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Lauffreudigkeit vs Heißrennen

Diskutiere Lauffreudigkeit vs Heißrennen im Dressur Forum; Aber da hat mich das Rennpony völlig überrascht, weil er es völlig logisch fand, der Linie zu folgen Diese Erfahrung hatte ich mit meinem gerne...

  1. KleinElli

    KleinElli Bekanntes Mitglied

    Diese Erfahrung hatte ich mit meinem gerne mal übertourenden WB, wenn wir Dualgassen mit in die Arbeit eingebaut haben. Sie war auch von sich aus sehr bemüht, die Gassen zu durchlaufen und hat sich dadurch im Tempo selbst aufgenommen.
     
  2. Clownfischpony

    Clownfischpony Bekanntes Mitglied

    Gerade das lösen ist auch so unfassbar individuell. Ich kannte mal einen Ex Galopp er, der löste sich am besten mit 10 Minuten Trab Galopp Übergängen.
    Ein anderes Pferd braucht geradeaus, vorwärts. Wieder andere benötigen viel Biegung, so einer wie meiner eine Kombination aus Biegungen und Übertreten.
    Ob man das nun auf bestimmte Exterieure verteilen kann, puh, das finde ich zu komplex. Es ist auch immer die Tagesverfassung zu beachten, was bei dem einen Pferd mehr variiert und beim anderen weniger. Viel wichtiger ist es, dem Pferd zuzuhören, wenn man es arbeitet, wo man was bewusster lösen kann /muss/ sollte.
     
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  3. Mahivo

    Mahivo Bekanntes Mitglied

    Das hat bei der sehr lauffreudigen Mutter der Tänzerin auch funktioniert. Andere wurden dabei völlig plemplem, Soli war nach 20 Minuten Zirkel und ganze Bahn traben mit gelegentlichen Handwechseln locker, entspannt und bereit konzentriert mitzuarbeiten.
    Die hatte dazu aber jeweils im Frühjahr und Herbst eine Phase in der sie einfach laufen wollte.
    Sich eine lange Strecke suchen und so ein Pferd auch einfach mal lange (bei entsprechenden Trainingsstand) galoppieren zu lassen war auch hilfreich. Lange war in dem Fall durchaus 20-30 Minuten oder länger.
    Mit Soli fanden wir das in einem Urlaub raus, da hat Mama sie in Brandenburg einen Brandschutzweg runter galoppieren lassen bis sie selber nicht mehr mochte. Manche müssen sich einfach mal den Kopf freilaufen um wieder "da" zu sein.

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  4. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Ich denke, bei allem, gerade wenn man einen Pferdetyp hat, der zum Aufspulen neigt, ist Ruhe die erste Bürgerpflicht ... und das heißt mentale Ruhe, also, das Pferd gerade in den ersten Minuten nicht schon mit Denksportaufgaben konfrontieren, sondern alles in großer Ruhe und Selbstverständlichkeit angehen und später dann die kniffligen Sachen machen, aber auch nur, solange das Pferd ruhig, konzentriert und ausgeglichen mitmacht. Wir haben doch alle Zeit der Welt!?
    Beachtet man dies täglich (!), wird man auf die Dauer ein freudig mitarbeitendes, ausgeglichenes Pferd haben.
     
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  5. Bumblebee1

    Bumblebee1 Moderator Mitarbeiter

    Aber muss man denn nicht unterscheiden zwischen Lauffreudigkeit und Aufspulen?
    Das z.B. hätte bei meiner alten Stute nie funktioniert. Die hätte sich aufgespult und wäre gerannt, als wenn der Teufel hinter ihr her wäre. Das wäre gesundheitlich zu ihrem Schaden gewesen, weil sie dann auch aufdrehte, hektisch wurde, nervös, schwitzte und ewig brauchte, um wieder in die Spur zu kommen. Sie hätte auch nicht aufgehört zu laufen.
    Im Trab habe ich das allerdings öfter gemacht, also am langen Zügel traben lassen und dem Pferd die Wahl der Geschwindigkeit gelassen. Aber angaloppieren habe ich dann nicht zugelassen.
    Mein jetziges Pferd ist lauffreudig, aber mit sehr angenehmen Temperament. Da achte ich dann , wenn sie auch schneller traben möchte, nur darauf, dass sie den Takt hält. Allerdings ist sie bei der Hallenarbeit oder auf dem Platz nur selten eilig.
     
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  6. Mahivo

    Mahivo Bekanntes Mitglied

    Bei der war eben das Ding das Pferd das sich aufregte einfach galoppieren zu lassen. Nicht heizen, nicht rennen, einfach im frischen Galopp geradeaus.
    Aber es gibt sicher auch Pferde wo das gar nicht geht

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  7. emmaxx

    emmaxx bekannt bissig ... :)

    Nicht unbedingt, denn aus dem einen ergibt sich das andere, wenn nicht entsprechend darauf geachtet wird.
    Lauffreude ist ja erstmal gut, so ein Pferd fühlt sich ja wohl in seiner Haut, wird aber schnell nökelig, wenn es sich nicht seinem Temperament gemäß ausarbeiten kann.
    Dass heißt nicht, dass so ein Pferd jetzt jeden Tag 2000 m schnellsten Galopp laufen muss, sondern mehr, dass es durchschnittlich genug "Laufarbeit" machen kann, damit es gut zufrieden ist, also nicht jeden Tag nur stramme Dressur = Konzentrationsarbeit sondern auch freieres Traben/Galoppieren.
    Schlussendlich muss aber jeder sein Pferd hierzu genau beobachten/kennen und im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten eine schöne Lösung finden.
     
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  8. Clownfischpony

    Clownfischpony Bekanntes Mitglied

    Exakt das!

    Und - viele Wege führen nach Rom. Es kommt auf die Situationen an, manchmal sind die Gegebenheiten halt auch nicht so, dass man entspannt vorwärts kann (keine langen Strecken im Gelände, zu viele Reiter in der Halle/Platz, ...) und braucht dann auch mal Plan B. Oder C oder D ;)
    Was in der einen Situation hilft, kann in einer anderen die Hölle sein. Würde ich konsequente Schritt-Arbeit im Gelände machen, hätte ich ne Bombe unter mir, im Gelände muss meiner auch frisch vorwärts traben oder galoppieren. Muss, weil er das braucht.
     
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  9. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Mein Nervzwerg (weil jemand fragte nach der Art der Pferde, ist ein ehemaliges Trabrennpferd) hat sich früher sehr gerne aufgespult, weil sie NICHT in eine höhere Gangart umschalten durfte oder hat sich aus sonstigen Gründen aufgeregte. Die konnte man beruhigen, indem man die Gangart hochschaltete. Durfte sie dann ging es zwar erstmal sehr frisch vorwärts, aber ziemlich flott hat die sich entspannt und eingetaktet und ist runtergefahren, die beruhigte sich dadurch schon immer, baute so Stress ab. Dazu musste sie dann auch gar nicht im Renntrab abpesen, sondern einfach nur so flott traben, wie sie es vom Tempo her gerade brauchte/wollte.

    Heute muss sich schon was außergewöhnlich gruseliges geschehen, dass sie in Stress geraten lässt, aber auch dann gehts halt im Trab vor der Kutsche erstmal kurz frisch vorwärts und sie entspannt wieder. Ist einfach ihre Wohlfühlgangart.
     
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  10. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Das ist bei meinem genauso. Wenn er aufgeregt ist, hilft laufen ihm.
    Gerade im Gelände gehts da am Besten, wenn er relativ bald einfach mal ein bisschen Strecke machen darf, egal ob Trab oder Galopp. Auch gar nicht unkontrolliert oder wahnsinnig schnell, aber eben flott vorwärts. Dann pendelt der sich recht fix auf ein angenehmes Tempo ein, und danach kann man dann auch entspannt Schritt reiten.
    Wenn er aufgeregt ist, ist Schritt doof. :biggrin:
     
Thema: Lauffreudigkeit vs Heißrennen