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Ideen zur Ausbildung des Pferdes ohne Reitplatz?

Diskutiere Ideen zur Ausbildung des Pferdes ohne Reitplatz? im Allgemein Forum; Hallo, wie mein Thread-Name schon sagt: Ich habe keinerlei Möglichkeit einen Platz oder einen geeigneten (ebenen) Boden zu nützen, die...

  1. Gore

    Gore Inserent

    Hallo,

    wie mein Thread-Name schon sagt:

    Ich habe keinerlei Möglichkeit einen Platz oder einen geeigneten (ebenen) Boden zu nützen, die Wiesenflächen sind ebenfalls alle uneben und nicht geeignet.

    Doch nun steht schon langsam die Zeit an, mein Pferd darauf vorzubereiten, dass sie ab Sommer ab und an mal, Reitergewicht tragen soll.
    Bzw. will ich das nicht machen, wenn sie keine Muskel für den Rücken hat.

    Habt ihr dazu Ideen?
    Gibt es (außer Dehnungsübungen) auch Übungen die man machen kann, die die notwendigen Muskeln unterstützt?

    Natürlich ist das Longieren ebenfalls eine wichtige Grundlage, doch bevor ihr nun alle mit einer Diskussion anfängt :
    Bitte beantwortet nur meine Frage, denn wie das Pferd ausgebildet wird, ist geregelt bzw. möchte ich das auch nicht näher erläutern (hier im Thread).

    Danke!
     
  2. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Also ich habe keinen Platz, jedoch eine halbwegs ebene Fläche um zu longieren. Und leider muss ich dir sagen, dass es meiner Ansicht nach ohne Longieren und dabei die nötigen Muskeln aufzubauen, nicht möglich ist, ein Pferd ordentlich darauf vor zu bereiten!!!

    Muskeln werden hauptsächlich im Galopp gebildet.... Wie willst du dein Pferd in einem ordentlichen Tempo galoppieren lassen? nebenher rennen geht eher weniger...

    Leider hab ich dir keine Bessere Antwort. Ich hoffe jm anders kann dazu was besseres sagen. Ich gehe mittlerweile auf einen Platz einer Freundin. Dafür nehme ich eine Strecke von ca 15-20 minuten in Kauf. Am Anfang bin ich diesen Weg mit meiner Jungen Stute gelaufen. So war sie schon warm und gleichzeitig hatte ich etwas Bodenarbeit mit im Programm. Auf einer unebenen Fläche longieren ist bei einem Jungen Pferd viel zu gefährlich.
     
  3. Gore

    Gore Inserent

    das sehe ich eigentlich ganz genauso, ich dachte es gibt vielleicht alternativen oder andere Möglichkeiten.
    Dann werde ich mal weiterhin sehen was ich machen kann bezüglich einem Platz :)
     
  4. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Echt jetzt?
    Kann ich nicht so recht glauben...
    Hast Du ne Quelle dafür?
    Ich denke, daß "Reittiermuskeln" durch das stete Wechseln aller Gangarten, durch Arbeit an der Hand (Lektionen) und durch Schritt in bergigem Gelände gebildet werden, nicht hauptsächlich im Galopp.



    @ Gore:

    Es gibt auch nicht die Möglichkeit für Dich, 1-2x in der Woche
    a) in eine benachbarte Halle zu spazieren / zu reiten,
    b) einen anderen RP mitzunutzen,
    c) einem Bauern ein Stückchen Land abzuschwatzen,
    d) Deine eigene Pferdewiese / Pferdepaddock
    zur Arbeit zu nutzen?


    Da Du schreibst, bei Euch sei alles "uneben" - habt ihr Hügel / Steigungen in der Nähe?
    Dort könntest Du prima die Hinterhand, aber auch den Rücken stärken. Im Schritt hoch und runter. (Du kriegst dann sicher auch ne stramme Hinterhand, wenn Du führen mußt. :wink: )

    Dann fällt mir noch das (umstrittene) Fahrradfahren mit Pferd ein.
    Oder Handpferdereiten.
    Für die schnelleren Tempi.


    Arbeit an der Hand geht allerdings auch wirklich im Gelände!
    Hast Du einen "Bodenarbeitsstrick"? So circa 4-5 Meter lang?
    Untertreten lassen, Ansätze von Versammlung, Schulterherein, Seitengänge generell etc. pp. - geht auf jedem Spazierweg, und ist super effektiv für die "Reittiermuskulatur"!


    Das wären so meine Ansätze.


    LG, Charly
     
     
  5. Gore

    Gore Inserent

    Hallo Charly!

    Vielen Dank für die Ansätze!!!

    a) Nein, nix in der Nähe, müsste ich überall wo mit dem Hänger fahren
    b) nein, gibt nix bei uns im Ort
    c) mein Vermieter (dort wo ich lebe) hat zwar sehr viel Land, aber:
    d) die Wiesen sind von Kühen benutzt (außer die Pferdewiesen) und diese haben alle eine leichte Steigung (weiß nicht ob das so effektiv ist), bzw sind die einfach uneben oder schief etc.


    Ja so einen Strick habe ich, den ich auch derzeit gut verwenden kann.

    Wir arbeiten da auch sehr viel mit dem Klicker-Training.

    So Fahrad-pferd fahren..naja, das müsste ich mal ausprobieren wie sie drauf reagiert, aber das könnte ne lange Prozedur werden *g*



    Dann werde ich mich mal schlau machen zu diesen Übungen an der Hand, kannst Du da eventuell auch was empfehlen?
     
  6. Kat83

    Kat83 Inserent

    Kannst du vielleicht eine bereits weitestgehend ebene Fläche (z.B. auf der Weide) weiter einebnen, mit Erde/Sand aufschütten oder so? Das könnte dann gleichzeitig Wälz-/Liegeplatz für die Pferde sein. Zum Longieren brauchst du ja nicht so wahnsinnig viel Fläche!

    Nur so als Idee, ob das umsetzbar ist, weiß ich natürlich nicht.
     
  7. Josy

    Josy "Mein Name ist Else. Ich bin Hypochonder." Mitarbeiter

    Ich hatte zwar für die ersten Schritte mit dem Jungspund einen Reitplatz zur Verfügung, allerdings hab ich oft im Gelände longiert, auf freien Flächen. Da hab ich mir dann gezielt solche Wiesen/Felder ausgesucht, die an einem Hang lagen und uneben waren. Vielleicht sogar noch ein paar Äste rumlagen. So sind wir dann am Bodenarbeitsstrick über die Wiesen gekringelt ;-) Erstmal natürlich nur im Schritt, dann bergauf immer wieder antraben lassen, bergab wieder Schritt, immer wieder schön biegen, über Äste treten lassen... Ich hab da immer nur kurze Einheiten gemacht, weil das durch den Boden und die "Hindernisse" natürlich unheimlich anstrengend ist für die Kleinen, sowohl vom Kopf her als auch körperlich. Als wir dann schon ein bisschen weiter waren, hab ich ihn bergauf galoppieren lassen, bergab einen gesetzten Jog - gab richtig geile Muskeln ;-) Auf die Karriere als Reitpferd vorbereiten ging so wunderbar - allerdings wirst du um einen Reitplatz nicht herum kommen, wenn es dann wirklich ans reiten geht, find ich.

    LG
     
  8. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    @ Charly: ehrlich gesagt einige... Horst Becker schreibt es unter anderem in seinem Buch "arbeit mit der Doppellonge" Telington Jones hat es geschrieben und viele mehr. Auch Tierärzte sagen klar, dass im Galopp die meisten Muskeln aufgebaut werden. Klar Übergänge Trab/Galopp sind auch wie treppensteigen, aber ein junges Pferd, mit dem Gerade begonnen wird, lass ich nicht ständig an Übergängen arbeiten. Es muss ja erst mal lernen sich in einer Gangart ausbalanciert zu bewegen. Und das ist ja, soweit ich das verstanden habe, genau das Problem. Dieses Pferd ist ja noch komplett roh. An der Hand kenn ich keine Übungen, die ein Pferd genau so vorbereiten, das Reitergewicht zu tragen, wie Übungen und Bewegung in allen drei Grundgangarten. Ich finde nicht, dass man nur Schritt arbeit an der Hand machen kann und dann auf gut Glück aufsteigen sollte. Langer Zügel wäre eine Alternative, der setzt aber Doppellonge voraus und diese Arbeit setzt die normale Longe voraus... Wobei wir wieder beim Anfang wären.

    Und das ist auch der Grund dafür, warum ich das mit dem Fahrrad fahren sehr gefährlich finde! Ein junges Pferd, das ja im Prinzip noch nichts kann, würd ich nicht mit dem Fahrrad nebenher galoppieren lassen.... Wäre mir persönlich viel zu gefährlich...

    Und Josy, wie du schon sagst, du hattest einen RP zur Verfügung. Auf diesem hast du deinem Jungpferd bestimmt erst mal die Grundübungen der Longenarbeit beigebracht, bevor du im Gelände longierst.... Nehm ich mal an.

    Mit einem Jungen Pferd, das die Longe noch nicht kennt und nicht weiß was du von ihm willst, fänd ich deine Übungen auch sehr gefährlich... (ansonsten find ich die Idee sehr gut, so müssen sie lernen ihre Beine zu heben, auf den Untergrund aufzupassen und sich zu konzentrieren) Aber das nächste ist ja, hat Gore die Möglichkeit auf irgendeine Fläche zu gehen?! Wie sie schreibt ja eher weniger...

    Für die Anfangszeit würde ich dir wirklich raten, in eine Halle oder einen Platz zu fahren/Führen. Bis dein Pferd den Sattel und dein Gewicht kennt. Dann kannst du den Rest im Gelände machen. Das ging mit meiner Alten Stute und mit meiner Jetzigen... Sobald die Damen eingeritten waren, bin ich für die Weitere Ausbildung fast nur noch raus. Ist zwar immernoch sehr gefährlich aber machbar.
     
  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    @ Charda:
    Danke - das werd ich mal nachlesen. :smile:


    Hab ich irgendwo gesagt, daß man das so machen soll? :twitcy:
    Aber es ging doch um mögliche Alternativen und Ergänzungen - und die habe ich eben genannt.


    Auch das habe ich nirgendwo geschrieben, daß man das so machen soll. :wink:



    Zum Thema (Zitat Charda):
    - Meinst Du?
    Gore, kannst Du etwas dazu sagen?

    Gefunden hab ich nur das, woraus ich folgere, daß das Pferd eben nicht komplett roh ist:
    Ich persönlich würde bei einem "komplett rohen" Pferd nicht annähernd an das Einreiten denken; mein Pferd würde vor dem ersten Reiter durchaus Arbeit an der Hand, Bodenarbeit, Führübungen, Longenarbeit etc. kennen.
    Aber das handhabt sicher jeder anders, und vielleicht definierst Du, Charda, "komplett roh" auch nur einfach anders als ich? :1:



    @ Gore:
    Hast Du vielleicht die Möglichkeit, Deine Stute von zum Beispiel Mai - Oktober in einem (Boxen-)Stall mit Halle / Platz einzustallen?
    Dann könntest Du sie in Ruhe anreiten, und ab November wieder "nach Hause", wo sie dann wieder Offenstall und vieelleicht sogar die bei Jungpferden ja eh oft angesetze "Arbeitspause" bis zum nächsten Frühjahr hat.


    LG, Charly
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Apr. 2011
  10. Josy

    Josy "Mein Name ist Else. Ich bin Hypochonder." Mitarbeiter

    Das erste Mal longiert hab ich im Winter auf einem schneebedeckten Feld ;-) Also durchaus auch ohne Zaun, etc.
    Ich hab die Übungen im Gelände ja nicht im wilden Galopp mit 8m Longe zur Verfügung gemacht ;-) Sondern wie gesagt am 4m-Bodenarbeitsseil und bin immer mitgelaufen. Das war eigentlich mehr Führen im Abstand von 4 m als richtiges Longieren. Wenn ein Pferd das Spazieren gehen kennt, sollte das eigentlich kein Problem darstellen. Eigentlich find ich sogar, dass das die beste Vorarbeit zum Longieren war, die man machen konnte. Ohne Person die das Pferd auf der Zirkellinie führt, usw. So lernen die Kleinen gleich, dass sie auf dich und deine Körpersprache zu lernen haben und ihnen fehlt nicht plötzlich die Führperson, die sie sonst auf dem Zirkel gehalten hat.

    Zur freien Fläche: es wird sich doch iiiirgendwo ein Feld oder eine Lichtung im Wald finden lassen ;-) Und wenn man 10 Minuten hinlaufen muss, macht doch nix?
     
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