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Lendenwirbel zertrümmert / Erfahrungen?

Diskutiere Lendenwirbel zertrümmert / Erfahrungen? im Allgemein Forum; Hallo liebe Reitgemeinde. Ich bin neu hier im Forum und stelle mich mal kurz vor. Mein Name ist Joel (M/29/Sauerland) und ich reite seit ca. 4...

  1. DerJo

    DerJo Neues Mitglied

    Hallo liebe Reitgemeinde.

    Ich bin neu hier im Forum und stelle mich mal kurz vor.
    Mein Name ist Joel (M/29/Sauerland) und ich reite seit ca. 4 1/2 Jahren.
    Ich durfte auf einem sehr gut ausgebildeten und sehr feinfühligem
    Holsteiner Wallach (16J / 174cm) meine ersten Schritte machen und bis heute reiten.
    Ich selbst bin ca. 1.92m und nicht unbedingt ein Feinmotoriker. Das hat in den letzten Jahren
    nicht selten zu Missverständnissen und Flugstunden geführt.

    Vor ca. 2 1/2 Monaten hatte ich einen schweren Motorradunfall bei dem ich mir den
    1. Lendenwirbel zertrümmert habe. Normalerweise geht eine solche instabile Fraktur fast immer einher mit Lähmungs und Ausfallerscheinungen, was zur Verwunderung der Ärzte,
    bei mir zum Glück nicht der Fall war. Die einzig mögliche Behandlung in meinem Fall war,
    den Wirbel mit 4 Schrauben und 2 Stahlstangen zu überbrücken.
    Diese sollen zum Glück in ca. einem Jahr wieder entfernt werden.

    Den Beiträgen hier im Forum entnehme ich das ein Wirbelbruch zwar durchaus
    über einen langen Zeitraum mehr oder weniger Einfluss auf den
    beteiligten hat, aber eigentlich gar nicht so schlimm ist.
    Das ist auch durchaus nahe liegend, da es sich in den meisten fällen wohl um Stabile
    Brüche handelt. In meinem Fall sind es 3 Brüche und mehrere kleine Absplitterungen
    in einem Wirbel.

    In ca. 2 Wochen darf ich den Wirbel wieder voll belasten, sofern es die schmerzen zulassen.
    Das Reiten musste ich seitdem, genau so wie das Arbeiten, dran geben. Leider kann
    das mit der Arbeit so nicht weiter gehen ;)
    Da das Risiko einer Verformung der eingesetzten Metallteile bei einem Unfall nicht von der Hand zu weisen ist, habe ich derzeit starke bedenken in Zukunft weiter zu reiten und meinen anderen Sportarten bzw. dem Motorrad fahren weiter nachzugehen, zumindest solange bis
    ich das ganze Metallzeug wieder raus operiert bekomme.

    Daher meine Frage an euch:
    Habt ihr selbst Erfahrungen mit solchen Brüchen gemacht oder kennt ihr jemanden der
    so etwas schon mal durch gemacht hat?

    Um Missverständnisse vorzubeugen. Ich bin nicht direkt auf der suche nach Medizinischen
    Tipps und verfahren. Ich suche hier eher nach Erfahrungen und Einschätzungen im
    Bezug auf den Reitsport und dessen Auswirkungen auf den Körper.

    Vielen Dank im Voraus und einen guten Start in die neue Woche.

    Joel
     
  2. Fräulein Maja

    Fräulein Maja Bekanntes Mitglied

    Was sagen die behandelnden Ärzte dazu, bezüglich deiner Bedenken?
    Ich selbst kann dir in dem Sinn keine Erfahrungswerte geben.
     
  3. Bumblebee1

    Bumblebee1 Aktives Mitglied

    Ich antworte mal einfach in Bezug auf das Metall, das du im Körper hast.
    Ich hatte vor 25 Jahren einen schweren Reitunfall, bei dem mein Schienbein zertrümmert war und bei dem dann eine Stange durch das Knochenmark des Schienbeinknochens geschoben wurde, um das Schienbein zu fixieren.
    Etwa eineinhalb Jahre blieb das Metall drin, dann wurde die Stange entfernt.
    Ich hätte sicherlich damit reiten können, nur war mir die Gefahr zu groß, dass ich mich bei einem Sturz dabei nochmal verletzen könnte. Da hatten die Ärzte schon von abgeraten, dass es im Fall eines (sprichwörtlichen) Falles dann zu ganz erheblichen irreparablen Schäden kommen könnte, weil das Metall dann ja auch nicht nachgibt.
    In der Zeit bin ich nicht geritten, sondern habe abgewartet. Nach der Metallentfernung bin ich wieder normal aktiv geritten, nachdem dann alles endlich verheilt war.
    In deinem Fall würde ich auch auf jeden Fall warten, bis das Metall raus ist. Gerade beim Reiten müssen ja auch die Wirbel, explizit die Lendenwirbel mitschwingen und flexibel sein und einen gewissen Druck aushalten. Durch das Metall wird die Beweglichkeit der Wirbel sicher deutlich eingeschränkt sein, wie du ja auch schon schriebst.
    Was danach ist.... mhmm.. da würde ich mit den Physiotherapeuten und Ärzten reden, ob dann eine Belastung durch das Reiten möglich ist. Ich merke bei mir selber, dass das Reiten gerade für meine Lendenmuskulatur positiv ist. Ob das allerdings auch nach so einer Verletzung gilt, muss unbedingt mit den behandelnden Ärzten abgeklärt werden.
    Ich habe allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass gerade Unfallärzte und Chirurgen das Reiten verteufeln, da sie eben die Folgen schwerer Stürze oft auf dem OP Tisch liegen haben.
     
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  4. Fräulein Maja

    Fräulein Maja Bekanntes Mitglied

    Unser Oberarzt ist selbst begeisteter Reiter :biggrin: er sagt immer Reiten ist nicht gefährlicher als andere Sportarten.
    Reiter haben wir selten auf dem OP Tisch, in letzter Zeit eher sportbegeisterte Kinder die vom Klettergerüst gepurzelt sind...:reflect:
     
     
  5. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Eine bekannte hatte die lendenwirbelsäule versteift. Das hat sich über die Jahre los gerappelt, zt raus gebrochen usw. Dann gab's Implantate zur nevenstimulation. Irgendwann ging nix mehr.
    Die hat einen gefunden der sich ran getraut hatte.
    Es kam alles raus, es wurden knochenteile abgesägt und anderswo einzementiert etc.
    Sie hat das große Glück dass es geklappt hat, sie wieder laufen kann auch wenn ein fuss eingeschränkt ist und kriegt das schmerzlevel gehändelt.
    Lange Rede kurzer Sinn. Mach langsam! Warte lieber ab bis alles wieder fest ist und das Metall wieder raus. Wenn's einmal richtig im Brötchen ist, hast du mehr Probleme wie eine gewisse Zeit nicht reiten zu können.
     
  6. Bumblebee1

    Bumblebee1 Aktives Mitglied

    Cooler Arzt. Ein Arzt bei uns hier im Krankenhaus würde seinen Kindern niemals das Reiten erlauben aus oben genannten Gründen. Ich finde auch, wenn etwas passieren soll, passiert es und wenn es ist, weil ich im Schlaf aus dem Bett falle. Allerdings kann man durch vernünftigen Umgang ect. das Risiko minimieren.
     
  7. pjoker

    pjoker Bekanntes Mitglied

    Mir wurde jeglicher Sport der das betreffende Körperteil besonders belastet, verboten bis sie wieder draußen verboten.In meinem Fall offene Sprungeggelenkstrümmerfraktur.Bin damals neben Reiten viel Laufband gelaufen, durfte ich nur in gemütlichem Tempo bis Platten, Schrauben und Drähte draußen waren. Reiten war möglich mit, aber unangenehm. Bin das Jahr ohne Bügel geritten. Würde zumindest auf sportliches Reiten verzichten. Schrittreiten zur Mobilisierung und Lockerung der Muskulatur würde ich als machbar ansehen, sitzen tust du ja schließlich auch. Ob es aber auf einem Pferd sein muss von dem du regelmäßig fliegst sei mal dahin gestellt ;) Aber ggf nochmal mit den Bildern und deiner Frage an eine Sportklinik wenden, die viele Unfälle, auch die von Sportreitern sehen. Sofern dein operierendes KH dir keine Auskunft geben kann. Alles Gute dir!
     
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  8. Fjordi

    Fjordi Bekanntes Mitglied

    Willkommen :meld:
    Meine Mutter hat sich mit Mitte 50 einen Wirbel bei einem Sturz gebrochen, sie reitet allerdings nicht. Wurde auch operiert und verschraubt, inzwischen ist alles Metall wieder draußen. Sie ist zwar deutlich älter, ein Vergleich ist also schwierig, an reiten wäre bei ihr aber nicht zu denken gewesen, selbst tanzen (ihr Hobby) war schwierig. Ohne die Metallteile ist es deutlich besser, bei einigen Bewegungen schmerzt es aber. Tanzen geht aber wieder :astrein:
    Das Risiko eines Sturzes und einer weiteren Verletzung ist nicht zu unterschätzen, mir wäre es zu groß. Auf dem Pferd mit den vielen Flugstunden erst Recht. Ich würde daher warten bis die Metallteile draußen sind und alles verheilt ist.
     
  9. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    eine freundin hatte gebrochene wirbel, auch im lendenwirbelbereich. ob die nun mehr oder weniger kaputt waren als deine, weiß ich natürlich nicht. durch die OP waren sie versteift. sie ist mit dem metall drin geritten ud jetzt wo sie raus sind auch ohne. jetzt kann sie wieder mitschwingen. das soll wieder verheilt sein.

    ein bekannter sportreiter hatte 3 halswirbel zertrümmert und den hals richtig "gebrochen". aus zufall ist er auch nicht gelähmt. er ritt mit metall drin weiter und ohne jetzt auch. der war mitte 50, als es passierte. und er ist schon ein paar mal seitdem gestrürzt, hals hält immer noch.

    ich hatte einen schultertrümmerbruch, ich habe das metall bislang nicht rausnehmen lassen. ich reite damit.

    ich denke, es kommt auch drauf an, wie sehr du das reiten für dich brauchst, wie stark du es vermisst.
     
  10. minida

    minida Bekanntes Mitglied

    Solch eine Verletzung ist so individuell. Da spielen so viele Indikatoren mit rein, da wird dir ein Erfahrungsaustausch wenig weiter helfen, weil das bei jedem Körper so verschieden ist.

    Ich würde auch, wie bereits empfohlen wurde, mich an eine Sportklinik wenden, ggf. noch weiteres medizinisches „Personal“ hinzufügen (physio zb), wenn dir dein operierendes KH nicht weiterhelfen kann.
     
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