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Klassische Arbeit an der Hand - Problem beim Erarbeiten von Travers

Diskutiere Klassische Arbeit an der Hand - Problem beim Erarbeiten von Travers im Bodenarbeit Forum; Meine Arbeit am und mit dem Pferd ergänze und unterstütze ich auch durch klassische Arbeit an der Hand. Nun bin ich gerade in folgender Situation....

  1. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Meine Arbeit am und mit dem Pferd ergänze und unterstütze ich auch durch klassische Arbeit an der Hand.
    Nun bin ich gerade in folgender Situation.

    Ursprünglich habe ich mir viel am Kappzaum erarbeitet. Allerdings kann ich inzwischen beliebig wählen zwischen Kappzaum, Halfter, Knotenhalfter, Trense oder auch Freiarbeit.
    Er hat schon eine ganz gute Basis.
    Arbeitet super mit. Manchmal noch etwas verspielt.
    Neigt dann auch mal dazu, einfach mal zu machen. Was ich dann natürlich nicht akzeptiere.
    Ich möchte die Lektionen und Übungen aufgrund der Hilfengebung haben. Nicht, weil er gerade Lust dazu hat. :)

    Soweit so gut.
    Schulterherein geht er inzwischen sehr sicher. Jederzeit mit leichtesten Hilfen abrufbar. Auf beiden Händen fast gleich. Bzw. kann ich das immer sehr schnell ausgleichen. Er ist da inzwischen sehr sehr ausbalanciert.
    Ich kann ihn dabei beliebig mehr oder weniger stark abstellen. (also von vorne 3 Beine oder 4 Beine zu sehen)
    Er zeigt "von sich aus" eine tolle Stellung und gleichmäßige Biegung durchs Pferd. Tritt schön unter den Schwerpunkt.
    Aktuell muss ich vermehrt "außen dran bleiben", damit er das mit Stellung und Biegung nicht übertreibt.
    Das ganze verlange ich in verschiedenen Tempi.
    Da er dazu neigt, eilig zu werden, lasse ich ihn teilweise auch mal Anhalten dazwischen und wieder antreten oder extrem langsam machen.
    Bisher alles im Schritt.

    Dazwischen dann wieder viel geradeaus. Oder an der Longe auf großem Bogen Trab und Galopp zum Ausgleich. Auch immer wieder Pausen. Er ist ja noch jung.

    Aktuell machen wir die ersten Tritte auch im Trab. Das braucht noch ein wenig Übung. Aber er versteht schnell.


    Nun zu meinem eigentlichen "Problem".
    Ich möchte auch mit dem Travers an der Hand beginnen.
    Er kann inzwischen schon recht sicher auf meine Hilfen hin mit der HH auf mich zutreten.

    Und nun kommen wir zum Knackpunkt. Sobald ich ihn mit der Hinterhand auf mich zu hole, stellt er sich um.

    Zunächst habe ich ihm gelernt, dass er auf meine Hilfe hin auf mich zutreten darf mit der Hinterhand. Ohne auf Stellung oder Biegung zu achten. Im zweiten Schritt wollte ich dann die Stellung vorgeben.
    Stellung gegen die Bewegungsrichtung geht problemlos. Stellung in Bewegungsrichtung nicht...

    Nun habe ich das ganze in der Folge aus dem SH heraus versucht.
    Also zB SH links.
    Ziel war, die bereits vorhandene Biegung nach links zu halten und die HH herein zu holen. Also einen ersten Schritt im "Travers" zu bekommen.

    Joah. Er kommt schon auf mich zu. Reagiert da gut. Stellt und biegt sich aber sofort um, als wollte er sofort ins SH rechts wechseln.


    Nun bin ich zu Plan B gewechselt. Halten. Stellung und Biegung leicht aufbauen im Halten. Und durch Signal an der äußeren Schulter einen Tritt ins Kurzkehrt zu gehen.
    Das klappt HALBWEGS. Aber nicht gut.

    Irgendwie sitzt das in seinem Kopf gerade so fest, dass das Hinterbein die Biegung bestimmt....


    Habt ihr Ideen? Wie würdet ihr das angehen?


    Meine Idee ist, dass ich die Schulter mehr kontrollieren muss.
    Also weniger über die HH gehen. Mehr über die Schulter.

    Was meint ihr dazu?
     
  2. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Vielleicht kommt er mit der Hinterhand zu stark rein für den Anfang? Dann tun sich viele schwer, die Stellung beizubehalten.
    War zumindest bei meinem anfangs ein Problem bei der Übung.
    Geholfen haben wirklich nur ganz wenige Tritte Travers und die auch nur minimal nach innen verschoben, gerne auf gebogener Linie, damit die Stellung schon da ist.

    So aus der Erfahrung raus tun sich viele leichter mit Schulterherein als mit Travers und neigen bei letzterem zu genau diesem umstellen. Hauptsächlich dann, wenn die bei der Geschichte die innere Schulter nicht oben lassen, sondern sich zu sehr auf selbige fallen lassen.
    Helfen tun sämtliche Geschichten, die die innere Schulter oben bleiben lassen in Wendungen etc.
    Und eben das Travers nur in minikleinen Schritten abfragen, sodass quasi gar net viel Zeit bleibt, sich umzustellen.
    Auf der Zirkellinie gehen, einen Schritt mit dem Hinterbein in die richtige Richtung abfragen, sofort gut sein lassen, weiter Zirkel. Noch ein Schritt, gleich wieder aufhören. Da reichts ja zu Beginn, wenn das Hinterbein auch nur minimal in diese Richtung denkt.

    Wenn richtig ausgeführt, hilft das dann wieder genau der inneren Schulter. Ich denke, das an der Stelle das Problem hockt, warum er sich da schwer tut.
     
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  3. ruffian

    ruffian Schimmelreiterin

    Mit Erfahrungen zum Erarbeiten von Travers an der Hand kann ich dir leider nicht behilflich sein, das habe ich noch nie selbst getan. Du schreibst, du erabeitest alles zunächst im Schritt. Ich habe beim Reiten tatsächlich noch nie Travers im Schritt, sondern immer im Trab erarbeitet und frage mich gerade, warum. Es ist so, dass die Stellung in Bewegungsrichtung für das Pferd offenbar leichter ist, wenn etwas Schwung dazu kommt. Das "vorwärts" bleibt selbstverständlicher und der Rhythmus der Bewegung hilft auch dabei. Vielleicht fällt es ihm an der Hand leichter aus dem Trab? Nur so eine Idee :)
     
  4. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Lore hat ja schon einiges geschrieben, das war auch der Punkt wo es bei meiner hakte und sie einen Knoten in den Kopf bekam.
    Meine tat sich dann wesentlich leichter von der Mittellinie zur Bande hin, statt an der Bande entlang oder aufm Zirkel.
    Dau habe ich sie aufgetrennt, also nicht nur Kappzaum, sondern LG Zaum oder normale Trense.So konnte ich etwas leichter die Schulter kontrollieren.
    Aber so wie schon gesagt wurde, ein richtiger Tritt und loben was das Zeug hält.Es hat gedauert aber mit einem Mal wußte sie plötzlich sicher was ich wollte und ab da waren auch mehrere Tritte kein Problem.

    Ich habe als Vorrübung sie immer wieder im Schulterherein halten lassen und antreten lassen, dass sie aufmerksam wartet was ich möchte und nicht davon stürmt. Sie kannte dazu auch Viereck verkleinern und vergrößern ohne dass ich die Seite wechsel.
     
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  5. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Danke Lore für deine Gedanken.

    Nee, nicht wirklich.
    Ich wäre schon für einen einzigen Tritt ohne Umstellen, selbst mit einfach nur gerade sein, glücklich.

    Anfangs ging das gar nicht. Inzwischen klappt es ab und zu mal, dass er zumindest für den Bruchteil einer Sekunde in der Stellung bleibt. Dann lob ich ihn natürlich wie verrückt.

    Ja genau. Das denk ich auch.
    Aber es läuft wirklich so ab. Ich gebe die Hilfe. Er "denkt" - kommt mit dem Hinterbein rein und nimmt zeitgleich den Kopf nach außen.

    Die Schultern sind frei. Die äußere sowieso. Aber auch die innere.
    Die Biegung kommt tatsächlich aus der Hinterhand.
    Ich fordere das Bein dazu auf, vermehrt unter die Mitte des Bauches zu treten. Dabei kippt sein Becken entsprechend leicht nach vorwärts abwärts. Also wie gewünscht. Es kommt zur Rotation durch den ganzen Körper. Auch wie gewünscht. Demzufolge hab ich dann Stellung und Biegung.
    Die Schultern sind beide locker und frei. Da achte ich drauf, weil es mir ja genau um dieses Training geht.

    Es ist eher wie ein, hm, Automatismus. Sobald ich das Hinterbein auffordere, dass dieses nun unter den Bauch treten soll, folgt der Körper...

    Ja genau.
    Dieses in diese Richtung denken ohne sofort umzustellen - dafür wäre ich schon megadankbar.


    Was er aber ungern macht bzw irgendwie noch nicht so drin hat, ist das Weichen der Schulter. Um so länger ich darüber nachdenke, um so mehr glaube ich auch, dass es an der Schulter hängt.

    Allerdings weniger am Gewicht drauf. Sondern mehr am kontrollieren und von mir bewusst bewegen lassen.


    Vielleicht sollte ich gerade mal weg von der HH. Und die Schulter hin und her verschieben? :reflect:


    Hm. Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen.
    Danke für den Gedanken!
    Ein weiterer Gedanke war, es an der Hand erstmal zu lassen und von oben zu erarbeiten. Aber irgendwie mag ich mich mit dem Weg als einzige Alternative nicht zufrieden geben :embarrassed:

    Ja, Zickzack hin und her. Viereck verkleinern und vergrößern. Alles easy. Ganz locker fluffig. Sowohl wenn ich vor ihm gehe und hin und her wechsle mit meinen Hilfen. Als auch neben ihm gehend mit Gerte über den Rücken als äußeren Schenkel.

    Das davon stürmen versucht er auch. Das regle ich dann genau wie du beschreibst. Halten lassen. Wieder antreten. Sehr sehr langsam gehen lassen. Seine äußere Schulter durch meinen Körper blockieren. Usw. Je nachdem.
    Auch Halten und Rückwärts für ein paar wenige Tritte. Dann wieder antreten im SH. Usw.

    Hier kann ich schon toll spielen.


    Ich werde ihn in jedem Fall nochmal genau beobachten. Speziell die innere Schulter. Ob sie wirklich so frei ist, wie ich bisher eigentlich glaub(t)e.
    Lieber noch mal geguckt.

    Trotzdem glaube ich eher an ein "noch nicht verstanden haben".


    Ich will ja diese neue Übung nicht zuletzt deshalb, dass er noch genauer zuhören muss. Dass er mehr gefordert wird. Dass er nochmal anders gymnastiziert wird.


    Gerne gerne weiter Ideen sammeln. :smile:
     
  6. gabi

    gabi Bekanntes Mitglied

    Linke hand. Schulter vor ohne Stellung. Dann die Stellung langsam erarbeiten. Oder aber Schenkelweichen und dann den rechten Zügel mehr annehmen. Mit der Gerte die Hinterhand begrenzen.

    *Bilder entfernt, da keine Quellenangabe möglich*
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. März 2019
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  7. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ich weiß nicht wie du die Hilfe begonnen hast. Also zum Druckpunkt, oder weichend. Das ist natürlich wichtig für deine Position. Ich will lieber weichen lassen, für mich macht das im Kopf mehr sinn und ich kann mich besser Positionieren. Daher arbeite ich eher wie @gabi das im Beispiel gezeigt hat auf dieser Seite und erarbeite mir also erst das Renvers, dann die Traversalen. Am leichtesten fällt es mir, aus der Ecke raus bzw in der Ecke eine Volte und aus der Volte. Verliere ich die Biegung, setze ich neu an zur Volte. Aus dieser Volte spielt es dann eigentlich keine Rolle mehr, wo ich das Travers ansetze.
     
    gabi gefällt das.
  8. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Genau den Beweggrund hatte ich auch, weil sie oft so übermotiviert ist und die Hilfen vorrausnimmt.Da ist einfach nochmal mehr Kopf gefordert.
    Werd auch nochmal morgen versuchen mich und sie genauer dabei zu beobachten was wir tun.Habe es schon eine Weile nicht gemacht und ist vielleicht garnicht schlecht es nochmal zu zerlegen. Vielleicht ist noch irgend ein Zwischenschritt dabei, den ich grad garnicht so fassen kann beim drüber nachdenken.
     
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  9. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    @gabi: Bitte Quelle(n) angeben - Danke!


    LG, Charly
     
    *FrogFace* gefällt das.
  10. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Ich glaub am wichtigsten sind dabei aber das vorwärts und nur zwei bis drei Tritte. Ja nicht mehr wollen, da es doch recht schwer ist.

    Gesendet von meinem Moto Z (2) mit Tapatalk
     
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