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Korrekte Hilfengebung

Diskutiere Korrekte Hilfengebung im Allgemein Forum; Hallo Leute, ich habe nun endlich einen Platz bei einem Reitverein in meiner Unistadt bekommen und war dort bisher zu 2 Longestunden. Die...

  1. Horsesunfun

    Horsesunfun Neues Mitglied

    Hallo Leute,

    ich habe nun endlich einen Platz bei einem Reitverein in meiner Unistadt bekommen und war dort bisher zu 2 Longestunden. Die Reitlehrerin wollte mich erstmal kennenlernen und meine Fähigkeiten testen, was ich auch echt super finde, sie hat mit mir gute Sitz- und Kräftigungsübungen an der Longe gemacht.
    Jetzt meinte sie, dass sie mich eigentlich schon eher in einer Abteilung sähe. Ich habe total Angst, dass ich das nicht hinbekomme, da sie mich zum Abreiten von der Longe gelassen hat und meinte, die Bahnregeln kennst du ja. JA, die kenne ich, aber als dann Links vor Rechts angesagt war, schaffte ich es nicht, auf den 2. Hufschlag zu wechseln.

    Zuhause hatte ich ein Pony, das sich auch mit bloßer Gabe von Zügelhilfen lenken lies, hier muss ich wohl sämtliche Hilfen in Kombination anwenden, aber die bereiten mir extreme Schwierigkeiten, die Theorie kenne ich, in der Praxis sieht das leider ganz anders aus.
    Vielleicht klappt's in der Praxis auch nicht, weil mein alter RL es mir falsch erklärt hat?! Ich weiß es leider nicht.

    Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? Wie habt ihr die richtige Hilfengebung gelernt? Ist das nicht ein wenig blöd in einer Abteilung, wenn man frei reitet, aber letztendlich doch nur hinterher trottet, weil man das Pferd nicht "im Griff" hat? Ich hab totale Angst davor, mich dort zu blamieren. :(
    Wäre schön, wenn jemand gute Tipps auf Lager hätte. :)
    Liebe Grüße
     
  2. Das klingt jetzt patzig, ist aber nicht so gemeint:
    Du wirst einfach reiten lernen müssen :)

    Leider ist es nicht damit getan, Hilfen erklärt zu bekommen, die Koordination ist eben das Schwierige. Und wenn dein früheres Pony nur auf Zügelzug vom Hufschlag abgebogen ist, hat es auf falsche Hilfen reagiert.
    Die Zügelhilfe muss die deutlich schwächste Hilfe sein und darf niemals ohne die anderen Hilfen gegeben werden.
    Also: üben.
    Deine RL wird dir beim Lernen helfen, dafür ist sie da :)
     
    NaBravo, ulrike twice und sarah2010 gefällt das.
  3. Horsesunfun

    Horsesunfun Neues Mitglied

    Ja, dass das die "leichteste" der Hilfen sein sollte, das habe ich auch gelernt, wobei der RL immer extrem auf Biegung etc. geachtet hat und mit mir und dem Pferd gebogen durch die Halle marschiert ist, aber gelernt habe ich da gar nichts, bin echt froh, da weg zu sein.
    Wie lange hat es denn bei dir gedauert, bis du das alles hinbekommen hast?

    Mal etwas nebenbei, soll ich, bevor ich mich festlege, vielleicht auch noch die anderen Höfe in der Umgebung testen?
     
  4. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Die Frage ist schwer zu beantworten, sind wir doch eigentlich alle und für immer unser Reiterleben damit beschäftigt, die Hilfengebung zu verbessern. Das hört ja nicht auf, wenn man selbstständig lenken und Gangarten bestimmen kann. Es kommt immer mehr dazu und man fühlt sich immer und immer und immer wieder wie ein Depp, das ist einfach so, da muss man durch.

    Zum Abteilungsreiten - da ist es wirklich wichtig, dass man selbst und selbstständig reitet. Vom nur hinterhertrotten lassen lernt man wirklich nicht viel. Das kann man überprüfen, indem man selbst den Abstand verändert oder die Wege (z.B. in den Ecken oder auf dem Zirkel) anders reitet als der Vordermann.
    Bei gutem Unterricht ist aber viel Bewegung in der Abeilung, jeder ist mal vorne, mittig oder hinten, das kann man auch in der Stunde leicht wechseln, mal muss nur der erste was alleine machen und hinten aufschließen, dann der zweite usw., oder man dreht die ganze Abteilung um, man lässt hintere innen dran vorbeireiten, man kann alle fächern, da gibt es endlos Möglichkeiten, auch in dieser sortierten Form des Reitens jeden einzelnen zu fördern. Wenn immer das gleiche Pferd vorläuft und der Rest geistesabwesend hinterherlatscht, hinterfrage mal, ob du da wirklich was lernst.
     
    sokrates gefällt das.
     
  5. Der RL hat dein Pferd sicher nicht von unten gebogen, bestenfalls gestellt.
    Stellung findet im Hals statt, Biegung im Rumpf. Stellung ohne Biegung ist möglich, nicht aber Biegung ohne Stellung. Ein Pferd zu biegen ist auch sicher keine Aufgabe für einen Anfänger, weil das ein Zusammenspiel der Hilfen erfordert.

    Beim Reiten lernt man nie aus.
    "Alles hinbekommen" tu ich bis heute nicht.
    Bis man aus dem Gröbsten raus ist, dauert es je nach Güte des RU, Reithäufigkeit, Ausbildung der Schulpferde, Talent...mehrere Monate bis etwa zwei Jahre, würde ich sagen.

    Die anderen Höfe auch zu testen, ist sicher auch sinnvoll, wenn du jemand Erfahrenen an deiner Seite hast, der dir bei der Beurteilung hilft.
     
    ulrike twice gefällt das.
  6. Horsesunfun

    Horsesunfun Neues Mitglied

    Ich weiß noch gar nicht, wie die Abteilungen dort so sind, ich denke aber, es ist wie bei meinem alten Stall. Jeder ist selbstständig geritten, in großen Abständen, tw auch auf der anderen Hand, jeder durfte sich ein wenig ausprobieren, indem er Tempiwechsel oder halten oder verschiedene Bahnfiguren geübt hat, dann aber auf der gleichen Hand, wie die anderen oder auf dem 2. Hufschlag.
    Ich habe bloß die Befürchtung, dass ich das nicht gebacken kriege und somit ungewollt den anderen hinterher gehe. Aber wie soll man das Üben? Einzelstunden nützen ja auch nichts, wenn noch private Reiter in der Halle sind...
     
  7. Dann war das kein Abteilungsreiten in deinem alten Stall, wenn alle durcheinander geritten sind.
     
  8. Horsesunfun

    Horsesunfun Neues Mitglied

    Nicht? Ich habe keine Ahnung, wie gesagt, ich bin ein fortgeschrittener Anfänger oder sowas in die Richtung, ganz blutig nicht mehr, aber ein Rohdiamant, der noch gut geschliffen werden muss :D
    Ich empfand das immer als sehr angenehmen Unterricht, weil man dann selbstständiger arbeiten konnte.
    Am Anfang war es mehr in Richtung Abteilung, da sind wir mit 3 Pferdelängen Abstand geritten, ich voraus und wir mussten alle das gleiche machen.
    Ich weiß nicht, was das andere war und wie es dort sein wird.
     
  9. Horsesunfun

    Horsesunfun Neues Mitglied

    Ich melde mich nach ca. 6 Monaten Unterricht mal zurück. :D
    Mittlerweile klappt vieles schon ganz gut, am Anfang der Stunde geht auf dem Zirkel Reiten immer ganz gut, bloß wenn die RL dann den Zirkel fordert und noch sagt "schön die innere Wade ans Pferd bringen, leicht das rechte Auge sehen wollen und die äußere Schulter ein wenig nach vorne bringen wollen" dann hört bei mir alles auf, ich vergesse den äußeren Zügel und auf dem Zirkel Reiten funktioniert dann kein Stück mehr. Im Galopp klappt das komischerweise dann wieder. Dafür kann ich wunderbar Schulterherein reiten, aber das ist ja nicht das erwünschte Ziel. :D
    Habt ihr irgendwelche Tipps, wie man Hilfengebung Zuhause ein wenig üben kann? Also Bewegung in Hüfte und Becken und was eben so wichtig ist, um gebogene Linien zu reiten? Ich wäre euch sehr dankbar.
     
  10. Wüsten_Rose

    Wüsten_Rose Mitglied

    Hallo erst mal! :)

    Also ich habe ja auch erst in diesem Frühjahr wieder mit dem Reiten angefangen und kann dich sehr gut verstehen! Die richtigen Hilfen aufeinander abzustimmen ist schon sehr schwierig und es kommt ja auch immer auf das Pferd an. Bei uns z.B. reite ich in jeder Stunde ein anderes und muss mich dann demnach einstellen da jedes anders auf die unterschiedlichen Hilfen reagiert. Und selbst dann ist es manchmal noch Tagesform abhängig wie gut das Pferd das gewünschte umsetzt. Wenn es dann nicht so läuft frage ich mich dann immer: habe ich was falsch gemacht, versteht das Pferd mich nur einfach nicht, oder hat es einfach keine Lust? Ist schwierig das zu beurteilen, da man sich selbst ja auch nicht ständig dabei beobachten kann, obwohl ich mir da nichts vormache - zu 95% wird es höchstwahrscheinlich an mir liegen ;-)

    Mit dem Zirkel habe ich auch lange Probleme gehabt, aber mit jedem Mal üben klappt es eigentlich besser. Leider fallen mir keine Übungen für zu Hause ein, denn um zu wissen ob es so richtig ist brauchst du wiederum den Partner Pferd, der dir sagt ob du es richtig machst oder nicht. ;-)
    Für mich ist momentan das schwierigste das Pferd abseits der Bande einzurahmen und mit beiden Beinen und den Händen/Zügeln gleichzeitig Impulse zu geben. Aber ich habe ja Zeit das zu verbessern und das wird wohl auch immer besser werden. ;-)

    Viele Grüße
    Wüsten_Rose
     
    Flauschball gefällt das.
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