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Modern Myths vs. früher war alles besser

Diskutiere Modern Myths vs. früher war alles besser im Allgemein Forum; Angeregt durch einen anderen Thread: wann fing man an, Pferde mach einer Reitpause über Wochen am Boden für das Reiten vorzubereiten? Seit wann...

  1. satine

    satine Inserent

    Angeregt durch einen anderen Thread:
    wann fing man an, Pferde mach einer Reitpause über Wochen am Boden für das Reiten vorzubereiten?
    Seit wann wird man schief angesehen, wenn man einfach reitet, im Gelände, ohne vorher wochenlang zu longieren, zu Langzügeln oder spazieren zu gehen?
     
  2. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Kommt doch immer auf den Fall an Satine. Wir lange nach der Pause? Welcher Futter und viel wichtiger muskulärer Zustand. Pauschal lässt sich da finde ich nix sagen.

    Ich reite per se lieber. Aber wenn ich an mein aktuelles Berittpferd denke, mag ich da noch nicht mal ein Sattel auflegen so schlecht sieht der aus. Was bringt es mir zwingend drauf zu hocken wenn ich weiß, dass der Rücken entweder schon was hat oder hatte oder einfach absolut null bemuskelt ist?! Das bringt so dann auch nur Schmerz.

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  3. sarah2010

    sarah2010 Bekanntes Mitglied

    Ich kann nur von mir sprechen. Aber seit ich einen Blick fürs Pferd entwickelt habe. Im Pensionsstall wars mir auch egal. Seit ich mich wirklich intensiv mit dem Pferd in alle Richtungen auseinander gesetzt habe sehe ich es einfach anders. Früher wars mir ja auch "egal" bzw ich fands nicht dramatisch, dass die Pferde für 2-3 Stunden raus kamen :bahnhof: da würde ich heute auch davon laufen.
     
  4. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Ist das denn so? Ich kenne das nur aus dem Internet, im realen Leben ist mir noch keiner begegnet, der das so sieht.
    Also vermute ich, es kommt von den ganzen anderen Dingen, die ich nur aus dem Internet kenne, wie Longenkurse, gelb-blaue Gassen, Faszien, Fellsättel, Join-Ups, Tellington-Sticks, gebisslose Zäume usw. Ich habe keine Ahnung, warum in der Theorie und geschrieben so viele Alternativen notwendig sind. Ich weiß auch nicht, wo die praktiziert werden. Irgendwo muss es das ja, denn ich habe Fotos gesehen. Ich vermute, in manchen Fällen (nicht in allen) wird dadurch eine gewisse Unfähigkeit im Konventionellen kompensiert. Wenn ich nicht reiten kann, mache ich leidenschaftlich Bodenarbeit, verfluche den Turniersport, wechsle die Reitweise und Ausrüstung, aber eigentlich in allererster Linie nur den Anspruch.

    Ich longiere schon oft ein paar Mal vor dem Reiten nach einer Pause, je nach Pferd, und dann fange ich mit kurzen Reiteinheiten an. Manchmal longiere ich noch begleitend für den Muskelaufbau. Aber an sich bin ich kein großer Fan vom Longieren. Ich finde es zwar sinnvoll, aber es macht mir keinen Spaß. Darüber groß zu reden und es hervorzuheben, finde ich nicht nötig. Geht auch ohne.

    Edit:
    Habe jetzt erst den anderen Thread gelesen. Muss dann im Prinzip hinzufügen, wenn man darauf Lust hat, kann man spazieren und longieren, so viel man möchte. Schadet nix. Ich habe es jetzt so beantwortet, als wäre es Pflichtprogramm oder "besser". So sehe ich das nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Apr. 2017
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  5. satine

    satine Inserent

    Fallabhängig, klar.
    Aber wann fing das an?
    Horstis Einwand ist auch meine Idee. Das das nichts mit einem wirklich MUSS zu tun hat sondern modern und unabdingbar wurde, alls Bodenarbeit en vogue wurde.

    Ich würde auch noch nicht mal sagen, dass wir heute bewusster mit den Pferden umgehen. Zögerlicher, Vorsichtiger, ja, aber bewusster? Nein.
    Vieles von dem, was uns als "neu" verkauft wird, ist schon ewig bekannt. Aber wenn Opa Fritz das sagt, hat der keine Ahnung. Da braucht man als Verbraucher von Heute schon eine Mischung aus Show, Marketing und schlechtem Gewissen, gepaart mit Edjutainment.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Apr. 2017
  6. sarah2010

    sarah2010 Bekanntes Mitglied

    Also zum Muskelthema eben nochmal. Beim jungen Pferd hast du ja nach 5-6 mal meist schon ne Basis aufgebaut. Das klappt nur mit 20 haltnicht mehr so. Und ich finde schon das man diese Basis braucht.
    Ich seh es auch bei meinem. Klar, überlebt hat der das früher auch wo man sich halt trotzdem sofort drauf gesetzt hat. Besser weg gesteckt und motivierter hat ers jetzt.
     
  7. Es muss die gleiche Zeit gewesen sein, als es üblich wurde, einen Osteopathen ans Pferd zu holen und regelmäßig nach den Zähnen schauen zu lassen.
    Insofern kommt das "bewusster mit dem Pferd umgehen" vielleicht schon hin.

    Bodenarbeit statt Reiten eines gesunden Pferdes von normal gesundem Menschen, so als Reitvermeidungsverhalten, kam m.E. erst später. Ich meine damit nicht zusätzlich zum Reiten wegen der gelegentlichen Abwechslung, sondern eben anstatt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Apr. 2017
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  8. Gromit

    Gromit Punktetierbändiger

    Das war, meiner Meinung nach, schon immer so. Hier wurden schon immer die Leute, die alle paar Wochen ihr unterbemuskeltes Pferd für einen 3 Stunden Ritt durch den Wald heizten, schräg angeschaut.
    Grundlagen der Sportphysiologie waren, jedenfalls zu meiner Zeit, schon immer Basiswissen beim Reiten.
    Es gab aber auch schon immer Idioten, die das nicht berücksichtigten.
     
  9. Frau Horst

    Frau Horst Bekanntes Mitglied

    Und braucht man dafür eine Longe?
    Man kann ja auch aufsteigen und 20 Minuten reiten.

    Weil ich wissen wollte, ob es geht, bin ich meinen auch schon nach einer Pause direkt wieder geritten. Da bin ich nach gut 10 Minuten wieder runter, plus ein paar Minuten Weg zum Platz und zurück. Das kann man ja auch so aufbauen, ohne Alternativen.

    Und wenn man drei Stunden reiten will, bringt einem anlongierte Kondition auch nichts, denn Tragen muss das Pferd nur, wenn man auch draufsitzt.
     
  10. satine

    satine Inserent

    Naja, Gromit, das ist ja nun das andere Extrem. Und die wurden auch in meinem Umfeld schief angeguckt.

    Früher hieß es bei uns eben: "der stand lange. Fang mal mit kurzen Einheiten an und steiger das dann."

    Ggf. wurde der noch mal an Longe gehängt um zu schauen, wie der auf den Sattel reagiert. Aber das war es dann.
     
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