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Langeweile auf dem Platz

Diskutiere Langeweile auf dem Platz im Allgemein Forum; Ich reite jetzt seit 5 jahren und hab seit etwa 1 jahr eine Reitbeteiligung an einer 8jährigen Freibergerstute. Ich hab sie 2-3 mal die Woche,...

  1. Tine95

    Tine95 Neues Mitglied

    Ich reite jetzt seit 5 jahren und hab seit etwa 1 jahr eine Reitbeteiligung an einer 8jährigen Freibergerstute. Ich hab sie 2-3 mal die Woche, wobei ich 1 mal die Woche Unterricht habe.
    Wenn ich mit ihr aber alleine (ohne Reitleher) auf dem Platz bin, hab ich kein Plan was ich mit ihr machen soll. Ich reit dann meistens ganze Bahn und abundzu Zirkel in alle Gangarten. Aber auf Dauer wird es sehr langweilig für mich und für mein Pferd.
    Was macht ihr als so, wenn ihr auf dem Platz seit??
     
  2. Binapa

    Binapa Inserent

    Wie weit seit ihr zwei denn Ausgebildet?

    Also die Möglichkeiten auf dem Platz sind eigentlich grenzenlos.

    Volten, Zirkel, Viereck vergrößern/verkleinern, Schlangenlinien..usw also allein mit den ganzen Bahnfiguren kann man schon sehr viel "spielen".

    Dann kommen noch Aufgaben wie Schenkelweichen usw dazu.

    Je nachdem wie weit Du Reiterlich bist.
    Wie schaut denn eure Reitstunde aus? Also was macht ihr dort alles?

    Dann könntest Du dir Trabstangen aufbauen oder so ne art Hindernissparcour bauen, zB in eine Ecke einen Regenschirm hinlegen, Luftballons an der Bande befestigen, Planen auslegen usw da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

    Ich nehm mir oft zB eine x beliebige Dressur Aufgabe vor, die ich dann zerpflücke und stück für stück übe, bis ich sie am ende als ganze durchreiten kann.

    Klickertraining ist sicher auch eine Idee und abwechslung, aber da kenn ich mich nicht so wirklich aus, evtl kann dir da Streunerin hier weiter helfen.
    Stell es mir auch ganz schön vor für Mensch und Pferd, wenn beide geistig gefordert werden ohne das man im Sattel sitzt.
     
  3. Tine95

    Tine95 Neues Mitglied

    also zu der frage wie weit wir sind, würd ich sagen sie ist weiter wie ich. sie ist super brav, lässt sich auch von nichts aus der ruhe bringe. mach auch ein bisschen seitengänge mit ihr, was aber auch schon wieder langweilig geworden ist da sie es meiner ansicht nach sehr gut macht.
    auch diese Idee mit Regenschirm etc.finde ich sehr toll nur interessiert sich mein pferd nicht dafür. sie ist ist extrem ruhig und total gelassen. auch im gelände, daher könnten diese luftballons auch platzen und es würde sie nicht stören.
    was trabstange und auch kleine spünge angeht. sie rennt durch jeder hinderniss einfach dürch. auch standen sind ihr im wesentlichen egal. und wenn sie mal springt fällt es ihr sehr schwer, da sie zu den kräftigeren Freibergern gehört.
    aber die idee mit der dressur hört sich gut an.
    vielen dank für deine hilfe
     
  4. McBeal

    McBeal CTuG- Computertrottel und Genie vereint Mitarbeiter

    Spontan fällt mir dazu folgendes ein:

    Probiere mal nie mehr als zwei mal hintereinander die gleiche Hufschlagfigur zu reiten, sonder immer was anderes. Also ganze Bahn, einfache, doppelte Schlagenlinien, mit 3,4,5 Bögen, Volten, Zirkel, durch den Zirkel wechseln, durch die Länge der Bahn, usw...

    Als nächstes löse dich dann auch von den normalen Hufschlagfiguren und probier dir mal neue auszudenken, Hufschlagfiguren mal verlagern, also zum Beispiel eine einfache Schlangenlinie auf der Mittellinie reiten und sowas. Quer über den Platz kringeln, nicht die Volte immer an der gleichen Stelle machen.

    Mit der Stellung ein wenig spielen, also auch mal in Konterstellung reiten (aber bitte nicht nur am Zügel rum ziehen, sondern reell reiten ;) )

    Wenn du sagst, ihr könnt auch schon etwas die Seitengänge, bau die mit ein in dein Prograrmm, feile daran, das die besser werden und auch ohne Bande funktionieren, probier Hinterhandwendungen aus.

    Wenn du die Möglichkeit hast, mal ein Aufgabenheft durchzublättern, lies dir mal ein paar Aufgaben durch, und probier die nachzureiten. Oder denk dir eigene Aufgaben aus, wo du dir vorher sagst: "A - ganze Bahn, bei E rechts um, X halten, antraben, B links um, C angaloppieren, ..." und dann probierst du das so punktgenau auch zu reiten. Und dabei vermeiden, 2mal hintereinander das gleiche zu reiten..

    Arbeite das nach, was ihr in der Reitstunde vorher gemacht habt.

    Ja, und dann kann man sich, wie Binapa bereits gesagt hat, noch alles mögliche Zeug in die Bahn legen, zum drüber reiten, drum rum reiten usw.. Kommt halt drauf an, was du da an Möglichkeiten und Materialien hast.

    Eine Reiteinheit kann also ganz vielfältig sein. Und falls du noch ein Mitreiter findest, könntet ihr ja vielleicht auch mal sowas wie Paarreiten machen...
     
     
  5. Streifenpony

    Streifenpony Inserent

    Hallo,
    meine RB hatte das gleiche Problem am Anfang.
    Ich gab ihr dann den Tipp sich vorher schon gedanken zu machen welche Figuren es gibt und wie sie diese Kombinieren kann,
    Erst einen Zirkel, dann in Einfache Schlangenlinie zu Volte an der Kurzen Seite. Das dann abreiten. (Evtl. auch jemanden dabei haben der vorliest)
    Dabei immer darauf achten, das das Pferd auch 'gescheit' läuft und du nicht nur mal hier und da an Zügel ziehst. Also mit Biegen und gradestellen, dann wird eine Stunde ruckzuck rumgehen.
    Hat meiner RB auch geholfen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2011
  6. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Du hast ja schon einige sehr schöne Vorschläge und Anregungen bekommen.

    Was mir ausserdem einfällt: lass dir doch von deiner RL im Unterricht eine Art "Hausaufgabe" geben.
    Also etwas, dass du über die Woche mal verstärkt üben solltest.

    Wenn Ihr euch also in der Reitstunde auf etwas besonders intensiv konzentriert habt - kannst du das in der kommenden Woche gut üben!

    Denn oftmals gehts gar nicht ausschließlich darum, möglichst viele neue Hufschlagfiguren einzubauen. Sondern auch darum, wie genau und "perfekt" diese auch geritten werden.

    Selbst ein "einfacher" Zirkel kann sehr spannend sein - wenn man den mal so richtig "perfekt" reiten möchte! Und nicht nur irgendwie im Kreis rum reitet :1:

    Als Anregung, was diese Hausaufgabe beinhalten könnte: das könnte mal eine bestimmte Lektion sein. Also zB. möglichst korrekt gerittene Schlangenlinien durch die Bahn. (als ein Beispiel von vielen) Das kann dann noch abgewandelt werden durch die Kombination mit Übergängen.
    Also Schlangenlinien durch die Bahn und immer an der Mittellinie Schritt, danach wieder Trab. Oder ähnliches.

    Es könnte aber auch mal "möglichst korrekte Stellung und Biegung" Inhalt der Hausaufgabe sein.

    Oder "auf besonders langes und ruhiges Bein achten" (also Sitzkorrektur).

    Oder oder oder.

    Sprich doch einfach mal mit deiner RL darüber. Ihr fällt bestimmt was ein :yes:
    Und wenn nicht - kannst du dir sowas auch selbst überlegen.
    Einfach vorher bißchen Gedanken machen, worauf du dich mal wieder konzentrieren müßtest... :1:

    Hach, oder einfach mal filmen lassen. Und dann selbst im Anschluss an dir rum korrigieren :1:
    Dann weißt auch, wo du arbeiten kannst :1:

    *lach* ich merk schon. ich muss hier aufhören. mir fallen da uuuunendlich viele "gemeinheiten" ein :tongue::laugh:
     
  7. ayla-fan

    ayla-fan Die, die mit sich selber spricht!

    Ui, das ist auch was für mich! Mir ging es nämlich anfangs mit meiner RB auch so, wie dir. Was ich - außer dem, was dir die anderen schon vorgeschlagen haben - gemacht habe:

    - Das Tempo in einer Gangart ändern. Also z. B. lange Seite schneller Schritt oder Trab, an der kurzen Seite langsam.
    - oder z. B. 10 Schritte Schritt, 10 Schritte Trab, wieder Schritt, Halten, Rückwärtsrichten, dann wieder im Schritt anreiten oder mal im Trab, Volten mit einbauen, also völlig kunterbunt die Gangart und/oder das Tempo innerhalb der Gangart wechseln
    - vemehrt drauf achten, ohne Zügel, dafür aber mehr mit Gewichtsverlagerung zu arbeiten (auch beim Halten, Rückwärtsrichten, Seitengänge etc.)
    - Rückwärts ums Eck reiten
    - Hinterhand- und Vorhandwendungen an einer Stange entlang (nicht nur an der Bande)

    Ich für mich habe festgestellt, dass gerade diese ständigen Wechsel das Pferd aufmerksamer machen und es dann auch mehr bei Stangen etc. aufpasst.
    Ach ja, Stangen: Da fällt mir noch eine nette Übung ein:

    3 Stangen parallel zur Bande legen. Ca. 2 m Abstand zur Bande, Stange 1 und 2 haben einen knappen Abstand, die 3. liegt ca. 2 m über den anderen also ungefähr so: -- - Und dann schräg über die Stange 1, durch die Lücke zwischen 2 und drei durch, um drei eine Volte, über Stange 2 drüber. Damit ein bissl spielen, und abwechselnd über die Stangen drüber, auch mal ganze Volten, mal gerade drüber, mal schräg.

    Oder mehrere Stangen hintereinander legen (z. B. ////) und dann mal über eine drüber, dann sofort rechts oder links zwischen Stange 2 und 3 durch, stehenbleiben, rückwärts durch etc. Also wirklich ganz viel einfallen lassen. oder mal durchtraben, Schenkelweichen über eine Stange ...

    Oder mal eine "Flaschendrehung" probieren, falls du mal im Gelände auf der Stelle drehen musst, ohne dass du irgendwie anders ausweichen kannst. Ist mir z. B. schon mal passiert, dass wir auf einem unübersichtlichen Weg "in der Falle" saßen und nur so wieder rauskamen.

    Oder Kegel aufstellen. Als Viereck und dann außenrum ganz exakte Ecken auf den Punkt reiten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2011
  8. Binapa

    Binapa Inserent

    Wie wäre es wenn Du dir das Springen als "Projekt/Ziel" setzt?
    Also ich mein jetzt nicht Springen im E/A Niveau, sondern das ihr kleine Kreuze ohne Probleme hüpfen könnt?

    Vorraussetzung ist natürlich das die Besi einverstanden ist und dein Pferd gesund ist.

    Und Du schreibst, dass sie durch Stangen einfach durchrennt- das wäre doch mal eine Aufgabe sie da langsam mit Hilfe deines RL daran zu gewöhnen.

    Zu Beginn einfach nur Trabstangen legen und wenn diese Übung sitzt, evtl ein mini mini Kreuz und so das ganze aufbauen bzw mit unterstützung deines RL.
    Das ist etwas was nicht von Heut auf Morgen klappt und dadurch hast Du bzw ihr eine neue Aufgabe bzw wie in den obrigen Beiträgen beschrieben, eine art Hausaufgabe- das erlernte von der Reitstunde noch mal zu Üben. Und darauf kann man dann in der nächsten stunde wieder aufbauen.
    Das ist ja jetzt nicht nur Springen, da hängt viel mehr zusammen- ZB ist es gar nicht so einfach, das Pferd zB auf einer geraden linie zu den Stangen zu reiten- das habe ich damals bei meinem Pferd erfahren müssen.
    Es ist eben auch mit Dressur verbunden.

    Und wer weiß, wenn sie es erst mal richtig kann und weiß wie sie ihre Beine sortieren muß entwickelt sie vieleicht auch freude daran?!?!

    Wir haben bei uns am Stall auch "schwere" Pferde, aber ein kleines Kreuz schaffen sie alle.
    Mein Noriker Kaltblut hat das in seiner Ausbildung auch "durchlaufen".
    Ich erwarte von ihn keine Steilsprünge und Oxer, aber seine Beine soll er im Gelände bei einen Baumstamm schon heben :) und trotz seines Gewichtes/Masse macht er das Prima.
    Und es bringt auch mal Abwechslung in den Alltag.
     
  9. So mache ich das auch, ich übe einfach nochmal das, was wir in der Reitstunde gemacht haben bzw das was meiner Meinung nach noch nicht richtig sitzt.
    Langeweile kam bisher noch nie auf im Gegenteil - es klappte oftmals besser als in der Stunde und wurde zum Erfolgserlebnis
     
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