wo sie sind. Dann gehen die auch spätestens nach 2 Minuten wieder und widmen sich was anderem.
    Je weniger Futter auf der Wiese/in der Raufe desto eher kommen die mich begrüßen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Nov. 2014
  3. Barrie

    Barrie Inserent

    Ich seh es wie sancta: deinem Pferd gehts gut, es fühlt sich in seiner kleinen Herde wohl, macht dir gegenüber alles richtig.
    Du solltest über diese Entwicklung froh sein, sie ist nicht mehr total abhängig von dir, das ist für dich eine Entlastung.
    Barrie
     
  4. Semmel

    Semmel Gesperrt

    "Heute muß sie mehr machen als früher" kann durchaus auch ein Punkt sein.. wenn das, was sie machen muß, von ihr als anstrengend empfunden wird.
     
     
  5. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Oder (Semmel), wenn es ihr eher langweilig ist während Eurer Arbeit?

    Da wäre mein Ansatzpunkt - mach Dich wieder spannend! :)
    Nicht durch Leckerchen, sondern durch tolle Arbeitseinheiten.

    Grundsätzlich aber stimme ich Sancta zu: Es ist doch SCHÖN, daß sie jetzt artgerecht(er) gehalten wird und ihre Herde und ihren Paddock mag! Freu Dich darüber! :)
    Und bettelnde Pferde, die bei mir nach Futter geiern, würde ich gar nicht wollen - freu Dich also (auch) darüber, daß Deine Stute es ihrer Herde nicht gleich tut. :)


    LG, Charly
     
  6. Ich stimme meinen Vorschreibern zu. Früher warst du das Highlight des Tages für dein Pferd. Du hast Abwechslung geboten gegenüber dem allein auf dem Paddock stehen. Jetzt hat sich dein Pferd "emanzipiert", es braucht dich nicht mehr so notwendig, es hat jetzt Kumpels.
    Freu dich drüber, die jetzige Haltung ist pferdegerechter!
     
  7. Mrs.X

    Mrs.X Neues Mitglied

    Hallo, ich danke euch für eure Antworten!

    Ja, ich weiß ja, aus dem Grund hatte ich sie ja umgepflanzt und mir war auch klar, dass damit ein Wichtigkeitsverlust meiner selbst einhergehen würde. Aber es fühlt sich trotzdem so doof an. :-/ Die anderen auf dem Paddock haben ja ebenso ihre Kollegen und kommen mir trotzdem entgegen. Nur meine verkriecht sich halt dann im Heu...

    Mehr Spannung kann ich aktuell wohl nicht so reinbringen. Sie hat Gelände, Platz, Dressur, kleine Sprünge mit mir, Freispringen, Tricks und Spaziergänge. Dass sich die Lektionen während des Reitens wiederholen, kann ich ihr halt nicht ersparen.

    Ich nehme auch an, dass es ihr stinkt, dass sie auf dem Platz zu 95 % dann alleine ist (also nur mit mir.) ALLE anderen dürfen auf dem Paddock stehen, nur sie muss arbeiten. (Bei uns im Stall haben die meisten andere Zeiten als ich bzw. machen nichts mit ihrem Pferd.)

    Anstrengend findet sie unsere Reiteinheiten vermutlich schon. Ich nehme jetzt mehr Unterricht und da müssen wir schon ackern. Und wenn ich ohne RL reite, fordere ich schon mehr, das stimmt. Mehr im Sinne von einer ganzen Stunde statt nur einer guten halben, mehr vorwärts statt bummeln. Aber das insgesamt drei Stunden in einer Woche sollte sie doch aushalten können, ohne es mir nachzutragen?
     
  8. Ich denke, sie ist nicht nachtragend. Du hast auch lieber Freizeit als Arbeit, nehme ich an...
     
  9. Barrie

    Barrie Inserent

    Du denkst da viel zu kompliziert....das Pferd denkt nicht "3 ganze Stunden in der Woche sind nicht schlimm" sondern "Chefin kommt= Arbeiten". Daß sie allein mit dir auf dem Platz ist, hat mE keine große Bedeutung.
    Und es gibt Pferde, die gr nicht so scharf auf ein ständig abwechselndes Programm sind, manche lieben ihre Routinen auch sehr, man muß da ein Mittelmaß finden und Spannung mögen manche Sensibelchen auch nicht so unbedingt.
    Dein erstes posting hat sich gelesen, als ob du ein richtiges Traumpferd hast, lass es doch mal einfach was ruhiger angehen.
    Wie alt seid ihr Beiden eigentlich?
    Barrie.
     
  10. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Du hast ein Pferd.
    Das verhält sich nun einmal nicht wie ein Hund!
     
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