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Murphys Law - Wie viel Rücksicht auf Risiken und Eventualitäten?

Diskutiere Murphys Law - Wie viel Rücksicht auf Risiken und Eventualitäten? im Pferde Allgemein Forum; Guten Abend Mädels und auch den Herren :meld: In diesem Thread würde ich mich gerne mit den Risiken die das Leben bereit hält und deren...

  1. Kuschelkiwi

    Kuschelkiwi Forenobst

    Guten Abend Mädels und auch den Herren :meld:


    In diesem Thread würde ich mich gerne mit den Risiken die das Leben bereit hält und deren Auswirkungen auf die Pferdehaltung, bzw. das Pro und Contra des Pferdekaufs auseinander setzen.

    Ich bin ja zum Pferdenarr erzogen. Im Sattel mit 4, eigenen Ponys seit dem 9. Lebensjahr. Das da der Wunsch zum Eigenen sich nicht einfach ersticken lässt, war also eigentlich vorherzusehen.

    Nun aber zum eigentliche Thema das Threads. Entsprechend dieser Gedanken kommen natürlich auch viele "Wenns" und "Abers" auf und gerade im vergangenen Jahr habe ich so einige potentielle "Abers" zu spüren bekommen, wie gerade der aktive Kern hier zu spüren bekommen haben dürfte. Wie oft habe ich mir in den letzten Monaten gedacht : "Hättest du jetzt ein Pferd, dann wäre aber gerade richtig zappenduster."

    Ich möchte das jetzt für die Wissenden nicht zur Grundsatzdiskussion über eben jene Monate ausarten lassen, sondern mir geht es um die Frage, wie man potentielle Risiken abzuwägen hat.

    Mit einem Moment finanzielle Nöte, Gesundheitliche Pattsituationen oder zeitliche Engpässe. Wie weit kann man Planen? Wie vorsichtig muss man sein?

    Theoretisch, auf dem Papier wäre alles so schön. Im März / April kommt der nächste Schub Frühjahrsfohlen, sich ein wenig umschauen und dann zum Absetzen entsprechend 6 oder 7 Monate später das Auserwählte zu sich holen. Zeit zum Planen. Zeit zum noch mehr auf die hohe Kante legen.
    Seit das vergangene Jahr aber so katastrophal verlief nagt die permanente Angst vor unerwarteten Problemen an mir. Was wenn irgendeiner der Geldhähne sich sich auf magische Art und Weise zudreht? Was wenn dies meinem Freund noch einmal passiert? Könnte ich alles stemmen? Was wenn man das Studium doch nicht schafft? Derzeit lieg ich gut im Stoff, bin aber ein Prüfungspaniker und in knapp 30 Tagen gehts los - da projiziert der Verstand mir alle möglichen Scheiterungsgedanken in den Kopf.
    Im nächsten Moment frage ich mich, ob ich da nicht einfach zu pessimistisch bin und das eigentlich auch Situationen sind, mit denen sich jeder andere Pferdehalter auseinander zu setzen hat.
    Was wenn der Job flöten geht? Oder Familienmitglied X pflegebedürftig wird und dadurch keine Zeit bleibt.

    Jetzt lief also ein Jahr sche*ße, aber ist das nun generell ein Grund Abstand von dem Gedanken Pferdehaltung zu nehmen?
    Wie handhabt ihr das? Habt ihr irgendwie vorgesorgt, neben dem beliebten "Polster" für eventuelle OP's etc? Was wenn Job / Gesundheit / Mann (?) plötzlich weg sind?
     
  2. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    Wenn der Job weg ist, sucht man sich einen neuen.

    Wenn der Mann weg ist, stockt man seine Stunden auf und verdient mehr.

    Zeitlich eingeschränkt oder gesundheitlich nimmer ganz fit, dann ist das Pferd halt nimmer so durchtrainiert.

    Alles in meinem Lebenslauf vorhanden. Und weil ich das Alles schon erlebt habe, sehe ich das wohl so entspannt:

    Irgendwie gehts. Immer. Weiter.

    Obsi.
     
  3. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    Sehe ich auch so. Irgendwie gehts immer weiter, vielleicht nicht so wie man sich das Eigentlich mal vorgestellt hat, aber weiter geht es immer.
    Nur ist da jeder anders in seinen Ansprüchen. Es gibt ja auch Menschen die nach "ganz oder gar nicht" leben und die Messlatte an die eigenen Ansprüche sehr hoch liegen haben.
     
    Flauschball gefällt das.
  4. Sancta

    Sancta Bekanntes Mitglied

    Bei mir war es ja auch eine schwere Entscheidung. Noch in Ausbildung und kaum Geld zur Verfügung. Gut, ich bin heilfroh das ich mich dafür entschieden habe. Der finanziellen Situation nach hätte ich es aber lassen müssen. Ich musste mich noch extremer zurück nehmen und auf so ziemlich alles verzichten (Friseur, Klamotten, selbst Süßkram). Und ich rede von nur 80€ Fixkosten im Monat.
    Bei mir waren halt die Faktoren Familie, SB und Robustpony die ausschlaggebenden Faktoren. Meine Eltern besitzen zwar selbst kein Vermögen, stehen aber voll dahinter und würden alles mögliche tun damit es meinen Pön's gut geht wenn ich selbst finanziell nicht kann.
    Die SB unterstützt mich sowohl finanziell als auch bei Urlaub/Krankheit. Wir haben zwar oftmals verschiedene Meinungen bezüglich Haltung und Pflege, aber wenn es hart auf hart kommen würde, hätten die Mädels bei ihr weiterhin einen Platz.
    Außerdem sind meine zwei absolute Robustponys. So leicht kommt an die nix ran, solange eine gute Haltung vorhanden ist.

    Ich bin wirklich froh wenn ich dann im Sommer in den unbefristeten Vertrag komme, denn dann sind wirklich alle Sorgen vorerst vom Tisch. Was Krankheit/keine Zeit angeht würden meine beiden einfach eine Auszeit bekommen und die Koppel genießen dürfen. Schadet nicht und solange der Zeitraum absehbar ist ja auch kein Grund zum Verkauf (bei mir nie, die bleiben bis sie tot umfallen).

    Ich kann deine Bedenken voll und ganz verstehen. Es ist schwierig, vorallem wenn ungeplante Sachen dazu kommen. Man muss halt für sich selbst entscheiden, ob man gerne dafür verzichtet, tausendmal das Konto nachrechnet usw.
    Es ist halt echt eine Qual, das dürftest du ja die letzte Zeit auch gemerkt haben. Ich kann dir die Entscheidung keinesfalls abnehmen, aber überleg es dir gut. Umschauen schadet nicht, das würde ich schon machen.
    Wenn die Familie hinter einem steht und das Pferd wirklich als Familienmitglied sieht, wofür sie finanziell jederzeit für dich einspringen würden, dann ist das sehr gut.

    Nur, was ich ebenfalls gemerkt habe, wenn man in solch einer finanziellen Situation ist und man für das Pferd auf vieles verzichtet, dann muss es auch DEIN Pferd sein. Passt ihr nicht zusammen, macht das keinen Sinn. Dann bist du nachher gefrustet und für das Pferd ist das ja dann auch nicht toll. Also nicht nur Vernunft, sondern auch dein Herz entscheiden lassen. Die richtige Mischung macht's... ;)
     
     
  5. GilianCo

    GilianCo Langzügelbespaßer

    Ich habe nun seit fast 20 Jahren eigene Pferde. Und ich hatte auch Zeiten, gerade im Studium, da ging auch finanziell nicht alles glatt. Letzten Endes habe ich da das komplette Geld, was ich nebenher noch verdient habe, ins Pferd gesteckt.

    Irgendwie bekommt man alles irgendwie hin. Und meine Erfahrung ist, planbar ist das nur in recht engen Grenzen. Ich hätte beispielsweise trotz OP Versicherung immer gesagt, das mein Pferd nie Kolik operiert werden würde. Tja. So schnell kann es gehen, wenn die Entscheidung dann doch getroffen werden muß. Ebenso ist das mit vielen anderen Dingen, die mir so mit meinem Pferd schon so passiert sind... (also, mit allen drei Pferden, die ich so hatte, genau genommen)...
     
  6. Das ist mMn von der Persönlichkeit des Einzelnen abhängig. Der eine ist risikofreudiger, der andere denkt mehr nach und versucht, alle Eventualitäten zu bedenken, was aber natürlich nicht geht.
     
  7. ManicPreacher

    ManicPreacher Gelebte Chaostheorie

    "Denkt mehr nach" hat was von "ist Intelligenter". :affront:

    Klar sollte man darüber nachdenken, aber alles ist nicht zu kalkulieren. Sonst ist man an dem Punkt das man mindestens 10.000 Euro auf der Bank haben muss um gerüstet zu sein.
    Genau betrachtet ist alles darunter Risiko. ;)
     
  8. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ.

    Kiwi - warum jetzt in diesem Jahr einen Absetzer kaufen, den Du ja dann eh mindestens 2 Jahre wegstellst und erst in 3 - 4 Jahren reiten kannst - und nicht in genau diesen 3 - 4 Jahren NACH erfolgreich abgeschlossenem Studium mit Aussicht auf einen Job / mit festem Job einen 3 oder 4jaehrigen kaufen?!

    Man kann nicht alles planen im Leben, und "irgendwie geht's immer weiter" (Obsi / Manic).
    Aber in Deinem speziellen Fall seh ich keinen Sinn darin, jetzt nen "nutzlosen" Absetzer anzuschaffen.


    Du willst doch auch noch Deinen Vater öfter sehen (Geld! Versorgung?), steckst dann mit dem Kof in den Prüfungen, ihr wollt noch umziehen, Du willst / musst Deine Gesundheit stabilisieren.

    Ganz ehrlich - da gibt's doch in und um Münster sicher irgendwobein passendes Rentnerpferdchen, was sich über Besuche von Dir, ggf. auch unregelmaessig so wie es passt, freut - dann hast Du denselben Pferdekontakt wie bei einem Absetzer, aber ohne Verpflichtungen (nach Absprache mit dr Besitzin, natürlich).


    LG, Charly
     
  9. Dann müsste ich ziemlich blöd sein ;)...
     
  10. obsession

    obsession ...mag Basketball lieber

    Meine Eltern standen und stehen null hinter dem Hobby. Standardspruch meiner Mutter: "so lange ihr (meine Schwester und ich) euch Pferde leisten könnt, kanns finanziell ja so schlecht nicht aussehen".

    Ein gutes Geld-Management, das Setzen von Prioritäten im Leben und eine gesunde Portion Glück - dann läuft's. Und wenns nicht läuft, muss man improvisieren ;) dann läuft's auch wieder.

    Obsi.
     
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