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Körpersprache usw. bei der Freiarbeit

Diskutiere Körpersprache usw. bei der Freiarbeit im Bodenarbeit Forum; Und mal ganz naiv gefragt: Wirken denn ein rein körpersprachliche Signale bei einem 24j. Pferd, das bisher nur konventionelle Kommandos kennt, so...

  1. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Dein Pferd kommuniziert - da ja hoffentlich nicht in Isolation gehalten - täglich per Körpersprache. Mit seinen Kumpels.

    Daß Du plötzlich Deinen Körper wieder „sinnhaft“ einsetzt, kann natürlich nervös machen nach so vielen Jahren.


    LG, Charly
     
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  2. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Nun ja, auch ich werde schon bisher "körpergesprochen" haben ...
    Kann denn tatsächlich ein etwas (!) anderes Agieren während ein paar Trainingseinheiten von jeweils 1/2 Stunde sowas bewirken ... ?
     
  3. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

  4. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    Ja, und 30 Minuten für den Anfang sind meiner Meinung nach schon zuviel!

    Mach das 3\5 Minuten...fertig!
     
  5. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Nochmal im Schnelldurchlauf ... ich hatte das einfach zusätzlich/statt der bisherigen Hilfen bei der normalen (1/2 stündigen) Arbeit eingesetzt. Und einfach geschaut, ob/was passiert. Aber im Endeffekt ggf. immer auf die bekannten Hilfen zurückgegriffen, um das "Lauf-Bewegungs-Programm" abzuarbeiten.

    Inzwischen habe ich aber gelernt/erkannt, dass das so nicht der sinnigste Weg gewesen ist ...
    Daher trenne ich die beiden Sachen erstmal.
    Und fange mit der "Nur-Körpersprache-Sache Just for Fun" überhaupt erst wieder an, wenn's Pferde wieder richtig relaxt ist.
    Ob das Tage oder Wochen dauert, man wird sehen ...
     
  6. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Wieso willst Du Dein Pferd denn so verwirren?
    Wenn Du die Kommunikation nicht grundsätzlich auf "pferdisch" machen willst, dann lass es doch einfach und mach weiter wie bisher. Wie soll Dein Pferd Dich denn vertrauensvoll verstehen, wenn Du immer wieder die "Sprache" wechselst?
    Wie soll es merken, ob Du gerade "pferdisch" sprichst oder nur Dein Körperklaus aus Dir spricht?

    Emmaxx, wenn Dir das nicht liegst, dann lass es. Oder mach mal eine Trainingseinheit bei jemandem, der es kann. Alles andere ist Murks und geht auf Kosten des Pferdes.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Jan. 2021
    sokrates, Pommes88 und Charly K. gefällt das.
  7. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    @emmaxx
    Was sagt dir denn dein Bauchgefühl, wenn du das Verhalten/die Reaktion so auf dich wirken lässt?

    Ich finde es toll, dass du da gerade so ein bisschen Interesse entdeckst. Und einfach mal probierst.

    Hab aber gleichzeitig gerade Sorge, dass du vor lauter hin und her springen Frust bekommst. Weil plötzlich gar nichts mehr geht.

    Und das wäre unfassbar schade!!!


    Es gibt so viele Wege, an dieses Thema ran zu gehen. Sieht man ja auch hier an all den Erzählungen.
    Und - man merkt es noch mehr an deinen eigenen Erzählungen.
    Du springst gerade von einem extrem zum anderen. Heute ein bisschen so. Neeee. Nicht so toll. Aaaaah. Nächster Ratschlag. Probier ich. Oh, auch nicht. Usw.
    Das kann ja nur Frust hinterlassen.


    Es ist gut, viele Informationen zu sammeln. Auch mal was auszuprobieren. Sich wieder besprechen. Andere Perspektiven zu hören. Usw.
    Und doch gibts den guten alten Spruch "viele Köche verderben den Brei".



    Nimm dir Zeit.
    Erstmal für dich.
    Was genau erhoffst DU dir?
    Was genau würdest DU dir wünschen?
    Was glaubst du, würde deinem Pferd gut tun? Genau diesem. Nicht dem vom Nachbarn. Oder meinem. Oder sonsteinem.
    Sondern genau diesem Pferd?
    Was reizt dich daran?
    Was macht dir/euch schon ein bisschen Spaß? Was weniger?
    Was bist auch du selbst für ein Typ? Welche Vorgehensweise liegt dir? Dann fang auch dort an!



    Du kannst auf so viele Arten ran gehen.
    Erst herkömmlich longieren/arbeiten (dabei sicher auch schon auf Körpersprache achten) - und die letzten 5-10 Minuten vielleicht noch frei.

    Oder mal eine ruhige halbe Stunde einfach ins Roundpen. Ungestört. Und sachte probieren. Gucken, was bietet Pferd an. Wie genau. Was passiert, wenn ich das und das mache. Warum guckt Pferdi jetzt so verunsichert? Woher kommen die Fragezeichen? Usw.

    Komplett unterschiedliche Wege. Einfach mal als Beispiel raus gepickt.

    Du kannst dir ein konkretes Ziel setzen. zB dass du dein Pferd heute zu dir einladen kannst. Es aufgrund deiner Körpersprache zu dir in die Mitte kommt.
    Oder du kannst einfach mal gucken, was das Pferd dir heute so anbietet.

    Was ist da richtig oder falsch? Man kann beides tun. Auch mal so, mal so. Nur am Anfang sollte man sich nicht verzetteln...

    Ich selbst muss mich oft vor lauter "ooooh, neugierig, ausprobieren" selbst zur Ordnung rufen und mich ganz bewusst erstmal auf nur sehr wenig konzentrieren.
    Ich neige dazu, immer alles auf einmal probieren zu wollen. Was dann halt einfach zu viel des Guten ist.


    Reagiert dein Pferd so verunsichert, sagt es dir ja was. Nämlich dass dein Verhalten doch so gravierend anders ist, dass es unsicher wird.

    Vielleicht fehlt die sonst sehr klare Führung? Und es ist noch unsicher, ob du wirklich das meinst was es versteht. Fühlt sich im Moment so ein bisschen "im Regen stehen gelassen" deshalb.
    Dann kann man entscheiden, ob man das einfach aushält und Zeit gibt. Oder ob man die eigene Kommunikation entsprechend anpasst. Indem man vielleicht mehr Führung durch mehr Nähe/weniger Distanz gibt. Oder wie auch immer.

    Vielleicht dosierst du zu wenig oder zu hoch?

    Vielleicht stimmt das Timing nicht so 100%. Vor allem bei der positiven Rückmeldung durch sofortiges Wegnehmen der Signale? Vielleicht sprichst du also zu lange weiter, obwohl die "Bestellung" längst angenommen wurde. Und sorgst damit für Verunsicherung.

    Vielleicht ist die Distanz zum Pferd zu gering oder zu groß?

    Vielleicht der Unterschied in der Körpersprache doch deutlicher als du denkst?


    Es gibt so viele Möglichkeiten. Die man von außen kaum beantworten kann. Erst recht nicht ohne Video oder so.

    Aber DU kannst die beantworten!!!
    Für dich!
    Und genau das ist ja das reizvolle.

    Deshalb wirklich: hör auf deinen Bauch.
    Versichere dich gerne mal, ob das sein kann. Ob du da richtig liegen kannst.
    Aber generell - hör auf deinen Bauch.
    Lass die Reaktionen auf dich wirken. Im Nachhinein. Reflektiere euer Tun.
    Lies bissl zu dem Thema. Auch, wie unterschiedlich die Wege und Ziele sein können.
    Aber bleib bei DIR dabei. Und bei DEINEM Pferd.
     
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  8. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Danke, Rio, für Deine ausführliche Betrachtung ...

    Ach, kurz gesagt: Das Pferd wird älter und daher rücken mehr und mehr andere Dinge als sportliches Reiten in den Fokus ... von denen ich mir eine erquickliche Bereicherung verspreche ...

    Und ja, ich habe das Ganze unterschätzt und uns beide überfordert, um nicht zu sagen überfallen.

    Plan jetzt erstmal s.o., und dann taste ich mich auf Mäusefüßchen an die Sache 'ran. :)
     
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  9. kaawa

    kaawa Bekanntes Mitglied

    Ich mache was und beobachte, wie das Pferd darauf reagiert. Ich nehme dabei an, dass das Pferd mir immer "richtig" antwortet. Ich analysiere also, was ich eben gemacht habe und welche Reaktion darauf erfolgt ist. Ist es eine unerwünschte Reaktion, dann muss ich damit aufhören. Ist es eine erwünschte Reaktion, kann ich versuchen, sie erneut zu provozieren. So finde ich heraus, wie ich agieren muss, damit mein Pferd wie gewünscht reagiert.

    Wenn man so will, ist es ein Dialog, bei dem das Pferd alle Antworten kennt und immer richtig gibt. Ich muss herausfinden, wie die jeweilige Frage dazu lautet, wie und wann ich sie stellen kann und welche Fragen ich nicht stellen möchte.
     
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  10. Corvus

    Corvus Aktives Mitglied

    Okay, Danke für die Rückmeldung. Teile davon kommen mir gar nicht so unbekannt vor. Ich bemühe mich aber noch, es im Ganzen zu verstehen, bzw wie das in der Praxis genau umgesetzt werdeb kann. Ich ziehe dafür wieder das Beispiel mit dem Hinterhand auf sich zu weichen lassen heran (weil es auch auf dem Video, das ihr mochtet, zu sehen ist): ich geh davon aus, für dich ist es keine Freiarbeit, wenn ich dazu beim ersten Versuch das Pferd mit dem Kopf gegen einen Zaun stelle (als Hilfe), seinen Kopf bisschen von mir wegdrehe (als Hilfe) und mit einer langen Gerte übers Pferd die Hinterhand antippe, bis das Pferd die richtige Antwort findet (tut es) und wir das anschliessend verfeinern (dazu müssen Pferd und Mensch sich gegenseitig lesen lernen). Wenn ich dich richtig verstanden habe, müsste ich für Freiarbeit dem Pferd ohne Vorarbeit mit meinem Körper sagen, es soll seine Hinterhand auf mich zu weichen lassen. Aber wie...? Und wieso ist das besser, als wie ich dem Pferd erklärt habe, was ich möchte? (Edit: ist jedenfalls mein Eindruck)
    (Da ihr es Frei"arbeit" nennt, geh ich schon davon aus, es gibt irgendein Ziel / eine Aufgabe, die ihr zusammen mit dem Pferd lösen wollt.)

    :-/ mir kommt es mir so vor, als würde man mir etwas Geheimes nicht verraten, darum bin ich auch bemüht, Fragen zu konkreten Situationen zu stellen, weil ich gerne was umsetzen / mitnehmen würde
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Jan. 2021
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