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Im Alter werden sie nicht gscheiter....

Diskutiere Im Alter werden sie nicht gscheiter.... im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Ich mach hier mal einen Thread auf. Meine Dame meinte 5 Wochen vor ihrem 26. Geburtstag mal austesten zu wollen, wieviel es braucht, bis Knochen...

  1. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Ich mach hier mal einen Thread auf. Meine Dame meinte 5 Wochen vor ihrem 26. Geburtstag mal austesten zu wollen, wieviel es braucht, bis Knochen brechen.... :boewu1:

    Dienstag kam ich in den Stall. Frau Pferd hat mich gleich blubbernd begrüßt, beim antreten trat sie zwar schief los, hat sich dann aber unauffällig weiter zu mir herbewegt im Schritt, ergo zwar registriert, aber nicht für schlimm befunden. Bin dann zum Putzplatz mit ihr, habe sie geputzt, dann wurde Fellpflege betrieben, Hufe ausgekratzt, nur beim Putzen reagierte sie an der rechten Bobbeshälfte zuckend empfindlich, habs dann genauer angeschaut, empfindlich und leichte Schwellung zur Scheide hin mit kleinen Krusten, habe vermutet, dass es sie geschmissen hat, da sie auf der rechten Körperseite in der unteren Hälfte von vorne nach hinten Schlammkrusten hatten, obenrum aber sauber war, also auf den Reitplatz zur Freiarbeit und zum genaueren Schauen.

    Schritt ganze Bahn war recht gemütlich, aber nach dem Warmlaufen mit Tempi-Wechsel im Schritt flüssig vorwärts. Beim antraben lassen - sie ist sofort willig angetrabt - war sie stocklahm hinten links bzw. lief kurios. Hinten links wurde breitbeinig nach außen geschaufelt. Trab dann abgebrochen und sie zu mir geholt. Da ist dann irgendwas hängengeblieben (dachte noch ans Knie) und es ging nix mehr, sie schaute immer wieder nach hinten rechts und wieder zu mir. Also wg. Verdacht auf hängengebliebenem Knie Madam einen Schritt rückwärts gehen lassen wollen, sie ist seitwärts gegangen, beim dritten Versuch einen Schritt rückwärts geschaft und schwubs ging es auch wieder im Schritt geradeaus vorwärts. Trotzdem dann nochmal genauer geschaut und hinten rechts mich vom Oberschenkel von hinten hoch gegriffen beherzt. Da hat sie dann zu zittern begonnen und hinten links entlastet. Hat sich aber flott wieder entspannt, aber natürlich abgebrochen und erstmal meine TÄ angerufen. Da es augenscheinlich nicht dramatisch war (Schritt lahmfrei, Antreten vom Stand im Schritt etwas schief (war auch auf dem Reitplatz wiederholt so) und halt im Trab lahm) und ich noch eine Tube Flunydol im Schrank hatte, sind wir so verblieben, dass sie Schmerzmittel von mir bekommt und Mittwoch dann geschaut wird. Ich tippte ja auf einen fetten Bluterguss (die sind bekanntlich ja äußerst schmerzhaft).

    Gestern wurde dann abgetastet und der erste Kommentar meiner TÄ: Ich spüre hinten rechts den Sitzbeinhöcker nicht. :autsch: Wurde dann geschallt und dieser wieder gefunden allerdings viel weiter innen als der rechte. Auf gut deutsch: Links kann man beim tasten den wunderbar spüren, rechts ist nur weiche Muskelmasse... Schaut auch so aus, als würde da ein Stück vom Sitzbeinhöcker fehlen. Aufgrund der Einblutungen etc. allerdings nicht näher derzeit darstellbar. Das ganze Gestell ist verzogen, die Hüftbeinhöcker sind auch nicht mehr ganz parallel.

    Tja, machen kann man erstmal nicht viel. Schmerzmittel/Entzündungshemmer, Percutin auf die empfindliche Stelle und Ruhe. Da das liebe Tier allerdings nicht den Eindruck macht, als würde es sehr starke Schmerzen haben bzw. empfinden, ist die Kooperationsbereitschaft, sich inhaftieren zu lassen, sehr gering. Ergo bleibt sie mit ihren beiden Weibern auf dem Gemeinschaftspaddock. Da ist sie eh der Boss und alle ihr folgen, ergo keinerlei Gefahr, dass sie gejagt, bedroht oder getreten werden könnte und selber jagt und tritt sie eh nicht. 30 Minuten Schritt spazieren darf bzw. soll ich.

    Passiert sein muss es am Montag nachmittag. Gesehen hat niemand was, ich kann nur vermuten, dass Madam in ihrem Übermut auf der Koppel (war wg. dicker Schneedecke schon ein paar Tage geöffnet) mal wieder die Sau rausgelassen hat und es ihr die Füße wegzog und dazu eben dann echt unglücklich gestürzt.

    Wie sich das ganze entwickelt keine Ahnung, muss man sehen. Aber echt krass, anhand der Symptome bzw. ihrem Verhalten hätte ich niemals gedacht, dass der Schaden so verherrend ist.
     
  2. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Oh, gute Besserung an die alte Dame.
    Wenn die Schwellung weg ist, wie sieht dann ggf eine weitere Therapie aus? OP? Oder einfach lassen, wenn sie schmerzfrei ist, und eventuell in Rente schicken?
     
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  3. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Je öller, je döller ... ;-)

    Ist das geröngt worden oder sieht man auf dem US das genaue Schadensbild? Ist das ein Fall zum "Knochen richten" (manuell/OPmäßig)?
    Oder ruckelt sich das in ein paar Wochen/Monaten von allein wieder zurecht?
     
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  4. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Danke Euch.

    Ehrlich gesagt habe ich keinen blassen Schimmer. OP ist gar nicht möglich (unabhängig davon, dass ich ihr das auch nicht antun würde). Das weg gesplitterte ist nicht interessant, da es sich irgendwo in der Muskulatur sowieso verkapseln wird, soweit weg kann es nicht sein, ergo kann das brav sich da festsetzen wo auch immer es ist und wird nicht stören.

    Den Rest wird das Pferd ganz alleine entscheiden. Kommt halt erstmal drauf an, inwieweit sich da die Muskulatur zamformt und inwieweit dann überhaupt Beeinträchtigungen bestehen werden. Physiotechnisch kann man gewiss unterstützen, wenn mal die Akutphase überwunden ist. Man konnte im US das schon gut darstellen, geröngt wurde nicht, da hat man im US schon genug gesehen. Es kann sich von alleine zurecht ruckeln oder eben auch nicht. Aktuell bin ich da aber positiv, dass es sich von alleine zurecht ruckelt.

    In Teilzeitrente ist sie ja eh bereits, Komplettrente fällt weg schon allein wg. ihrer Kniebänderproblematik und ich tippe mal drauf, dass Komplettrente auch mit dem jetzigen Schaden sich nicht positiv auswirken würde. Ob wieder reitbar oder nicht ist mir sowieso egal, Hauptsache sie hat ein schmerzfreies unbeschwertes weiteres Leben.
     
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  5. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Nun, dann kannst Du ja eigentlich nichts weiter machen als warten.
    Mich persönlich würden Röntgenaufnahmen aber doch schon interessieren, oft gibt es da dann doch wieder Überraschungen, die wissenswert sind.
     
  6. Barrie

    Barrie Moderator Mitarbeiter

    Mir wurde schon beim Lesen ganz anders - gute Besserung und hoffentlich ist sie jetzt vernünftig...
    Barrie
     
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  7. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Dankeschön Barrie, ich befürchte, dass die nicht mehr gscheiter wird. Laufen ist ihr Leben und solange sie es körperlich kann, wird jede Gelegenheit beim Schopfe gepackt, um Party zu machen. Reicht auch nicht aus Spaß an der Freude mal ein Aufgalopp auf die Weide, nein, da wird das Duracell-Häschen ausgepackt und immer noch rumgebuckelt und getobt, während alle Weidekollegen längst die Köpfe im Gras haben.

    Hüfte röntgentechnisch gut darzustellen ist sehr schwer und mobil eigentlich kaum machbar. Der Wallach einer Freundin hatte sich vor Jahren den linken Hüfthöcker auf der Weide abgeschlagen. 12 Röntgenbilder konnten den Schaden nicht darlegen, der US dafür ziemlich flott und eindeutig. Ggf. machen wir später noch 1-2 Bilder von hinten, aber ob seitlich auch was fehlt, werden wir wohl nie erfahren.
     
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  8. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Wird fast immer in VN gemacht und ob man bei einem Schaden der bekannt ist so ein Risiko mit Aufstehphase eingehen sollte, nur um Bilder zu haben, finde ich auch sehr fraglich...

    Alles Gute euch auf jeden Fall :mx8:
     
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  9. Bumblebee1

    Bumblebee1 Moderator Mitarbeiter

    Ein verrutschter Hüfthöcker ist gar nicht so selten. Häufiger kommt es bei Jungpferden vor. Bei dem Pferd meiner Freundin ist der rechte Hüfthöcker "weg". Ist bei der Ankaufsuntersuchung nicht festgestellt worden.
    Das Pferd lässt sich rechts schlechter biegen und hat mit dem Rechtsgalopp Schwierigkeiten, ist aber sonst ganz normal ansonsten reitbar. Sie hat ihn sechsjährig gekauft, mittlerweile ist er fünfzehn.
    Ich würde es genauso machen, wie @Mirage , Schmerzmittel, Entzündungshemmer. Vielleicht wird sie ja tatsächlich auch doch wieder reitbar. Und wenn nicht... tja, so wie es scheint, ist ja auch das eine Option, die für dich vollkommen in Ordnung ist. Finde ich gut, und wenn sie möchte, dann hat dein Stütchen ja auch ein Alter, in dem sie in Rente darf. Aber wer weiß, Geduld und auf dein Pferd und dein Herz hören. Sie scheint es so ja ganz gut wegzustecken.
    Gute Besserung für dein Pferd! :mx8:
     
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  10. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Ach herrjeh :shock:

    Kann nichts beitragen als Gute Besserung zu wünschen :mx8:

    Dies aber von ganzem Herzen!
     
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