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Lahm nach Hufschmied, wie weiter verfahren?

Diskutiere Lahm nach Hufschmied, wie weiter verfahren? im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo, mein Pony läuft jetzt seit 7 Jahren barhuf, obwohl er eine recht dünne Sohle hat und tendenziell eher kurze Hufe eigentlich auch ohne...

  1. Die_Meier

    Die_Meier Aktives Mitglied

    Hallo,

    mein Pony läuft jetzt seit 7 Jahren barhuf, obwohl er eine recht dünne Sohle hat und tendenziell eher kurze Hufe eigentlich auch ohne nennenswerte Probleme, nur einmal vor ca. 5 Jahren war er nachdem ein neuer Hufschmied seine Hufe gemacht hat, lange Zeit lahm, weil er eine Lederhautentzündung hatte.
    Ich habe es danach immer so gehalten, dass ich den Hufbearbeitern immer eingebläut habe, bloß nicht an der Sohle herum zu schneiden und Termine immer so im Abstand von ca. 9 Wochen gemacht habe und es gab danach keine derartigen Vorfälle mehr, was aber sicher auch daran lag, dass ich bisher in einem Stall mit eher weichen Böden (auch im Gelände) stand...bis jetzt :-(

    Im Februar mussten wir uns nach einem Stallwechsel auch einen neuen Hufschmied suchen. Auch diesen habe ich natürlich entsprechend darüber informiert, dass er bitte ganz besonders darauf achten sollte, die Sohle nicht zu sehr zu schneiden. Leider bestand dieser Schmied darauf, alle 6 Wochen zu kommen, das sei so üblich und sinnvoll und ich habe darauf vertraut, dass er schon weiß was er tut, habe aber nochmal darauf hingewiesen, dass mein Pferd nunmal auch kein ausgeprägtes Hufwachstum hat....Langer Rede kurzer Sinn: nach der letzten Bearbeitung war mein armes Pony vorne total lahm
    Eine Freundin von mir, die am Tag danach zu Besuch war, sagte gleich, dass sie die Hufe extrem kurz finden würde :-((
    Der Hufschmied, den ich natürlich gleich über die Lahmheit informiert hatte, meinte, ich sollte mal ein paar Tage abwarten, das würde sich schon wieder geben, aber als es nach fast 10 Tagen immer noch nicht wieder richtig in Ordnung war, habe ich meinen TA gerufen, der eine Lederhautreizung diagnostiziert hat und mir für 6 Tage Entzündungshemmer dagelassen hat.
    Nach der Behandlung mit dem Entzündungshemmer habe ich ihm noch eine weitere Woche Pause gegönnt (der Hufschmiedetermin ist nun 3 Wochen her) und habe heute das erste Mal wieder leicht angetestet, wie er auf dem Reitplatz läuft.
    Leider ist unser Reitplatz zur Zeit sehr hart und im Schritt lief er völlig problemlos, ich bin dann mal kurz angetrabt, aber da merkte man auf dem harten Boden sofort ein leichtes Unbehagen, da wollte er noch nicht wieder so richtig hin treten.

    Da wäre für mich die erste Frage, ob es normal ist, dass eine Lederhautreizung doch so relativ lange dauert?
    Und die nächste Frage ist, ob ich mein Pferd zukünftig vielleicht doch beschlagen lassen sollte, denn wie schon geschrieben, hat er generell wenig Substanz, eine dünne Sohle und wir haben leider bei uns am Stall generell eher harte und auch steinige Böden und auch unser Reitplatz ist gerade im Sommer relativ hart...unsere Paddockflächen sind zwar mit Naturboden, aber da treten sich immer Unmengen von Steinen hoch und der befestigte Teil ist halt mit Beton befestigt...ich frage mich halt, ob ich ihm unter den Umständen wirklich einen Gefallen tue, wenn ich ihn auf biegen und brechen barhuf lassen möchte oder ob es für ihn vielleicht eine Erleichterung wäre, doch wieder vorne Eisen oder Duplos zu bekommen...??

    LG
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Zuerst einmal wüsste ich wem ich die TA Rechnung zukommen lassen würde. :wink:
    Das kann der seiner Versicherung melden.
    Und ja, das kann dauern, es muss sich ja erst genügend neues Matarial bilden.
    Grundsätzlich wäre das bei einer einmaligen Sache für mich kein Grund zum wechseln, Menschen machen Fehler, davon sind auch Hufbearbeiter nicht befreit.
    Ansonsten würde ich über Hufschuhe nachdenken wenn es bisher immer Batfuß ging.
     
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  3. Rosine

    Rosine Bekanntes Mitglied

    Mir würde das zu denken geben das er trotz Warnung auf die 6Wochen Intervalle bestanden hat....
     
    Frau Horst und Barrie gefällt das.
  4. Die_Meier

    Die_Meier Aktives Mitglied

    Ach, der Typ ist für mich eh durch....nachdem ich ihn höflich gefragt hatte, ob er die TA-Rechnung übernehmen würde, war er für mich nicht mehr zu erreichen und hat sich auch nie wieder gemeldet...unglaublich sowas...aber mein TA kennt den Herrn auch und meinte, da hätte er noch ein paar ähnliche Fälle mit dem am laufen und da würde man bei dem auf Granit beissen....für mich ist jetzt erstmal wichtig, dass es meinem Pferd wieder besser geht und dass wir schauen, wie wir es in Zukunft handhaben mit der Hufbearbeitung.
     
     
  5. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Da das Pferd vorher immer gut zurechtgekommen ist, würde ich nicht zwingend beschlagen. Grundsätzlich ist es immer gut, wenn es ohne geht. Jetzt würde ich zunächst Hufschuhe besorgen. Ansonsten ist es so, das dein Pferd bis jetzt immer wenig abreibenden Boden hatte. Wenn jetzt der Boden anders ist, er aber bis jetzt zurechtkam, und direkt durch die Bearbeitung lahm wurde, denke ich, das man es ohne Eisen hinbekommen kann. Nicht auf "biegen und brechen", aber mit einer vernünftigen Herangehensweise. Die wäre für mich, jetzt Hufschuhe anpassen lassen, und die einsetzen, bis die Hufe etwas unempfindlicher geworden sind. Dann sollte man auch wieder regelmäßig auch auf hartem Boden bewegen (btw. da könnte auch der Paddock reichen), die Sohle muß sich den jew. Begebenheiten ja anpassen. Das dauert eine Weile, passiert aber durchaus. Mein Pferd hatte, als er noch beschlagen war, einen HAUCH von einer Sohle, mittlerweile ist die Sohle fest und stabil. Er autscht mal, wenn er punktuell auf einen Stein tritt, ansonsten haben wir keinerlei Probleme mehr.

    Und ja, das kann schon dauern. Man sagt in der Regel zunächst 10 - 14 Tage - aber wenn er sehr kurz war, hat Manic recht, muß ja auch erst mal was nachwachsen, bevor es reell besser werden kann.
     
    aquarell und Die_Meier gefällt das.
  6. Die_Meier

    Die_Meier Aktives Mitglied

    Jaaa, bin gerade dabei, mich wegen Hufschuhen zu erkundigen...ich hätte gerne die Renegades, die hatten wir schonmal und die waren super, waren einfach im Handling und passten meinem Pony auch super gut (hab ich blöde Nuss dann verkauft, weil wir am vorigen Stall absolut keine Hufschuhe brauchten), leider muss man bei dem Herrn, der die uns damals schon angepasst hatte, immer recht lange auf einen Termin warten....aber ich würde auch gerne, bevor ich nun wieder über 200 Euro für die Hufschuhe ausgebe, auch erstmal die Meinung des neues Hufschmiedes abwarten, was er zum Thema Beschlag sagt....das ist der Hufschmied meiner Miteinstellerin, die den schon seit Jahren hat und immer super zufrieden ist, das ist wohl auch keiner, der immer sofort beschlägt, sondern auch einer, der wenn es geht, die Pferde immer barhuf lässt....aber da haben wir erst Ende August einen Termin...er war zwar vor 10 Tagen schonmal da und hat einen Blick auf mein Pony geworfen, meinte aber, dass er es erst beim ausschneiden beurteilen könnte, ob er Eisen für sinnvoll halten würde oder nicht....
     
  7. cern

    cern Inserent

    Die Meier, es tut mir echt schon selbst weh das Ganze zu lesen.
    Eigentlich gibt es nur die Lösung selbst die Hufe zu bearbeiten.
    Meine Frage nach guten Schlossern wird von sämtlichen Tierärzten, die ich fragte nur mit einem Schulterzucken und mildem Lächeln beantwortet. Es scheint keine brauchbaren Hufbearbeiter und schon gar keine für Pferdehufe brauchbare Schlosser zu geben.

    Meine drei Ponys schaffe ich selbst nicht mehr. Aber nachdem jetzt den 3. Schlosser verschlissenen habe
    werde ich wenigstens meine älteste Stute so wie seit 22 Jahren selbst weiter zurecht schnitzen.

    Die beiden anderen haben sehr stabile Hufe und vertragen auch den letzten Müll an Schrottarbeit.

    Sorry, aber ich bin gerade schlechtester Stimmung was das Thema angeht.

    Nebenbei habe ich Hufbearbeitung nie gelernt, aber jeder TA war mit den Hufen meiner Ponys hoch zufrieden. Bis zu zu dem Zeitpunkt, da ich auf fremde "Hilfe" angewiesen war.

    Ganz sicher wirst du es mit etwas Übung besser machen können.
     
  8. cern

    cern Inserent

    Stellt sich vor allem die Frage was der Neue bei einer dünnen Sohle überhaupt noch schneiden will?
     
  9. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Einem guten Schmied kannst du problemlos sagen, dass er die Sohle wenig oder gar nicht schneiden soll. Ein guter Schmied glaubt dem Pferdebesitzer doch. Und wenn da nichts nachwächst, würde ein guter Schmied dich auch nicht zu einem 6-Wochen-Rhythmus drängen. Für jemanden mit vollem Terminplan ist ein einzelner Ausschneider nämlich nicht grade die liebste Tätigkeit, lohnt die Anfahrt ja nicht.

    Cern, du scheinst wirklich angefressen und das tut mir leid für dich. Die Aussage, dass man das aber "ganz sicher" besser machen könnte, halte ich für haarig. Ich würde mich im Leben nicht drantrauen, die Hufe von meinem Pferd alleine machen zu können. Allein schon deswegen, weil mein Schmied mir über Jahre schon so oft Dinge gezeigt und erklärt hat, die hätte ich im Leben niemals selbst gesehen.
     
    Lorelai gefällt das.
  10. NaBravo

    NaBravo Bekanntes Mitglied

    Tja Horsti, da hast Du dann wohl mal einen von der guten Sorte erwischt...Glückwunsch und ne Tüte Neid von mir! Auch ich möchte mittlerweile lieber selbst an meinen Pferden rumschnitzen, weil hier die Hufschmiede zum großen Teil gruselige Dinge tun. Schlimmer kann es bei jemandem mit etwas handwerklichem Geschick oft auch nicht werden...

    Die Autokorrektur macht aus Horsti Borsti:biggrin:
     
    gabi, Elchhexe und GilianCo gefällt das.
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