1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Kappzaum and der Longe und wie ich ihn richtig benutze

Diskutiere Kappzaum and der Longe und wie ich ihn richtig benutze im Bodenarbeit Forum; Hallo ihr Süßen, ich hab da mal ne Frage zum Thema Kappzaum und Longieren, weil ich im Internet wieder 10000000000 verschiedene Meinungen...

  1. Yaeko84

    Yaeko84 Aktives Mitglied

    Hallo ihr Süßen,

    ich hab da mal ne Frage zum Thema Kappzaum und Longieren, weil ich im Internet wieder 10000000000 verschiedene Meinungen und"Expertentipps" etc. gefunden habe.

    Da mein Pferdchen auf seiner schlechteren Seite unterm Reiter, aber auch beim Freilaufen Probleme hat, im richtigen Galopp anzuspringen (meistens ist es Außengalopp oder sogar Kreuzgalopp), wollte ich mit ihm ein paar Longiereinheiten einlegen.
    Da ich die Longe nicht am Gebiss befestigen möchte, habe ich dem Dicken einen Kappzaum gekauft (kein scharfes Ding, dass irgendwelche Zacken in die Nase bohrt). So weit, so gut, aber bzgl. "richtigem" und "falschem" Longieren gibt es jetzt wieder unterschiedliche Meinungen.
    Daher meine Fragen (und ich hoffe, man kann sie so pauschal beantworten):
    • Würdet ihr mit oder ohne Ausbinder longieren. Es gibt die ja die Meinung (zu der ich auch tendiere), dass Hilfszügel eigentlich unnötig sind, da das Pferdchen sobald man sie wieder abmacht, genau das gleiche Problem wie vorher hat, da das Hilfsmittel dann wieder fehlt. Andererseits kann ich auch das Argument nachvollziehen, dass man erst einmal mit Ausbindern longieren soll, um dem Pferd den richtigen Weg zu zeigen. Mein Dicker reißt nicht den Kopf hoch oder so, wenn ich ihn aber frei laufen lasse galoppiert er auf seiner schwachen Seite auch in 90% der Fälle im Außengalopp an. Es kann also nicht nur am Reiter liegen, würde ich mal behaupten :biggrin:
    • Wenn ihr die Ausbinder benutzt, würdet ihr sie direkt mit dem Kappzaum (also den beiden äußeren Ringen) verbinden oder eine Trense drunter schnallen und die Ausbinder dann ins Gebiss einhängen. Auch da habe ich schon die unterschiedlichsten Meinungen gelesen. Ich möchte meinem Pferdchen aber in keiner Weise weh tun, indem ich Hilfszügel falsch einschnalle oder zu viel Leder am Kopf "festzurre". :cry:
    Was für mich auf keinen Fall in Frage kommt, ist nur mit Trense zu longieren, da ich meinem Dicken nicht das Gebiss durchs Mauls ziehen möchte. Gerade im Galopp ist ja i.d.R. der meiste Druck auf der Longe und das möchte ich um jeden Preis vermeiden.

    Danke euch!!!!!!!
     
  2. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Bei einem Pferd das nicht mal im Freilauf balanciert genug ist um im Handgalopp zu laufen, würde ich den Teufel tun, den Galopp an der Longe zu fordern oder das Projekt noch mit Hilfszügeln zu verwirklichen.
     
    GilianCo, *FrogFace*, Leo und 5 anderen gefällt das.
  3. Butterblume :))

    Butterblume :)) Inserent

    Was das Angaloppierproblem betrifft:
    Eine bodenstange hinlegen und an der Stange angaloppieren.
    Oder du machst eine kleine volten im Entlastungssitz. Dabei schwingen deine Füße in kreisförmigen Bewegungen abwechselnd auf und ab.
    In dem Moment wo der innere Fuß "runter" geht belasten und angaloppieren. Ruhig vor dem eigentlichen angaloppieren innen schon mal bei entsprechenden Schritt Probeweise belasten... Viele galoppieren da auch schon von selbst an.
    Zum Kappzaum:
    Ich würds am oberen Ring festmachen.... Ausbinder am Kappzaum find ich... Komisch....
    Deswegen longiere ich entweder ohne ausbinder mit Kappzaum oder mit Ausbindern aber dann am sidepull oder Halfter. Dann ist die Longe aber auch an der Seite eingeschnallt.
    Ich würde dir in deinem Fall nicht zu Ausbindern raten....
    Insgesamt finde ich es kommt extrem auf das Pferd an.
    Mein eines läuft 100 mal schöner mit Ausbindern, mein anderes drückt nur dagegen und ist ohne ganz entspannt.
    Muss man mMn ausprobieren....
     
  4. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Hmm.... Wie willst du denn Galopp installieren, wenn das unterm Reiter nicht möglich ist? Also ich finde die Idee Longe nicht schlecht.

    Ich glaube jeder longiert die Junge Pferde bevor er drauf sitzt. Und da ist bei weitem noch nichts ausbalancier :bahnhof: Wenn also der Longenzirkel groß genug ist, spricht doch nix dagegen?

    Einige Punkte musst du aber beachten. Ich weiß jetzt auch noch nicht, wie alt das Pferdchen ist. Zu früh darfst du natürlich nicht anfangen, aber ich hoffe, dass das selbstverständlich ist...

    Zum Galopp an sich:

    Nicht runde um Runde fordern. Angaloppieren lassen nicht aus dem Renntempo, etwas flotter darf es aber natürlich sein. Galopp hilfe klar und deutlich, am Besten mit tendenz nach vorwärts vom Longenführer. Wenn das Pferd falsch oder im Kreuzgalopp anspringt, galoppieren lassen wenigstens ca eine halbe Runde. Die meisten Pferde merken sehr deutlich, dass das Unangenehm/Falsch war, kurz "ausfallen" lassen, dann gleich nochmal angaloppieren lassen.
    Max eine Runde am Stück. Lieber öfter angaloppieren lassen als zu lange. Unausbalancierte und junge Pferde bauen mehr Muskulatur und Kraft auf durch das Anspringen als durch das lange Galoppieren. Wenn möglich und Hilfreich auch gerne mal versuchen ganze Bahn zu gehen an der longe. Das erfordert etwas geschick vom Longenführer...

    Dieses Streitthema Ausbinder will ich jetzt nicht zum 10000 mal ausdiskutieren müssen.

    Aber wenn dann am Kappzaum dann Kappzaum mit Gebiss. Ausbinder im Gebiss, Longe am Kappzaum.
     
    melisse, Leo und PAweide gefällt das.
     
  5. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Ich war vorhin sehr kurz angebunden.

    Pferde, die von sich aus schon schlecht balanciert sind reite ich am liebsten im Gelände.
    Schritt und Trab, erst in den Spuren der Weg, dann zunehmend auf dem Barett.
    Draußen haben sie mehr go und müssen nicht dauernd durch Ecken manövrieren und dort um ihr GG kämpfen.
    Immer wieder Tempowechsel, gern alle paar Tritte.
    Ganz ganz regelmäßig umsitzen im Trab nicht vergessen!

    Irgendwann merkt man, dass die Händigkeit sich verbessert, die Spur auf dem Barett wird gehalten, die hohle Seite ist im Trab kaum noch spürbar, selbst wenn mal im Trab durch gestartet wird, werden sie nicht mehr so krumm wie ein Kringelshrimps sondern bleiben gerade.

    Wird Galopp angeboten nehme ich den an, fordere ihn aber noch nicht.

    Dann fange an mit Stellung und auch Biegung, stellen und auch Schulter vor kann man schön auf Waldwegen abfragen, biegen um Bäume, an Kreuzungen, auf Lichtungen.
    Immer wieder ins Vorwärts gehen lassen.

    Geht das alles willig und flüssig, installiere ich den Galopp.
    Gerne mit Führpferd, in Kurven und/ oder Bergauf, also so, dass es dem Pferd leicht fällt den gewünschten Handgalopp zu wählen.

    Manchen fällt es leichter aus dem Trab, schwere kurze Modelle tuen sich einfacher damit, aus dem Schritt anzugaloppieren meiner Meinung nach.
    Rammelt das Pferd rein anstatt sauber und ruhig anzuspringen, war es zu früh und man geht einen Schritt zurück.

    Platzarbeit mag ich erst ab dem Zeitpunkt, wenn ein Pferd die Linie auf dem Barett halten kann, ich persönlich bekomme sonst einfach ne Krise.
     
    Wanderreiter, melisse und Butterblume :)) gefällt das.
  6. kaawa

    kaawa Bekanntes Mitglied

    Grundsätzlich ist es eine gute Idee erst mal an der Longe an dem Problem zu arbeiten. Nur wirst bzw. solltest du dein Pferd dann an der Longe anfangs erst mal gar nicht galoppieren lassen. Den Galopp kannst du nämlich auch durch gute Schritt- und Trabarbeit verbessern bzw. vorbereiten - ohne dein Pferd überhaupt galoppieren zu lassen.

    Es ist offensichtlich nicht ausreichend gymnastiziert, um richtig angaloppieren zu können. Schlüssel zur Gymnastizierung ist die Biegung. Die erreichst du aber nicht dadurch, dass du deinem Pferd mittels Hilfszügeln den Kopf nach innen bindest. Deshalb kannst du getrost auf Hilfszügel verzichten. Erst recht, wenn dein Bauchgefühl auch dagegen ist. Den richtigen Galopp wird dein Pferd von selbst anbieten, wenn es soweit gymnastiziert ist, dass es richtig anspringen kann.
     
    melisse gefällt das.
  7. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    :lol: Ich glaube hier prallen grad drei Welten aufeinander.

    Galopp ist eine von drei ganz natürlichen Gangarten. Die meines Erachtens Jedes pferd kann. Wenn ein Pferd ständig im Kreuzgalopp anspringt, dann stimmt was nicht. Oftmals ist es evtl gefallen oder gestolpert dass im Rücken was zwickt. Dieses Zwicken kann ich evtl auch durch stellung und Biegung von dannen bekommen aaaaaber,

    meines erachtens ist richtiges stellen udn Biegen wesentlich schwerer, als das Pferd einfach wiederholt an der Longe angaloppieren zu lassen. Wennd as Pferd aber wiederholt angaloppieren soll/muss, erledigt sich oftmals auch so eine Blockade.

    Und nicht jeder hat den Mumm so ein junges ausbalanicertes Pferd ohne Installation von Rechts links gas bremse gleich in den busch zu nehmen. Hier wäre das ein Ding der unmöglichkeit weil wir schlicht die Wege dazu nicht haben.
     
    Leo gefällt das.
  8. kaawa

    kaawa Bekanntes Mitglied

    Was ist denn das? Ich kenn das Wort nur als Bezeichnung für eine Mütze.
     
    GilianCo gefällt das.
  9. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Ich persönlich longiere am Kappzaum/ Cavecon (das mag aber Glaubensfrage sein) und beschränke mich auch hier wenn ein Pferd wie von Dir beschrieben läuft auf Schritt- und Trabarbeit.

    Tempowechseltempowechseltempowechsel.
    Longe steht an, aber ich will kein Bizepstraining; annehmen, nachgeben, auf Fühlung in Verbindung stehen lassen würde ich es nennen.

    Ist die Kraft da, die Idee von Biegung verstanden, die Schulter frei beweglich und das Hinterbein aktiv, bieten sie den Galopp von selbst an und er wird Dir über die Vorarbeit hinterher geworfen.

    Lieber brauche ich mit meiner Herr gehensweise länger und habe ein Pferd das ruhig und korrekt bergauf in den Galopp springt, als ewig die Angst des Pferdes mit Rennerei weil sie dem Gleichgewicht hinterher rennen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2016
  10. Raketenerna

    Raketenerna Die geballte soziale Inkompetenz

    Ich schreibe zu langsam.

    Das Barett ist der Grasbewachsene Teil zwischen den beiden Fahrspuren.

    Und ja, wir haben hier unendlich Glück mit dem Gelände.
    Ich könnte wenn ich wollte (und noch reiten würde *haha*), bis zur Ostsee hoch.

    Das Pferd der TE ist aber auch gar nicht mehr so jung, oder?

    Und ausserdem führen doch viele Pfade nach Rom :)

    Edit: stimmt, ausdauernder Kreuzgalopp liegt auch oft genug an Rücken- oder Knieproblemen.
     
    GilianCo und melisse gefällt das.
Die Seite wird geladen...

Kappzaum and der Longe und wie ich ihn richtig benutze - Ähnliche Themen

stabiler kappzaum
stabiler kappzaum im Forum Ausrüstung
Einen passenden Kappzaum finden
Einen passenden Kappzaum finden im Forum Ausrüstung
Gebissloser Zaum/Kappzaum in Übergröße
Gebissloser Zaum/Kappzaum in Übergröße im Forum Ausrüstung
Kopf senken am Kappzaum klappt nicht
Kopf senken am Kappzaum klappt nicht im Forum Bodenarbeit
Kappzaum/Cavecon für Pony
Kappzaum/Cavecon für Pony im Forum Ausrüstung
Thema: Kappzaum and der Longe und wie ich ihn richtig benutze