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Mein Pferd macht manchmal einen verbitterten Eindruck auf mich :(

Diskutiere Mein Pferd macht manchmal einen verbitterten Eindruck auf mich :( im Pferdeflüsterer Forum; Hallo zusammen, ich habe seit 8 Jahren einen 15-jährigen Paint Horse - Araber Wallach (in meiner Signatur ist ein Link zu seiner Website, für...

  1. Tabea

    Tabea Inserent

    Hallo zusammen,

    ich habe seit 8 Jahren einen 15-jährigen Paint Horse - Araber Wallach (in meiner Signatur ist ein Link zu seiner Website, für alle die noch mehr Infos wollen!) und mit ihm viele Höhen und Tiefen durchgestanden - auf Deutsch gesagt, ich bin schon ein richtiger Fach***** für ihn und würde deshalb gerne mal eure objektive Meinung hören.

    Folgendes "Problem":
    Er ist wirklich gut ausgebildet (ich hoffe das stinkt nicht nach Eigenlob :D) und macht während des Reitens und der Bodenarbeit o.ä. also eigentlich bei egal was ich mit ihm mache toll mi (z.B. auch fliegende Wechsel mit Halsring - also er ist wirklich willig und möchte gefallen). Ich lege viel Wert darauf, ihm seine Zeit zu lassen, da er schnell hektisch wird, wenn er sich überfordert fühlt und achte darauf meine Emotionen ihm gegenüber sehr unter Kontrolle zu haben (damit schließe ich seine schlechte Laune so nenn ich es Mal als Spiegel meiner Emotionen aus).

    Sehr oft kräuselt er aber seine Nüstern ein wenig und stellt seine Ohren etwas weiter als in entspannten Momenten nach hinten (ein Hauch von angelegt könnte man sagen). Den Blick interpretiere ich als Missmut, Schmerz, Verbitterung -irgendwie in die Richtung und das macht mir Sorgen. Beim Natural Horse Training fiel auf, dass er immer auf Nummer sicher geht und körperliche Nähe meidet, wenn er kann (fehlendes Vertrauen kann ich mir trotz allem irgendwie schwer erklären :-/ ?!)

    -Sein Sattel passt (maßgefertigt an seinen schwierigen Rücken) aber er zickt trotzdem ein bisschen beim Satteln - Ohren und
    Kopf werfen, Mimik ist auch vorhanden, wenn kein Sattel im Spiel ist.
    -Er hat viel Abwechslung: Ausreiten, Trail, Arbeit auf dem Platz, Showmanship, Natural Horsemanship, freie Tage, 5-6
    Turniere/Jahr (auf den Turnieren ist er ein Musterschüler, also kann man "turniersauer" ausschließen), 4 Kurse Natural
    Horsemanship/Jahr.
    -Er lebt mit 4 Stuten in einem LAG ausgezeichneten Laufstall (5 Sterne) und ist Rangletzter bis -vorletzter (3jährige Stute
    und er sind etwa gleichhoch), hat aber kein Stress um Futter o.ä..
    -Diese Mimiken sind noch nicht immer da gewesen, haben sich aber im Laufe der Jahre eingeschlichen.
    -bisherige Krankheiten: blockierte Hüfte, rausgesprungene vorderste Rippe, gutartige kleine Sarkoide (nach außen gewachsen
    an Hinterbein) -> Ostheopath und Tierarzt sagen er ist soweit fit.

    Das lässt mich glauben, dass er psychisch gesehen eher ein Problem hat und nicht körperlich. Nur was?

    Ich frag mich wirklich, was ich falsch mache! Bitte helft mir...

    Liebe Grüße,
    Tabea
     
  2. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Das was du beschreibst habe ich inzwischen schon bei viele Parelli Pferden gesehen.

    Die arbeiten mit, bieten sich an und sind bemüht, aber so wirklich zufrieden wirken sie nicht. Irgendwie "Totgespielt".

    Andererseits können auch Schmerzen vorliegen, da muss man halt gucken.

    Nur mal so als Denkanstoss. Habt ihr in der Zeit was verändert? Mehr trainiert? Mit mehr Druck trainiert? Und wie ist es wenn du ihn einfach nur beobachtest?
     
  3. Tabea

    Tabea Inserent

    Vielen Dank für deine Antwort.

    So ganz normal in der Herde wirkt er absolut zufrieden, deswegen denke ich, dass ich irgendetwas falsch mache - nur weiß ich eben nicht was.

    Zum Thema mehr Druck: 2010 und 2011 waren zwei harte Jahre für uns: Es ging reiterlich etwas abwärts, da er anfing zu traloppieren und kein Trainer mich darauf hingewiesen hat; gemerkt hab ich es am Ende daran, dass ich auf den Turnieren manchmal rausgewertet wurde und dann beim Richter nachgefragt hat - der war dann der Erste der mir das Phänomen erklärt hat (damals war ich 16). Ich glaube, dass ich in dem frustrierenden Jahr 2010 trainingstechnisch nicht ungerecht zu meinem Pferd war, aber ich hab ziemlich verbissen trainiert. Das heißt 6 Tage pro Woche 1 Stunde Platzarbeit mit Videoanalyse und pipapo...
    Seit 2011 hab ich versucht einen Gang zurück zu schalten und bin nur auf kleine Turniere gefahren, hab wieder mehr den Spaß in den Vordergrund gestellt.

    Ich kanns nicht genau sagen, ob es während der Zeit entstanden ist. Fakt ist aber: Solche Sachen, wie falschrum auf dem Pferd reiten, über den Po runterrutschen, sich auf ihn draufstellen - das hat er früher, d.h. 2007/2008 ganz gechillt mitgemacht und heute macht er das auch mit, ABER eben mit diesem Nüsternkräuseln, Kopf schlagen; auf eine Art, bei der ich jedes Mal denke, okay das lass ich, das Spiel scheint nur mir Spaß zu machen.

    Mit Parelli hat das nichts zu tun (auch nicht mein Natural Horse Training übrigens, das ist normale Bodenarbeit nur ohne Strick ;)).. vor allem, weil ich auch das erst ein halbes Jahr mache ;)
     
  4. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Und seit wann zieht er den Flunsch?
     
     
  5. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Hey Tabea,

    eigentlich hat Dein Pferd schon gewonnen - WEIL Dir sowas auffällt und Du Dir Gedanken machst! :)

    Ich mußte, ähnlich wie Manic, auch gleich denken: Zuviel "Dominanzspielchen" vielleicht?

    Es könnte aber auch UNTERforderung für seinen Geist sein?
    Möchte er vielleicht mehr Denkspiele?

    Unglücklich in der Haltung, unter- oder überfordert (Herdenkonstellation, Bewegungsanreize)?

    Beginnende Arthrose als Schmerzursache?

    Oder Du versuchst es mal mit - durch jemand Fachkundigen angepassten - BachBlüten für seine innere Ausgeglichenheit?


    LG, Charly
     
  6. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Wenn er mit der Haltung ein Problem hat, dann sollte er doch aber auch da Flunsch ziehen.... hast du mal ein Foto wenn er so guckt?

    Gesendet von meinem PAD-FMD700HD mit Tapatalk
     
  7. Barrie

    Barrie Inserent

    Es ist nur ein Bauchgefühl:
    alles viel zu viel.
    Und bei NHS muß er ja auch konzenriert auf dich achten...ich erleb ähnliches manchmal bei perfekt ausgebildeten Hunden: sie machen alles, perfekt. aber ohne Spaß zu haben.Geht ihr auch manchmal einfach nur spazieren?
    Ich hab manchmal eine Trainerstunde "nur Bodenarbeit" bei einer sehr guten Fachfrau. Es ist extreme anstrengend für Mensch und Pferd, weil eben jede Kleinigkeit stimmen muß.
    Kann man ausschließen, daß er doch ein paar Rückenprobleme hat? Durch die Formulierung "extrem schwieriger Rücken" komm ich drauf.
    Barrie
     
  8. Tabea

    Tabea Inserent

    Wow, so viele Antworten =)
    Charly - das ist man seinem Pferdchen ja schuldig, ich hab ja die Verantwortung für sein Wohlbefinden auf dem Kaufvertrag mit unterschrieben ;)

    Unbenannt.jpg

    Hier ist ein Bild von kurz nach Weihnachten... manchmal kräuseln sich die Nüstern noch etwas mehr.. aber ich finde, dass er so ein bisschen geschunden iwie aussieht..

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=523689381061303&set=pcb.523689391061302&type=1&theater <-- so sah es früher aus

    Zum Thema Dominanz, das könnte sein. Ich bin ziemlich perfektionistisch in Hinsicht auf Erziehung (studiere Lehramt und hab ne Trainerin zur Mutter :D), also Dominanz von seiner Seite unterbinde ich konsequent.

    Was mir grade noch einfällt: In Situationen bei der freien Bodenarbeit z.B. trabt er neben mir her und könnte theoretisch jederzeit weggehen. Manchmal fängt er dann an, die Ohren etwas anzulegen und an meiner Jacke zu zupfen...ohne zu beißen! So ist das auch beim Satteln, er droht aber macht nichts.

    In Sachen Unterforderung bin ich mir nicht sicher: Beim Reiten mache ich ja auch viel Trail mit ihm, früher habe ich aber noch mehr Freiheitsdressur gemacht...

    Die Haltung schließe ich aus, da ist er zufrieden und die hat sich auch nicht großartig verändert (eher verbessert vor allem, früher wurde er öfters vom Futter verscheucht).

    Früher bin ich definitiv öfters ausgeritten als heute und meine Eltern sind auch manchmal mit ihm ins Gelände. Jetzt reite ich nur ca. alle 2 Wochen aus, das liegt aber auch daran, dass ich jetzt nur noch 3-4 Mal pro Woche reite (wegen Zeitmangel in der Vorlesungszeit) und nicht wie früher 6x...

    In Sachen zu viel für ihn: Es ist so, dass er motivierter ist mitzuarbeiten, wenn er einen Tag frei hatte; das ändert aber nichts an seinen Grimassen zwischendurch. Er macht seinen Job nur einfach noch besser als sonst.

    Die Ostheopathin meinte ja, dass er soweit okay ist... er hat halt einen Senkrücken und ist überbaut, da passt kein 08/15 Westernsattel.

    https://www.facebook.com/photo.php?...985.1073741843.447668138688681&type=1&theater

    und so sieht er aus, wenn er mich zum Stall kommen sieht (er kommt auch meistens zu mir gelaufen ;))
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. Jan. 2014
  9. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Trägt er den Schweif immer so?
     
  10. Tabea

    Tabea Inserent

    Ja, das ist das Araberblut... sobald er losläuft, geht der nach oben...
     
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