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Inzucht, Linienzucht?

Diskutiere Inzucht, Linienzucht? im Pferdezucht Forum; Hallo! Ich bin neu hier im Forum und habe erstmals eine Frage... Im Mai 2009 bekam meine Stute einen kleinen Hengst, der sich prächtig...

  1. Pino09

    Pino09 Neues Mitglied

    Hallo!

    Ich bin neu hier im Forum und habe erstmals eine Frage...
    Im Mai 2009 bekam meine Stute einen kleinen Hengst, der sich prächtig entwickelte, gerade in seiner Flegelphase steckt und bereits zeugungsfähig ist.

    Unsere Wallache/der Hengst stehen natürlich separat von den Stuten - nun ist mein Kleiner jedoch letzte Woche ausgebüchst und hat den Damen einen Besuch abgestattet...hoffentlich nicht mit fatalen Folgen.

    Ein Stallkollege hat gerade noch gesehen, wie er von meiner Stute (seiner Mama) abgelassen hat. Nun habe ich natürlich mächtig Angst, dass sie aufgenommen hat.

    Mit der Zucht kenne ich mich überhaupt nicht aus - die Stute war bereits tragend, als ich sie gekauft habe. Und eigentlich sollte das aufgrund einer Atemwegserkrankung auch ihr letztes Fohlen gewesen sein...

    FALLS sie aufgenommen haben SOLLTE (!) - wovon wir jetzt zwar nicht ausgehen, was aber keiner ausschließen kann - zählt das dann als Inzucht? Der Stallbesitzer meinte, es sei Linienzucht.

    Lieben Gruß und
    Danke für eure Antworten
     
  2. Lancis

    Lancis Inserent

    Also um dir da sicher zu sein lass bitte den TA kommen.
    Sohn auf Mutter finde ich ganz und gar nicht gut und es kann zu fatalen Folgen kommen.
    Das Fohlen kann zwar nach außen gesund aussehen, aber innerlich schlimme Schäden haben.
    Aber da können die richtigen Züchter hier sicherlich mehr zu sagen.

    Mein Rat TA kommen lassen!und die Zäune stabiler bauen, denn wenn ein Hengst einmal Gefallen daran gefunden hat kann es passieren,daß er es nun öfters versucht!
     
  3. Catherin

    Catherin Inserent

    Linienzucht nennt man es, wenn das Produkt gelungen ist - Inzucht nennt man es, wenn das Produkt grenzwertig ist....

    In der Tat würde es sich bei Mutter x Sohn - Anpaarung um Inzestzucht handeln. Ist die Mutter von sehr guter Qualität, dann kann man das durchaus mal machen.

    Allerdings lese ich aus Deinem Beitrag, dass die Stute eh schon Lungenprobleme hat. Eine Anfälligkeit hierfür kann bei der Nachzucht durchaus gesteigert werden.

    Mein Rat: 18 Tage nach der erfolgten Bedeckung den TA kommen lassen und per Ultraschall feststellen lassen, ob Stute tragend ist oder nicht.
    Sollte sie tragend sein, dann kannst Du in Erwägung ziehen, die Frucht vom TA abspritzen/abdrücken zu lassen.
     
  4. Streunerin

    Streunerin Inserent

    Also nach meinem Wissen ist bei Inzucht in der ersten Generation, also hier Sohn mit Mutter keine höhere Warscheinlichkeit von Fehlbildungen oder ähnlichem zu erwarten als bei einer anderen Deckung.
    Erst wenn weiter in Inzucht gedeckt wird ist ein erhötes Risko gegeben.

    Ob die Lungenprobleme erblich sind oder nicht und wenn wie hoch die Warscheinlichkeit der Vererbung ist kann ich natrlich nicht sagen.
     
  5. Catherin

    Catherin Inserent

    Hmmm, also ich möchte das aus züchterischer Sicht nochmal ein wenig verdeutlichen.

    Wenn ich Mutter mit Sohn anpaare, dann habe ich einen Inzest, also eine Inzucht 1. Grades. Missbildungen sind aufgrund einer solchen Anpaarung nicht zu erwarten bei Pferden.
    Allerdings bedeutet dies in obigem Falle, dass ich die Gene der Mutter verdopple, gleichzeitig eine Linie, nämlich über den Vater des Sohnes, dazukommt.
    Deshalb ist genau zu überlegen, ob die Anlagen der Mutter so gut sind, dass eine Dopplung, undzwar im guten wie auch im schlechten Sinne, für eine solche Anpaarung spricht. Erschwerend kommt bei obigem Fall dazu, dass der Vater des Junghengstes nicht bekannt ist. Hier müsste also intuitiv erwogen werden, ob der Junghengst Eigenschaften bzgl. Exterieur und Interieur aufweist, die evtl. die Dopplung der schlechten Anlagen der Mutterstute aufwiegen oder sogar ausmerzen könnten.

    Ich persönlich wage dies zu bezweifeln, denn ein Junghengst in dem Alter ist weder exterieurmässig genügend gereift, um hier ein klares Bild zu bekommen, noch ist er interieurmässig weit genug entwickelt, um den späteren Charakter komplett erfassen zu können.

    Bzgl. Lungenproblematik der Stute: Dies halte ich für eklatant. Zum einen wird im Eingangsthread erwähnt, dass das Problem derart ist, dass man von einer weiteren gewollten Trächtigkeit bereits abgesehen hat. Zum Anderen sind Lungenerkrankungen natürlich nicht erblich, aber die Veranlagung dazu durchaus.

    Eine Inzucht 1. Grades gehört in erfahrene Züchterhand. Passiert eine solche Anpaarung in "wilder Liebe" wie hier geschildert, dann rate ich zur Schadensbegrenzung, da das Produkt keinesfalls kalkulierbar ist.

    Und noch Eines: Erfahrungsgemäss sind Inzestprodukte meist kleiner und zierlicher. Die Nachkommen sehr junger Hengste sind kleiner und zierlicher.
     
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