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Kann man Betrüger im Pferdehandel irgendwie dran kriegen!?

Diskutiere Kann man Betrüger im Pferdehandel irgendwie dran kriegen!? im Allgemein Forum; Hallo Ich hab da mal ne etwas längere "Geschichte". Ich hatte ende letzten Jahres ein Pferd gekauft (nicht mein jetziges), was ich nie hätte...

  1. LadyC

    LadyC Neues Mitglied

    Hallo

    Ich hab da mal ne etwas längere "Geschichte".

    Ich hatte ende letzten Jahres ein Pferd gekauft (nicht mein jetziges), was ich nie hätte tun soll. Es handelte sich um einen Wallach den ich im Internet gefunden und mich direkt drin verliebt hatte.
    Im Internet stand dann auch "lieb geritten", "für Anfänger geeignet", und "geländesicher".
    Das Pferd war damals sechs Jahre alt. Bin dann hin gefahren und wollte natürlich Probereiten. Dort hieß es dann es gäbe keinen Sattel für ihn und bisher hätte zwar jemand mal ohne Sattel auf ihm drauf gesessen aber mehr auch nicht.
    Passt ja schon alles nicht zusammen.
    Jetzt dürfen nun gerne alle auf mich einprügeln, tret mir selber in den Hintern das ich das gemacht hab, aber ich hab ihn damals gekauft und bei meiner Trainerin in Beritt gegeben.

    Unter meiner Trainerin ging er dann nach nem Monat relativ gut, sie sagte aber auch das sie nicht glaubt das dieses Pferd noch nie geritten wurde und das man bei ihm sehr schnell reagieren können muss weil er schon mal testet.
    Als ich mich dann drauf gesetzt hab sah das testen so aus das er aus dem nichts durchgegangen und gestiegen ist.
    Im ersten Moment war er noch total locker, es ist alles gut, passiert nichts und plötzlich bockt er los.
    Das Ende vom Lied bei mir sah dann so aus das er gestiegen ist und sich mit mir überschlagen hat. Er war aber auch nicht panisch oder so, ganz locker direkt wieder, er stand dann wieder als wäre nix gewesen.

    Da war der Punkt erreicht wo ich mir das nicht zugetraut hab, ich hatte Angst vor dem Pferd. Wollte ihn dann verkaufen was im Winter natürlich nicht so einfach ist, also wollte ich ihn an den Verkäufer zurück geben. Der hat mir dann gesagt das er ihn für die Hälfte des Kaufpreises zurück nimmt. Hat auch nicht mit sich verhandeln lassen, hat sich verhalten wie das letzte A******.
    Da ich nun aber auch nicht die Stallmiete weiterhin umsonst zahlen wollte usw hab ich das so gemacht.
    Hab damit natürlich auch durch den Beritt usw Geld ohne Ende in den Sand gesetzt.
    Das alles war Ende Dezember.

    Nun ist mir dieses Pferd aber nicht aus dem Kopf gegangen und ich habe im Internet nach ihm gesucht. Dort hab ich ihn gefunden und nach Telefonaten hat sich raus gestellt das dieser Verkäufer das Pferd weiter verkauft hat an eine Frau bei der das Pferd sich genauso verhalten hat und die am Ende drei gebrochene Wirbel hatte. Knapp an ner Lähmung vorbei. Diese will ihn nun auch wieder verkaufen.

    Desweiteren ist es so das dieser Verkäufer immer wieder verschiedene Pferde im Internet anbietet. Diese Anzeigen klingen immer genauso wie meine Anzeige damals, "lieb geritten" oder auch "wird als roh verkauft". Immer sind alle angeblich total lieb und für Anfänger geeignet.
    Irgendwas kann da aber nicht stimmen, das hab ich ja durch mein Pferd damals gemerkt, da läuft meiner Meinung nach was ganz krummes.

    Frage mich nun ob ich irgendwas machen kann um ihn dran zu kriegen damit er nicht noch mehr Leute betrügen kann. Geht mir noch nicht mal unbedingt um meinen Fall, ich will ihn halt nur nicht weiter damit durch kommen lassen.

    An wen kann ich mich da melden damit das überprüft wird? Polizei? Tierschutz?
    Wenn, was würden die da unternehmen?

    Habe schon die Anzeigen bei den Internetseiten bei den Anbietern gemeldet (ebay, ehorses) aber da passiert dann ja auch nicht wirklich was.
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Magst du mal per PN so eine Anzeige schicken? Dann kann ich dir sicher mehr dazu sagen.
     
  3. satine

    satine Inserent

    Puh, das wird schwierig. es scheint ja ein gewerblicher Verkäufer zu sein. Nun wird es spannend: was verkauft er denn und mit welchen Eigenschaften?
    Ich habe in dem Bereich nur gefährliches Halbwissen und sollte eigentlich meine Klappe halten, aber ist es nicht so, dass ein gewerblicher Verkäufer innerhalb eines gewissen Zeitraums (sechs Monate?) umtauschen bzw. zurücknehmen muss wenn ein grober Mangel vorliegt? Rittigkeitsprobleme sind da aber immer schwer nachzuweisen. Gesundheitliche Mängel hingegen schon...

    Du bist das Pferd ja "los", richtig? In dem fall kannst du eh nichts mehr machen. Du könntest höchstens eine Aussage machen, wenn ein anderer Käufer ihn anzeigen sollte.
     
  4. LadyC

    LadyC Neues Mitglied

    Ne, er verkauft privat. Deswegen hab ich auch mal überlegt ne Meldung an das Finanzamt zu machen wegen Steuerhinterziehung. Weil er wirklich fast immer Pferde im Internet hat.
     
     
  5. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Hi,
    wenn er in einer Anzeige mit diesen Eigenschaften wirbt ist es schon Grenzwertig. Er schreibt den Pferden damit Eigenschaften zu, die nicht erfüllt werden. Steht im Kaufvertrag Eignung als Reitpferd und ihr habt noch die Verkaufsanzeige in der auch noch steht anfängergeeignet, lieb usw. Dann könnt ihr versuchen eine Klage einzureichen. Zumal du ja bei deinem Wallach ihm sogar nachweisen kannst, dass er es dann wusste als er in von dir zurück nahm. und aber wieder als braves Pferd weiterverkauft hat. Die Frau mit dem wirbelbruch kann ihn auf Schmerzensgeld zusätzlich verklagen.
    Tut euch zusammen, sucht evtl. Noch weitere Opfer und lässt euch bei einem Anwalt beraten. Aber so wie du die Geschichte bei deinem Wallach schilderst hat ihr da einiges in der Hand!
    edit: und bei diesem betrug ist es völlig egal ob gewerblich oder privat. Ein privater Autoverkäufer haftet auch wenn er Mängel verschweigt, die er nachweislich kannte!
    lg
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Sep. 2013
  6. LadyC

    LadyC Neues Mitglied

    An die damaligen Anzeigen komm ich natürlich nicht mehr dran und hatte die nicht gespeichert. Hatte ja nicht damit gerechnet das ich die nochmal brauchen könnte :/
     
  7. LadyC

    LadyC Neues Mitglied

    Die Anzeige hab ich leider nicht, hätte ja nicht gedacht das ich die nochmal gebrauchen kann. Und aus dem Internet ist die schon lange raus.
    Und das Problem ist ja das ich nix hab was bei ner Klage bestand hätte nachweisen kann.
    Habe ja nicht schriftlich das ich ihm beim Rückkauf gesagt habe was passiert ist.
     
  8. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Bekannte hier ums Eck hatten einen ähnlichen Fall...

    Kurze Geschichte:

    Anzeige im Internet. Fuchwallach, bis A ausgebildet, anfängergeeignet, Schmide und Veraldefromm blablabla..

    Diese dann hin gefahren, war in der Nähe. Verkäufer: Er hat zu viel Wiesen und wüsste nicht was machen mit der Fläche. Seine Tochter würde wohl züchten und darum hat er diesen Fuchswallach bei sich. Erst vier Wochen um quasi das Gras nicht vergammeln zu lassen....

    Meine Anmerkung: :bloed:

    Gut. Verkäufer hatte Ein MÄdel dabei, dass den Fuchswallach vorgeritten hat. Käufer hatte seine RB dabei (ca15) die den Pferd probegeritten hat.

    Pferd gekauft. Pferd eingegliedert in Bestehende Herde mit 2 Stuten. Gab morz RambaZamba. Pferd 1. mal dort geritten. Steigen/Kopfschlagen/Scheuen usw. ABER: Er stand tatsächlich nicht schlecht an den Hilfen. Ich musste das ganze ja dann wieder etwas begradigen. Aber geritten wurde der Arme Kerl bestimmt schon lange nicht mehr. Gepflegt auch nciht. Und wenn ich dran denke dass er 4 Wochen total allein Tag und Nacht auf irgeneiner hohen Wiese stand :noe: Da wird mir Angst und Bange.

    Weiter: Stute in bestehender HErde wurde Rossig und Wallach stieg ca 7 mal pro Tag auf. Klopphengst!

    Der Verkäufer wurde angerufen. Verkäufers Lösung: Kein Problem. Er hätte grad ne Stute da. Springen Geritten bis E Besi will aber weiter usw. Käufer könnte gegen Aufpreis umtauschen. Hin gefahren, diese Chance gibt es ja schließlich nur einmal, (Meine Anmerkung: :puke:) und umgetauscht.

    SO hört sichs ja toll an nicht?!

    Was die Laien nicht gesehen hatten: Stute geht lahm. Linke Hand. Rechte kaum sichtbar. Außerdem Unterhals drückt den Rücken runter, tritt links wesentlich kürzer. Rücken Reagiert überall, heftigst zum Teil. Ein Wirbel kaum ertastbar. Beim "Probereiten" in der Neuen Heimat ist mir aufgefallen, dass das arme Tier mit sicherheit schon lange nicht mehr geritten worden ist. Aber gut. Beim Probereiten beim Verkäufer, ähnliches Spiel: Junges Mädel drauf gelassen zum Demonstrieren, wie "Lieb" dieses Pferd doch ist.

    Gekauft wie gesehen. Also lahm mit weg gedrücktem rücken!

    Das schwierige ist, meiner Meinung nach:

    Man ist zu stolz. Manche denken, weil sie nun ü 50 sind und schon seid 30 Jahren mit PFerden zu tun haben, dass sie die Ahnung haben und sich nicht über den Tisch ziehen lassen.. Ich glaube das hätte man alles schon vorab sehen müssen. Jetzt wurde gekauft wie gesehen und man hat recht wenig Chance da noch was zu machen. Wer Pferd kaufen möchte: Bitte lasst ne AKU machen, wenn auch nur die Kleine. Holt einen TA zu Rate, nehmt jemand mit, der sich auskennt.

    Tut ja aber jetzt nichts zu sache ;) Anzeigen. Mit den Leuten zusammen tun! Keiner sollte den Händlern sowas durchgehen lassen. Diese Verars** Muss doch irgendwann mal ein Ende haben. Es geht auf Kosten der Tiere um anderen, denen am Tier meist nichts liegt, das Geld in die Taschen zu spülen.
    Ich möchte keinesfalls alle über einen Kamm scheren, aber Qualität hat leider oftmals auch seinen Preis und wo billig da auch - meist - mit Kompromissen.... Wie die Chancen dabei stehen, ist schwer ein zu schätzen, aber durch nichts tun, ist auch nichts erreicht!
     
  9. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ladyC: kommt der von südlich von HH her?
     
  10. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Theoretisch reicht es wenn du aussagst ihn davon ihn Kenntnis gesetzt zu haben dass du das Pferd deswegen Zurück gegeben hast. Das war ja der rückgabegrund und ist glaubwürdig. Die jetzige Käuferin sollte die Anzeige am besten noch haben, oder zeugen, die die Anzeige ebenfalls so gelesen haben.
    wenn ihr Anzeige erstattet, ermittelt die Staatsanwaltschaft, das kostet euch dann nichts, ihr werdet allerdings auch kein Geld bzw. Entschädigung bekommen. Da müsst ihr eine zivilklage einreichen. Um dem Typ das Handwerk zu legen reicht aber die Staatsanwaltschaft ( wenn sie gut ist..), zivilklage könnt ihr später noch drauf setzen, dann ist das Risiko geringer zu verlieren.
    triff dich mit der anderen Frau und sammelt die Unterlagen ( Kaufverträge, unfallbericht usw.) und geht gemeinsam zur Polizei.
    lg
     
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