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Lohnt es sich selbst zu züchten?

Diskutiere Lohnt es sich selbst zu züchten? im Pferdezucht Forum; Hallo,ich bekomme nächsten Monat eine tolle Hannoveraner Stute,von Weltmeyer in meinen Stall.Sie ist 1,78m groß und bis M ausgebildet.Eine tolle...

  1. QuattroStarB

    QuattroStarB Neues Mitglied

    Hallo,ich bekomme nächsten Monat eine tolle Hannoveraner Stute,von Weltmeyer in meinen Stall.Sie ist 1,78m groß und bis M ausgebildet.Eine tolle braune Stute.Ich hege den Gedanken,aus der Stute im Frühjahr 2010 ein Fohlen zu ziehen.Natürlich suche in nun Hengste,die dazu passen können.Jetzt unterhielt ich mich gestern mit älteren herrn,die wirklich vom Fach sind,jahrelang züchten,und echte Kracher im Stall haben.Diese sagten mir,es lohne sich nicht selbst zu züchten,nicht einmal für sich selbst,da Fohlen schon für einen Appel und nen Ei zu bekommen sind.Der Aufwand sei bei der Fohlenvielfalt viel zu hoch.Ich würde aber gern ein Nachwuchspferd ziehen,für meine Tochter,die dann,wenn das "Kleine" reitbar wäre,mit dem Pferd lernen und wachsen kann.Meine Tochter würde gern Springreiterin werden.Ist sehr ambitioniert.Meine Frage,ist nun zum einen:
    1: Was kann man vom Typ her zur Weltmeyer Linie sagen?
    2: Ist es wirklich so,was die !Alt"herren so sagen???

    Um Antwort wäre ich dankbar

    Quattro
     
  2. Lorelai

    Lorelai Chaos-Trulla

    Es ist auf jeden Fall so, dass du billiger wegkommst, wenn du nicht selbst züchtest, sondern dir dann, wenns so weit ist, ein Jungpferd kaufst.

    Ein Fohlen zu züchten kostet unheimlich Geld, ist aufwendig, usw. Dann musst du das Fohlen durchfüttern, bis es alt genug ist um damit zu arbeiten - kostet wieder einen ganzen Batzen.
    Und wenn deine Tochter sich aufs Springen spezialisieren möchte, dann würd ich dir raten, gleich ein etwas älteres Jungpferd zu kaufen (2-3 Jahre), denn vorher kann man ja nun überhaupt nicht sagen, ob sich das Pferd auch wirklich mal fürs Springen eignet, oder obs nicht doch ein reines Dressurpferd wird.
     
  3. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    ich schließ mich genau dieser Meinung an!

    Viele StutenBesis wollen gerne ein Fohlen aus IHRER Stute. Ist ja ein durchaus verständlicher Gedanke und Wunsch!

    In vielen Fällen geht das aber mächtig nach hinten los!

    Du hast die Deckgebühren. Du hast TA-Kosten. Du hast Kosten für Zusatzfutter.
    Du hast das Risiko für die Stute.
    Du hast das Risiko "wird das Fohlen auch nur annähernd so wie ich`s mir erhoffe"
    Du hast das Risiko, ist`s /bleibt`s gesund.
    Du hast das Risiko, wie wird sich`s reiten lassen.
    Wie ziehst du`s auf? Mußt du dafür Miete zahlen oder hast du eigenen Stall?

    Usw usw.

    Also gar nicht sooo viel "Fohlen-Romantik" ;-)

    Versteh mich nicht falsch. Ich versteh deinen Gedankengang sehr gut.
    Aber objektiv betrachtet lohnt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht.

    Chance-Risiko-Verhältnis ist nicht gerade vorteilhaft...

    Zudem, ganz ehrliche Meinung zu Weltmeyer-Nachkommen?
    Optisch oft tolle Pferde. Hervorragende Ausstrahlung und Gangwerk - aber voll einen an der Klatsche!

    Auch das ist nicht böse gemeint! Aber ich hab inzwischen mehrere Weltmeyer-Nachkommen kennen gelernt. Aus völlig unterschiedlicher Besi-Hand. Völlig unterschiedliches Handling. Und spätestens wenn die angepackt werden sind die voll abgedreht!

    Man muss mit denen echt umgehen können!

    Klar, nicht jeder Nachkomme muss so werden. Aber eine gewisse Veranlagung scheint in dieser Linie zu liegen.
    Das wär für mich ein weiterer Grund, da kein Fohlen raus zu ziehen. Erst recht nicht für meine Tochter...

    Wie Lore schon sagte, ich würde auch lieber ein jüngeres, aber schon reitbares Pferd für die Tochter aussuchen...
     
  4. OneEleven

    OneEleven Inserent

    Ich kann den älteren Herren da auch nur zustimmen: Lass es!

    Viele Stutenbesitzer wollen unbedingt ein Fohlen aus ihrer Stute, weil sie ja so toll ist (klar, dass eigene Pferd ist immer das beste :biggrin: ), aber das allein reicht nicht aus!

    Das Risiko bei sowas ist enorm groß: Ist das Fohlen gesund? Bleibt es gesund? Ist es korrekt gebaut? Hast Du überhaupt die Möglichkeit für eine artgerechte Aufzucht des Fohlens?

    Vom Kostenfaktor brauch man erst gar nicht sprechen. Es ist eine Milchmädchenrechnung, wenn man denkt, dass das selbstgezogene Fohlen günstiger ist, als eins was man kauft.

    Die Stute muss während der Trächtigkeit optimal versorgt werden, damit sie dem Fohlen alles mitgeben kann. Danach dann die Futterkosten für Mutter und Kind, TA, Stall, Zeit.....

    Ich persönlich würde mir jederzeit wieder ein Jungpferd kaufen, aber keins aus einer eigene Stute selbst ziehen. Ich überlass die Zucht lieber den Leuten, die damit auch Erfahrung haben und mit einem Blick sehen, welche Stute zu welchem Hengst passt und somit jedes Jahr nette Babys haben und die dann das Riskio tragen, ob das Fohlen bei der Geburt überlebt und ob es ein gesundes Jungpferd wird!

    Edit
    @Rio
    Zwei doofe ein Gedanke! :smile:
     
     
  5. QuattroStarB

    QuattroStarB Neues Mitglied

    Hallo,erstmal danke für die Antworten.Ichhabe einen eigenen Stall,und dieser ist anhängig an den Stall meiner Freundin,also auf dem selben Gelände.Meine Freundin züchtet Isis,und Deutsche Reitponys.Sie hat 5 Isi Elitestuten,und eine Staatsprämienstute.Wir haben 6 Aussenwiesen mit festen Unterstand,wo wir nach dem Abfohlen,nach Gruppen aufteilen können,wer sich gut versteht.nachdem Absetzen der Fohlen,haben wir 3 Wiesen für Jungtiere,und wenn Hengste dabei sind auch extra eine Hengstwiese.ich selbst habe 3 Boxen,wovon 1 eine Stuten Box ist 6m lang und 4,50 breit!Also an der Aufzucht soll es nicht scheitern.Zumal ich ja auch quasi in Fachkreisen bin,auch wenn es Isis sind.Sicher habt ihr mit euren Bedenken recht,das Risiko ist hoch!Ich denke ich werde es von der finanziellen Situation abhängig machen die im nächsten Frühjahr bei mir herrscht.Der Stall den ich für michhabe kostet mich nichts,weil ich meiner Freundin helfe ihren Stall zu versorgen,dafür bekomme ich 200€ im Monat!Und mein Stall kostet 100€ plus Futter und so weiter.es bleibt also abzuwarten was wird.


    Kann mir nochjemand was zu Weltmeyers sagen?Ich habe bereits einen Quattro nachkommen im Stall,und der ist zwar super unter dem Sattel aber im Umgang huiiiii,was sagt euch denn Quattro?

    Quattro
     
  6. Linea

    Linea Inserent

    In der Abstammung eines meiner Pferde ist auch Weltmeyer vorhanden. Hab dir mal einen Link rausgesucht http://www.ohmen.de/referenzen/weltmeyer.htm

    Ich habe mir vor 3 Jahren auch selber aus meiner Stute ein Fohlen gezogen. Sie hat auch einiges an Potenzial und ist auch sonst eine ganz tolle. Sie stammt von Don Eduardo/Don Juan usw. reine erfolgreiche Springabstammung. Habe mir als Hengst Lauscher ausgesucht (Londonderry/Lauries Crusador) um etwas mehr Dressurblut mit reinzumischen. Rausgekommen ist ein unheimlich tolles Fohlen was Vielseitig begabt ist. Gelohnt hat es sich aber trotzdem nicht, letzten Endes habe ich ja die ganze Zeit immer unheimlich viel Geld reingesteckt und auch die Aufzuchtsjahre nicht viel von ihr gehabt. Dennoch kann ich nicht sagen das ich es nicht wieder machen würde. Einerseits weiß man, wie das Fohlen aufgewachsen ist und man kann es selbst in die richtigen Bahnen lenken aber man hat auch das Risko das ein "schlechtes" Fohlen rauskommt. Einfacher wäre es eben sich ein 3 jähriges Pferd zu kaufen, da sieht man ja schon in etwa was rasu werden kann.
     
  7. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Das ganze finanzielle mal außen vor, das ist schon genug erläutert worden.

    Ich kenne auch ein paar Weltmeyer-Nachkommen und kann Rio nur zustimmen. Irgendwie sind die alle etwas abgedreht bzw. recht schwierig. Dann ist das auch noch Dressurblut, deine Tochter möchte aber Springen. Zusätzlich halte ich gar nichts davon, ein junges Mädchen mit einem jungen Pferd zusammen "lernen zu lassen". In der Jungpferdeausbildung kann man so viel verkehrt machen. Da sollte man doch ein gutes Stück Erfahrung haben. Somit würde ich mich eher nach einem 5 oder 6 jährigem Pferd umschauen, was bereits eine solide Grundausbildung und ggf. auch erste Turniererfahrung hat. Damit ist dem jungen Mädel für den Anfang deutlich mehr geholfen, um Erfahrung zu sammeln. Als nächstes Pferd kann es dann ja mal ein junges werden.
     
  8. OneEleven

    OneEleven Inserent

    Also nur weil Dich der Stall nichts kostet, heißt dass ja nicht, dass Dich das Pferd drei Jahre lang nichts kostet. Die fressen ja auch was, was bezahlt werden muss, wollen regelmässig zum Schmied, impfen, Wurmkur... Sollte man nicht vergessen. :wink:

    Im Prinzip hat man für ein selbstgezogenes Pferd die gleichen kosten, wie für jedes andere, was man im Stall stehen hat, mit dem Unterschied, dass es in der "Anschaffung" vielleicht recht günstig war, dafür aber eben drei Jahre lang nicht "nutzbar" ist.

    Dann die Frage: Was, wenn am Ende was ganz anderes rauskommt, als Du wolltest? Hatte Deine Stute schonmal ein Fohlen, weißt Du wie sie vererbt?

    Viele denken nach wie vor, dass man nur nen tollen Hengst auf seine Stute packen muss und dann wird es schon. Dabei ist die Mutter oft viel entscheidener.

    Zucht ist für mich sowieso ein Buch mit sieben Siegeln und ich habe mächtig Respekt vor den ganzen Züchtern, die wirklich gute Pferde produzieren. Alles andere sind oft Zufallsprodukte und unüberlegte Anpaarungen und fallen für mich in die Kategorie hobbymässige Vermehrung.

    Überleg Dir also wirklich ganz genau, ob Du weißt, was Du da tust und ob Du wirklich genügend Background hast, um zu entscheiden, welcher Hengst optimal auf Deine Stute passt und ob Du auch von Deiner Stute sagen kannst, dass sie dem Fohlen genau das mitgibt, was Du Dir für Deine Tochter vorstellst. Falls es dann in einem Jahr ein Fohlen gibt will ich Bilder sehen!! :yes:
     
  9. Chiara22

    Chiara22 Vorsicht- Chiara Chaos im Anmarsch!

    Sorry, daß ich jetzt den Kontra Teil hier spiele, aber OneEleven hat Dich auch schon darauf hingwiesen.....was ist, wenn Deine Stute nicht gleich aufnimmt, Du noch ein Jahr warten mußt und wieder Deckkosten entstehen.....Was ist, wenn die Stute verfohlt, oder beim Abfohlen Deine Stute stirbt? Was ist, wenn das Fohlen nun gar nicht Deinen Vorstellungen entspricht? Farbe, Charakter etc......Die Vorstellungskosten zur Eintragung Deiner Stute, die Tupferprobe, Ultraschall, also die insgesamten Tierarztkosten vom Anfang der Besamung bis zur Geburt und darüber hinaus....Das Spezialfutter, die Wartezeit....wohin mit dem Fohlen, soll er allein bei Deiner Stute das erste halbe Jahr aufwachsen? Und danach? Entstehen neue Kosten für die Aufzucht in einer Jungherde? Sozialverhalten....Ich habe 2 Mal ein Fohlen aus unterschiedlichen Stuten von mir gezogen und würde es nicht wieder machen.
    Vor 3 Jahren haben wir uns ein 6 Wochen altes Fohlen zur Aufzucht dazu gekauft. Ich konnte aber von der Farbe bis zu den Bewegungen, Gebäude alles schon sehen und hatte die Auswahl. Bei den Kosten belief es sich auf das Gleiche und ich hatte das Risiko der Trächtigkeit sowie die Wartezeit umgangen.
    Dann kam aber noch die Aufzucht....und wenn man das zusammen rechnet mit den Krankheiten, die Kastration, die unweigerlich kommen, hätte ich ein tolles Dressurpferd kaufen können und jetzt nicht ein ungerittenes Pferd im Stall.
    Sicherlich ist der Gedanke schön, ein Fohlen aus "seiner" Stute zu haben, aber ich wurde auch schon arg enttäuscht und meine Stute wäre fast bei der Geburt gestorben. Meine letzte Stute mußte ich im Jahr 2008 gehen lassen, aber ich bereue die Entscheidung ein Fohlen dazu gekauft zu haben bis heute nicht.
     
  10. QuattroStarB

    QuattroStarB Neues Mitglied

    Hallo,ich denke das es wenn ich das alles so lese,und sich jeder danach richtet,keine Fohlen mehr gäbe.Ein gewisses Risiko ist immer da.Ichhabe wie schon geschrieben,einen eigenen Stall,für den ich keinerlei Kosten habe!!!!!!Unsere anderen Stuten bekommen auch kein Spezialfutter,und wir haben mehrere gesunde Fohlen und gesunde Mütter dazu.Ich meine es nicht bös und bin mir sicher das es auch Sinn macht,was ihr mir antwortet,dennoch wenn jeder so denkt dann sieht es mit nachwuchs arg übel aus.Da ich hier meinen Stall ja quasi inmitten einer Zucht habe,denke ich ,bin ich in guten Händen.

    quattro
     
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