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Junges Pferd rennt Menschen um

Diskutiere Junges Pferd rennt Menschen um im Pferde Allgemein Forum; Also, ich versuche mal das Problem so kurz wie möglich zu schildern: Eine Bekannte von uns, die leider ca.5 Stunden entfernt wohnt, hat vier...

  1. Dibbs

    Dibbs Inserent

    Also, ich versuche mal das Problem so kurz wie möglich zu schildern:

    Eine Bekannte von uns, die leider ca.5 Stunden entfernt wohnt, hat vier Andalusier (Hengst, Stute und zwei "Kleine") Die ältere von den kleinen ist kürzlich von ihrer Grundausbildung zurückgekommen und benimmt sich wohl ganz gut, die Jüngste allerdings (2 Jahre alt) hat bisher überhaupt keinen Respekt vor Menschen und macht eigentlich nur was sie will.
    Als ich diesen Sommer das erste mal für eine Woche da war, hat sie alles angeknabbert, eben auch Menschen und dabei auch mal gebissen. Wenn ich ihre Mutter auf der gleichen Wiese geritten bin, kam sie dauernd in vollem Galopp an und hat sogar in die Zügel gebissen. Sie will sich ständig an einem schubbeln und macht wirklich nur wozu sie gerade Lust hat.
    Ok, sie ist eben sehr neugierig, aber alles was sie tut, wird mit "sie ist ja noch klein" entschuldigt. Die Besitzerin und der Nachbar, der ihr bei den Pferden hilft sind eher Bedienstete als Ranghöhere.
    Jetzt hat sie in der letzten Woche erst den Nachbarn umgerannt und dann die Besitzerin (sie musste sogar ins Krankenhaus). Beide Male hatte sie sich wohl vor etwas erschrocken, aber das ist doch trotzdem nicht normal, oder?
    Ich hab den Eindruck sie hat einfach überhaupt keine Achtung vor Menschen.
    Ich fahre bald wieder für eine Woche hin, mir ist klar, dass ich in der Zeit bestimmt nicht viel machen kann, aber was kann ich der Besitzerin raten und selber schon tun?
    Könnte ich vielleicht schon mit einer Form von Bodenarbeit anfangen, um sie sinnvoll zu beschäftigen und ein bisschen zu fordern? Oder sie einfach energisch zurückweisen, wenn sie schubst oder beisst und ansonsten ignorieren?


    Tut mir leid, dass es so lang geworden ist, aber dann ist die Sachlage einigermaßen geklärt:1:
    Lg, Dibbs
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Okt. 2008
  2. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    da hilft nur eins: konsequent sein und Respekt beibringen!
    wahrscheinlich ist da schon was versäumt worden, normalerweise darf kein Pferd, auch wenns gerade erst ein Absetzer ist am Mensch knabbern oder beissen. Das ist tabu! Da gibts eine Rüge oder auch mal einen Klaps. Im Prinzip verstehen die das sehr schnell. Ist eben wie in der Herde: ranghöhere werden nicht belästigt.
    Das muss wohl jetzt nachgeholt werden und ist bestimmt nicht mehr so einfach, da Pferd ja schon weiß, wie kräftig es ist.
    Das mit dem umrennen ist die Folge davon. Ranghöheres Pferd kann auch mal ein rangniedrigeres bei der Flucht streifen, aber andersrum wird das nicht passieren.
    Ihr könnt auch mal absichtlich rüpelhaft zu dem Youngster sein und ihn mit dem Ellbogen nach hinten kicken und dann einfach so tun als wäre nichts.
    Ihr bestimmt halt wer wo steht und wann weg muss. Das ganze muss aber sehr lässig und ruhig ablaufen, sonst nimmt sie euch das nicht ab.
    Wenn sie euch beknabbert einfach nur kurz rügen und ignorieren, dann der "zufällige" Zusammenstoß mit dem Ellbogen ab und zu einbauen und abwarten wie sie sich macht.
    Reiten auf der Wiese, wo sie steht würde ich lassen. Das stiftet einfach nur an, wenn sie sich da daneben benimmt könnt ihr nichts machen und sie hat Erfolge. Diese Situation hättet ihr erst gar nicht entstehen lassen sollen.
    Wenn du dort nur kurz zu Besuch bist, wirst du nicht viel ausrichten können, da die Besitzer sie verzogen haben und ihr Verhalten ändern müssen.
    LG
     
  3. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hallo Dibbs,

    ich denke, Du hast Dir die Antwort(en) schon selbst gegeben... :1:

    1) Die Stute hat es nie anders gelernt - denn: "sie ist ja noch klein und so süüüüß..." *kein Kommentar* :wub:

    2) "Normal" - was ist "normal"? :wink: Ein Pferd sollte Menschen nur in absoluter Panik umrennen - nicht bei kurzem Erschrecken. Aber Du weißt ja bereits, woran es liegt - die Stute ist in ihrer - ganz NORMALEN! - Test-Phase, und so, wie sie andere Pferde testet (die ihr mit Sicherheit pferdisch "die Meinung geigen"), testet sie eben auch, wie die Menschen zu ihr stehen, wie sie zu Menschen steht und was sie darf.
    Fazit: Es sollte nicht so sein, daß sie durch kurzes Erschrecken einen Menschen umrennt - für SIE war es in DIESER Situation aber normal!

    Natürlich sollst Du ihr so etwas nicht durchgehen lassen - aber denke einfach immer daran: Sie kann nichts dafür, das Pferd ist nicht "schuld"!

    Versuche in der einen Woche, konsequent UND geduldig das zu unterbinden, was Du nicht möchtest - und arbeiten kannst Du beispielsweise mit Führübungen (stehen bleiben am durchhängenden Strick, wenden auf Körpersprache, rückwärtsgehen) und leichter, lustiger Bodenarbeit (immer kurze Sequenzen - Jungpferde können sich nur ca. 30 Minuten lang konzentrieren).

    Ich würde drauf wetten, daß es "der Kleinen" richtig Spaß macht... :smile:


    LG,
    Charly
     
  4. Jessie2012

    Jessie2012 Inserent

    Es liegt definitive an der Erziehung!
    Wenn sie es wäre, würde sie keinen umrennen usw,
    aber mal eine Frage wieso kann sie dir in die Zügel beißen?

    Reitest du da wo die Kleinen rumläuft?
     
  5. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    wie ja alle schon sagen - einfach nie anders gelernt :mad2:

    und nicht nur das! Statt dessen hat sie auch gelernt, dass sie damit Erfolg hat und durch kommt!

    Und genau so werden dann die "gefährlichen Pferde", die "Verbrecher", die Problempferde draus!

    Es ist um Welten besser, mit einem Pferd in den ersten Jahren mehr oder weniger gar nichts zu machen. Also wirklich Koppel und fertig.
    Und dann halt rechtzeitig vorm eigentlichen Anreiten mit der Erziehung und dem Training anzufangen. Denn dann hat man zwar meist etwas mehr Arbeit, als wenn sie`s von Fohlen an gelernt haben. Aber die kapieren das schnell!

    Tritt man aber in Kontakt mit dem Jungtier muss es lernen, dass es bestimmte Grenzen gibt und dass Mensch = Chef/Herdenführer!
    Denn haben die mal gelernt "Mensch=Spielzeug; kann ich machen mit was ich will" - dann wird`s meist richtig schwierig!
    Dann muss man seine Rangordnung auch noch wesentlich klarer und manchmal leider auch kräftiger deutlich machen! Obwohl eigentlich jeder Klaps/Schlag oder was auch immer das arme Pferd dann kriegen muss (um wenigstens anschließend noch ein gutes Pferd werden zu können), eigentlich den Menschen gebührt, die es vorher zudem gemacht haben...!
    Traurig, aber wahr.

    Und so wie du das hier beschreibst, würde ich persönlich nur mit Gerte oder irgendwas anderem "bewaffnet" die Koppel betreten!
    Man muss damit nicht zwingend zuhauen!!!! Ganz und gar nicht! Aber man kann sich auch mit Fuchteln Respekt verschaffen. Und im Zweifelsfall kann man sich wenigstens verteidigen!
    Eigene Sicherheit geht nunmal vor!!!

    Zu deiner anderen Frage: selbstverständlich können auch mit einer 2jährigen Bodenarbeit und Vertrauens-/Erziehungsübungen gemacht werden! Halt altersangemessen.
    Wobei ich der Meinung bin, dass die Erziehung immer statt findet, wenn ich in irgendeiner Form mit dem Pferd in Verbindung trete!
    Das muss nihct immer sonstwas für Übungen sein. Erziehung im Alltag ist mindestens genauso wichtig und wertvoll!
     
  6. playoff67

    playoff67 Inserent

    Vielleicht kannst Du Deine Bekannte auch mal davon überzeugen das diese Erziehung die sie fährt(dududu das darfst doch nicht, aber du bist ja noch so jung und süß, Schatzilein) bei solch einer Gewichtsklasse irgendwann ein Schuss nach hinten ist, wie ungezogene Kinder, da erwartet man doch auch das diese von Eltern erzogen werden und nicht über Tische Stühle Bänke gehen. Denke aber das deswegen wohl auch die Große weg war in Beritt, weil sie dort wohl das gleiche gemacht hat. Mir grauselts ein bisschen bei dem Gedanken das so jemand Fohlen zieht, nur weil sie ja so süß sind. Hoffe die kommen nicht in den Verkauf sonst könnte es mal böse ausgehen, wenn sich keiner durchsetzt bei denen. Hoffe Du schaffst das nur eine Woche Erziehung sind bei Pferden wieder schnell vergessen, wenn sie hinterher wieder alles dürfen.
     
  7. Sheepy86

    Sheepy86 Inserent

    Hi,
    ich würde da ganz gezieltes Respekttraining machen, natürlich nicht so viel, sie ist ja noch jung.
    Versuch wäre natürlich es mal mit Join up zu probieren, das hat bei uns sehr gut geklappt mit meinem damaligen Haffi mix. Der war genau so als ich ihn bekommen habe. Fakt ist allerdings, dass du das in einer Woche nicht schaffst, da muss die Besi natürlich dran festhalten sie zu trainieren.
     
  8. Josy

    Josy "Mein Name ist Else. Ich bin Hypochonder." Mitarbeiter

    Öööhm... Mit einem 2jährigen Pferd ein JoinUp veranstalten? Absolut nicht!! Erstens halte ich das ganze eh für Schmuh und zweitens hat so ein junges Pferd nicht Ewigkeiten im Kreis zu rennen! Das ist nicht nur psychisch, sondern auch physisch eine extreme Belastung!

    Ansonsten, wie die anderen schon sagten. Da hilft nur Geduld und Konsequenz. In einer Woche wirst du allerdings nicht viel ausrichten können. Aber probiere. Mach Führübungen mit ihr, etc. Das zeigst du dann den Besitzern und versuchst sie davon zu überzeugen, wie brav das Tier nur sein kann, wenn man sich Mühe gibt.

    Viel Erfolg!
     
  9. Sheepy86

    Sheepy86 Inserent

    Hi,

    Join up bedeutet ja nicht Ewigkeiten im Kreis zu rennen! Mir hat es sehr gut geholfen und meiner war damals auch zwei! Was anderes macht eine Herde praktisch gesehen auch nicht!
     
  10. Jessie2012

    Jessie2012 Inserent

    Wir hatten mal eine am Stall die hatte ne ein Jährige Stute.Aufjedenfall hatte sie totale angst vor ihrem Pferd.Für das Hufe auskratzen war ich meist zuständig.Für das laufen lassen war wieder jemand anderes zuständigen.Sie hat beim laufen immer nach jemanden getreten.Die Besitzer hat null ahnung von jungpferden, geschweigen den wie man richtig reiten also kurz gesagt blutige Anfänger.Wir haben denen oft nahe gelegt das Pferd auf eine Fohlenwiese zutun bis es endlich soweit ist.Aber nein man wollte das Pferd lieber betüddeln.Das Pfer d kam am Tag vllt 1std raus, war auch nie mit gleichaltrigen zusammen.Eine Aufzucht kommt für die nicht infrage das sie das Pferd dann nicht mehr jeden Tag betüddeln können und es weiterhin verziehen!Das nächste Pferd was als problempferd auf dem Markt steht, das sie das Pferd auch noch selber einreiten wollen.Sie würden auch bei Aufzucht weniger bezahlen als wenn sie es in einem T urnierstall stehen hätten.Und das ist leider die realität.
     
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