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Junges Pferd, selber einreiten?

Diskutiere Junges Pferd, selber einreiten? im Allgemein Forum; Huhu Ihr, ich bin am überlegen, mir ein 4-5 jähriges rohes Pony zu kaufen, nicht jetzt, frühstens nächstes Jahr im August, wenn ich aus Amerika...

  1. Lysett

    Lysett Inserent

    Huhu Ihr,
    ich bin am überlegen, mir ein 4-5 jähriges rohes Pony zu kaufen, nicht jetzt, frühstens nächstes Jahr im August, wenn ich aus Amerika wieder zu Hause bin.

    Es soll ein absolutes reies Freizeit bzw. sogar Geländepferd mit gelegentlicher Platzarbeit werden.

    Ich reite seit meinem 3. Lebenjahr (von 3-5 voltigiert, dann in die Abteilung)
    Habe einige Pferde mit angeritten, sprich ich war Ballast beim longieren.

    Meine Freundin hat das Fohlen ihres Shettys, was mittlerweile leider verstorben ist auch selber "eingeritten" wobei das aber auch eher so ein Fall war draufsetzen und losreiten, hat nie was gemacht.

    Ich hätte eine Reitlehrerin, allerdings keinen profesionellen Bereiter zur Hand, ich glaube das ist nicht wirklich realisierbar, oder? Also eine bestimmte Grundausbildung muss das Pferd doch haben, auch wenn ich nur mit ihm im Gelände reiten will? Dann wiederum frage ich mich aber, Shantana, der Shettymis meiner Freundin kann auch alles, macht auch Platzarbeit super und hatte auch nie einen professionellen Beritt.

    Möchte bitte einfach mal ein paar Meinungen hören...danke schön und LG

    Julia

    bevor ich mir hier jetzt Vorwürfe ohne Ende anhöre möchte ich noch sagen, dass es nur Gedanken sind, ich es so ganz gerne hätte...aber weiß, dass es wahrscheinlich nicht so kommen wird und ich ein schon ausgebildetets Pferd kaufen werde, aber das wäre s mein Traum... =)
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Aug. 2008
  2. Lind

    Lind Inserent

    Was hier keiner von uns beurteilen kann ist, wie gut du reiten kannst und wie gut dein Gespür für junge Pferde ist. Das sind die zwei Sachen die man braucht um ein junges Pferd ausbilden zu können. Für mich ist das Gespür dabei sogar noch etwas wichtiger als das gute Reiten.

    Man muss sich mal überlegen, was man von einem guten Freizeitpferd erwartet. Ich kann da nur von mir ausgeben.
    Ich möchte ein Pferd haben, das so läuft, dass es möglichst lange gesund beleibt, freudig läuft und mitarbeitet und absolut fein auf die Hilfen reagiert.
    Wenn man gut genug reiten kann, bringt man das auch selbst hin.

    Ich habe mich bei unseren Pferden grunsätzlich gegen einen professionellen Beritt entschieden. Ich bin zwar überzeugt davon, dass ein Bereiter schneller und effektiver arbeiten kann als ich, aber genau das ist das Problem. Beim Beritt ist man immer irgendwie in Zeitdruck. Der Bereiter will dem Besitzer ein Ergebnis zeigen und der Besitzer will eines sehen. Man will ja auch nicht vergebens so viel Geld zahlen.
    Unsere Pferde sollten aber so viel Zeit haben, wie sie brauchen und immer Pausen bekommen, wenn ich das Gefühl habe, dass es ihnen zu viel wird. Das kann ich am besten entscheiden, weil ich die Pferde seit Fohlenalter kenne.

    Ein weiter Vorteil ist, dass man ein junges Pferd meistens schon ein bißchen hat, bevor man mit der Arbeit beginnt. Man kennt sich gut und hat ein vertrauensvolleres Verhältnis zueinander.

    Bei uns war das anreiten nie ein Problem. Allerdings einfach draufsetzen und losreiten ist nicht. Vorher steht ein langer Ausbildungsweg, der viel Gymnastizieren vom Boden aus beinhaltet. Das finde ich enorm wichtig. Nur wenn das Pferd schon vor dem Anreiten Muskeln und Kondition aufbaut, gelingt das Anreiten ohne, dass das Pferd Schaden nimmt.

    Wenn man sich damit auskennt kann man problemlos sein Freizeitpferd selbst ausbilden. Hat man noch einen Reitlehrer oder Bereiter an der Hand, klappt das ganz gut.
     
  3. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Hallo,
    also ich versteh nicht, warum du damit rechnest, heftige Kritik zu ernten... :twitcy:
    Meiner Meinung nach ist nicht jeder professioneller Reiter automatisch ein guter Ausbilder für junge Pferde. Und nicht jeder nicht-professioneller Reiter automatisch ein schlechter!

    Deinem Text nach hab ich nur bißchen das Gefühl, dass du selbst da bißchen dran zweifelst, ob du es hin bekommen kannst. Das solltest du unbedingt überdenken. Denn in der Ausbildung des Pferdes bist du dann der Ausbilder, auf den sich das Pferd verlassen können muß. Das heißt, du solltest -neben Einfühlungsvermögen- eine gewisse innere Ruhe, Sicherheit, Klarheit ausstrahlen. Dann wird dir das Pferd leichter "folgen" und dich auch als Ausbilder akzeptieren. (das hat nix mit irgendwelchen selbsternannten Bodenarbeit-Gurus zu tun :1: Sondern einfach damit, dass das Pferd an deinem ganzen Verhalten und Auftreten spürt, ob du selbst ruhig und sicher bist, oder eben nicht -und genau das überträgt sich auch auf`s Pferd)

    Übrigens: Zu genau diesem Thema gibt`s hier im Forum bereits den einen oder anderen Thread. Vielleicht solltest du dort auch mal bißchen lesen... Einfach Suchfunktion nutzen... Viele Grüße!
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Aug. 2008
  4. Cordina

    Cordina Inserent

    Ich schließe mich meinen beiden Vorrednern an. Wie gut und mit wieviel Gefühl du reitest ist sehr wichtig, was du nacher von deinem Pony erwartest und mMn ist auch wichtig, was du für ein Pony kaufst. Mit einem sehr temperamentvollen, flotten Pony wird es sicher schwieriger ohne Erfahrung.
    Aber du hast einen RL zur Verfügung und ich denke, dass es schon klappen könnte. Aber ich kenne dich nicht und kann deswegen nichts genaues sagen.
     
  5. Yvalina

    Yvalina Neues Mitglied

    Ob du sowohl reiterlich als auch von Typ/von deiner Art her dazu in der Lage bist junge Pferde (bzw. kommt es dann ja auf genau dieses eine spezielle Pferd an) anzureiten, wage ich mal hier nicht zu beurteilen. Wie auch...

    Man sollte halt bedenken, dass die Anreitphase eine der wichtigsten überhaupt ist und Fehler die hier gemacht werden später nur sehr schwer wieder zu korrigieren sind. (Ich sehe das Ganze zwar aus Dressur/Turnierpferdesicht, denke aber schon, dass man das verallgemeinern kann.)

    Ein "Profi", d.h. jemand der das hauptberuflich betreibt, muss noch lange nicht besser sein als ein erfahrener "Amateur. Ich kenne "Profis", denen ich mein junges Pferd nie anvertrauen würde. Andererseits sehr gute Amateure, bei denen ich keine Bedenken hätte.
     
  6. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Ich kann den anderen nur zustimmen. Beurteilen kann das hier keiner so wirklich, es ist aber generell auf jeden Fall möglich, dass auch ein Nicht-Profi sein Pferd selbst ausbildet.

    Du musst halt darauf achten (bzw, musst du natürlich eigentlich nicht, aber das würde ich auf jeden Fall!), dass das Pferd auch als reines Freizeitpferd locker über den Rücken geht (auch im Gelände!), denn alles andere ist einfach ungesund.
     
  7. mascho

    mascho Inserent

    Ich glaube, dass liegt daran, dass in diversen anderen Threads in diesem Forum die Threadersteller schon ganz schön niedergemacht wurden . Ich finde aber Lysett, das hier ist etwas anderes . Du fragst dich schließlich ehrlich kann ich das, schaffe ich das, was wäre für das potenzielle junge Pferd das beste, was will ich eigentlich . Das sind so Punkte wo ich sage, du machst dir erst mal ernsthaft Gedanken, bevor du dir ein junges Pferd kaufst . Das finde ich schonmal sehr lobenswert :yes: Und wie schon gesagt, ob du es willst und schaffst, das kannst nur du wissen, denn du kannst noch so lange geritten oder voltigiert sein, wenn du kein Gefühl dafür hast, kannst du auch ein ausgebildeter Bereiter sein . Es gibt schließlich auch unfähige Bereiter . Also: Sprich das mit der rl ab, mit der du das Pferd ausbilden willst . Sie kann das vor Ort glaube ich besser beurteilen als wir hier über deine Beschreibung . Wenn sie sagt, dass schaffen wir, dann schafft ihr das auch :yes:
     
  8. Lysett

    Lysett Inserent

    Huhu, erst mal vielen Dank für eure ganzen Antworten =)

    Also grundätzlih würde ich sagen, traue ich mir das schon zu, ein junges Pferd nach meinen Vorstellungen auszubilden, vorallem mit meiner RL, die mich auf Fehler etc aufmerksam machen kann und helfen kann zu vermeiden, dass etwas total schief geht, bzw ich dem Pferd eher schade als ihm etwas gutes tuhe. Meine RL ist zwar keine profesionelle Bereiterin, hat aber einen eigenen Reit und Ferienhof und alle ihre selbstgezogenen Pferde und Ponys selber angeritten und ausgebildet und es sind alles klasse Tiere =) Habe da selber jahrelang geritten und nun meine kleine Schwester.

    Wobei ich glaube ich ein Pony, was frisch von der Weide kommt, evt. doch nicht das Richtige wäre...evt eines, was schon länger longiert wird, Bodenarbeit kennt, natürlich das komplette Fohlen 1 mal 1, Hufe geben, führen, anbinden, evt sogar schon an Sattel und Trense gewöhnt ist, evt sogar angeritten und ich kann meinen persönlichen letzten Schliff geben...aber das werde ich dann denke ich alles sehen wenn es soweit ist...Meißtens kommt es ja doch noch mal ganz anders als man denkt .p

    LG Julia
     
  9. Cordina

    Cordina Inserent

    Naja, nach dem anlongieren den letzten Schliff geben? das ist wohl traumdenken... da gehts erst richtig los.
     
  10. Lind

    Lind Inserent

    Ich wundere mich ja schon immer, warum Leute ihre Pferde zum Anreiten weggeben und dann selbst weiterarbeiten.

    Im Vergleich dazu, was man nach dem Anreiten an Arbeit hat, bis das Pferd richtig läuft und eine gute Grundausbildung hat, ist das anlongieren, das Gewöhnen an Sattel und Trense und das Gewöhnen an das Reitergewicht relativ einfach. Dazu braucht man nicht besonders gut reiten können. Man braucht nur das Gespür fürs Pferd.

    Später muss man gut Reiten können und das Gespür fürs Pferd haben. Ich persönlich würde eher ein Pferd selbst anreiten und dann zur Ausbildung weggeben.
     
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