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Longieren klappt nicht *grrrr*

Diskutiere Longieren klappt nicht *grrrr* im Bodenarbeit Forum; Hallo Foris, habe seit etwas mehr als einem halben jahr eine 5 jährige Stute übernommen, damals war sie leicht angeritten. Reittechnisch haben...

  1. getmohr

    getmohr ************

    Hallo Foris, habe seit etwas mehr als einem halben jahr eine 5 jährige Stute übernommen, damals war sie leicht angeritten.
    Reittechnisch haben wir tolle Fortschritte gemacht und sie wird dieses Jahr erstmals auf Turnieren vorgestellt.

    An der Longe will es aber nciht so recht klappen. Sie hat überhaupt gar keinen respekt vor der Longierpeitsche und ich habe daher große Probleme, sie vorwärts zu bekommen. angaloppieren ist auch sehr schwierig und klappt teilweise nicht.

    Zusätzlich dazu bleibt sie auf der linken Hand ganz gerne plötzlich stehen und dreht dann in die andere Richtung um.

    Bin ein bißchen am Verzweifen. Hab 2005 die Longierabzeichen gemacht und bin daher eigentlich recht sicher im Umgang mit der Longe, aber besonders was die treibenden Hilfen betrifft wei0 ich mir keinen Rat....

    Habt ihr vielleicht Ideen für mich?
     
  2. Katrin

    Katrin Inserent

    Gegen das Umdrehen würde ich mir einen zweiten dazuholen, der die Peitsche übernimmt. Dann kannst du dich auf die Longe konzentrieren und der andere auf die treibende Hilfe, sprich auch mal einen Schritt nach vorne machen so dass die Stute keine Möglichkeit hat sich umzudrehen.
    Wie sieht das denn genauer aus? geht sie einfach nicht vorwärts, ist einfach nur faul, oder widersetzt sie sich? Wenn sie faul ist, ruhig energisch treiben auch mit Stimme) und immer loben und (was die treibende Hilfe angeht) in Ruhe lassen, sofort wieder treiben wenn sie langsamer wird, geht sie dann nur einen Schritt voran sofort wieder loben. So hab ich das mit meiner RB auch einigermassen hinbekommen, wird schon deutlich besser. Nach und nach kannst du die treibende Hilfe verringern und das Pferd darauf sensibilisieren, dauert aber. Und wechsel alle 5 Minuten die Hand und longiere auch über Stangen, ruhig einen kleinen Tick weiter legen als sie normal tritt.
    Mehr fällt mir jetzt auch nicht ein.

    Liebe Grüße
     
  3. Anne D.

    Anne D. Inserent

    Hast du ne lange Peitsche (am besten 3m Stock, 4m Schlag)? Dann würde ich sie ganz pingelig auf Peitschensymbolik umstellen, das erspart einem, wenn es dann irgendwann mal funktioniert, in den meisten Fällen das Treffen mit dem Schlag und damit das Abstumpfen des Pferdes.
    Die Peitsche in der Grundstellung zum Sprunggelenk zeigend zum Treiben anheben (am einfachsten kapieren sie, was man will, wenn man das mit Gangartwechseln nach oben übt), wenn auf das Anheben + Stimme keine Reaktion erfolgt, einmal treffen. Das zweite Mal wirds bestimmt schon besser klappen, sonst nochmal nach dem Anheben (das ist wie Vorwarnen) an der Hinterbacke so treffen, dass eine deutliche Reaktion kommt (darf dann ruhig losspringen, dafür nicht bestrafen, du willst auf 100% Peitschenhilfe ja auch 100% Reaktion). I.d.R. lernen die das ganz schnell und man hat halb so viel Arbeit in der Mitte, weil ein Anheben (je nachdem wie hoch) dann für das passende Maß an Vorwärts reicht.

    Dreht sie sich mit dem Kopf nach außen oder mit dem Kopf nach innen um? Für Letzteres solltest du versuchen beim Longieren selbst einen kleinen Kreis mitzugehen und zwar immer deutlich hinter dem Pferd (im spitzen Winkel zum Pferd). Wenn man schafft immer hinterm Pferd zu bleiben, können sie sich nicht mehr Umdrehen, bzw man kann so eine Absicht rechtzeitig in ein energisches Vorwärts umwandeln.
    Bei Ersterem (Kopf nach außen) geht das schon nicht mehr so leicht. Da würde ich, wie Kathrin gesagt hat, zu Zweit longieren und evtl. mir einen Zirkel abgrenzen. Wenn sies aus vollem Lauf macht, kannst du vorübergehend die Longe durch den inneren Gebissring ziehen und am Gurt befestigen, dann kann sie den Kopf nicht mehr so ohne weiteres nach außen drehen. Allerdings musst du damit sehr vorsichtig longieren, weil man die Pferde sonst schnell im wahrsten Sinne des Wortes zusammenzieht.

    Viel Erfolg!
    Anne
     
  4. Urmel

    Urmel Guest

    was hast du den für ne Longepeitsche?

    Wenn meine nicht läuft mache ich es so wie es ANNE D. auch schon sagte, ich geh einen kleiner Kreis, hinter dem Pferd mit, was auch immer erfolg hat!
     
  5. SaBeeNeMaja

    SaBeeNeMaja Neues Mitglied

    Ich hab ein ähnliches Problem zur Zeit.
    Mein Wallach verweigert gerade alles, was auch nur im entferntesten mit Bodenarbeit zu tun hat.

    Mein Tipp an dich ist: Suche jemanden, der deine Philosophie in Sachen reiten einigermaßen teilt, der außerdem auch zu deinem Pferd passt und lass dir helfen. Ich glaube von der Problematik her ist dein Problem noch recht einfach in den Griff zu bekommen, zumal das Pferde kein aggressives Angriffsverhalten zeigt o.ä.

    ich bin nach wie vor auf der Suche nach jmd der mit mir und meinem Pferd arbeiten kann. Wenn die Lage erstmal so verzwickt ist, wirds immer schwieriger kompetente Hilfe zu finden!
     
  6. getmohr

    getmohr ************

    @Katrin: naja, mit dem Umdrehen ist das so, ich kann schon verhindern dass sie sich letzlich umdreht, gucke dann dass ich im schrägen Winkel mitlaufe und schnell hinter sie kommen kann, aber ich weiß einfach nicht wie ich ihr den Versuch abgewöhnen kann. Gibt es einen bestimmten grund warum sie das Rumdrehen macht? Sie macht es nur auf der linken Hand, recht herum nicht....
    Beim vorwärtsgehen widersetzt sie sich nicht, also sie geht schon und geht auch auf Befhel in den Trab über beispielsweise, ich hab jedoch Probleme ein ordentliches Tempo hinzubekommen, da sie recht faul ist und angaloppiertt bekomme ich sie oftmals kaum. Unterm Sattel macht sie sowas nicht, ist da zwar auch eher treibig aber alles in einem sehr normalen Bereich.
    Wie kann ich sie an der Longe blos energisch treiben, wenn sie nicht auf die Peitsche reagiert??

    @Anne: wie geht denn das mit dem Umstellen auf Peitschensymbolik, wenn sie fast gar nicht auf die Peitsche reagiert? Hast du da mehr Infos wie man sowas macht? Sie dreht sich nach innen weg, auf alle Fälle angenhmer als nach außen da hast du recht. Ich kann es auch meistens noch verhindern, verstehe aber nicht warum sie das macht und weiß auch nicht, wie ich ihren versuch umzudrehen unterbinden soll...

    @Maja: werd am Donnerstag auf alle Fälle nochmal mit eminer RL sprechen.
    Vielleicht kann diese sdie kleine auch mal selbst longieren. Käönnte mir allerdings vorstellen, dass bei ihr die Problematik nicht auftritt....

    @all: was haltet ihr von diesen Maßnahmen:
    1. Bandage o.ä. um die Hinterbeine wickeln, sodass diese beim gehen hinten an die Beine schlägt. Sollte das Pferd zum vermehrten Untertreten veranlassen...
    2. gerollte Pastiktüte o.ä. an der Schnur der Longierpeitsche befestigen, damit sie nicht auf den Schlag reagiert sondern eher auf das "gruselige" Geräusch??
    Pu, hoffe diese Lösungsvorschläge sind nciht zu rabiat. Hatte an und für sich noch nie Probleme beim longieren, hab ja wie gesagt auch die Abzeichen und dafür verscheidene, auch fremde Pferde longiert.
     
  7. Anne D.

    Anne D. Inserent

    Kenne so ein Verhalten auch von Pferden mit denen ich hier arbeite (Pferde von anderen Leuten :wink2:, deren Besitzer mit mir longieren, bzw. die ich longiere). Es wird kreuzbrav angetrabt, aber das Tempo ist total unproduktiv, da kommt man in einen Teufelskreis - ohne vernünftiges "Zünden" keine Losgelassenheit, ohne Losgelassenheit kein richtiges Vorwärts :confused2:

    Nochmal meine Frage, mit was für einer Peitsche longierst du? Ganz nebenbei: Solche "wilden" Maßnahmen halte ich in den meisten Fällen für absolute Augenwischerei, das mit der Plastiktüte z.B. wird höchstens eine Viertelstunde funktionieren, dann hat sich das auch erledigt.
    Ich würde unbedingt eine lange Teleskop-Peitsche (3m) mit Lederschlag (4m)nutzen und dann würde ich - so hart das klingt, aber du sparst dir dann zukünftig einen Großteil an Härte - durch Symbolik andeuten und wenn keine Reaktion kommt, mehrmals sauber Abziehen und vor allem auch Treffen (ggf vorher "trocken" treffen üben), nicht nur den Schlag hinters Pferd schicken, wirklich am besten im Umkehrpunkt an der Hinterbacke treffen. Das Pferd darf ruhig losspringen und ich würde direkt danach auch erstmal nicht bremsen, wie gesagt 100% treibende Hilfe - 100% Reaktion, lossprinten ist dann das, was du willst.
    Eine klarere Symbolik als die der klassischen Reitlehre vor allem für etwas abgestumpfte Pferde, ist nach meiner Erfahrung folgende: In der Grundstellung wird die Peitsche hoch getragen (Spitze zur Decke), zum Treiben wird sie abgesenkt, zum Durchparieren die Peitsche nach vorne über die Longe genommen. Der Vorteil ist, dass man aus der tiefen, treibenden Stellung besser und schneller treffen kann. Außerdem wirkt das Absenken etwas bedrohlicher.
    Ganz wichtig ist dabei, dass du niemals (auch nicht aus Versehen beim Rauslassen oder sonstwann) die Peitsche "einfach so" absenkst. Es muss wirklich jedes Mal (!) eine Reaktion kommen auf dein Absenken, wenn nicht, wird mit dem Schlag abgezogen. Wenn du das ne Zeit konsequent durchhältst, kannst du dich bald beim Longieren entspannen und nur noch mit der Symbolik arbeiten (man braucht dann irgendwann nichtmal mehr den Schlag).
    So wie sich deine Beschreibung anhört, ist das Umdrehen einfach Faulheit. So nach dem Motto "kein Bock mehr und wenn ich mich quer stelle, habe ich zumindest kurz Pause". D.h. dass du möglichst schnell das Pferd wieder in Bewegung bringen solltest, wenn es geht ohne hinzugehen. Mit ner langen Peitsche touchierst du das Pferd am Bauch und machst mit deiner Longenhand den Weg auf dich zu unangenehm (ein bisschen Wedeln o.ä.), machst nen Schritt in Richtung hinters Pferd und schickst es wieder auf die Zirkellinie.

    Außerdem würde ich so ein faules Pferd (vor allem im Hinblick auf den Teufelkreis mangelndes Vorwärts - kein Erreichen der Losgelassenheit und umgekehrt) möglichst abwechslungsreich arbeiten. Zirkel verkleinern und vergrößern, Zirkel verlagern, Gangartwechsel in ganz rascher Folge (zum Beispiel orientiert an den 4 Zirkelpunkten genau auf den Punkt im Wechsel eine dreiviertel Runde Trab und eine halbe Runde Schritt, das so mindestens 20x in Folge, Gleiches funktioniert auch ganz fantastisch mit einer dreiviertel Runde Trab und einer halben Runde Galopp), Stangentreten usw.
    Noch ne kurze Frage (im Hinblick auf den oben erwähnten Teufelskreis), wie bindest du aus beim Longieren und wie ist dein Pferd in Takt, Losgelassenheit und Anlehnung?

    Gruß,
    Anne
     
  8. Katrin

    Katrin Inserent

    Ich stimme Anne voll und ganz zu. Was mich aber stört, ist, dass sie es nur auf der einen Hand macht, Hast du denn mal überprüft, ob sie vielleicht verspannt ist oder irgend ein anderes gesundheitliches Problem haben kann? Oder mal an die Zähne gedacht? Vielleicht ist irgendwo noch ein Knackpunkt, der sie faul werden lässt und auch nur auf der eienn Hand umdrehen lässt. Kann natürlich auch sein, dass sie einfach noch nicht wirklich gut ausbalanciert ist auf der einen Hand und sich versucht durch Umdrehen zu entziehen. Was ich auf jeden Fall machen würde, dass du alle 5 Minuten die Hand wechselst. Ansonsten würd ich auch so vorgehen, wie Anne es beschrieben hat, sie hat ja doch wesentlich mehr Erfahrung im longieren als ich. :wink:

    Liebe Grüße
     
  9. Katrin

    Katrin Inserent

    Ich stimme Anne voll und ganz zu. Was mich aber stört, ist, dass sie es nur auf der einen Hand macht, Hast du denn mal überprüft, ob sie vielleicht verspannt ist oder irgend ein anderes gesundheitliches Problem haben kann? Oder mal an die Zähne gedacht? Vielleicht ist irgendwo noch ein Knackpunkt, der sie faul werden lässt und auch nur auf der eienn Hand umdrehen lässt. Kann natürlich auch sein, dass sie einfach noch nicht wirklich gut ausbalanciert ist auf der einen Hand und sich versucht durch Umdrehen zu entziehen. Ansonsten würd ich es auch so machen wie Anne geschrieben hat, sie hat ja doch wesentlich mehr Erfahrung im longieren als ich :wink:

    Liebe Grüße
     
  10. Anne D.

    Anne D. Inserent

    Danke, Kathrin :wink: . Stimmt aber, was du sagst. getmohr, lass doch mal nen kurzen Check vom Zahnarzt und Osteopathen machen, wenn du die Möglichkeit dazu hast. Dann tut man dem Pferd nicht unrecht, falls vielleicht doch irgendwo ne Blockade sitzt und sie einfach nicht anders kann. Ehrlich gesagt finde ich es auch ziemlich bedenklich, dass ein erst 5 jähriges Pferd so abgestumpft ist.
    Stimmt die Fütterung und Versorgung mit Mineralstoffen? Vielleicht tuts ja auch einfach mal ne Schippe Hafer um die Dame in Gang zu bringen :biggrin: ?!
     
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