1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Ich lerne reiten mit 30! Anfänger Erwachsen

Diskutiere Ich lerne reiten mit 30! Anfänger Erwachsen im Allgemein Forum; Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier und suche ggf. Gleichgesinnte mit denen ich mich austauschen kann. Vorsicht lang! Wer die Vorgeschichte nicht...

  1. Goodies290

    Goodies290 Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,
    ich bin neu hier und suche ggf. Gleichgesinnte mit denen ich mich austauschen kann. Vorsicht lang! Wer die Vorgeschichte nicht lesen möchte, ganz unten steht meine Frage.

    Vorgeschichte:

    ich bin mittlerweile 30 und will jetzt endlich reiten lernen. Als Kind wollte ich schon immer aufs Pferd und hab meinen Eltern immer erzählt wie gern ich reiten lernen würde. Reitschulen etc. waren aber leider immer zu teuer. Es hieß immer ich solle mit dem voltigieren anfangen. Was ich aber nie machen wollte. Ich bin immer nach der Schule bei uns zum Reiterhof gefahren und habe den anderen beim
    Reiten zugeschaut. Ich durfte auch beim putzen helfen und konnte so die ersten Erfahrungen sammeln. Irgendwann hatte ich auch ein „Pflegepferd“. Natürlich nur zum betüddeln und putzen.Irgendwann mit 12-13 hat meine Mutter jemanden in der Zeitung gefunden, der reitunterricht anbietet. Damals war es ein junges Mädchen, die wahrscheinlich sich einfach was zuverdienen wollte. Alles natürlich jetzt im Nachhinein total unprofessionell. Als Kind hab ich mich aber trotzdem gefreut. Von Anfang an saß ich ohne Sattel drauf. Nach ihrer Meinung müsse man am Anfang das reiten so „erlernen“ erstmal nachtürlich im Schritt. Man bedenke das sie den „Unterricht“ auf einer Koppel an einer stark befahrenen Straße abgehalten hat. Irgendwann nach 2-3 Wochen viel ich dann vom Pferd im Galopp. Ich weiß nicht ob sich das Pferd erschreckt hat oder sie es ohne Vorwarnung angetrieben hat. Aufjedenfall bin ich so gestürzt das ich es nicht mehr machen wollte.
    Nach einer gewissen Zeit wollte ich es nochmal versuchen aber meine Eltern haben es verboten.

    Jetzt bin ich 30 und habe mich dazu entschlossen es professionell angehen zu lassen. Hab mich erkundigt und einen tollen Reiterhof gefunden. Die Trainerin ist super lieb und ich fühle mich dort wohl. Gestern war meine erste Reitstunde. Ich nehme Einzelunterricht. Sie hat mich an die Longe genommen nachdem ich ihr meine Geschichte erzählt habe und das ich mich noch etwas unsicher fühle. Erstmal schritt und sich ans Pferd und die Bewegungen vertraut machen. Sie fragte ob ich schonmal leichttraben gemacht hätte. Ich verneinte aber sagte das ich es natürlich schon gesehen hätte. Sie fragte ob wir es mal probieren wollen. Gesagt getan. Erstmal an das Tempo gewöhnen, am Hilfsriemen festhalten und immer in Gedanken bloß nicht runterzufallen. Irgendwann fühlte ich mich so sicher das ich den leichtsitz probierte. Meine Trainerin lobte mich wie super ich das schon mache. Sie sagte wenn ich mich sicher fühle solle ich mich mal nur mit einer Hand festhalten. Das klappte auch gut. Bis ich es 3sekunden freihändig im leichtsitz schaffte. Wieder wurde ich gelobt und das hat mich richtig motiviert. Dann sagte sie mir wie ich es schaffe das Pferd in den Trab anzutreiben. Ab und zu klappte es ab und zu hat sie nachgeholfen. Ich war natürlich total aus der Puste und fühlte mich wie ein Marathon Läufer. Dann fragte sie ob wir galoppieren wollten. Ich sagte ich das ich Angst habe durch meine Erfahrung damals. Sie versuchte mir die Angst zu nehmen und versprach das Pferd nur kurz anzugaloppieren. Ich müsse meine Angst verlieren. Ich mich total am hilfsriemen festgeklammert. Sollte mich in den Sitz zurück lehnen und los ging’s. Oh mein Gott dachte ich! Aber als er losgaloppierte dachte ich mir, dass ich es viel schlimmer in Erinnerung hatte als es wirklich war. Sie hat es immer wieder angaloppiert natürlich mit meiner Zustimmung und es fühlte sich klasse an. Klar klammere ich noch richtig aber so schnell wie es von unten aussieht fühlt es sich garnicht an. Kurz vor Ende der reitstunde nahm sie die Zügel dazu. Ich wusste natürlich schon wie man sie hält und war aber trotzdem noch an der Longe. Selbst angetrabt nur mit Zügel im Leichtsitz. Klappte paar Sekunden super. Meine Beine hatten irgendwann die Kraft nicht mehr und ich hielt mich mit dem zügeln am Sattel fest. Sie merkte es und stoppte das Pferd. Sie sagte ich solle ein paar Bahnen einfach Schritt reiten. Sie hat die Longe abgemacht und ich bin alleine eine Bahn Schritt geritten. Langsam in Zeitlupe. Dann ging’s ans absteigen. Erst die Füße aus den Steigbügel und dann runter. Und was passiert mir? Beim Versuch runter zu kommen, hab ich mich im hohen Bogen auf den Po gelegt. Ich konnte meine Beine nicht mehr spüren und bin regelrecht mit den Beinen zusammengebrochen. Schaffte es aber sofort wieder aufzustehen. Wackelig, zittrig wie puddingbeine. Ich musste lachen und die Reitlehrerin lachte mit und sagte nur ohje das wird ein mords Muskelkater geben. Wir machten für nächste Woche eine neue Stunde aus. Ich bot ihr noch meine Hilfe mit dem Pferd an, zwecks absatteln etc. Aber sie sagte sie schaffe das schon und er würde eh jetzt auf die Koppel kommen. Das war meine erste reitstunde. Sorry für die ausführliche Geschichte

    jetzt zu meiner Frage
    Ich habe natürlich Muskelkater keine Frage. Aber komischerweise nur einseitig auf der linken Seite. Mein Oberarm und ellenbeuge schmerzen so unheimlich das ich mein Arm nicht strecken kann. In den Oberschenkeln hab ich auch nur links Muskelkater. Ist das normal?
    Ich hatte irgendwie auch das Gefühl das die Steigbügel nicht optimal für mich eingestellt waren oder ich vielleicht unterschiedlich lange Beine habe? Rechts bin ich z.b. im Galopp oft durch den Steigbügel gerutscht.
    Und ist es normal das ich so nachdem
    Absteigen auf den po geflogen bin weil ich keine Kraft mehr in den Beinen hatte? Muss ehrlich sagen, dass ich mich schon etwas geschämt habe.

    ist vielleicht noch jemand hier im
    Forum der ein späteinsteiger ist?

    erstmal danke und sorry für die Länge.
    Liebe Grüße.
     
    Monika1967 gefällt das.
  2. emmaxx

    emmaxx Bekanntes Mitglied

    Nun ja, die Dame ist schon etwas forsch für eine erste Reitstunde vorgegangen, was Du da alles schon gemacht hast ... und ja nun, Deine Arme tun vom Festhalten weh ...
    Und es ist ganz normal, dass man Puddingbeine hat ... es werden Muskeln beansprucht, die man sonst nie im Leben braucht.

    Mein Tip: Sag der Lehrerin, dass sie langsamer vorgehen soll und sprech mit ihr, was Dir komisch vorkommt usw. ...

    Ansonsten: Viel Spaß bei dem neuen Hobby!
     
    Natty gefällt das.
  3. Mabel

    Mabel Inserent

    habt ihr mal die Seite/Richtung gewechselt?
     
  4. Bumblebee1

    Bumblebee1 Bekanntes Mitglied

    Ich bin ja echt beeindruckt, was du schon in der ersten Reitstunde alles gemacht hast. Ich nehme an, ihr habt die Richtungen gewechselt? Das hoffe ich zumindest. Sonst würde das den einseitigen verstärkten Muskelkater erklären.
    Aber das Pferd und auch du haben ja eine Schokoladenseite und eine schlechte Seite. Wenn dein Pferd und du die gleichen starken Seiten habt, könnte das auch erklären, warum dein Muskelkater auf einer Seite stärker ist.
    Aber trotz der Anstrengung scheint dir das ja richtig Spaß zu machen.
    Im übrigen, wenn ich ein oder zwei Wochen Reitpause hatte wegen Krankheit oder so, und ich reite dann inentsic eine Dressurstunde, spüre ich anschließend auch jeden Muskel, am schlimmsten die Innenseite von den Oberschenkeln.:rolleyes_2:

    Bleib am Ball und viel Spaß weiterhin. :toll:
     
    Monika1967 gefällt das.
  5. Hopser

    Hopser Mitglied

    Ja viel Spaß. Ihr habt sicher auf einer Seite fleissiger gearbeitet.

    Das 1. Jahr hatte ich wirklich Muskeltkater an Stellen die vorher wohl nie genutzt wurden ;)
    Und vom Festhalten hatte ich auch mal soo Muskelkater. Da beschleunigen die Rl aber auch manchmal so sehr mit der Longenleine (oder wie das heisst). Ich habe auch so spät angefangen und das war die beste Idee ever!!
     
    Monika1967 gefällt das.
  6. Sorcha

    Sorcha Aktives Mitglied

    Huhu :)
    Hier ist auch ne Späteinsteigerin, ich bin jetzt 28 und reite seit einem guten Jahr regelmäßig - und die Puddingbeine nachm Absteigen kenne ich noch sehr, sehr gut :D Ich bin zwar nie umgefallen, aber gelegentlich war ich nicht weit von entfernt :D Und dann eiert man so durch den Stall und kommt sich furchtbar albern vor.
    Ich kann mich zwar nicht dran erinnern, ob der Muskelkater mal nur einseitig war, aber vielleicht habt ihr zwischendrin nicht die Richtung gewechselt oder so?

    Ich glaube, das mit den Steigbügeln braucht auch seine Zeit :) Als Anfänger neigt man dazu, die Beine noch etwas hochzuziehen und entsprechend schnell rutscht man in den Steigbügel oder verliert ihn. Wenn du mit der Zeit besser sitzt, wird das besser werden :)
    Ich hatte auch am Anfang oft das Gefühl, dass die Steigbügel ungleich lang waren, häufig waren sie es aber nicht. Keine Ahnung, woher das kommt, aber bitte doch deine Reitlehrerin nach dem Aufsteigen, wenn es dir komisch vorkommt, dass sie mal von vorne schaut :) manchmal hilft es auch, sich hinzustellen und den Steigbügel auf der Seite, die sich kürzer anfühlt, noch mal voll auszutreten. Aber ich glaub, meistens trügt einen da einfach wirklich das Gefühl.
    Gib dir da einfach wirklich bisschen Zeit. Und trau dich, bei deiner Reitlehrerin nachzufragen :) Sie ist ja auch dazu da, um deine Fragen zu beantworten.

    Ich find aber auch, dass das für ne erste Reitstunde schon recht vollgepackt war. Ich wünsch dir aber viel Spaß beim neuen Hobby und dass du die Freude nicht so schnell verlierst :)
     
    Monika1967 gefällt das.
  7. Nico

    Nico Bekanntes Mitglied

    Wenn Du Rechtshänderin bist läufst Du ziemlich wahrscheinlich auch rechts los, auch beim Treppensteigen.
    Deine rechte Seite hat mehr und stärkere Muskulatur.

    Späteinsteiger war ich auch. Und mit fünfzig dann das erste eigene Pferd.
     
    Monika1967 gefällt das.
  8. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Ich hatte Mal eine Reitbeteiligung, die sich mit 54 den Traum vom Reiten verwirklicht hat.
    Die machte das wirklich gut. Bei mir ritt sie aber nur mit dem Senior spazieren.
     
  9. Ela3

    Ela3 Neues Mitglied

    Hey :)
    Ich würde mich auch freuen, wenn wir uns austauschen! Ich bin neu auf dieser Seite und weiß nicht, ob du mir eine direkte Nachricht schreiben kannst...
    Kurz zu mir: Ich bin Anfang 20 und möchte, wenn die aktuelle Lage es zulässt, wieder einsteigen und Reitstunden nehmen. Inzwischen ist es schon einige Jahre her, dass ich geritten bin, von daher würde ein Austausch bestimmt gut passen. Ich erzähle dir dann gerne mehr zu meiner Reitgeschichte und bin gespannt, wie es bei dir inzwischen läuft!
    Ganz liebe Grüße, Ela
     
Die Seite wird geladen...

Ich lerne reiten mit 30! Anfänger Erwachsen - Ähnliche Themen

Reiten lernen mit Mitte 50
Reiten lernen mit Mitte 50 im Forum Allgemein
als Erwachsener Reiten lernen
als Erwachsener Reiten lernen im Forum Allgemein
Wie am besten Reiten lernen?
Wie am besten Reiten lernen? im Forum Allgemein
Dressurreiten lernen (Sachsen)
Dressurreiten lernen (Sachsen) im Forum PLZ Raum 0
Reiten lernen ...
Reiten lernen ... im Forum Allgemein
Thema: Ich lerne reiten mit 30! Anfänger Erwachsen