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Isländer das Tölten beibringen

Diskutiere Isländer das Tölten beibringen im Allgemein Forum; Hallo Ihr Lieben, seit knapp 2 Monaten habe ich nun einen Isländerwallach. Er ist ein 4 Gänger, wurde jedoch klassisch Dressur in den 3...

  1. Lysett

    Lysett Inserent

    Hallo Ihr Lieben,
    seit knapp 2 Monaten habe ich nun einen Isländerwallach.
    Er ist ein 4 Gänger, wurde jedoch klassisch Dressur in den 3 Grundgangarten ausgebildet und hat auch einen sehr klaren und gar nicht so flachen Gallopp.
    Er kann sämtliche Seitengänge, etwas Piaffieren, sprich auch schwere M und S Lektionen und bringt mir eine Menge bei =)
    Als alles perfekt sas haben sie ihn auch mal Tölten lassen, was er super locker und willig getan hat.
    Aber nicht weiter gefördert wurde. Ja und dann kam seine Schulpferdezeit, die er gehasst hat. Die seine Gänge total verwurschtelt hat.

    Ich habe nun eine gangpferderfahrene RL zur Hand und wir sind im Moment dabei, ihm den Tölt wieder nahe zu bringen, ich übe jetzt hauptsächlich auf einem langen, leicht abschüssigem, recht festem Grasweg.
    es tut mir nur leid, da er sonst alles perfekt macht und anbietet aber beim Tölten eben im Moment noch einfach nicht weiß, was er machen soll, deswegen muss man stark gegenhalten und ihn immer wieder im Takt unterbrechen, was ihm gegenüber ja etwas unfair ist, aber anders ist es wohl nicht machbar?

    Wollte hier einfach noch mal nach evt Erfahrungen und Tips fragen =)

    LG Julia
     
  2. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    Ahoi :)

    Ich finde, es klingt das doch schon recht vielversprechend, wie ihr es angeht.
    Dass er dressurmäßig sehr fit zu sein scheint, dürfte ihm das ganze sogar erleichtern, auch wenn es jetzt natürlich noch schwer ist, die Beine zu sortieren und den Takt zu finden.

    Wie meinst du das mit "im Takt unterbrechen"?
    Parierst du dann nochmal durch?
    Ich kenne es so von der Jungpferdeausbildung, dass man Taktfehler am Anfang erstmal ignoriert und zunächst an der Aufrichtung und Anlehnung arbeitet.
    Wobei deiner nur noch mit dem Takt Probleme hat (falls ich es richtig verstanden habe).
    Wenn nicht, bitte korrigieren.

    Arbeitet ihr mit Gewichten?

    Ich bin teilweise auch eher Töltschwache Pferde geritten, da musste man die Zügel schon gut durchhalten (sprich eine gute Anlehnung bieten), aber sie sollen trotz allem flexibel bleiben.
    Das Pferd soll sich ja (bestenfalls) selbst tragen und nicht von der Reiterhand hochgezogen werden.

    Was mir sonst noch einfallen würde, wäre vielleicht auch immer mal die Töltstrecke zu wechseln, wenn das bei euch möglich ist.
    Manchmal kann es helfen, kurze Strecken auf Asphalt zu tölten bzw. auf befestigteren Wegen.

    Das war jetzt mein Wort zum Samstag. :D

    Bin gespannt, wie es bei euch weiter geht. :)

    Was sagt denn deine RL sonst noch so dazu?

    Liebe Grüße
     
  3. Lysett

    Lysett Inserent

    Huhu,
    danke für deine Antwort,
    mit im Takt unterbrechen meine ich nicht, dass ich durchpariere, aber immer, wenn er wieder in den Trab fällt sitze ich dagegen bzw treibe mehr in den Zügel, dass er überhaupt merkt, dass er jetzt was anderes tun soll.
    Außerdem nehme ich vorm Antölten eben seinen Kopf hoch und verkürze den Schritt, damit er eine deutlich andere Hilfengebeung als zum Antraben hat.

    Ja genau, also er weiß eben im Moment noch überhaupt gar nicht, was man von ihm will, er kann es zwar theoretisch, aber sieht eben keinen Sinn es zu laufen.

    Meine RL sagt noch, dass ich es nicht in der Halle üben soll, weil der Boden zu weich und zu tief ist und dass ich im Gelände immer darauf achte, dass es nicht berghoch geht, da er da natürlich eher das wählt was er kann und was einfacher für ihn ist, da es ja ansich schon anstrengender ist.

    Wenn ich ihn tölte und er sich eingependelt hat, gerade auch vom Tempo her, kann ich schon deutlich nachgeben und er trägt sich dann auch kurz gut selbst, aber dann merkt man eben doch, dass der kopf wieder nach vorne/unten geht, und er in den Trab wechselt und dann muss ich immer wieder annehmen und nachtreiben...

    LG Julia
     
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    so tölt zu erreichen macht seine klassische dressurausbildung kaputt.

    ich denke eh, dass tölt und klassik so gut wie gar nicht miteinander vereinbar ist.
    jedenfalls ist die idee so tölten zu wollen, wirklich unnett und unfair.

    ggf würde ich auf den tölt verzichten, sofern er nicht von selbst kommt.
    und ich würde nur tölten, wenn dieser auch über den rücken erfolgt.
     
     
  5. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    Das sehe ich nicht so.
    Ganz im Gegenteil, je besser die klassische Dressurausbildung gefördert wird, desto leichter fällt es den Pferden in der weiteren Ausbildung auf die Hinterhand zu kommen, was ja die Grundvoraussetzung für den Tölt ist, gelöst vorwärts zu gehen, an den Zügel zu treten etc. etc.

    Und die Isländer (u. andere Gangpferderassen) können das sehr wohl unterscheiden, ich würde nicht sagen, dass durch den Tölt die Qualität des restlichen Gangbildes oder die Anlehnung verloren gehen.
    Man kann schließlich auch Bahnfiguren im Tölt gehen und das Pferd dabei entsprechend stellen und biegen, mal grobschlächtig gesagt.

    Das sehe ich wiederum ähnlich, generell würde ich ihm auf jeden Fall die Chance geben, sich wieder neu zu sammeln.
    Sprich, wenn er dir wieder auf die Vorhand in den Trab fällt, würde ich durchparieren, nochmal alles neu sortieren, vielleicht sogar nochmal eine ganze Weile Schritt gehen, dann nochmal mit dem verkürzen beginnen.
    Vielleicht ist das Antölten an sich noch ein Schritt zu viel.
    Es scheint ihn doch noch sehr zu überfordern.
    Ich weiß noch, dass wir bei manchen Jungpferden wirklich sehr lange nur den verkürzten Schritt und das "auf die Hinterhand kommen" geübt haben und das Antölten an sich weit hinten anstand.
    Und was den Tölt angeht, scheint er ja auf der Stufe eines Jungpferdes zu sein.

    Was die RL über die Bodenverhältnisse gesagt hat, würde ich auch unterschreiben.

    Wie machst du das denn mit den Trainingspassagen?
    Übst du immer am Tölt, wenn du ins Gelände gehst?

    Nochmals liebe Grüße :D
     
  6. Lysett

    Lysett Inserent

    Also dass ich etwas anderes dadurch bei ihm kaputt mache, das Gefühl habe ich jetzt auch überhaupt nicht, und mein Ziel ist ka kein Topdressur Pony, sondern ein Geländepferd, welches ich 1-2 Mal die Woche Dressurmäßig gymnastiziere und dadurch dass er jetzt eben so viel kann, ihm das auch erhalte, weil es einfach schade drum wäre. Aber könnte er es jetzt noch nicht, wäre ich die Letzte, die es ihm beibringen würde. Und dass ich es so ihm gegen über eigentlich unfair finde, habe ich ja bereits selbst gesagt, und deswegen ja auch nach anderen Ideen und Tips gefragt.
    Meine RL würde schon stop sagen, wenn es gar keinen Sinn macht und für ihn schädlich ist. Habe mir ja auch schon was dabei gedacht eine Isibesitzerin und Ausbilderin für unseren Fall zu nehmen (;
    Weil, WIE soll ich sonst tölten?

    Leider kann ich nicht jedes Mal beim Ausreiten üben, da es hier sehr bergig ist und die Wege die sich ansich eigenen würden zu steil sind oder die die von der Neigung gut sind, zu weich und tief. deswegen muss ich immer gucken, ib die 3-3 Wege die gehen an dem bestimmten Tag auch machbar sind...

    Ja, also wie gesagt, ist er jetzt jahre lang im Unterricht geritten worden und dort eben nicht getöltet
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Nov. 2012
  7. Steady

    Steady Nur echt mit dem Q!

    Finde es sogar gut, dass du nicht jedesmal wie wild am üben bist.
    Das Ausreiten soll euch beiden ja auch weiterhin Spaß bringen, den Kopf frei machen und nicht nur Arbeit bedeuten.

    Ich denke, ihr seid schon auf einem ganz guten Weg, das ganze braucht halt so seine Zeit.
    Ich weiß noch, wie lange wir bei meinem vorigen Pflege-Isi am Tüffteln waren, bis wir den Dreh raus hatten, dass er sich nicht mehr (auch am langen Zügel) einrollt oder ständig selbst bei sehr leichtem Gefälle vom Schritt in den Pass fällt.
    Das ganze hat über ein halbes Jahr gedauert, aber wenn der Umgang ansonsten funktioniert und man (im Zweifelsfall) eine fachkundige Person an seiner Seite hat, finde ich die Arbeit an Takt- oder Gangproblemen gar nicht mal so dramatisch.

    Würde deshalb auch noch nicht aufgeben, was den Tölt angeht, die Veranlagung hat er schließlich dazu.
    Wünsch euch weiterhin noch viel Erfolg. :)
     
  8. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    ...Und ich würde, ergänzend zu Steadys Beiträgen, denen ich mich voll anschließe :smile:, den Tölt parallel auch in der Freiarbeit (Round Pen oder was Absteckbares?) fördern und fordern, und vor der Freiarbeit vielleicht am Langzügel erarbeiten.

    Das fällt oft leichter aus mit einem auszubalancierenden Reiter, und Du kannst dabei klare Stimm-Kommandos mitverknüpfen, die vielleicht für den Transfer auf den gerittenen Tölt ebenfalls hilfreich sind.


    LG, Charly
     
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