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Inwieweit sind Knochenschäden reparierbar?

Diskutiere Inwieweit sind Knochenschäden reparierbar? im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Um die Frage etwas zu erläutern, erst mal die "Krankengeschichte" meines Pferdes: May kaufen wir als rohe Dreijährige. Sie lief damals super....

  1. Maybee

    Maybee Bekanntes Mitglied

    Um die Frage etwas zu erläutern, erst mal die "Krankengeschichte" meines Pferdes:

    May kaufen wir als rohe Dreijährige. Sie lief damals super. Gut, dass sie schief war, konnte man sehen, aber bei einem Pferd ohne Ausbildung nicht überraschend.

    Als sie vier Jahre alt war, begannen wir mit dem Einreiten und merkten bald, dass sie mit Reiter unsauber ging. Nach einigen Versuchen kamen wir in die Klinik. Die Diagnose war niederschmetternd: Knochenzyste im Schultergelenk. Wohl durch die daraus erfolgte Fehlstellung hatte sich auch schon Arthrose gebildet (gut zu sehen an den unscharfen Rändern der Knochen auf dem Röntgenbild).

    Nach dem ersten Schock begannen wir mit der Behandlung: Alle 3 Monate eine Infusion mit einem Zeug, dessen Namen ich vergessen habe. Das Ergebnis hat uns und vor allem den Arzt aus den Socken gehauen (das Gesicht war für die Götter). Schon nach der ersten Infusion war die Zyste kleiner und die unscharfen Knochenränder weg.

    Auf dem letzten Röntgenbild sah man eine gesunde Schulter. Der Arzt meinte zum Abschied, dass wir nur langsam aber sicher Muskeln auftrainieren sollen, das Tier auf die Hinterhand soll und natürlich nicht springen.

    Muskeln hat sie, springen will ich eh nicht und an der Hinterhand wird gearbeitet. Alles, was daran erinnert, ist eine natürliche Schiefe (an der wir arbeiten). Äußerlich sieht man, dass das betroffene Bein etwas eingeschnürt ist und der Huf eine Nummer kleiner ist als die andern.

    Nun bemerke ich, dass ich den kleineren Hufschuh immer schlechter anbekomme. Kann ein Huf mit 6 Jahren noch wachsen? Kann eine Wachstumsstörung irgendwann bei richtigem Training ganz verschwinden?
     
  2. kaipi22

    kaipi22 Absolut verhaltensoriginell

    Nun, ich bin zwar kein TA, aber ich vermute, dass sich der Huf jetzt allmählich "vergrößert" bzw. normal wächst, da das Pferd das Bein besser belasten kann. Die Schulter scheint ja nun i.O., also tut auch nix mehr weh, wo das Pferd schonen müsste.
     
    *FrogFace*, Charly K. und GilianCo gefällt das.
  3. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Wird sicherlich Tildren gewesen sein.
    Der Huf kann sich jetzt aus unterschiedlichen Gründen vergrößern. In dem Fall denke ich wegen der Belastung die jetzt wieder drauf kommt.

    Gesendet von meinem BLOOM mit Tapatalk
     
  4. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Huf=Hornschuh hat ja nun mit Knochengewebe nur sehr bedingt zu tun?
    Aber Ja, Knochen ist ein lebendes Gewebe und kann sich umlagern auf Druckveränderungen, genauso wie ja auch Knochenbrüche heilen können.
    Und abgesehen davon ist Wachstum bis 6/7 Jahre eh möglich
     
     
  5. Maybee

    Maybee Bekanntes Mitglied

    Danke für die schnellen Antworten.

    Weltenwanderer, ich dachte auch, dass Huf mit Knochen nichts zu tun hat. Indirekt kann man wohl an dem kleineren Huf sehen, dass das Bein weniger belastet wird und das heißt meist auch schwächerer Knochen/Gelenk. So hat man mir das erklärt.

    Ich frage mich nur, ob der Umkehrschluss zu ziehen ist, dass der Knochen stabiler ist, da der Huf größer wird.

    Also heißt der größere Huf, dass die "kaputte" Schulter nun mehr belastet wird, also da keine Schmerzen mehr vorhanden sind. Dann scheinen wir mit dem Geraderichten ja auf dem richtigen Weg zu sein.

    Arzt meinte auch, es wäre gut, dass das Pferd keine Eisen hätte. Kann es sein, dass die besser Durchblutung beim Knochenaufbau hilft?

    Ist es normal, dass Tildren (war es sicher) auch gegen Arthrose hilft? Oder war das Mays Wachstumsschub?

    Kann es sein, dass das Zeug auch dafür verantwortlich ist, dass May so groß geworden ist? Sie ist auf jeden Fall größer als Papa und ich meine auch größer als ihre Mutter.
     
  6. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Tildren wirkt sich auf den Knochenstoffwechsel aus.
    Bei Krankheiten wie Hufrolle (und die gehört zu den Arthritischen) sorgt Tildren dafür das wieder mehr Knochensubstanz auf und weniger abgebaut wird.
    Deshalb wars für meine nicht anzuwenden. Die hat eine "Nase" auf dem Strahlbein.
     
  7. Maybee

    Maybee Bekanntes Mitglied

    Klar. Wenn eh schon "zu viel Knochen" da ist, ist das kontraproduktiv. Ich nehme an, Kissing Spines würden auch nicht gut auf Tildren reagieren.

    Also war ich nicht doof, als ich so einen großen Zossen gekauft habe, die sollte gar nicht so groß werden.
     
  8. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Die Form eines Hufes kann sich verändern, dadurch auch die Größe bzw. die Standfläche. Ein Huf wächst doch, kann sich der Belastung und dem Untergrund anpassen. Auf harten Böden wird er etwas enger und fester, auf weichen breiter und elastischer. Ohne Eisen arbeitet der Mechanismus besser, der Huf wird durch den Bodenkontakt besser durchblutet.
    Ergo verändert sich der Huf auch durch die veränderte Belastung während der Heilungsphase und des Trainings.
     
    Charly K. gefällt das.
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