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Lange Lahmheit

Diskutiere Lange Lahmheit im Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates Forum; Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier und hoffe, dass mir der ein oder andere evtl. weiter helfen kann. Ich habe eine Reitbeteiligung auf einem 14...

  1. christineg2991

    christineg2991 Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier und hoffe, dass mir der ein oder andere evtl. weiter helfen kann. Ich habe eine Reitbeteiligung auf einem 14 Jährigen Hafflinger Wallach. Er ist vom alten Schlag. Also etwas kräftiger aber nicht zu dick. Nun lahmt er seit mittlerweile Vatertag vorn rechts. Mittlerweile haben sich 3 Tierärzte der ganzen Sache angenommen. Und nachdem nun auch Rötgenbilder keinen Befund gezeigt haben sind wir etwas ratlos. Die Aussage der Tierärzte war nur, dass er wohl mehr fürs Gelände gemacht ist als für den Platz und wir ihn trotzdem weiterhin bewegen sollen. Auf dem Platz lahmt er schon recht dolle und man hat Angst ihm dadurch nur noch mehr zu schaden, wobei der Tierarzt sagt, dass wir ihn auch ruhig auf dem Platz ein wenig bewegen sollen. Man hat ja nun auch nicht jedes mal Lust und zeit ins Gelände zu gehen. Zumal ja auch bald der Winter kommt und das Gelände dann ja auch nicht immer bereitbar ist.
    Die einzige Diagnose die der Arzt machen konnte, war, dass die Sehnen die unten an den Knochen ansetzen anscheinend etwas porös geworden sind, was bei Hafflingern wohl nicht sooo selten vor kommt. Zur Stabilisierung hat er nun Hufeisen bekommen. Operationen oder medikamentöse Behandlung sind laut der Ärzte keine Alternative.
    Hier einmal die Röntgenbilder die wir vom Arzt bekommen haben:
    Hat das einer von euch schonmal gehabt oder gehört? Und wenn ja was habt ihr dagegen getan? Wir sind mit unseren Nerven mittlerweile echt am Ende und verzweifelt :-(
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Okt. 2014
  2. treuerhusar

    treuerhusar Gesperrt

    Erst einmal etwas grundlegendes:

    Du solltest die Bilder überarbeiten.
    Der Tierarzt wird u.U. nicht sonderlich erbaut darüber sein, seinen Namen in einem öffentlichen Forum zu lesen.

    Ansonsten würde ich empfehlen, eine zweite Meinung einzuholen.
    Nach meinen bisherigen Erfahrungen am besten in einer Klinik.

    Wie kommt der TA eigentlich auf die Diagnose mit der Sehne?
    Weil, röntgenologisch lassen sich Sehnen in der Regel nicht darstellen.
    Wurde eine Ultraschalluntersuchung gemacht?
    Leitungsanaesthesie?
    Oder "nur" eine Beugeprobe?
     
  3. christineg2991

    christineg2991 Neues Mitglied

    Danke für die schnelle Antwort.
    Ups das mit dem Überarbeiten hab ich glatt vergessen. Habe sie nun überarbeitet. Auf den Bildern sind am Rand der Knochen so Gnubbel zu sehen, die eigentlich glatt sein sollten. Und das sind die Sehnenansätze. Ich bin halt leider nur Laie und muss mich auf die Aussagen der Ärzte verlassen :-(
    Und nein Ultraschall wurde bis jetzt noch nicht gemacht.
    Der Tierarzt hatte vor den Röntgenbildern den Huf anästhesiert um zu schauen ob der Schmerz tatsächlich aus dem Huf kommt. Danach hat er nicht mehr gelahmt. Beugeprobe hat er und auch die Tierärzte vorher gemacht und da war die Lahmheit vor und nach dem Beugen gleich.

    Dann hier nochmal die Bilder in überarbeiteter Form ;-)
    IMG-20140911-WA0000.jpg IMG-20140911-WA0001.jpg IMG-20140911-WA0002.jpg IMG-20140911-WA0004.jpg
     
  4. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Was wurde denn an Behandlungen eigentlich schon vorgenommen? Klingt ja schon mal gut, das eine systematische Diagnostik erfolgt ist, das ist schon mal die Basis von vielem.

    Leider kann ich mit " er hat den Huf anästhesiert" nicht so viel anfangen. Für den Bereich gibt es im Grunde drei gängige Anästhesien, einmal die beiden tiefen Anästhesien des N. palmaris digitalis, mit denen (nach beiden Anästhesien) der Huf quasi in Anteilen analysiert werden kann. Aber hier hat man anhand dessen, ob das Pferd schon nach der ersten Anästhesie besser läuft, oder erst nach der zweiten, schon eine gewisse Aussage, wo genau das Problem liegen könnte. Dann folgt die mittlere Anästhesie des N. palmaris digitalis, damit ist dann der komplette Huf ausgeschaltet, und Anteile des Bereiches über dem Huf. Zusätzlich kann man das Hufgelenk anästhesieren, um festzustellen, ob das Pferd ggf. mit dieser Anästhesie lahmfrei wird. (wird in der Regel nicht als erstes gemacht, weil dieses eine noch invasivere Anästhesie ist, weil sie eben ins Gelenk erfolgt).

    Röntgenbilder ohne die komplette Aussage der Anästhesien zu beurteilen ist eher schwierig, und wenig zielführend, dazu kann ich die Bilder nicht vergrößern etc, was die Beurteilung ebenfalls etwas schwieriger macht. Zusätzlich hätte ich Vergleichsbilder vom nicht lahmen Vorderbein gemacht, das hilft durchaus auch, zu beurteilen, ob Veränderungen beispielsweise beiderseits deutlich vorhanden sind, und damit nicht mehr so wahrscheinlich einen Auslöser für die Lahmheit darstellt.
     
     
  5. christineg2991

    christineg2991 Neues Mitglied

    er hat oberhalb des Hufes 2 spritzen gesetzt um so den Huf quasi zu betäuben um zu gucken ob der Schmerz wirklich von unten kommt und nicht von weiter oben.
    Danke für eure Antworten. Das mit dem 2. Bein klingt auf jeden Fall logisch. Danke
    Sonst hat er an Behandlungen bis jetzt (nach dem ersten Tierarztbesuch) Lange stehen sollen. Danach hat er Futterzusätze bekommen die gut für Knochen, Gelenke und Sehnen sein sollen (nach dem 2. Tierarzt) und jetzt hat er Hufeisen bekommen damit er besser abrollen kann (nach dem 3. Tierarzt der dann auch die Bilder gemacht hat und die bis jetzt in meinen Augen größten Bemühungen)
    Das ist jetzt knapp 4 Wochen her und bis jetzt ist keinerlei Besserung eingetreten.
    Aber alle waren sich einig das man wohl über kurz oder lang einfach damit leben muss das er dieses ticken wohl immer haben wird.
     
  6. Raudhetta

    Raudhetta Überlebensanzugtraegerin

    Lahmheitdiagnostik ist wie der Suche nach dem Eimer Gold am Ende des Regenbogens. Da ist zum einen die Frage, warum lahmt das Pferd, zum anderen die Frage, was kann man dagegen tun.
    Beim warum, gibt es schon gewaltige Probleme, da so manches Pferd einfach aus vielen verschiedenen Auas heraus lahm geht. Darum wie Gil schon geschrieben die Vergleichsaufnahme vom anderen Vorderbein. Für einen TA ist das nicht einfach zu ergründen. Früher hieß es häufig Hufrolle, hätte aber auch einfach Überlastung heißen können.
    Was man dagegen tun kann? Den gesamten Bewegungsapperat stärken und die Arbeit hinterfragen. Ich würde ihn bewegen, aber dies vom Boden aus und darauf achten, dass er die Hinterhand nutzt um das Gewicht von der Vorderhand zu bekommen. Dazu einen Oesthopaten nutzen um die Muskelatur im Ganzen zu bewerten und Blockaden/ Verspannungen zu lockern.
    Magst du ein paar Fotos von ihm von der Seite und Hinten einstellen? Beständige Lahmheiten in den Vorderbeinen bei Ratlosigkeit der TA lassen mich inzwischen immer an einen Traglahmheit denken.
     
  7. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Auch wenn es banal klingt, und man nicht grundlos Medikamente geben sollte - für mich wäre das auch klar ein Fall, einmal zu gucken, ob das Pferd mit Schmerzmittel für eine Woche ggf. besser läuft. Wenn man den Bereich schon eingeschränkt hat (oberhalb des Hufes die Anästhesien, also vorne über dem Huf, oder hinten?), könnte man auch schon eine lokale Behandlung vornehmen (lassen). Läuft das Pferd damit nicht besser, könnte man nach Blockaden und Co suchen. (hier hätte man unter Umständen dann als eine Möglichkeit, das dort unten am / im Huf ein Problem vorliegt, was besonders durch bestimmte Blockaden oder Verspannungen verstärkt wird, denn wenn die Anästhesie positiv war, das Pferd mit Anästhesie also Lahmfrei, dann wird dort auch was sein).

    Gerade wenn es schon so lange geht, würde ich es wohl als erstes mit Blutegeln versuchen. Dafür braucht man aber einen guten Therapeuten, und eine genaue Aussage vom TA, woher seiner Meinung nach das Problem kommen kann.
     
  8. Magfin

    Magfin Vom Doppelten das Eine

    Wäre vielleicht auch angebracht, einen Gedanken an die Wirbelsäule zu verschwenden. Einer unserer Friesen lahmte mit den Hinterbeinen, mal links, mal rechts, mal gar nicht. Tierärzte (Klinik) konnten nichts finden, untersuchten sogar rektal, alles Mögliche. Beugeproben negativ, keiner konnte sich einen Reim drauf machen. Irgendwann machten sie ein Röntgenbild der Halswirbelsäule. Diagnose: Spinale Ataxie. Mit viel Glück, Geld und vielen Behandlungen (auch Akupunktur und Magnetfelddecke) schenkten wir dem Pferd noch ein schönes Jahr und ließen ihn dann einschläfern, als er nur noch seitwärts gehen konnte.
     
  9. Alex79

    Alex79 Neues Mitglied

    Den Rücken checken zu lassen, halte ich auch für sinnvoll. Bei meiner RB war es auch so, dass er mal links mal rechts kürzer getreten ist (allerdings hinten), bei ihm kam es vom Rücken, er hatte mehrere Blockaden. Nachdem die Osteopathin da war und Hand angelegt hat, ging es ihm schnell besser.
     
  10. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Ja, das sind alles Aspekte, die untersucht werden könnten. Das allerdings im Bereich des Hufes ein Problem bzw ein Teil des Pronlems im Huf liegt, sollte dennoch bedacht werden. Auch wenn ausgeschlossen werden sollte, das es das einzige Problem ist.


    via Tapatalk
     
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