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"Junges" Pferd richtig einreiten ?

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Diskutiere "Junges" Pferd richtig einreiten ? im Allgemein Forum; Hey ihr Lieben, so ich habe folgendes Anliegen. Ich habe jetzt seit ca einer Woche eine neue Reitbeteiligung und er ist erst 7 Jahre alt, die...

  1. Fididenny123

    Fididenny123 Inserent

    Hey ihr Lieben,

    so ich habe folgendes Anliegen. Ich habe jetzt seit ca einer Woche eine neue Reitbeteiligung und er ist erst 7 Jahre alt, die jetzige Besitzerin hat ihn unter den Bedingungen bzw den Angaben der davorigen Besitzerin gekauft, dass er in der Dressur bis A ausgebildet ist und im springen sogar M. Er soll absolut Geländesicher sein und vorallem für Anfänger geeignet sein.
    So nun ist alles anders gekommen und während ich schon seit 12 Jahren aktiv reite und daher auch schon "ziemlich" gut, sag ich mal ist die jetztige Besitzerin wirklich noch ein Anfänger.

    Nun zum Pferd, er ist total unkontrolliert, sowohl auf dem Platz als auch im Gelände, er reagiert überhaupt nicht auf den äußeren Zügel bzw auf keinen Schenkel. Antraben dauert eeeewig und da schießt er auch unkontrolliert vor, lässt sich überhaupt nicht an den Hilfen stellen. Wenn man vom trab in den Galopp will, dann rennt er einfach los, also muss man ständig neue Übergänge üben, im Galopp angekommen fällt er dann sofort wieder aus.
    Im Gelände ist er wirklich einfach richtig unkontrolliert und rennt alles über den Haufen, bzw sein Pferdepartner, der mit ihm gegangen ist. Er ist ziemlich schwer durchzuparieren und egal ob man den Zügel nun lang oder kurz hat, er rennt sein Tempo weiter.

    Bei der Dressur bzw auf dem Platz ist noch zu erwähnen, er läuft ständig wirr über den Platz, macht ständig seine eigenen Schlangenlinien und läuft kaum geradeaus, wenn es auf die Bande zugeht, läuft er bis es nicht mehr geht weiter, man könnte meinen er sieht sie garnicht.

    Und da ich nun leider kein Bereiter bin bzw SO gut reite,dass ich ihn mal schnell auf die Reihe bekomme und die Besitzerin wirklich eher ängstlich und sehr vorsichtig ist, stehen wir natürlich erstmal vor einer riesen Mauer.

    Kann mir da jemand vielleicht Tipps geben?
    Könnte es sein, dass er unheimliche Gleichgewichtsstörungen hat?

    Wäre über jeden Kommentar dankbar :)
     
  2. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Da ist wohl erstmal ein großer Check nötig...
    Tierarzt, Physiotherapeuth, Sattler
    das passt ja gar nicht zu der Beschreibung des Vorbesitzers. Da liegt irgendwas ganz schön im argen.
    Sollte gesundheitlich alles ok. Sein, wird die Besitzerin nicht drum rum kommen einen ordentlichen Trainer zu engagieren.

    Als Reitbeteiligung bist du da momentan fehl am Platz, denn dieses Pferd ist nicht reitbar.
    Da muss erstmal wieder viel Arbeit rein gesteckt werden und dazu muss der Besitzer den Ars... Hoch Kriegen.
     
  3. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Läßt sich das Pferd denn longieren?
    Wie sieht es mit dem allgemeinen Zustand aus, Zähne, Rücken etc.
    Paßt das Sattelzeug?
     
  4. satine

    satine Inserent

    [OT]*head-desk*
    Und jeden Morgen steht ein Dummer auf, der sich überteuerten Schrott andrehen lässt. 7 Jahre und bis M ausgebildet? HALLELUJA! Entweder war das Hau-Ruck, Friss oder stirb, oder sie ist einfach verarscht worden. [/OT]

    So, nun mal wieder fachlich an das Thema:
    Wie meiner kurzen Stellungnahme oben zu entnehmen ist, bezweifele ich die Ausbildung des Pferdes und komme, alleine der Beschreibung nach, zu folgenden Schlussfolgerungen:
    1. der Ausbildungsstand entspricht nicht den Tatsachen:
    - das Pferd wird vermutlich im Freispringen über Hindernisse dieser Höhe gegangen sein und was die A Dressur angeht: vermutlich hat es seinen Kopf runtergenommen und das wurde dann als A bezeichnet. Ich kenne auch L Pferde, die einfach nur Außengalopp gehen, da sie nicht richtig ausgebildet wurden.

    -> dies wäre die Möglichkeit, die zwar ärgerlich ist, weil man über den Tisch gezogen wurde, welche aber die günstigsten Vorraussetzungen für Pferd und Reiter mitbringt!

    Woran mache ich das fest?
    Das klingt nach einem absolut unausbalancierten Pferd, dem die Kraft zum galoppieren fehlt.
    Dies wird hier noch deutlicher:
    Sollte das Pferd einfach nur von Amateuren (in diesem Fall meine ich diese Pony Mädels, die Pferde nach Wendy Manier und ohne Grundwissen ausbilden!) "ausgebildet" worden sein, fangt noch mal ganz von vorne an und holt euch einen Jungpferdeerfahrenen Trainer dazu.

    2. Das Pferd ist wirklich bis A ausgebildet, aber korrekt, und ihr könnt es einfach nicht nachreiten!
    - passiert immer wieder und ist nicht dramatisch. Ich bin auch über 10 Jahre "falsch" geritten und mein Umfeld beurteilte meine Reiterei als "ziemlich gut". Hängt eben von den Leuten ab mit denen man sich umgibt.

    Lösung: lasst andere Reiter drauf die einfach mal machen. Habt ihr jemanden den klassisch Reitet? Versucht das mal.

    3. Das Pferd ist "sauer geritten"!
    - Korreliert mit "Friss oder stirb" als Ausbildungsmethode.
    D.h.: ihr habt ein intelligentes Pferd, welches sich beim Einreiten sehr angeboten hat. Dieses anbieten wurde dann ausgenutzt und das Pferd schnell überfordert. Nun hat es einfach "keinen Bock" mehr geritten zu werden.

    Auch hier gilt: in der Ruhe liegt die Kraft.
    Schmeißt ihn auf die Weide, beschäftigt euch viel am Boden mit ihm und fangt in einem halben Jahr wieder mit Reiten an. Da muss erstmal eine Vertrauensbasis her.

    DIES wäre übrigens der "worst case" und ihr habt dann ein Korrekturpferd. Der Besitzerin als "Anfängerin" traue ich es da eher zu dieses Pferd mit Hilfe eines Trainers der dieses Problem kennt, wieder "hin zu kriegen", als Dir (*tschuldigung*). In diesem Fall muss das Reiten wollen komplett in den Hintergrund treten und das Pferd muss mit viel Liebe erstmal wieder lernen, Pferd zu sein.
    Dieser Prozess kann durchaus ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen. Da bist du als RB einfach fehl am Platze.

    4. Das Pferd leidet an Ataxie.
    - In diesem Fall ist ein großer Vet.-Check nebst röntgen der kompletten WBS angesagt und das Pferd wäre zunächst nicht reitbar und vielleicht auch nie wieder.

    5. andere Erkrankungen wie: Kissing Spines (dafür würde das "davonlaufen" sprechen), Zahnprobleme, Huffehlstellungen, etc.

    6. unpassende Ausrüstung.


    Fazit: ohne Fachmann kommt ihr da nicht weiter und es wird ein teurer Spaß das jetzt alles abzuklären.
    Alleine die TÄ Untersuchungen werden einiges verschlingen.
     
  5. Kigali

    Kigali Sternchenreiter Mitarbeiter

    Seit wann hat die Besitzerin das Pferd?
    Seit wann zeigt das Tier das beschriebene Verhalten?
    Wurde eine AKU gemacht?
    Wie war das Probereiten?
    Was sagt der / die Ex Besitzer dazu?
    Was der Tierarzt?
     
  6. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Ich möchte in diesem Zusammenhang auf diesen Thread hinweisen:

    http://www.reitsportforum.de/allgemein/27111-kopfhochreissen-beim-reiten.html

    Das dort gesagte läßt sich weitestgehend auch auf diesen Fall übertragen.
    Wenn sich die Symptome auch unterscheiden, so dürften die Ursachen doch identisch sein:
    “Zu früh, zu schnell, zu viel!“

    Ansonsten:

    7- jährig M- Springen ist keine Seltenheit.
    M- Dressur auch nicht.
    Ob man das gutheißen muß, ist eine andere Frage.

    Ohne das betreffende Pferd, ohne die Besi oder die TE als RB gesehen zu haben, möchte ich mich bezüglich möglicher Maßnahmen zurückhalten.
    Ein solch junges Pferd so weit ausgebildet, da handelt es sich in der Regel um ein “Profi- Pferd“.

    Das Problem besteht darin, daß die meisten Amateure heutzutage gar nicht mehr in der Lage sind, einen Profi nachreiten zu können.
    Das liegt an der Ausbildung.
    Sowohl der der Amateure. Aber halt auch der der Profis.

    Der Profi hat grundsätzlich einmal nicht die Zeit, ein Pferd langsam auszubilden.
    Profiberitt ist teuer und sollte daher so “effektiv“ wie möglich durchgeführt werden.
    Da wird dann sehr viel “härter“ geritten.

    Ich sage ja nicht, daß das wünschenswert ist.
    Aber, es ist nachvollziehbar ....

    Es ist jedenfalls nicht ungewöhnlich, daß Pferde, die diesem Druck nicht standhalten, als “Freizeitpferde“ auf den Markt geworfen werden.
    Und Lieschen Müller ist den erst einmal geblendet von dem vermeintlich hohen Ausbildungsstand und den eventuell vorhandenen Platzierungen im Scheckheft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Juli 2014
  7. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    ein pferd mit 7jahren,...wird dir nie dem druck standhalten.....oprtisch ja....aber seelisch.....nein......

    meine meinung.....

    faro.uli
     
  8. Korek13

    Korek13 Bekanntes Mitglied

    M-Springen mit 7 ist schon noch machbar.
    Sieht man ja immer wieder im Sport.
    Gibt ja auch extra für die 6/7/8 jährigen Prüfungen, z.T. eben auch auf
    M Niveau.
    Wie Faro aber schon geschrieben hat: Optisch kann das Pferd evtl. auch dem Druck standhalten,
    psychsich aber eben nicht.
    Das wird er auch früher oder später deutlicher zeigen. Denn mMn zeigt er es jetzt schon.
    Ich würd an deiner Stelle mal mit der Besi reden.
    Ihn einmal komplett durchchecken lassen vom TA, mit Komplett-Röntgen.
    Dann Sattel-Zeug und Co. checken lassen und somit schon mal die Möglichkeit,
    dass dieses Verhalten durch Schmerzen bedingt ist, auszuschließen.
    Dann würd ich ihn nochmals locker V/A reiten, um ihm ein gutes Gefühl zu geben, dann aber auch nur Schritt/Trab, nur locker ganze Bahn etc. Keine Wendungen oder so. Abwenden dann auch immer im Schritt. Innen minimal kürzer fassen, um die Führung am Zügel nicht zu verlieren, was ja Pferde oft verunsichert.
    Du nimmst dabei sein Tempo an.
    Dann würd' ich ihn über den Sommer wegstellen und jeden Tag ausgiebig putzen, mal ein Spaziergänglein machen. Mehr nicht.
    Anfang September/Oktober würd ich den dann langsam am Boden arbeiten, erst Richtung Longieren und Freiarbeit und Freispringen etc.
    Auch nicht jeden Tag, max. 4x die Woche.
    Schön Abwechslung schaffen.
    Nach nem ca. nem Monat-je nach dem, wie er sich psychisch und auch physisch entwickelt- mit leicht anspruchsvollen Sachen beginnen.
    Dann auch ruhig Richtung Doppellonge und Langzügelarbeit(hier wäre Ansprechpartner evtl. Gil ;) ). Das den ganzen Winter über.
    Aber auch hier wieder: ABwechslung! Sonst macht der klar irgendwann zu.
    Vertrauen aufbauen und Muskelaufbau betreiben.
    Dann auch mal mit Sattel longieren(vorher von (mehreren) Sattler anpassen lassen) und schließlich auch mal wieder ruhig reiten. Erst nur Schritt, dann langsam auch Trab und irgendwann auch wieder Galopp.
    Ich würde mit dem auch viel ins Gelände gehen, am Strick/Halfter. Auch jetzt.
    Das Geländetraining bietet super viel Abwechslung und hier arbeiten 90% der Pferde viel besser mit!
     
  9. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Uli, das kannst Du nicht verallgemeinern.
    Es gibt durchaus Pferde, die das ohne weiteres wegstecken.
    Die sind dann aber auch entsprechend teuer.

    Und M ist Standard beim Bundeschampionat für 6- jährige.
    Also ist M für einen 7- jährigen nicht ungewöhnlich.

    Bevor ich hier aber irgendwelche Ratschläge von mir gebe, möchte ich Pferd und Reiter erst einmal sehen. Am besten in Natura. Denn die Spannbreite reicht von “der Bock ist platt“ bis “der Reiter ist absolut talentfrei“. Wobei selbstredend auch Kombinationen möglich sind.
     
  10. Fididenny123

    Fididenny123 Inserent

    Dankeschön für deine Antwort,

    Beritt wird er jetzt auch bekommen, hoffe einfach sie lässt sich auf Anmerkungen bzw Hinweise wie Physiotherapeuth usw ein.

    Hoffe es ergibt sich bald etwas, schade um das Tier wenn es mit 7 sich nicht richtig entfalten kann.

    longiert habe ich ihn jetzt noch nicht, die Besitzerin meint er ist ganz okay beim longieren.
    Das Problem ist einfach, dass sie eher ängstlich ist beim reiten und vielleicht auch nicht so viel dran bleibt und mit ihm arbeitet wie vielleicht gut für ihn wäre.

    Am Montag kommt der Sattler und passt ihm sein Sattel komplett neu an.

    @Satine
    Vielen vielen Dank für den ausführlichen Beitrag, hat mir persönlich sehr geholfen, dass ich eventuell mal ein sehr langes Gespräch mit der Besitzerin führen werde.
    Das Problem ist, dass sie sich leider nicht so einfach etwas sagen lassen will und man nur sehr schwer die richtigen Worte findet.
    Aber ich werde es versuchen, dass sie das Pferd auf jeden Fall mall komplett nochmal durchchecken lässt.

    Und am Freitag werde ich bei seiner Bereiterin mal zuschauen, um zu sehen, ob er da auch so ist wie bei mir oder ob es dann wirklich am Zusammenspiel von ihm und mir & der Besitzerin liegt.

    @Kigali
    Die Besitzerin hat ihn jetzt seit Mitte Juni, beim probereiten war ich ja leider nicht dabei, er wäre nur von Anfang an sehr flott unterwegs gewesen, als ich ihn vor 1 Woche probe geritten bin, war er auch echt einigermaßen OK, er rannte schon stark vom trab los wenn ich galoppieren wollte und hat eher den Ausgang gesucht als auf dem Platz zu bleiben, aber als ich ihn dann eine Woche später fest als RB hatte, weil die Besitzerin bisschen mehr zeit alleine mit ihm haben wollte, war es einfach katastrophal :/

    AKU wurde gemacht beim Kauf und da war alles super.
    Der Sattler kommt jetzt auch am Montag und dann bekommt er den Sattel nochmal angepasst.

    Ich denke, die Besitzerin wird auf jeden Fall nochmal mit den ehemaligen Besitzerin reden müssen, denn entweder wurde sie wirklich verarscht oder er hat sich ziemlich schlagartig geändert :/

    @treuerhusar

    Also sorry, aber erstmal habe ich defintiv oben geschrieben, ich bin kein Profi - JA, aber ich habe 12 Jahre Reiterfahrung und das ist schon eine ganze Menge und da kann ich schon von mir aus sagen, dass ich zumindest in der Lage bin, zu entscheiden, ob ich das Pferd einfach nicht hinbekomme, weil es mir stark überlegen ist oder ob es einfach kaum reitbar ist.

    Es benötigt definitiv einen richtig ausgebildetetn Bereiter, der warscheinlich - wie du auch geschrieben hast - mit härteren Maßnahmen kommt, was ich für mich bzw meine Reitweise wirklich nicht bevorzuge.

    PS. "Lieschen Müller" wollte einen liebes, nervenstarkes, und vorallem Geländesicheres Pferd haben, M-Springen, geschweige denn Schleifchen interessieren weder sie noch mich. Nur so viel dazu.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Juli 2014
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