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Literarischer Leckerbissen - Pferdefarben früher

Diskutiere Literarischer Leckerbissen - Pferdefarben früher im Medien Forum; Ich habe von Harald Momm das Buch "Pferde, Reiter und Trophäen" gelesen, erschienen 1957. Amüsant fand ich die Aussagen über Pferdefarben und...

  1. Mahivo

    Mahivo Bekanntes Mitglied

    Ich habe von Harald Momm das Buch "Pferde, Reiter und Trophäen" gelesen, erschienen 1957.
    Amüsant fand ich die Aussagen über Pferdefarben und deren Beliebtheit bzw. den Aussagen zu deren Brauchbarkeit [​IMG]
    Früher waren Rappen unbeliebt und stichelhaarige Füchse gerne gesehen. Der bunte Fridolin wurde sogar nur gekauft, weil er ein Fuchs war. So ändern sich die Zeiten [​IMG]
    Harald Momm war Springreiter und ist u.a den Trakehner Kampfgesell geritten dem eine gerissene Sehne mit Silberdraht geflickt wurde. Trotzdem ging er später noch erfolgreich schwere Springprüfungen.

    Die Pferde um die es geht, Baccarat und Fridolin, waren Springpferde. Baccarat ist 1919 geboren, bis 1937 im Sport gewesen und 1945 gestorben. Zu Fridolin habe ich keine Daten gefunden.

    Er sagt über sein Pferd Baccarat

    Dieses Pferd musste ich haben, koste es, was es wolle! Natürlich sprachen dabei auch einige Vernunftüberlegungen mit. "Baccarat" war stichelhaarig, d.h. in der dunkeln Fuchsfarbe seines Fells befanden sich kleine weiße Haare. Es ist eine alte Züchterauffassung, daß solche stichelhaarigen Füchse besonders harte Pferde sind. Auch die schlichtbraunen Pferde mit dunklen, fast schwarzen Beinen gelten als besonders hart. Dagegen sind Rappen meist extrem gute oder extrem schlechte Pferde. Bei ihnen fehlt die gediegene Mittelklasse. Es ist auffällig, daß auf alten englischen Jagdbildern abgebildete stürzende Pferde immer Rappen sind...
    (S. 47 u. 48)

    und über ein Pferd namens Fridolin sagt er

    Anfangs hatte ich doch gewisse Bedenken. Die Buntheit "Fridolins" bestand darin, daß er vier weiße Beine und eine weiße Blesse hatte. Pferde mit diesen Merkmalen hat man nicht gern. Gewöhnlich haben sie irgendeinen Fehler. Entweder sind sie zu weich - oder nicht ganz richtig im Kopf.Viel lieber nimmt man braune Pferde mit schwarzen Beinen, da sie am widerstandsfähigsten und ausdauernsten sind. Dagegen sind Rappen mehr als unbeliebt.
    "Fridolin" war zwar ein Fuchs, aber manchmal nicht ganz richtig im Kopf

    (S. 163 u. 164)

    Interessant finde ich hier die Aussage zu Fridolin "[...]war zwar ein Fuchs, aber manchmal nicht ganz richtig im Kopf", nachdem ja heute Füchse gerne als etwas anders dargestellt werden :)
     
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  2. sarah2010

    sarah2010 Bekanntes Mitglied

    Uh spannendes Thema!
    Sagt man nicht zB auch Schimmel sind treu, und Rappen haben Feuer? Und Braune und Rappen sollen sehr arbeitswillig sein!

    Auf jeden Fall kenne ich noch den Spruch mit den Beine:
    Einmal weiß: Kauf es
    Zweimal weiß: Brauch es
    Dreimal weiß: Schenk es einem Freund
    Viermal weiß: Lass den scheiß.

    Und ich bekomm ihn nicht mehr ganz auf die Reihe:
    Nimm den Rappen, willst du Feuer,
    ... gut, sind nie zu teuer,
    Schimmel oft träg geboren,
    Füchse haben’s hinter den Ohren,
    Braune, strahlen sie auch wenig,
    sind verlässlich, drahtig, sehnig!
     
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  3. Mahivo

    Mahivo Bekanntes Mitglied

     
  4. Mahivo

    Mahivo Bekanntes Mitglied

    Ich hab mal die Falben ergänzt ;) aber ich fand die Aussagen sehr interessant, ist allgemein ein sehr schönes Buch
     
    sarah2010 gefällt das.
     
  5. sarah2010

    sarah2010 Bekanntes Mitglied

    Ach, Falben wars^^ Danke :) Ich kam nicht mehr drauf:embarrassed:

    Ich finds auch sehr spannend. Ob da wohl schon mal jemand Studien drüber geführt hat:reflect:
     
  6. Mahivo

    Mahivo Bekanntes Mitglied

    Eine gute Frage...ich glaube in meinen Büchern nichts dazu gelesen zu haben
     
  7. satine

    satine Inserent

    Diese Farbsache gibt es schon seit Jahrhunderten.
    Nicht ohne Grund bevorzugten die Beduinen Fuchsstuten als Schlachtpferde.
    Arabische Fuchsdamen sind... äh... besonders :lol:

    Bei den weißen Beinen gehe ich voll mit, ebenso bei den schwarzen.
    Könnte eventuell mit der Farbe der Hufe zusammenhängen. Darüber haben wir in irgendeinem anderen Thread mal diskutiert. Da ging es darum, ob helles Horn weicher als dunkles ist.
     
  8. Farooq

    Farooq Erbsianerin

    :mx10::mx10::mx10::lol_2::lol_2::lol_2::lol_2:
     
  9. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Zufällig habe ich das Buch grade wegen einem anderen Thread in der Hand.

    Da steht beim Oldenburger im Bezug auf Farbe: "Die häufigsten Farben sind Braun, Schwarz und Kastanienbraun wie auf der Abbildung (auf dem Bild ist für mein Auge ein Dunkelbrauner), Füchse und Schimmel sind ungewöhnlich, wenn es überhaupt welche geben sollte."
     
Thema: Literarischer Leckerbissen - Pferdefarben früher