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Irish Sport Horse - Erfahrungen?

Diskutiere Irish Sport Horse - Erfahrungen? im Pferderassen Forum; Hallo ihr Lieben, nach dem Tod meines alten Pferdchens steht nun wieder die Suche nach einem neuen Pferd an. Habe mir einen 8-jährigen Irish...

  1. Jungpferd

    Jungpferd Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    nach dem Tod meines alten Pferdchens steht nun wieder die Suche nach einem neuen Pferd an. Habe mir einen 8-jährigen Irish Sport Horse Wallach angesehen, der mich total begeistert hat. Fein zu reiten, geht willig und gut vorwärts, ganz gleichmäßig in der Anlehnung. Wurde ursprünglich in Irland als Jagd und Springpferd ausgebildet, kam 5-jährig nach Deutschland und wurde dort nur freizeitgeritten. Seit 4 Monaten ist er in Beritt zur Dressurausbildung und läuft jetzt schon Trab-Traversalen, Schulterherein im Trab etc. Dazu ist er bildhübsch.

    Die Besitzerin reitet noch nicht lange und gut und kommt mit ihm nicht klar. Der Bereiter sagt auch, der Wallach muss jeden Tag geritten werden, nicht einfach nur im Kreis, sondern gefordert und gefördert, jeden Tag auf Koppel, sonst geht das nicht gut mit ihm. Blöd wird er aber nicht, nur schreckig und spritzig.

    Jetzt bin ich etwas verunsichert, ob das das richtige Pferd für mich ist. Komm super klar mit ihm, würde ihn 6x die Woche reiten, ihm Abwechslung mit Dressur, Gelände und Springen bieten. Bin allerdings nur "anspruchsvolle Freizeitreiterin auf A-Niveau. Außerdem stünde er im Winter bei Regenwetter nur auf kleinen Matschkoppeln, wo er nicht so viel Bewegung hat, wie er sie haben sollte.

    Hat jemand Erfahrung mit ISH? Was würdet ihr mir raten? Aufs Herz hören?

    Danke!
     
  2. isi love

    isi love Inserent

    Hi,
    also ich kenn mich zwar nicht wirklich mit Irish Sport Horses aus, aber das er jeden Tag auf die Koppel soll, erscheint mir schon logisch;) Generell ist eigtl. fast alles, was die Besi erzählt hat, logisch, (kluge) Pferde wollen gefordert werden;). Außerdem würde ich den Pferdekauf nicht unbedingt von der Rasse abhängig machen. Das einzige, was ich bedenklich finden würde, ist, wieso sie nicht mit ihm klar kommt. Ist es, weil er beißt? Oder 'einfach' nur, weil sie vllt. nicht gut mit anspruchsvollen Pferden klar kommt? Das würde ich in jedem Fall abklären(falls du ihn noch nicht gekauft hast;D)..:) Klar, auch Sachen wie Beißen, Kneifen oder Treten kann man Beheben, aber das bedarf dann schon viel Wissen. Aber bevor ich abschweife..
    Naja, ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen..;)
    LG
     
  3. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    Ich würde da auch auf alle Fälle auf's Herz hören.
    Sicher, die Fakten sollte man schon im Kopf haben:

    Welche Ansprüche stelle ich an das Pferd und was kann ich ihm im Gegenzug bieten?
    Was will/kann ich ausgeben?
    Wie möchte ich es halten/beschäftigen?
    Usw.

    Ich bin ein "Aufschreiber"-Typ.
    In meinem Studium kommt es auch überwiegend auf Kopfarbeit und Planung an, da hilft es mir oft, mit dem Anlegen von "Mind Maps" die erste Struktur reinzubringen.
    Vielleicht hilft es dir auch, eine Art "Pro/Contra"-Liste niederzuschreiben, um das ganze nochmal vorm Auge zu haben und immer darauf zurückgreifen zu können.
    Hängt natürlich auch davon ab, was für ein Typ du bist.
    Vielleicht hast du ja mittlerweile sogar schon einen Entschluss gefasst oder dir nochmal ein Pferd zum Vergleich angeguckt.
    Wäre schön, davon zu lesen.
    Ja, ein neugieriger Typ bin ich wohl auch. :D

    @isi: Ich denke mal, die Frau verkauft das Pferd, weil sie selbst noch zu unerfahren ist
    und der Kerl steckt in der Ausbildung ja noch in den Kinderschuhen
    Dass er grobe "Macken", wie Beißen, Treten etc. aufweist, vermute ich nicht.
     
  4. Piennie

    Piennie Inserent

    Meiner ist zwar ein Oldenburger, will aber auch gefordert werden und täglicher Koppelgang sollte heute selbstverständlich sein. Wenn Du die Zeit für ein Anspruchsvolles Pferd hast warum nicht? Eine kleine Matschkoppel ist besser als gar keine Koppel. Und fordern und fördern heißt nicht unbedingt L und M Pacours durchhetzen, mit guten A Kenntnissen und vielleicht noch nem Trainer in der Hinderhand sollte da schon eine Menge möglich sein.
    Ich würd ihn vielleicht nochmal ausprobieren und jemand mitnehmen der Dein reiterliches Können einschätzen kann.
    Sonst siehe Steady. Pro und Contra überdenken und im Zweifel auf Herz und bauch hören.
     
     
  5. Jungpferd

    Jungpferd Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für Eure Antworten! Habe 3 weitere Pferde angeschaut und ausprobiert und da war es ganz deutlich, dass es mit dem ISH ideal harmoniert. Habe mich also für das Pferd entschieden und ihn gestern zu uns an den Stall geholt. Davor hatte ich noch einmal Reitunterricht in seinem alten Stall vom Bereiter. Da war es sehr stürmisch draußen und er ist zwei mal erschreckt und leicht zur Seite gesprungen und kurz etwas schneller geworden im Galopp. Hab mich aber zu jeder Zeit total wohl und sicher gefühlt. Hab dann weder geklemmt noch an den Zügel gezogen, deshalb war er auch gleich wieder ganz ruhig. Genau das hat die Ex-Besitzerin wohl falsch gemacht, die saß immer total ängstlich und verklemmt drauf, was ihn nur animiert hat schneller zu werden.

    Gestern also nachmittags in seinen neuen Stall gefahren, in die Box rein und noch ne Stunde bei ihm gewesen. Geritten wurde er da schon in der Früh - noch vom Bereiter am alten Stall. Heut morgen um 9.00h war dann die Sattlerin da und wir mussten gleich in die für ihn komplett neue Halle und Sattel ausprobieren. Er lief total ruhig und brav. Nach 15 Minuten der erste Galoppversuch (Sattlerin hatte ja auch nicht ewig Zeit ihn sich anzuschauen) - lief super. Dann auf der anderen Hand galoppiert, da hat er sich vor nem Klappern erschreckt und ist etwas losgestartet. Gleich wieder etwas ruhiger aber dann an der offenen Zirkelseite ab auf die Diagonale und losgebockt was das Zeug hält. Halbe Diagonale und halben Zirkel hab ich das gesessen, dann hab ich den Abflug gemacht. Leider hat sowohl vorwärtstreiben als auch Zügel locker lassen nix geholfen. Der hat einfach nicht mehr aufgehört. Danach sofort wieder aufgestiegen und noch 20 Minuten ruhige Schritt und Trabarbeit gemacht mit Seitengängen etc. Da war er wieder total brav und ruhig.

    So läuft das eben. Da reitet man ihn 3x Probe, hat von mehreren Leuten am Stall gehört dass er ein ehrliches, anständiges, wenn auch recht "heißes" Pferd ist und dass er noch nie gebockt hat oder gestiegen ist. Und kaum setzt man sich zum ersten mal im heimischen Stall drauf, liegt man schon im Sand :o( Ihr könnt euch vorstellen, wie ich mich gerade fühle. Das Vertrauen ist erst mal futsch. Allerdings haben wir ihn auch etwas überfordert - grad angekommen und hopp rein in den Sattel (Der Sattel passt übrigens sehr gut). Hoffe das war jetzt eine einmalige Sache, aber so ein bisschen graut es mir doch vor dem nächsten Galopp. Werde ihn morgen erst mal an der Longe ordentlich arbeiten und Sonntag wieder reiten. Dann kann er sich an das neue Umfeld gewöhnen. Nächste Woche will auch sein ehemaliger Bereiter kommen, um mir Unterricht zu geben.

    Würdet ihr bis dahin erst mal auf Galopp unterm Reiter verzichten? Weil ich vielleicht ein bisschen Bammel habe? Oder meint ihr das schadet eher? So nach dem Motto: Wenn ich beim galoppieren bocke, muss ich auch nicht mehr?

    Ansosnten bin ich sehr glücklich mit ihm und er macht sonst auch gar keine Probleme im Umgang. Ist im Gegenteil so entspannt, als ob er schon ewig da wär.

    Wegen reiterlichem Können: Der Bereiter (Pferdewirtschaftsmeister auf S-Dressur-Nivau) konnte das m.E. ganz gut einschätzen und meinte das harmoniert gut zwischen uns, weil er einen sensiblen Reiter braucht, der nicht zu viel Druck macht und nicht ins ziehen kommt. Und genau so reite ich auch. Eher passiv und leicht, mit Impulsen statt ewigem Druck.

    Beißen, Treten etc. macht er gar nicht, wie gesagt, ist total verschmust und süß im Umgang.

    Freue mich über weitere Antworten!
     
  6. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    Dann erst einmal Glückwünsche zum Pferd! :)

    Ist natürlich unglücklich, dass es dich gleich aus dem Sattel gehoben hat.
    Zum Glück ist aber anscheinend sonst nichts Schlimmeres passiert und ihr seid wohlauf.
    Wie du schon vermutest, war es vielleicht alles ein bisschen viel für ihn.
    Fremde Umgebung, anderer, ungewohnter Sattel, da reicht dann schnell ein kleiner Tropfen (in dem Fall das Klappern), der das Fass zum Überlaufen bringt.

    Kann es sehr gut verstehen, dass man da erstmal weiche Knie hat.
    Aber, so von deinen Erzählungen her, schätze ich, war das eher eine einmalige Geschichte, durch diesen Schreckmoment und die vielen neuen Eindrücke.
    Er scheint ja ansonsten auch ein ganz lockeres Kerlchen zu sein. :)

    Ich denke, schaden kann es nicht, erstmal ein bisschen die ruhigere Schiene zu fahren, bis ihr eine noch bessere Basis zueinander habt und du das Gefühl hast, jetzt ist er im neuen Zuhause angekommen.
    Vermehrte Kopfarbeit ist wahrscheinlich sowieso gerade angebrachter, als unbedingt körperliche Arbeit.


    Vielleicht fühlst du dich sogar nach der Unterrichtseinheit schon wieder sicher, wenn du nochmal fachkundige Rückmeldung und Ermutigung bekommst. :)

    Drücke euch die Daumen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Feb. 2013
  7. Jungpferd

    Jungpferd Neues Mitglied

    Hallo Steady,

    danke für die aufmunternden Worte! Die Reiteinheiten am WE haben ohne Zwischenfälle geklappt :o) Hab ihn beide Tage vorher an der Longe gearbeitet und bin am Sonntag auch wieder im Sattel galoppiert. Dabei immer ganz viel Kopfarbeit - viele Übergänge, Handwechsel, Tempounterschiede, Seitengänge! Das hat wunderbar funktioniert. Das ungute Gefühl ist schon deutlich weniger geworden, es zeigt einem aber dennoch, das mit neuen Pferden ein wenig Vorsicht geboten ist. Jetzt werden wir uns in der Halle noch ein bisschen zusammengewöhnen und dann gehts erst raus ins Gelände. Das werde ich auch langsam angehen, erst mal nen Spaziergang, dann ein wenig Schritt nach ner Dressurstunde, dann Trab und irgendwann auch mal Galopp!

    LG!
     
  8. PinkPony

    PinkPony Ich bin nix für schwache Nerven

    Herzlichen Glückwunsch!
    Klingt doch ganz gut. Er ist ja ganz frisch im Stall, vielleicht liegts auch daran. Meiner RB die auch so ein Schreckie ist/war haben viele Spaziergänge, Ausritte mit verschiedenen Reizen, Offenstall und Scheutraining suuper geholfen... ein ganz anderes Pferd :)

    Deine Idee, es langsam anzugehen, ist gut. machts in dem Tempo in dem ihr euch wohlfühlt!
     
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Thema: Irish Sport Horse - Erfahrungen?