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Jungpferd, Wasserpfützen

Diskutiere Jungpferd, Wasserpfützen im Bodenarbeit Forum; Hallo, ich brauch euren Rat: Ich arbeite/lebe jedes Jahr (verteilt) mehrere Wochen auf einem Islandpferdehof. Mittlerweile habe ich dort auch so...

  1. arcusa

    arcusa Neues Mitglied

    Hallo,
    ich brauch euren Rat:
    Ich arbeite/lebe jedes Jahr (verteilt) mehrere Wochen auf einem Islandpferdehof. Mittlerweile habe ich dort auch so meine "Pappenheimer", mit denen ich jedes Mal eine intensivere Trainingsphase einschiebe. Insbesondere mit den Jungpferde, die aufgrund des Touristenbetriebs normalerweise fast nur auf der riesigen Weide in der Herde aufwachsen und nur die "Basics" kennen.
    Bald fahre ich wieder für 3-4 Wochen hin und möchte vorher eure Ideen hören, es geht um:

    Towa, Isländerstute, 3,5 Jahre alt, ganzjährig in der Herde draußen.
    Grundgehorsam (entspanntes Führen, Rückwärtsrichten, Seitwärts) kennt sie. Auch Plastiktüten, Planen, Regenschirme - all das habe ich mit ihr erfolgreich trainiert. Spaziergänge im Gelände kaum ein Problem. Autos sind auch kein Problem.
    Auch die Gebisslose Trense + Sattel akzeptiert sie ohne Probleme. 1 Runde (geführt) im Schritt hatte sie einen Reiter bereits darauf. Fand sie total uninteressant. [Aber wir wollen sie noch nicht direkt einreiten, sie soll noch 1-2 Jahre Zeit haben]. Sie ist aber unglaublich wissbegierig, folgt mir wie ein Hund (ohne Leckerlis in der Tasche.). Prinzipiell würde ich sagen, sie vertraut mir (nach ein paar Tagen Eingewöhnung) vollkommend.

    ABER: Wasserpfützen mag sie nicht. Und das möchte ich gerne mit ihr üben. Jetzt im Frühling und im Sommer bin ich ebenfalls 2 Monate dort. Wir haben alle Zeit der Welt.


    Egal ob Wasserpfütze mit festem Untergrund (Straße) oder im Wald eine rießige Wasserpfütze - sie macht komplett zu. Sie bleibt wie angewurzelt stehen, falls ich sie überhaupt vorwärts bekomme, weicht sie zur Seite aus, ansonsten geht sie rückwärts.

    Ich habe zur Unterstützung schon eine Gerte zum Antippen an die Hinterhand mitgenommen, aber das interessiert sie nicht. Sie rennt an der Seite vorbei oder bleibt stehen.

    Problem ist, dass ich bei meiner Arbeit keine zweite Person als helfende Hand zur Verfügung habe.
    Reitbahn, auf der ich auch bei Sonnenschein künstliche "Regenpfützen" anlegen darf, ist vorhanden.
    [Longieren kennt sie nicht wirklich, wir haben ne offene Reitbahn, sie kennt das "Kreise laufen" überhaupt nicht, auch wenn wir das schon einigemale geübt haben. Alleine ist das aber schwierig -> da sie das später als Gelände-Anfängerpferd nicht können muss und totunglücklich im Kreis aussah, habe ich das aus dem Trainingsprogramm genommen.)

    Nun brauch ich eure Ideen. Wie gehe ich am besten vor? (Ich habe noch kein gezieltes Wasserpfützentraining begonnen, die Situationen entstanden nur beim "alltäglichen" Spazierengehen etc.


    Ich freu mich auf eure Ideen,

    Liebe Grüße,
    arcusa
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Feb. 2011
  2. Streunerin

    Streunerin Inserent

    ich würde anfangen mit schwarzer oder dunkelblauer palne auf dem platz.
    Darauf hafer streuen oder leckerchen. immer schön loben. dann leckerchen knapp drüber aus der hand.
    wenn das klappt dann mit etwas wasser auf der plane und leckerchen drüber aus der hand. (sand n bissel drunter wegnehmen)
    so nach und nach die pfütze bauen.

    so würde ich es auf jeden fall machen. ob das nun die universallösung ist weiß ich nicht.
    aber es hat bei meinem alten pflegepferd geklappt.
     
  3. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Wasserpfützen stellen für viele Pferde ein schlecht einzuschätzendes Risiko dar!
    Ein (junges) Pferd kann noch nicht einschätzen, wie tief die Pfütze ist, wie der Untergrund beschaffen ist und ob es nicht vielleicht darin versinkt!
    Deshalb geht es klugerweise dieser "Gefahr" aus dem Weg!
    Es muß also erst einmal lernen, daß (meistens) Wasserpfützen durchschreitbar sind.
    Hier ist allerdings der Knackpunkt:
    Lernt es jetzt, daß es sich durch Ausweichen oder Verweigern entziehen kann, bekommst du dies später nur sehr schlecht wieder raus.
    Es gibt nun verschiedene Ansatzpunkte:
    1. Da die Stute noch nicht geritten wird und erst in ein bis zwei Jahren geritten werden soll, ist es im Augenblick noch nicht so wichtig, daß sie durch Pfützen gehen soll. Da du außerdem allein bei der Erziehung bist, solltest du es jetzt nicht unbedingt erzwingen. Wenn die Stute erst einmal merkt, daß sie stärker ist, hast du schon verloren!
    Ich würde die "Ausbildung" in dieser Hinsicht erst einmal ruhen lassen, bis das Pferd geritten werden kann.
    2. Du kannst es mit sehr flachen Pfützen und festem Untergrund veruchen, indem du vorangehst.
    Such dir eine möglichst große Pfütze, die nicht übersprungen oder umgangen werden kann.
    Dann gehe vorweg, bleibe in der Pfütze stehen, laufe vor dem Pferd hin und her. So erkennt sie, daß du nicht versinkst und die Pfütze ungefährlich ist.
    Zupfe immer wieder auffordernd am Strick, sobald sie auch nur einen Schritt auf dich zu geht, mußt du sofort großartig loben.
    Aber vorsicht: Versuch auf keinen Fall, durch ein Leckerlie zu locken!!
    Dann dreht das Pferd nämlich ganz schnell den Spieß um und fängt an zu betteln.
    Bei dieser Variante brauchst du einen langen Atem und viel Geduld, denn du kannst einiges falsch machen. Klappt es, schließe die Übung lobend ab und versuche es erst zu einem späteren Zeitpunkt erneut wieder!

    Die zweite Variante hat bei meinem Pferd sehr gut geklappt. Allerdings hatte er immer Angst zu versinken. Da hat es ihm geholfen, daß ich ihm gezeigt habe, daß der Untergrund fest ist.
    Nach dieser Erfahrung war es dann kein Problem mehr, durch Pfützen zu reiten, weil das Vertrauen in meine Urteilskraft groß genug war.
     
  4. mailatdoro

    mailatdoro Inserent

    Ich kann da Wanderreiter voll und ganz zustimmen.
    Mein Erfahrungsbericht dazu: meine Kleine, ansonsten sehr entspannt machte auch immer einen RIESEN Bogen um Pfützen. Im Herbst dachte ich mir, ach porbierst mal aus obs klappt. Ich also voraus in die Pfütze, herumgesprungen gespritzt, keine Reaktion, Pony hat mich nur angeschaut als hätt ich sie nicht alle. Nachdem ich trotz GoreTex Schuhen nasse Füsse hatte, dacht ich mir, gut das vertagen wir auf später... also weitermarschiert, aufm Rückweg selbe Pfütze: ich dran vorbeimarschiert, weil Pony geht ja eh vorbei. Dreh ich mich um, was macht die Maus, steht in der Pfütze und planscht und spritzt, was das Zeug hält. Und grad schön wars, wir beide eingeschlammt von oben bis unten... Fazit, einfach Zeit lassen, evtl mit nem erfahrenen Führpferd voraus und das Pferdi erkennen lassen, dass Pfützen nicht schlimm sind. So haben wirs beim Bach gemacht. Das ältere Pferd vorausgeschickt in den Bach, der hatte ne Riesenfreude und meine Kleine stand etwas belämmert daneben. Nach so 5 Minuten hat sie sich dann auch mal getraut nen Fuß rein zu setzen und nach 10 Minuten stand sie mit dem Großen im Wasser und planschte.

    Lg Doro
     
     
  5. Distel

    Distel Neues Mitglied

    Meine beiden Fohlen hatten das immer gleich als Baby mit der Mutti gelernt. Habe das Fohlen neben die Pfütze gestellt und durfte mal schnuppern, dann wurde die Mutti mit ihr gemeinsam einfach durchs Wasser geführt. Beim nächsten Spaziergang mit den beiden war alles bereits Routine...nach dem Motto: wenn Mami das schafft kann es nicht so schlimm sein...

    Das dürfte in Deinem Fall am besten zu lösen sein, wenn Du ein älteres erfahrenes Pferd mitnimmst und das Gleiche versuchst. Vielleicht geht das Jungpferd dann auch mit.

    Gutes Gelingen!
     
  6. Hathor

    Hathor Inserent

    Hatte das gleiche Problem ansatzweise auch mit meiner Stute... wobei man bei ihr den Schalk oft in den Augen blitzen sah! Oft wollte sie nur ihre Grenzen austesten...
    Aber ich hab sie einmal als sie gar nicht mehr auf mich reagierte einfach rückwärts in die Pfütze treten lassen. Als sie ganz drin stand hab ich sie schnüffeln und trinken lassen! :twitcy:

    Ansonsten hab ichs versucht, wie alle hier, mit Ruhe locken, vor dem Pferd in der Pfütze umhertrampeln und für wirklich jeden kleinen Schritt loben. Rückwärtsgehen hab ich schlicht ignoriert.
     
  7. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Oder wie schon erwähnt doch mit einer Plane beginnen.... Die gibt es auch in blau. Ist aber natürlich schwerer zu erobern wie eine Pfütze, da die Plane auch noch gefährliche Geräusche macht...
    Ich hab das so gemacht: Plane auf den Boden. Stuhl obendrauf. Hab mich auf den Stuhl gesetzt mit ein paar MÖhren und die gevespert.... Das Pferd am langen Strick gelassen. Und weil pferde einfach von natur aus sehr neugierig sind, ging es nicht lang, bis der erste Fuß schon auf der Plane war... Hab dann natürlich sehr sehr viel gelobt..... Irgendwann kam auf die Plane Wasser. MIttlerweile sind weder Pfützen noch Plastiksachen die irgendwo liegen ein Problem.
     
  8. Hazira

    Hazira offizielle ironische Forums-Klobürste

    huhu

    also ich würde auf jeden fall vor gehen in die pfütze und dem pferd zeigen, dass es da keine angst habem muss.
    gummi stiefel an und voran durch laufen.
    ggf. auch dolle planschen und dann wird sie ja sehen, dass das nichts schlimmes ist.

    so hab ichs von anfang an gemacht und er hat nie versucht aus zu weichen oder abzuhauen =)

    lg
     
  9. MyPonyPrincess

    MyPonyPrincess Inserent

    @Hazira: Wenn ich bei meinem Pferdi mit dolle Planschen käme dann würde es aber rund gehen :D

    Also, meine Stute hatte auch große Probleme mit Pfützen(mit Flüssen/Bächen nicht, aber das ist ja bei vielen Pferden so) also hab ich mir an einem verregneten Tag eine Pfütze gesucht, ein paar Möhren eingepackt, das Pferd geschnappt und bin dann erstmal in der Pfütze hin und her gelaufen (es war eine große Pfütze ;-)). Dann hab ich mich auf die andere Seite der Pfütze gestellt, also so, dass ich dem Pferd genau gegenüberstand, und habe leichten Druck ausgeübt. Daraufhin wich Pferdi nach links aus, um an der Pfütze vorbei zulaufen. Ich bin daraufhin auch nach links gegangen damit sie mir immer gegenüber blieb. Sie musste also durch die Pfütze um zu mir zu kommen. Unter leichtem, annehmenden und wieder nachgebenden Druck, hat sie nach 10 min. einen Fuß in die Pfütze gesetzt, geschnuppert, ein bisschen mit der Nase im Wasser rumgeschnebbelt und festgestellt das Pfützen nicht schlimm sind und ist durch die Pfütze durch am durchhängenden Strick zu mir gekommen! Und dann wurde natürlich viel gelobt und ein Möhrchen gab es auch noch ;-) Seitdem gibt es beim Ausreiten kaum noch Probleme. Außer bei gaaaanz gruseligen Pfützen, die aber nur das Pferd von den anderen unterscheiden kann :)
    Dir noch viel Glück und Liebe Grüße!
     
  10. Remzma

    Remzma Neues Mitglied

    ansonsten habe ich auch schon von einigen leuten gehört, dass ihr pferd bei sonnenschein angst vor pfützen hatten, weil die sonne sich so arg darin spiegelt. falls das bei dir auch der fall sein sollte, mach einfach hin und wieder mal ein foto mit blitz (natürlich nicht direkt in die pferdeaugen...) und lass sie sich so an den blitz gewöhnen...
     
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