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Info ! Krippenfutter

Diskutiere Info ! Krippenfutter im Haltung und Pflege Forum; Mais Wird oft in größeren Mengen, allerdings in Kombination mit viel Rauhfutter, in der Pferdefütterung verwendet. Er ist eiweiß- und...

  1. *Biggi*

    *Biggi* Guest

    Mais

    Wird oft in größeren Mengen, allerdings in Kombination mit viel Rauhfutter, in der Pferdefütterung verwendet. Er ist eiweiß- und rohfaserärmer und daher energiereicher als Hafer. 1kg Hafer entspricht rd. 0,85kg Mais. Maiskörner müssen vor der Fütterung wegen der geringen Stärkeverdaulichkeit fein geschrotet werden. Mengen von 0,4kg/ 100kgLM/ Mahlzeit (rd. 2,5g Stärke/kg LM) sollten wegen des möglichen Überganges unverdauter Stärke in den Blinddarm nicht überschritten werden.
    Auch der Mais ist in unseren Breiten in der Pferdefütterung noch nicht so sehr bekannt. Schaut man jedoch in die Krippen amerikanischen Pferde, so findet man dort vor allem Mais. Mais hat einen hohen Energiegehalt bei verhältnismäßig niedrigem Eiweißgehalt. Deshalb kann in einer Ration 1 kg Hafer durch 0,8 kg Mais ersetzt werden. Da der Mais sehr hart ist, sollte er grob gequetscht sein. Die Maisstärke ist ähnlich wie die Gerstenstärke im Dünndarm etwas schwerer verdaulich. Futterumstellungen sollten auch hier daher langsam durchgeführt werden. Hier ist auch besonders wichtig , max. nicht mehr als 2 kg pro Mahlzeit zu verfüttern. Mais ist arm an den lebenswichtigen Aminosäuren Lysin und Tryptophan und daher nicht als biologisch vollwertig zu sehen. Durch die Zucht neuer Sorten wird versucht das Inhaltsverhältnis zu verbessern.
    Protein- Energie- Wert : 4,7 : 1
    1kg Mais : Stärke (-600g), Verdaulichkeit im Dünndarm (-30%), genutzte Menge aus dem Dünndarm (180g), (420g) gehen unverdaut in den Dickdarm.

    Maisflocken

    Beschreibung Mais hat in der Pferdefütterung in den USA etwa dieselbe Bedeutung wie bei uns der Hafer und das mit gutem Grund
    Mais hat in der Pferdefütterung in den USA etwa dieselbe Bedeutung wie bei uns der Hafer und das mit gutem Grund: Zu seinen Vorteilen gehört der gegenüber Hafer höhere Anteil an Energie bei gleichzeitig geringerer Eiweißmenge. Ein unbestrittener Nachteil von Mais ist allerdings seine harte Struktur, durch die wertvolle Inhaltsstoffe teilweise nur unzureichend gekaut und verdaut werden können. Wird Mais allerdings mit feuchter Wärme hydrothermisch aufgeschlossen, entfalten die entstehenden Corn Flakes ihre Vorzüge in der Pferdefütterung: Durch die Flockung erhöht sich die Verdaulichkeit und Verträglichkeit von Mais ganz erheblich und er wird sehr schmackhaft. Setzen Sie Maisflocken deshalb zur Aufwertung der üblichen Kraftfutterration zusätzlich ein oder auch als gehaltvolle Grundlage eines individuell zusammengestellten Krippenfutters. Übrigens: 0,8 kg Mais ersetzen im Energiewert ungefähr 1 kg Hafer.

    Dinkel

    Ist Urweizen und daher ernährungsphysiologisch ähnlich günstig wie der heutige Weizen.
    Der hohe Spelzgehalt bringt häufig den Nachteil hoher Keimbelastung mit sich und reduziert die Verdaulichkeit der Gesamtration.
    Dinkel besteht aus einer genialen Mischung aus Vitaminen, Mineralien, Kohlenhydraten, Fetten sowie einem für Getreide hohen Eiweißanteil und reichlich Ballaststoffen. Da Dinkel besonders reich an Aminosäuren ist, die im Körper die Produktion heiter stimmender Hormone anregt, wissen wir heute außerdem: Dinkel macht glücklich. Die konsequente Anwendung mit Dinkel als Basisdiät ist bei allen so genannten Zivilisationskrankheiten sowie zu deren Vorbeugung zu empfehlen.
    Im Folgenden gehen wir speziell auf einige Krankheiten ein.
    Dinkel für Allergiker
    Im Vergleich zu allen anderen Lebensmitteln verursacht Dinkel weniger Allergie. Vermutlich hat das Dinkel-Gluten eine andere Eiweißsequenz als die des allergieerregenden Weizens. Deshalb ist der reine Dinkel sehr zu empfehlen bei Weizen- und Roggenallergien und allergischen Erkrankungen.
    Dinkel bei Übersäuerung
    Dinkel tut dem Körper gut, unter anderem weil er basisch und daher entlastend wirkt - im Gegensatz zu den anderen Getreidesorten, die unseren meist ohnehin "sauren" Körper zusätzlich belasten.
    Der Dinkel vereinigt in idealer Weise die Vorteile einer vollwertigen Ernährung: Neben einem hohen Ballaststoffgehalt ist er reich an den Vitaminen A, E, B1, B2 und Niacin, das notwendig für die Funktion der Nerven, für einen geregelten Stoffwechsel und für die Haut ist. Auch der Anteil an wertvollen Fettsäuren und Mineralstoffen (Eisen, Magnesium, Phosphor und Calcium) ist höher als bei anderen Getreidearten. Spurenelemente und Vitalstoffe wie hochwertige Eiweiße, komplexe Kohlenhydrate und Fette sowie gespeicherte Sonnenenergie in hoher Konzentration zeichnen das Superkorn außerdem aus. Man sagt dem Dinkel nach, dass er den Stoffwechsel anregt, die natürlichen Abwehrkräfte stärkt und für eine Entgiftung des Körpers sorgt, da Dinkel die Nierentätigkeit anregt. Dinkel-Konsumenten schwören darauf, dass er das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit steigert.

    Triticale

    Tricitale ist eine ganz neue Getreideart und ist aus der Kreuzung von Weizen (triticum) und Roggen (secale) entstanden. Diese Getreideart verbindet die Anspruchslosigkeit des Roggens mit der Ertragssicherheit des Weizens.
    Verbindet die Eigenschaften der für die Pferdefütterung nur gering geeigneten Getreidearten Roggen und Weizen.
    Neigt häufig zu hohen Keimbelastungen und hat nur eine geringe Stärkeverdaulichkeit aufzuweisen.

    Sojaschrot

    Sojaschrot zählt zu den Eiweißfuttermitteln. Der Einsatz ist nur notwendig und sinnvoll bei lackierenden Stuten, die noch nicht genügend hochwertiges Eiweiß über eine gute Weide bekommen, sowie in Eigenmischungen für Fohlen.

    Weizen & Roggen

    Können als kleiner Teil der Kraftfutterration für ausgewachsene Pferde dienen. Grundsätzlich sollte auf dieses Getreide verzichtet werden. Bei stärkerem Einsatz führen Verkleisterungen zu Störungen der Verdauung. In Mischungen kann Weizen in geringen Anteilen verwendet werden, im Hinblick auf die Verdaulichkeit der Stärke ist Weizen aber kritisch zu sehen. Für Roggen gilt ebenfalls nur eine geringe Stärkeverdaulichkeit.
    Beide Getreidearten werden traditionell in der Pferdefütterung wenig eingesetzt. Sie haben einen geringen Rohfasergehalt und der Mehlkörper enthält Klebereiweiße, die die Gefahr der Verkleisterung im Magen mit sich bringen. Begrenzte Mengen können in Mischfutter eingesetzt werden.

    Weizenkleie

    Wird von Pferden gern gefressen. Sie wirkt leicht abführend und ist daher in Verbindung mit stopfenden Futtermitteln diätisch günstig. Es können bis zu 0,2kg Weizenkleie/ 100kg LM/Tag gefüttert werden, an kranke Pferde vorübergehend auch mehr. Bei größeren Kleiemengen in der Ration ist auf einen Ca- Ausgleich zu achten, da das Ca/P- Verhältnis in der Kleie extrem eng ist. Bei einseitiger Verwendung sind Störungen im Mineralstoffwechsel zu erwarten. Unter Umständen können sich auch infolge des hohen Mg- und P- Angebots Darmsteine bilden. Kleie wird am besten im Gemisch mit anderen Futtermitteln oder angefeuchtet verfüttert, um eine übermäßige Quellung im Magen zu vermeiden. Sie ist reich an Eiweiß, Phosphor und Ballaststoffen.
    Überwiegend wird in der Pferdefütterung Weizenkleie eingesetzt. Sie hat eine positive Wirkung auf die Verdauung und wirkt leicht abführend. Nach Möglichkeit sollte man sie angefeuchtet verfüttern, um eine Quellung im Magen zu vermeiden. Kleie verdirbt leicht, deshalb auf trockene Lagerung achten. Im Verhältnis zu Calcium enthält sie sehr viel Phosphor. Der Energiegehalt beträgt etwa 80 % von Hafer. Die Futtermenge sollte für ein Reitpferd nicht mehr als 1 kg pro Tag betragen. Kranke Tiere können
    auch mehr bekommen.

    Gerste

    Neben Hafer eignet sich noch Gerste als Pferdefutter (5% Rohfaser). In der Fütterungspraxis ist der höhere Energiegehalt zu beachten : 1kg Hafer entspricht rd. 0,9kg Gerste. Wegen ihrer Härte und der geringen Verdaulichkeit der Stärke (50%) müssen Gerstenkörner fein geschrotet werden. Überhöhte Gerstenmengen pro Mahlzeit begünstigen die Entstehung von Hufrehe. Futtergerste enthält oft einen Eiweißgehalt von über 12 %. Die Gefahr besteht in der geringen Verdaulichkeit der Gerstenstärke im Dünndarm. Die nicht abgebaute Stärke, führt in den hinteren Abschnitten des Verdauungstraktes zu Störungen.
    Gerste ist für viele Pferdehalter ein noch relativ ungebräuchliches Futter. Dabei ist Gerste im vorderen Orient das typische Pferdefutter und bei weitem nicht nur für die Araber geeignet. Der Erntetermin für Gerste ist früher als bei Hafer, damit ist auch die Gefahr durch Schimmelpilzbefall geringer. Grundsätzlich sollten in der Pferdefütterung eiweißarme Sorten (Braugerstetypen) bevorzugt werden. Gerste ist energiereicher als Hafer. Deshalb kann 0,9 kg Gerste 1 kg Hafer in der Ration ersetzen. Die Gerstenstärke ist schwerer verdaulich als Haferstärke (Hufrehe). Eine Futterumstellung muss insofern langsam erfolgen. Eine zu rasche Umstellung mit hohen Gerstemengen birgt die Gefahr einer Hufrehe durch unvollständige Verdauung der Gerstenstärke im Dünndarm. Da die Gerstenkörner härter als Haferkörner sind, sollte die Gerste grob gequetscht, verfüttert werden.
    Werte für Wintergerste je kg Trockensubstanz :
    DP (99g), DE (14,59 MJ), Ca (0,7g), P (3,9g), Na (0,2g), CI (1,5g), Rohfaser (57g)
    Verglichen mit Hafer ist Gerste härter und rohfaserärmer, aber energiereicher (6,8 : 1)
    1kg Gerste : Stärke (-500g), Verdaulichkeit im Dünndarm (-25%), aus dem Dünndarm zu nutzende Menge (125g), (375g) gehen unverdaut in den Dickdarm

    Gersteflocken

    Beschreibung die Vorteile der vor allem im Orient gerne in der Pferdefütterung eingesetzten Gerste sind bekannt
    Die Vorteile der vor allem im Orient gerne in der Pferdefütterung eingesetzten Gerste sind seit langer Zeit bekannt: Verglichen mit Hafer spricht vor allem der höhere Energiegehalt für die Gerste.
    Gersteflocken eignen sich sowohl als Grundlage eines individuell zusammengestellten Kraftfutters als auch zur zusätzlichen Aufwertung der üblichen Ration. Weniger ist manchmal mehr, denn: Im Austausch zu 1 kg Hafer reichen ca. 0,9 kg Gerste, um einen vergleichbaren Energiewert zu erzielen.
     
  2. *Biggi*

    *Biggi* Guest

    Hafer

    Aufgrund des hohen Spelzenanteils und seines Korngröße wird er von Pferden recht gut gekaut und bis zum Ende des Dünndarms zu über 80% hervorragend verdaut. Quetschen des Hafers ist erforderlich für Fohlen, Jungpferde sowie alte Pferde oder Pferde bis zum Alter von 6 Jahren im akuten Zahnwechsel. Auch bei sehr gierigen Pferden, die aufgrund mangelnder Kau- und Speicheltätigkeit zu Schlundverstopfungen neigen, kann sich Quetschen empfehlen. Wenn gelegentlich im Mist nur wenige Haferkörner zu sehen sind, kann eine Zahnbehandlung notwendig sein. Körner müssen mindestens 86% TS (Trockensubstanz) aufweisen. Feuchte Körner verlieren Kohlenhydrate durch Veratmung, sie werden muffig und schimmelig und fördern Milbenbesatz. Hafer enthält relativ hohe Mengen an ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure) und verdauungsgünstig wirkende Schleimstoffe. Da das Ca : P Verhältnis (wie in allen Getreidearten) sehr eng ist, muss bei starkem Haferanteil an der Gesamtration, Kalzium über das Grundfutter oder bevorzugt über Mineralfutter zugefüttert werden
    Verdaulichkeit der Stärke von Hafer
    Hafer ganzes Korn 84%
    Hafer gequetscht 85%
    Hafer geschrotet 98%
    Durchschnittswerte für Hafer unterschiedlicher Korngröße (in g)
    Korn klein
    Litergewicht = <450
    Rohfaser = 150
    Rohprotein = 127
    Rohfett = 56
    Korn mittel
    Litergewicht = 450 - 550
    Rohfaser = 103
    Rohprotein = 103
    Rohfett = 48
    Korn groß
    Litergewicht = > 550
    Rohfaser = 81
    Rohprotein = 82
    Rohfett = 42
    Durchschnittswerte für die Berechnung von Kraftfutterrationen
    Hafer der oberen Qualitätsstufe = mittelgroße Körner
    DP = 97g
    DE = 13,09 MJ
    Ca = 1,2g
    P = 3,6g
    Na = 0,2g
    Cl = 1,0g
    Rohfaser = 113g
    Hafer ist als Einzelfutter sowie als Bestandteil von Mischfutter das bevorzugte Getreide.
    Je größer die Körner (Litergewichte über 550g), desto höher ist der Energiegehalt- bei vermindertem Protein- und Rohfasergehalt.
    Es gibt mittlerweile sehr viele Hafersorten, die sich von den Hauptsorten Gelbhafer, Weißhafer, Schwarzhafer und dem spelzenlosen Nackthafer ableiten lassen. Ernährungsphysiologisch gesehen sind die Unterschiede sehr gering.
    1kg Hafer : Stärke (-400g), Verdaulichkeit im Dünndarm (-80%), aus dem Dünndarm zu nutzende Menge (320g), (80g) gehen unverdaut in den Dickdarm

    Rübenschnitzel

    Auch Pressschnitzel genannt sind leicht verderblich. Trockenrübenschnitzel oder einfach Zuckerrübenschnitzel sind nur noch selten als Futter in ursprünglicher Form im Handel. Trockenschnitzel sind eiweiß- und phosphorarm, aber energie- und kalziumreich. Der Energiegehalt entspricht ungefähr dem des Hafers, weshalb Trockenschnitzel als Kraftfutter eingesetzt werden können und bevorzugt Haferrationen, die phosphorreich, kalziumarm und eiweißreich sind, ausgleichend zu ergänzen. Wichtig ist, dass vor dem Verfüttern der Trockenschnitzel erst eine Einweichphase von mehreren Stunden einzuhalten ist, sonst ist die Gefahr einer Schlundverstopfung zu hoch. Im Sommer ist von der Fütterung abzusehen, da durch die Hitze ein Gärungsprozess entsteht und die eingeweichten Schnitzel verderben
    Hier handelt es sich um die getrockneten Reste aus der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben. Trockenschnitzel kommen heute meist mit Melasse versetzte als "Melasseschnitzel" in den Handel. Der Energiegehalt ist etwa wie bei Hafer, der Eiweißgehalt ist niedriger. Trockenschnitzel enthalten viel Calcium im Vergleich zu Phosphor und werden augrund des hohen Zuckergehaltes von Pferden in der Regel sehr gerne gefressen. Problematisch ist das sehr hohe Quellvermögen. Deshalb dürfen Trockenschnitzel niemals trocken gefüttert werden., sondern immer nur ausreichend vorgequollen. Die Fütterung beträgt für Reitpferde bis zu 2 kg (auf trockene Schnitzel bezogen) pro Tag.
     
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