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konsequent gewaltfrei reiten - gute (Lehr-)Bücher, Denkanstöße zum allgem. Umgang

Diskutiere konsequent gewaltfrei reiten - gute (Lehr-)Bücher, Denkanstöße zum allgem. Umgang im Medien Forum; Hallo Leute, ich möchte hiermit ein (so glaub ich) neues Thema eröffnen. Anlass: als Jugendliche (13-15 J.) habe ich ca. 2 Jahre...

  1. Schmiddi81

    Schmiddi81 Neues Mitglied

    Hallo Leute,

    ich möchte hiermit ein (so glaub ich) neues Thema eröffnen.

    Anlass:

    als Jugendliche (13-15 J.) habe ich ca. 2 Jahre Reitunterricht auf Schulpferden in einem Reitverein gehabt.
    Theorie über die "klassische Reitlehre" habe ich nie erhalten; also alles nur learning by doing im Gruppenunterricht.
    aus finanziellen Gründen (durch die Trennung meiner Eltern) mußte ich dieses Hobby leider aufgeben.
    Mit 22-24 J. hatte ich 2 verschiedene Reitbeteiligungen; die zweite mußte ich wegen des Verkaufs des Pferdes aufgeben. Aus zeitlichen Gründen habe ich danach erst mal nicht weiter gesucht.

    Heute mit knapp 28 J arbeite ich daran mir meinen Kindheitstraum von einem eigenen Pferd im nächsten Jahr zu realisieren.
    Dressurreiten ist meine große Leidenschaft...

    Das brachte mich dazu entsprechende Fachliteratur zu lesen. (blablabla ich kürze es ab)

    ich habe in letzter Zeit einige Bücher (auch Artikel und Zeitschriften) zum Thema Pferd gelesen. u.a. zu folgenden Themen:

    - Pferdehaltung
    - Pferdekauf
    - Pferdeverhaltung
    - Umgang mit Pferden
    - Kosten, Krankheiten etc.

    Als absoluter Tiernarr war es mir schon immer wichtig, Tiere in Ihrer Eigenart zu respektieren und entsprechend ihres "Verhaltens" und ihrer Kommunikation mit Ihnen umzugehen.

    Somit war es mir wichtig herauszufinden "wie denkt bzw. funktioniert eigentlich ein Pferd"

    in diesem Zuge versuchte ich mir meine 2 Jahre Reitunterricht in Erinnerung zu rufen...

    folgende Fragen stellte ich mir:

    - wozu braucht ein Pferd ein "Gebiß" und tut das nicht weh? - Mir würde es wehtun, wenn ich so ein Metallteil im Mund hätte, und jemand ständig daran zerrt... wohlmöglich noch eine scharfe Kandarre...

    - geht's nicht auch ohne? Ist es für die Dressur nötig (nicht für Tuniere), brauche ich ein Gebiß um mein Pferd dazu zu bringen Lektionen richtig zu reiten? Mit Stellung und Biegung...Versammlung?

    - und dieses ständige Rumgehacke in die Rippen - auch ohne Sporen an meinem Körper eine grausame Vorstellung :no:

    - die Standardmaße einer Pferdebox... ca 12-15 qm... - mein Schlafzimmer hat 16 qm, meine Küche 15 und mein bad 8-10 qm.... und ich bin wesentlich
    kleiner als ein Pferd.....(sch...ssen, fressen, schlafen... alles in einem Raum ohne Klospülung in dem ich mich grade mal um die eigene Achse drehen kann..... suuuuper. :nah:

    Versteht mich nicht falsch !!! Ich will hier keinesfalls euch Pferdebesitzer kritisieren, die ihr genötigt seit, aufgrund des gewünschten Komforts einer Reitanlage mit Vollpension eure Pferde Tagein Tagaus in einer solchen Box einzustellen. Meine Kritik gilt vor allem denen, die HEUTE eine neue Anlage, bzw. neue Ställe bauen lassen mit den gleichen mikrigen Maßen... nunja-ab und an sind an diese ja noch klitzekleine Außenpaddocks angebracht... :eek2:

    Für mich käme eine solche Haltung für mein eigenes Pferd nur nicht infrage.
    Bei Offenställen ist meist das Problem, dass nur selten eine Reithalle oder ein (überdachter) Reitplatz zur Verfügung stehen, und viele Arbeiten selber verrichtet werden müssen. Vollpension mit allem Zip und Zap hab ich bei nem Offenstall noch nie gehört - Ausnahmen gibt's bestimmt...

    Die Literatur (u.a. I. Bender) über Pferdehaltung sagt einheitlich übrigens, dass die allseits übliche Boxenhaltung in Reitanlagen (u.a. mit Vollpension) nicht nur viel Geld für die erbrachte Vollpension kostet, sondern auch, dass die meisten Krankheiten dadurch bedingt sind. :yes:
    - wenig Bewegung
    - wenig Ruhe (denn auch Pferde schlafen ungern in ihren Exkrementen) ruhen also vermehrt im Stehen, weniger im Liegen als beispielsweise bei Offenstallhaltung

    Dadurch bedingt häufiger Gelenkprobleme, Steifheit, Lahmheit, durch mangelnde Bodenhygiene Hufkrankheiten etc.

    ebenfalls durch mangelnde Hygiene (durch stehen im eigenen Dreck und schlechter Stallbelüftung) Atemwegserkrankungen durch Ammoniakdämpfe etc.

    durch mangelnde soziale Kontakte dann auch Verhaltensstörungen, wie Koppen etc.

    :swoon:

    All diese häufig vorkommenden oben aufgezählten Krankheiten verhindern nicht nur diverse Stunden auf dem Pferd - sie erzeugen vor allem auch noch eine Menge Tierarztkosten....:frown:

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    Dies zum Thema Haltung - was sagt ihr dazu? :GEEK:
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    jetzt zum Thema "klassische Reitlehre"

    kurz und knapp::notworthy:

    egal wo und was man liest: Zeitschriften, Internet, Fachbücher... überall werden Problempferde beklagt...

    "mein Pferd macht dies und das... aber selten das was ich möchte"
    Horsemanship-Kurse sind stark im Kommen... neuer Sektor auf dem Arbeitsmarkt...Tendenz steigend... genauso wie Nannys und Tiernannys...


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    Wie seht ihr das? :spinny:

    ich muß zugeben - es gibt ne Menge Bücher zum Thema Pferd -

    welche habt ihr gelesen ?

    Was haltet ihr von diesen Büchern? Welche würdet ihr weshalb empfehlen?

    -------------------------------------------------------------------------------------

    wer von euch hat folgende Bücher gelesen? und was haltet ihr von Ihnen?

    "the bitless-bridle" - gebisslos reiten - konsequent gewaltfrei reiten

    "mit Pferden Tanzen" - Versammlung am losen Zügel - von Hempfling

    (wenn euch meine Meinung nicht abgeschreckt, oder verärgert hat, sondern ich euch vielleicht zum Nachdenken gebracht und neugierig gemacht habe, lest diese Bücher !!!)

    demnächst werde ich "Finger in der Wunde" von Heuschmann lesen. Ich verspreche mir darin eine ähnliche Kritik an den heutigen FN-Methoden bzw. der "klassischen Reitkunst" (und was mittlerweile daraus geworden ist) zu finden?

    Kennt ihr das Buch schon? werden meine Erwartungen erfüllt?

    Welche guten Bücher alternativ / bzw. abweichend der heute gängigen gewaltsamen Methoden ein Pferd auszubilden kennt Ihr?



    Ich bin auf eure Kommentare gespannt !!!!

    LG

    Die Schmiddi :wub:
     
  2. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Hallo Schmiddi,

    ich persönlich kann Dir zum Thema reiten sehr das Buch von Racinet ans herz legen:Feines Reiten in der Französischen Tradition der Legerete
    Hier wirst Du denke ich Anhaltspunkte finden, dass es auch möglich ist mit Gebiss, sei es Trense oder Kandare Pferdefreundlich zu Reiten. Die Ausrüstung ist mE zweitrangig, wenn die Einstellung des Reiters passt.

    Dann kann ich sagen, finde ich es hervorragend, dass Du Dich in der Theorie so umfangreich mit dem Thema auseinander setzt, BEVOR Du Dir ein eigenes Pferd zulegst.

    Zum Thema Haltung: hast Du Dich schon mal mit LAG-Ställen auseinander gesetzt. ME sind das hervorragende Haltungsmöglichkeiten für Pferde, nur leider sehr dünn gesät und auch nicht billig, wenn sie gut angelegt sind.

    Auf den Weg geben möchte ich Dir aber noch eins: bei allem theoretischen Wissen (und es ist gut, dass Du das hast) darfst Du auf keinen Fall die Praxis außer Acht lassen. Nach Deiner Schilderung würde ich Dir empfehlen, vor der Anschaffung des ersten eigenen Pferdes evtl doch noch mal eine Reitbeteiligung zu nehmen (vielleicht suchst Du nach einem Stall, der deinen Ansprüchen an die Pferdehaltung genügt und fragst dort, ob jemand eine RB suchst) damit Du ganz in Ruhe und ohne Druck noch ein wenig mehr Routine in der Praxis bekommst.
     
  3. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent


    Zu Punkt 1: Daran scheiden sich wirklich die Geister. Die Pferde, die gut geritten werden, öffnen freiwillig ihr Maul, um das Gebiß aufzunehmen. Sie verbinden keinen Schmerz oder Unangenehmes damit.
    Hier wurde eben NICHT gezerrt und gerissen, dazu ist das Gebiß nicht da!!!

    zu Punkt 2: doch, mit einem entsprechenden Zaum und einem guten Reiter (!) kann man ein Pferd bis zu einem gewissen Niveau auch dressurmäßig reiten, stellen und biegen. Hierzu eignet sich z.B. das Sidepull. Allerdings sollte es nicht in konstanter Anlehnung benutzt werden. Hier kommen dann Elemente des Westernreitens zum Tragen.

    zu Punkt 3: KEINEM Pferd sollte permant in die Rippen gehackt werden (ich tu es jedenfalls nicht!) ! Das zeugt von schlechtem Reiten!

    zu Punkt 4: Deshalb halte ich meine Pferde im Offenstall, mit großer trockener Auslauffläche und Weidezugang im Sommer. Reine Boxenhaltung ist für mich und die meisten User hier Tierquälerei. Was evtl. noch vertretbar wäre, ist nachts Box, tagsüber (10-12 Stunden) Auslauf in Gruppenhaltung.


    Du bist offenbar stark geprägt durch deine "Kindheitserlebnisse", daß dich solche Fragen beschäftigen.
    Ich schließe mich LEO an, suche dir eine RB in einem Umfeld, wo die Haltung okay ist, nehme Reitunterricht bei einem GUTEN Reitlehrer/ Westerntrainer, ehe du dich in das Abenteuer "eigenes Pferd" stürzt! Theoretisches Wissen ist immer gut, aber die Praxis darf nicht fehlen!
     
  4. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Also erstmal super, dass du dich so intensiv mit dem ganzen Thema auseinander setzt, bevor du dir ein Pferd kaufst!

    Und wie du sind hier viele, die nach echten Alternativen suchen (du solltest dich hier auch einfach mal bißchen umschauen; gibt schon viele einschlägige Threads...)

    Ergänzend zu dem, was Leo und Wanderreiter schon geschrieben haben, möchte ich noch folgendes "los werden" :1:
    1. zum Thema Gebiss: eine gebisslose Zäumung ist noch lange keine weichere, schonendere, pferdefreundlichere Zäumung!
    2. ebenfalls zum Thema Gebiss: wie Wanderreiter schon schreibt tut ein Gebiss bei vernünftiger Handhabung dem Pferd nicht weh! Statt dessen kann ein Gebiss (und das ist auch Sinn und Zweck!) dabei helfen, die Kommunikation zwischen Reiter und Pferd einerseits sehr präszise, damit aber auch von der Hilfengebung her sehr minimal werden lassen (einfach, weil das Pferd bei guter Hilfengebung die feinen Unterschiede sofort merkt und weiß, was du als Reiter willst). Vermeintlich "weichere" Zäumungen "verwaschen" die Hilfen gerne, was im Endeffekt dazu führen kann, dass du wesentlich mehr aktiv werden mußt, um dem Pferd klar zu machen, was du eigentlich willst.
    In meinen Augen sollte die Lösung sein, eine passende Zäumung für`s Pferd auszusuchen. Und dann eben an der Hilfengebung (Sitz, Handhaltung, etc) des Reiters zu arbeiten!
    3. zum "Rumgehacke in den Seiten": ich denke, das ist eigentlich in keiner Reitweise erwünscht; Und unterm Strich erreichst damit auch nichts- ausser, dass das Pferd immer mehr abstumpft und noch weniger reagiert. Andererseits ist`s natürlich so, in dem Moment, wo ich als Mensch beschließe, das Pferd als Reittier zu nutzen, ist es auch notwendig, sich verständlich zu machen.
    Sprich: will ich an der nächsten Kreuzung links rum, muss ich wissen, wie ich mein Pferd dazu bringe. und das geht nur dann ohne gezerre und geziehe, wenn ich mich vorher mit meinem Pferd auf eine Kommunikation geeinigt habe.

    Noch dazu finde ich, dass auch ein gutes Maß an Gymnastizierung und Muskelaufbau-Training zwingend dazu gehört, wenn ich mein Pferd reiten will. Denn ich muss dafür sorgen, dass das Pferd trotz Reiten gesund bleiben kann.
    Denn eines ist ja wohl mal klar: jede Form von Pferdehaltung und erst Recht von Reiten ist wider die Natur!
    In dem Moment, wo ich mein Pferd einsperre (auch wenn`s Offenstallhaltung ist) ist das nicht mehr wirklich natürlich und damit ersteinmal eine Einschränkung für`s Pferd.
    Wenn ich mich dann auch noch drauf setze, werden alle Gelenke und Muskeln des Pferdes völlig anders belastet als natürlich vorgesehen! Und entsprechend muss ich als Reiter vorsorgen.

    4. zur Boxengröße:
    ich glaube nicht, dass die Boxengröße das Drama ist -sondern viel mehr, dass das Pferd heutzutage meist gar so viel Zeit dort verbringen muss!
    Früher war Ständerhaltung üblich. Und die Pferde waren fitter als heute! Einfach weil die Pferde meist wirklich nur in der Nacht dort waren. Tagsüber haben sie auf dem Feld oder vor der Kutsche gearbeitet!
    Heute muss man insofern umdenken, als dass man den Tieren einfach mehr Bewegung draussen ermöglicht.

    Ach ja, ein Thema, bei dem man tausend Sachen zu schreiben hätte :yes:
    Sind ja auch eigentlich viele Themen in einem Thread...

    Übrigens, die Idee mit einer RB find ich super! Da kannst erstmal noch paar praktische Erfahrungen sammeln, bevor du dich auf`s Abenteuer Pferdekauf einläßt...

    Nur noch so abschließend als Denkanstoß:
    Auch im alternativen Bereich ist nicht alles Gold was glänzt.

    Und im "herkömmlichen" Bereich ist vieles nicht so gedacht, wie`s auf den ersten Blick scheint bzw wie man`s oft leider sehen muss....
     
     
  5. Chilly

    Chilly Inserent

    Hi,

    "Mit Pferden Tanzen" habe ich selber, muss aber sagen, dass ich es nur bedingt empfehlen kann: Es ist wie mit allen Reitweisen/Reitlehren: Man muss das nur übernehmen, was einem passend und logisch erscheint. Hempfling beschränkt sich leider in vielen Abschnitten darauf die "englische Reitweise" und alles was dazu gehört grundlos zu beschimpfen. Ergänzend zur Dressur würde ich noch von Michael Strick "Denksport Reiten" empfehlen. Auch da sind einige gute Anhaltspunkte drin (Und andere Reitweisen werden nicht schlecht gemacht!), es geht da hauptsächlich um die Ausbildungsskala, die wird Dir immer und überall wieder begnen! Das Buch von Racinet (was Leo empfiehlt) ist ebenfalls sehr hilfreich! War selber ganz begeistert davon.:yes:

    Ansonsten würde ich Dir auch raten: Such die wieder einen Reitstall oder eine RB mit möglichkeit auf Reitunterricht. In manchen Ställen hat man auch die Möglichkeit alles rund um Pflege, Ausbildung, etc. zu lernen! (Auch der Basispass ist da sehr hilfreich, weil man dem Vorbereitungskurs sehr viel lernen kann (und den RL auch mal richtig Löcher in den Bauch fragen kann), oder hast Du den schon?).

    LG
     
  6. Schmiddi81

    Schmiddi81 Neues Mitglied

    Hallo Leute,

    Schön, dass sich schon einige geäußert haben ! Ich hatte mich bemüht den "Auftakt" nicht allzu sehr in die Länge zu ziehen, aber das hat offensichtlich doch zu einigen Unklarheiten geführt. Hier nochmal einige Erklärungen:

    zum Thema "Rumgehacke" - ich finds schrecklich und mache das selber nicht... allerdings hab ich das oft in Reitställen gesehen :mask:

    ich finde es erschreckend, wieviele "unwissende" Jugentilche bereits ein eigenens Pferd haben. Ein Pferd zu besitzen bedeutet weit mehr als zu wissen wie man sich im Sattel hält ....

    Zu Thema MEIN EIGENES PFERD:

    Wir planen den Kauf eines alten Bauernhofs mit Pferdehaltung (Offenstall) in 2010.
    Bau (wenn nicht schon vorhanden) eines Reitplatzes mit Überdachung (Reithalle bauen is viel zu teuer :1:)
    Reitlehrer wird zur Not angagiert, wir suchen eine Immobilie möglichst nah an einem Reitstall (vielleicht ist dann der Reitplatzbau auch nicht nötig)
    3 eigene Pferde (Mutter, Vater, Kind :1:) plus eventuell 2-3 Pensionspferde aus der Nachbarschaft...

    und VORHER werd ich selbstverständlich "üben" :biggrin:
    Bin auf der Suche nach einer geeigneten Reitbeteiligung mit Unterricht, sollte ich so schnell nicht fündig werden, dann meld ich mich in den nächsten Wochen in einem Reitverein mit Schulbetrieb an. - Is doch klar... aus Büchern kann man ne Menge lernen, aber beim Thema Pferd gehört ne Menge Praxis dazu.

    das BITLESS BRIDLE werd ich auf jeden Fall kaufen. Und Hempflings Methoden werde ich auch versuchen (das Buch ist zwar nicht perfekt, und Hempfling schweift sehr gerne ab, ABER ich bin fasziniert !!! Diese Art der zwanglosen und Gewaltfreien Kommunikation find ich unglaublich - wenns funktioniert; Reiten nur durch Gewichts- und Schenkelhilfen - genial . VERSAMMLUNG AM LOSEN ZÜGEL - nur fliegen ist schöner ;-) !!!

    Für interessierte: das Buch ist zwar schon alt, aber bei ebay oder amazon kann man das gebraucht bekommen.

    ICH FREU MICH AUF MEIN EIGENES PFERD

    geht doch bitte mal auf www.gebisslos-reiten.de

    Zum Thema "Gebisse" und deren NEGATIVE Auswirkungen aufs Pferd gibts übrigens eine Studie! wird auf der homepage angerissen.

    das Buch "Feines Reiten in der französischen Tradition der Légèreté" steht übrigens neben "Finger in der Wunde" ganz oben auf meiner Kaufliste.

    Das Buch zum BITLESS BRIDLE habe ich gelesen, und obwohl doch sehr hart und vehement die Verwendung von Gebissen kritisiert wird (genauso wie Hempfling dies bei der Klassischen Reitkunst tut) und obwohl ich aus fehlender eigener Erfahrung was dazu sagen könnte - ich bin überzeugt !!!
    Das Buch zu lesen ist nicht unbedingt notwendig, die Infos auf der homepage reichen im Grunde um für 5 € so ein DIng mal zu testen !!!

    Falls ich was vergessen habe hole ich das nach !!!

    LG

    Die Schmiddi
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Feb. 2009
  7. Merle007

    Merle007 Inserent

    Erstmal: ich finde es sehr gut, dass du dich mit dem Thema auseinander setzt.

    Aber ich hab auch ein großes ABER. Und zwar zum Thema gebisslos reiten. Auch da ist es nichts anderes wie mit de Gebissen! Der Umgang damit ist entscheident.
    Ich bin meine Stute selbst einige Zeit mit Baby-Hackemore (war nur ein breiter Lederriemen, mit ganz kurzen Anzügen) und Sidepull geritten, weil sie die Wolfszähne raus bekommen hat. Mein Pferd löuft darauf genauso schön wie mit einem Gebiss.
    Aber ich hab bei uns im Stall auch schon bilder mit gebisslosen Varianten gesehen dass es mir den Magen rum gegedreht hat. Ein Hackemore, bei dem der Kinnriemen stramm angezogen wurde und als die Zügel aufgenommen wurden, haben Anzüge und Zügel eine Linie gebildet.
    Was ich damit sagen will, man kann einem Pferd mit einer gebisslosen Zäumung genauso Schmerzen zufügen wie mit einem Gebiss.

    Wenn ich mir meine Stute anschaue, denk ich nicht das ihr das Gebiss unangenehm ist. Sie macht breitwillig ihr Maul auf wenn ich damit komme, hat dies beim Reiten immer schön geschlossen (und das nicht, weil der Sperrriemen zu gezerrt ist). Wenn ich mit weicher und unabhängiger Hand reite bereite ich dem Pferd damit keine Schmerzen.
     
  8. Schmiddi81

    Schmiddi81 Neues Mitglied

    LEUTE LEUTE LEUTE !!!!

    Mit gebisslos reiten meine ich NICHT DIE "SCHARFEN" GEBISSLOSEN ALTERNATIVEN !!!!! BITTE, geht auf die Homepage !!!!

    ich rede hier weder von Hackemore, Sidepull und wie sie alle heissen !!!!

    Bitte, ich will hier keine Werbung machen, und ich habe mit diesen Leuten auch nix zu tun, ich bin durch zufall auf diese Seite gekommen, bzw. auf das Buch !!!

    Nehmt euch 20 Minuten Zeit und lest !!!!


    www.gebisslos-reiten.de
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Feb. 2009
  9. Leo

    Leo . Mitarbeiter

    Schmiddi, sorry ob der Druck aufs Maul geht oder auf Genick, Ganaschen und Nasenrücken, wo ist da der Unterschied? Das Teil arbeitet nach dem Seilzugprinzip und das ist mE auch mit einer Hebelwirkung zu vergleichen.
    Ich kann auch mit nem BB ein Pferd sauer oder Zügellahm reiten.
    Was ich meine ist, egal was Du benutzt, es kommt drauf an WIE Du es benutzt.
    Was für Dich und Dein zukünftiges Pferd in Frage kommt, solltest Du davon abhängig machen, worauf Dein Pferd am besten reagiert, womit es am entspanntesten läuft.
    Wenn das ein Stangengebiss ist, warum nicht? Wenn Du damit vorsichtig umgeht ist es doch ok.
    Leg mal nem Pferd, was inkompetent mit ner Serreta behandelt wurde irgendwas an, was Druck auf die Nase macht....
    Dann wirst Du sehen, das auch ein gebissloser Zaum für Stress sorgen kann.
    Das meinte ich mit Theorie und Praxis.
    Und nur weil wir heir vermutlich alle mehr Praxiserfahrung habe als Du heisst das noch nicht, dass wir die Theorie völlig außer acht lassen.
    Grade in diesem Forum gibt es sehr viele User, die sich regelmäßig belesen, weil sie ihrem Pferd das Beste wollen.
    Aber man muß halt beides zusammenbringen.
     
  10. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Leo, soweit ich das rausgelesen habe, gehts Schmiddi darum, dass Gebisse allgemein schlecht fürs Pferdemaul sind - egal ob man daran zieht und zupft oder obs bloß im Maul liegt. Sie hat irgendwas von einer Studie geschrieben, in der die negative Wirkung eines Gebisses aufs Pferdemaul "nachgewiesen" wurde - die Studie kennen wir doch... ;)

    @ Schmiddi: Lies dich hier mal durch, das Thema "ist ein Gebiss schädlich fürs Pferd usw" hatten wir nämlich schon. Ich glaub, das brauchen wir hier nicht nochmal durchdiskutieren.... ;)

    http://www.reitsportforum.de/showthread.php?t=16094&highlight=gebiss

    Ansonsten bleibt mir zu sagen, dass ich es zwar toll finde, wie du dich ins Thema Pferd "einarbeitest" und was du alles so planst...
    Aaaaaber: für mich hört sich das im Moment ein bisschen nach der "rosaroten Brille" an.
    Ich glaube, so ziemlich JEDER von uns würde seinem Pferd gerne eine optimale Haltungsform bieten. Wenn ich hier in der Nähe einen LAG-Offenstall zur Auswahl hätte würde mein Pferd morgen da hinziehen...
    Leider sind in der Realität erstens nicht überall perfekte Ställe, zweitens ist nicht alles für jedermann bezahlbar und drittens gehts leider oft nicht so, wie man es gerne optimalerweise hätte...
    Ausserdem geh ich mal davon aus, dass auch gerne jeder "gewaltfrei" und locker mit seinem Pferd umgehen möchte, genauso wie viele gerne ihre Pferde am langen Zügel und ohne großartige Hilfen versammeln möchten....
    Manchmal geht es aber eben nicht so, wie man es gerne hätte.

    Das nur mal so als "Denkanstoss" meinerseits.
     
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