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Jährlingshaltung / Aufzuchtplätze

Diskutiere Jährlingshaltung / Aufzuchtplätze im Pferdezucht Forum; Mit Genehmigung von ManicPreacher: So, da wir schon wieder meilenweit vom Ursprungs-Thema abdriften, habe ich mal verschoben... Den...

  1. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Mit Genehmigung von ManicPreacher:





    Unsere hier laufen auch nur mit. Da wird nicht mit gearbeitet oder dran rum gespielt, aber die werden regelmäßig von a nach b geführt, regelmäßig werden die Hufe genommen, regelmäßig wird angefasst, regelmäßig gehalftert. Und ich behaupte mal das du bestimmt bei 80 bis 90% der Plätze die direkt als Jungpferdeaufzucht angeboten werden diese Möglichkeit gar nicht hast.

    Gesendet von meinem nicht I Pad
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. Dez. 2013
  2. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    @Leo, irgendwann IST es aber das ERSTE Jungpferd, mit dem man zu tun hat. Man muss ja mal anfangen...

    Und doch ist das eine Glaubensfrage, und zwar "A: Fohlenaufzucht mit wenig Menschenkontakt" versus "B: Gemischtherde mit früher Erziehung". Meine Schwester hat ihr Fohlen bei A aufwachsen lassen, ich bei B, und beide Zossen sind was geworden.

    Da die TE Tamino sich schon zu zweiterem entschieden hat, stellt sich diese Frage also einfach nicht mehr, von daher ist das auch keine brauchbare Antwort. Wenn man sich dazu entschieden hat, ein Jungpferd nunmal mit Menschenkontakt und Erziehungswillen in eine Gemischtherde zu stellen, in der es eben schon einen Tagesablauf gibt (rein und rausbringen, Futterzeiten), dann braucht man halt genau DA Lösungen und Unterstützung.

    Obsi.
     
  3. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Obsi, ich versteh jetzt nicht ganz, wo sich unsere Aussagen unterscheiden? Bei uns sind auch alle Pferde was geworden, sowohl die, die vorher auf weiter Flur fernab vom Menschen groß wurden und nur nach Notwendigkeit Schmied und TA kennen gelernt haben ebenso wie die, die in enger Menschenanbindung aufgewachsen sind.
    Ja, irgendwann IST es das ERSTE Jungpferd. Da holt man sich qualifizierte Hilfe dazu. Aber natürlich nur, wenn man sich bewusst ist, dass es einem an Erfahrung mangelt, um das Verhalten eines noch nicht "gezähmten" Tieres (um es jetzt mal so zu umschreiben) einzuschätzen. Nicht "weil das Pferd sich so komisch verhält". Ehrlich, was soll man denn da für einen Rat geben, wenn ein Thema eröffnet wird, in dem Tenor "was stimmt nicht mit meinem Jungpferd-der funktioniert nicht so, wie ich mir das vorstelle -an meiner Erfahrung liegt es nicht. Ich hab genug Erfahrung"? Tut mir leid, wenn ich da evtl ein wenig emotional reagiere, wir haben ja meist mit den Pferden zu tun, bei denen das Kind dann schon in den Brunnen gefallen ist und die dann als "Problempferd"abgestempelt werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dez. 2013
  4. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    Ne, unsere Meinungen unterscheiden sich da wohl nicht so, nur in dem Punkt: Glaubensfrage. Es gibt in anderen Foren waaaaahnsinnige Diskussionen darüber, ob A oder B besser ist.

    Obsi.
     
     
  5. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Im Grunde taugen beide Möglichkeiten. Nur wird ja jeder der sein Fohlen und Jungpferd zu Hause lässt per Generalverdacht unterstellt das er mit dem Pferde Kind dann auch schon was anstellt.
    Das man sich da durchaus auch beherrschen kann ist nicht vorgesehen.


    Gesendet von meinem nicht I Pad
     
  6. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    das lese ich so oft....

    also: wenn die jungpferde ganzjährig draußen gehalten werden, "müssen" sie sich nicht führen lassen. es bringt dann auch keinerlei vorteile. werden sie nicht ganzjährig draußen gehalten, schränkt dies ihre körperliche und geistige entwicklung ein, weil es nur eingeschränkter möglich ist. für notmaßnahmen genügt es,d ass sie mensch, halfter udn strick kennen. zum führen sollte man sowieso einen 2. dabei haben.

    dann: tatsächlich müssen meine jungpferde nie zum schmied. es genügt die bewegung und das spielen. einige müssen ab und zu leicht korrigierend mit der zange bearbeitet werden, dies so ca. alle 1 bis 2 jahre. dies funktioniert nicht mehr in kleineren ausläufen und nächtlicher boxenhaltung. und auch dann nicht, wenn aspahltiert/gepflastert st udn auf lehmboden auch nciht mehr.
    udn auch nicht in kleingruppen (schlimmer noch: nur mit alten pferden) von zb 3 pferden.

    man kann dann den profiauzüchtern da schon ruhig vertrauen schenken. schließlich machen die das hauptberuflich.
    wenn ein jungpferd öfter als 2x zum schmied muss, dann stimmt die haltung nicht. oder der schmied arbeitet schlecht.

    es gibt die ausnahmen mit den schlechten, schiefen knochen. allerdings kauft man sich so ein pferd bestimmt auch nur 1x im leben, denn die korrektur unten an den hufen macht das bein oben nicht gerade. so was solllte man sich eigentlich nie anschaffen.
    oft macht die schlechte haltung erst die hufe kaputt udn die beine krumm.
     
  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    DIESER Jahrling muss sich führen lassen. Weil er eben NICHT so steht das man das nicht muss. Und das ist auch nichts was einem Jungpferd schadet wenn man es ein paar Meter von A nach B führt.
    Und was die Hufe angeht... aus genau so einer Haltung wie bei dir haben wir zwei Ponys bekommen. Und ich behaupte mal das die 1,5 jährige im Leben noch keinen Schmied gesehen hat. Das geht aber auch nur wenn das Tier frei von Fehlstellungen ist. OK, jetzt mit 1,5 kann das auch noch korrigiert werden. Mit drei oder vier ist der Zug dann abgefahren. Sehe ich hier im Dorf an einem Trakki. Der Bockhuf wäre bei etwas weniger Arroganz unnötig gewesen. Jetzt steht da ein dreijährige s Pferd das im Grunde schon kaputt ist.
    Total unnötig.
    Davon ab: Gewinnen tut ein junges Pferd auch nicht wenn ich es gar nicht an rühre. Nicht wenn ich es zu Hause vernünftig halten kann.
    Ich habe da im Prinzip auch kein Problem damit wenn so ein Pferd nichts kennt. Aber wenn ich das zu Hause habe bricht es sich auch keinen Zacken aus der Krone wenn es Halfterführig ist und Hufe geben kann.

    Gesendet von meinem nicht I Pad
     
  8. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Ulrike, mal eine Frage, fährst Du mit Deinen Fohlen denn nicht zur Fohlenschau oder zum Brenntermin, lässt sie nicht tierärztlich behandeln, impfen, entwurmen oder, oder?

    Bei vielen Züchtern ist das doch durchaus üblich und so weit ich das mitbekomme, sind alle diese Fohlen halfterführig, ganz egal, ob sie draussen in der Herde aufwachsen oder in Teilboxenhaltung. Ich verstehe auch nicht, wieso es einem fohlen schaden sollte, schonend und pferdegerecht das Aufhalftern gelehrt zu bekommen und sich überall anfassen zu lassen.
     
  9. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    mh wo steht das, dass ich das nicht tue?
    ich verstehe schon, warum sich charda ärgert: wenn man hier wie sie oder ich schreibt, dass es nicht nötig ist, dies aus dem FF zu beherrschen, dann kommt das argument, warum wir denn meinen, dass ein fohlen gar nicht angefasst und gehaltert gehört...

    das schreiben wir doch überhaup nicht! wo liest du das?
    "wir" werfen euch doch auch nicht vor, dass ihr das jeden tag 12h mt den armen pferden macht und dass ihr die jungpferde in einzelhaltung im dauerknast habt!

    doch doch: aufhalftern lassen schon - aber anbinden, regelmäßig putzen und hufe regelmäßig angebunden heben? nein. warum auch?



    nein, ich fahre nicht zum brenntermin, der brenntermin kommt zu mir.
    nein, zum glück muss ich sie nicht tierärztlich behandeln lassen. sollte dies jemals der fall sein, kommt der TA zum fohlen/jährling auf die weide und nicht ich muss das fohlen zu ihm hinfahren!
    und zum entwurmen brauche ich oftn weder halfter noch einen anbindeplatz. das geht auch wunderbar auf der weide. sind sie älter und wissen,dass das reingespritzte zeug unlecker ist, genügt ein halfter. führen muss ich sie dabei auch nicht. denn ich bringe die spiritze zum jungtier.
    jungtiertransporte mache ich nicht mehr als absolut notwendig. dafür muss sich das pferd auch nicht 100x haben führen lassen sondern dafür genügt es für das junge pferd zu wissen, dass der mensch nicht böse ist und ass er es von hinten raufdrücken darf.

    es hat ja eben keiner gesagt, dass man sich 3 jahre lang vor den jungen ponys verstecken soll!

    das sagt ja auch keiner. aber offenkundig entstehen der TE probleme. würde die (ungenügende) haltung dieses führen nicht zwangsläufig bedingen sondern könnte es spiel bleiben, würde die TE auch keine probleme haben.

    es ist nie gut, wenn es erst so weit kommt, dass probleme entstehen.
    hier sind sie auf jeden fall haltungsbedingter natur.


    offensichtlich habt ihr eure jungtiere ja nicht aus solch eine rhaltung wie bei mir, den die hufe sahen ja nicht gut aus.

    ein bockhuf ensteht auch nicht, weil ein pferd nicht nicht zum schmied kommt sondern ein bockhuf entsteht aus ungenügender haltung und daraus, dass da keiner aufgepasst hat bzw dass jemand falsch gehandelt hat.

    mit mir hat das dann offenkundig nichts zu tun.

    ein bockhuf entsteht aber auch dann, wenn man jeden tag 1 stunde führt und täglich die 3 stunden am putzplatz anbindet (achtung, ist jetzt ironie!). ein entstandener bockhuf hat nichts damit zu tun, dass man wenig mit seinem pferd macht.


    nein - da bricht kein zacken aus der krone. bloß ledier hat kaum einer von uns die möglichkeit, seine pferde auf eytensiv genutzten, abwechslungsreichen weiden direkt am haus in größerer herde aufziehen zu können. also ich zumindest nicht.
    udn wenn eine weide groß genug ist für die aufzucht von später gesunden, leistungsfähigen tieren, hat man auch selten die möglichkeit, es täglich anzubinden und rauszuführen. weil die flächen einfach zu weiträumig sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dez. 2013
  10. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    Ulrike, Du schriebst, "also: wenn die jungpferde ganzjährig draußen gehalten werden, "müssen" sie sich nicht führen lassen."

    Daraus ergibt sich für mich, dass Du es ablehnst sie zu führen... und zu einem anderen Zweck ist das Halfter ja höchstens nutze, wenn man daran anbinden will.

    Im übrigen ist Dir wahrscheinlich einfach entgangen, dass ich durchaus für eine Aufzucht ganzjährig in der stabilen und gleichbleibenden Herde im Freien bin. Nur lässt sich das für viele Private Fohlenbesitzer eben so nicht verwirklichen, denn sie besitzen weder das nötige Land noch die Herde. Also müssen sie einen Aufzuchtplatz mit Kompromissen wählen und welche dies sind, entscheidet eben jeder ganz für sich alleine und für sein Pferd :bahnhof:. Das ist auch schon alles.
     
Thema: Jährlingshaltung / Aufzuchtplätze