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Junges Pferd- Beritt oder selbst ausbilden?

Diskutiere Junges Pferd- Beritt oder selbst ausbilden? im Allgemein Forum; Wie habt ihr das mit euren Jungpferden gemacht? Habt ihr sie selbst angeritten und weiter ausgebildet? Oder habt ihr sie zum Anreiten in...

  1. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Wie habt ihr das mit euren Jungpferden gemacht? Habt ihr sie selbst angeritten und weiter ausgebildet? Oder habt ihr sie zum Anreiten in professionelle Hände gegeben? Oder zur weiteren Ausbildung?
    Ab welchem Punkt habt ihr euch entschieden?
    Hintergrund: Ich bilde ja mein Jungpferd z.Z. selbst aus. Als ich ihn bekommen habe, war er gerade mal halfterführig, inzwischen kennt er Bodenarbeit, Sattel, Trense, das Prinzip des Longierens, momentan fahren wir vom Boden aus, um dann mit der Doppellonge zu beginnen.
    Ernsthafte Probleme gab es bis jetzt noch nicht, ich hab 2 gute Trainer an der Hand, die mir auch schon bei Sachen geholfen haben. Allerdings bin ich mir nicht so 100% sicher bei dem was ich da mache, wie jetzt z.B. ein erfahrener Jungpferdetrainer, der schon x Pferde ausgebildet hat und genau weiß, wie er in bestimmten Situationen reagieren muss. Manchmal frage ich mich eben, verarscht er mich jetzt oder hat er mich nicht verstanden. Wie „hart“ muss ich da jetzt durchgreifen? Ich will ja nichts falsch machen und meinem Pferd damit die Möglichkeiten nehmen, das Beste aus sich zu machen. Ich denke das Pferd hat weit mehr Potenzial, wie ich aus ihm raus arbeiten könnte. Allerdings wächst man ja mit seinen Aufgaben. Nur muss mein Pferd evtl. darunter leiden, dass ich so ein „Anfänger“ bin?
    Andererseits hätte ich auch Bedenken ihn aus der Hand zu geben, wer weiß schon was er da so erfährt? Einen guten Ausbildungsstall mit sehr guten Referenzen und zufriedenen Kunden (die ich persönlich kenne) hätte ich schon im Auge. Ich wäre dann auch regelmäßig dort um den Beritt zu begleiten.
    Da ich im Winter nur einen schlechten Reitplatz habe, würde es sich schon anbieten über die Wintermonate Beritt in Anspruch zu nehmen, einfach weil ich hier keine Möglichkeiten in der Nähe habe. Bis dahin denke ich werden wir schon mit dem Reiten (Grundgangarten) angefangen haben.
    Wie sind eure Erfahrungen?
     
  2. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    hey gromi, genau das gleiche problem hattten wir auch. keine halle, jungspund, der uns verarscht hat! wir haben das so gemacht:

    longenarbeit selber, und den ganzen bodenarbeitskram.satteln, ternsen, etc. lief alles super. auch das erste mal aufsitzen. bisl rumführen. alles okey.

    aber dann war schicht im schacht! er bockte. nich schlimm, aber trotzdem sagten wir, alleine ist das net machbar. also. erste trainerin an stall geholt. die arbeitete nach "branderup", was mir sehr gefällt. also nochmals von vorne, bodenarbeit, anlongieren, etc. ....

    ok, bis sie aufsteigen sollte. das mache sie net, bei so am wilden, bei uns am platz. oookey!?! neue gesucht.

    de bereiterin is super, null angst, hat sich "mörderpony" angesehen. erste stunde: null! der stand und stand. keine regung! sie lachte! ja. alles bei uns daheim. zweite stunde, er stand, überlegte. ging dann doch mal. und ich sag dir: de hat ihn "eingeritten!" und heute läuft der kleine faro wie ein bändschen....

    also, ich würde mir hilfe holen, bei mir am stall, wir haben auch keine reithalle, geht alles. braucht halt zeit! und geduld. und kein stress! aber, man kann den heute auch wenn er 2 wochen steht, (offenstall) aufsteigen und er läuft! also kein buckeln, kein zicken, nix..

    gruss. faro-uli
     
  3. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Hey Gromit,


    auch, wenn ich kein eigenes habe, hab ich den Gedanken schon oft gewälzt. :wink:

    Ich glaube, ich würde auch alles BIS zum Reiten echt selbst machen - und habe das such schon ziemlich oft bei (nicht mir gehörenden) Jungpferden gemacht. Da bin ich mir auch recht sicher "wie ich wann reagieren muß", ähnlich wie Du, denke ich.

    Ich hätte Bauchschmerzen bei dem richtigen Anreiten / Einreiten (wie nennt man das denn?) - also nichtmal das Draufhocken und paar Meter führen und sowas, sondern dann, wenn es darum geht, dem Pferd die Hilfen richtig und präzise und so fein wie möglich beizubringen, also "Schenkel da und da hin" verknüpfen mit "dann mach das und das".
    Diese "Verknüpfungsarbeit" und dann die richtig gute Dressur (gibts ja beim Westernreiten auch, oder? Also die Gymnastik / das "richtige" Laufen) - da hab ich echt Bammel vor, das so richtig schön falsch zu machen. :wub:


    Ich GLAUBE, ich würde es so ähnlich machen wie Faro: Für mich wäre weggeben so richtig in Beritt nix - eben weil man, wie Du sagst, dann doch nicht immer drinsteckt, was macht derjenige da oben jetzt WIRKLICH.
    Sondern mir einen Trainer suchen, der das mit mir gemeinsam macht - mich schärfstens beobachtet und kritisiert, sehr gerne auch selbst auf mein Pferd darf, auch alleine, aber es bleibt halt mehr "unter meiner Kontrolle", als wenn man wegstellt und ebenn nur "ab und zu mal" vorbeischauen kann.
    Wäre für mich aber eine rein emotionale Kiste, glaube ich. :laugh:
    Rational würde ich sagen: Guter Aufzuchtstall mit Trainer, dem Du vertraust, weil Du seine Arbeitsweise kennst, ist sicher genauso gut!!! :yes:
    Für mich gäbs eben nur die Bedingung, daß ich - nach einer gewissen Beritt-Zeit - dann auch noch bei dem Trainer MIT meinem Pferd lernen / trainieren darf, eben um die richtige "Bedienung" kritisch überprüft zu bekommen. :wink:


    Aber mal ganz im Ernst: Du machst das schon!!! :smile:
    (Und das Pferd wird nie dem Championship XYZ nachtrauern, den es vielleicht dann nicht geht - so lange, wie Du mit Deiner und seiner Arbeit und Eurem gemeinsamen Reitleben zufrieden bist, ist das doch gut so! Und das schaffst Du sicher auch bis in höhere Klassen, bin ich fest von überzeugt! :yes: )


    LG, Charly
     
  4. Minchen76

    Minchen76 Inserent

    Hallo!
    Ich denke, daß es dazu keine pauschale Antwort gibt. Es kommt darauf an, wie gut Du reitest, wie sattelfest Du bist und ob Du mit brenzligen Situationen umgehen kannst und wieviel Geduld Du hast. Natürlich hängt es auch davon ab, wie Dein Pferd charakterlich drauf ist. Eher ausgeglichen oder ein " Knallkopf"?
    Du hast Deinem Junpferd ja schon vieles beigebracht und es scheint im großen und ganzen ja zu klappen. Was spricht denn dagegen, ihn selber auch einzureiten? Wenn er die Stimmkommandos von Dir kennt, wird das anreiten gar nicht so schwer. Du solltest Dir nur eine erfahrene Person mitnehmen, die ein Auge mit darauf hat.
    Habe selber auch meine letzten zwei Pferde angeritten und es hat im großen und ganzen sehr gut geklappt. Mittlerweile sehe ich das Anreiten an sich gar nicht mehr als so schwer an. Schwieriger wird es, wenn das Pferd erstmal ein halbes Jahr unter dem Sattel ist und Du anfangen möchtest, etwas mehr zu arbeiten und kleinere Lektionen wie Schenkelweichen z. B. heraus zu arbeiten. In der ersten Zeit ist das Pferd noch damit beschäftigt, die Balance unter dem Reiter zu finden.
    Ich habe immer zweimal pro Woche Reitstunde bei einer Reitlehrerin, die sich mit der Ausbildung von jungen Pferden gut auskennt, damit sich keine Fehler einschleichen. Habe mir immer gesagt: "Was nützt es mir, wenn meine Reitlehrer oder Bereiter das Pferd gut reiten können, aber ich nicht". Deswegen mache ich es lieber selbst und lerne dabei immer wieder dazu.
    Ein Bereiter macht doch im Prinzip auch nichts anderes, als innerhalb von ein paar Monaten den Pferden die Grundgangarten unter dem Sattel beizubringen. Die richtige Arbeit fängt doch erst danach an.
    Aber wie schon gesagt, ist das alles eine Ermessenssache. Traust Du Dir das körperlich und mental zu? Dann sehe ich da weniger ein Problem.
     
     
  5. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Wir haben unsere Pferde selbst ausgebildet, aber immer Schrittchen für Schrittchen, hatten auch jemanden an der Hand, der uns sofort weitergeholfen hätte, wären Probleme gekommen. Nach der ersten Anreitphase (bei uns locker ein halbes JAhr!) sind wir dann Reitstunden einmal die Woche gegangen.
    Wir haben uns selbst nie unter Zeitdruck gesetzt, den Pferden immer wieder Zeit gegeben, alles zu verarbeiten.
    Ausserdem haben wir zuerst eingefahren, finde ich persönlich leichter, und die Junioren haben einen Erfahrenen an der Seite. So wurden sie auch schnell geländesicher. Der erste Ausritt war daher unproblematisch.
     
  6. Piennie

    Piennie Inserent

    Ich habe meinen selbst ausgebildet, es war/ist nicht immer leicht und es gab auch mal Rückschläge, aber ich bin froh das ich es gemacht habe. Ich persönlich habe das Glück einige Fachleute (Trainer, Züchter, Tierarzt,...) am Stall bzw. im Bekanntenkeis zu haben.
    Ich selber habe beim Springen ein Kopfproblem mit Kombinationen (ein früheres Turnierpferd rannte da immer durch oder verweigerte). Um da erst gar keine Probleme aufkommen zu lassen, habe ich als die 1. Arbeit damit anstand einen befreundeten Trainer gebeten sich der Sache anzunehmen. Er hat mein Pferd damals 2 Monate zu sich genommen und hat erst selber mit ihm gearbeitet und hat nachdem Pferdi da recht sicher war mich dazugenommen. Ich habe dann unter seiner Aufsicht mit meinem Pferd weiter arbeite - hat super funktioniert. Im letzten Frühjahr war ich beruflich einen Monat im Ausland, da ich aus der Kombinationssache schon wusste das mein Pferd mit eben diesem Trainer gut kann hab ich meinen Braunen für die Zeit zu ihm gestellt. Er hat dann einfach mal "drüber gebügelt",kleine Fehler die sich eingeschlichen haten behoben und mal geschaut was man noch verbessern kann und hat mir auch ein entsprechendes Feedback mit Trainingsvorschlägen gegeben.

    Daher mein persönliches Fazit, ich würde mein Pferd jederzeit wieder selber ausbilden. Aber wenn es Probleme gibt sollte man die sich auch eingestehen und sich frühzeitig Hilfe suchen. Die Sache mit den Ausbildern ist schwierig. Mir ist wichtig das ein Trainer/Ausbilder sagt was er wann macht und auch das mit dem Pferd macht was ich möchte. Und vorallem sollte man selber mit in die Arbeit eingebunden werden, was nützts wenn Pferdi top unter dem Bereiter geht und man selber sofort wieder unten ist.
     
  7. maraike08

    maraike08 Neues Mitglied

    Ich habe vor zwei jahren meine stute als jährling bekommen. Kannte nur menschen aus der ferne. Also wir sind jetzt schon sechs mal im gelände gewesen. Also meine meinung ich würde niemals meine pferde in beritt geben. Einfach aus dem grund, die bereite haben nicht die zeit die ein pferd braucht meine ist seit einem halben jahr unterm sattel wir lassen das ganze ganz langsam angehen und in meinen augen haben die bereite diese zeit nicht d.h. Sie brechen die pferde ich habe meine durch reines vertrauen soweit bekommen. Ok sie ist erst drei aber sie hat sehr viel spass daran geritten zu werden. Wir gehen eig mehr ins gelände wie das wir auf dem platz arbeiten seit ca. Zwei monaten haben wir eine zwangspause weil ich erst ein passenden sattel prauche ais dem anderen ist sie rausgewachsen. Aber ich nehme sie als handpferd mit
    Wenn ich auf die koppel komme und sie sieht das putzzeug usw schon da liegt dann kommt sie gleich sie weis dann das was gearbeitet wird und sie macht ihre arbeit mehr als gut und aie hat auch unheimlich viel spass daran. Wir hatten auch schon so unsere probs als sie ein ein halb war meinte aie nach mir tretten zu müssen also habe ich mit ihr fünf min diskutiert und seit dem nie wieder oder als sie zwei war war sie sehr temperament voll und ich da hte omg das wird beinreiten lustig aber nö bis heute kein einzigates mal gebuckelt und daher würde ich nie mein pferd in beritt geben.
    Ps. Sorry wegen meiner retschreibung aber vom handy aus zu schreiben is net so einfach :)
     
  8. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    ähm...dein pferd ist jeztt 3 jahre alt und seit nem halben jahr unterm sattel??? oder hast dich da vertippt nun? find das schon echt arg früh! auch wenns "nur" gelände ist! und was diskutierst du mit einem pferd? lol.....

    hmm?? also und bitte auch nicht jeden bereiter über einen kamm scheren! unsere rl ist nebenbei auch bereiterin! die kommt zu uns an stall. und sie macht ihre sache top! da gibts nix! hat geduld, ist ruhig, lacht, schimpft nie! also gell......soo kann mans auch nicht sagen.

    gruss. faro-uli
     
  9. maraike08

    maraike08 Neues Mitglied

    Nein vertippt hab ich mich nicht wurde vorher auch mit ta abgeklärt und sie wird ja nicht jeden tag geritten sondern nur zweimal die woche für 30 min ich rede ja auch nicht von allen bereitern aber von den meisten. Natürlich kann man mit dem pferd diskutieren :-P nein jetzt mal im ernst ich hab ihr damals einfach gezeigt das tretten scheisse iat und seit dem hat sie es nicht mehr getan
     
  10. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    also egal, ob von ta beraten oder nicht, finde einfach, dass ein pferd mit 2,5 jahren nicht untern sattel gehört! egal, wierum mans dreht! meine meinung.

    aber muss jeder selber wissen, nem......
     
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