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Nach Hornhautverletzung Autoimmun Erkrankung des Auges

Diskutiere Nach Hornhautverletzung Autoimmun Erkrankung des Auges im Äußere Erkrankungen Forum; Hallo zusammen, mich würde interessieren, ob jemand ähnliches berichten kann: Mein Pferd hat sich eine mittelgroße Hornhautverletzung am Auge...

  1. Franzi_hallo

    Franzi_hallo Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, ob jemand ähnliches berichten kann:

    Mein Pferd hat sich eine mittelgroße Hornhautverletzung am Auge zugezogen. Ich habe direkt den Tierarzt konsultiert. Dieser diagnostizierte eine Verletzung der oberen Hornhaut. Diese sollte laut Tierarzt schnell abheilen. Nachdem die erste Salbe leider nicht geholfen hatte, vergrößerte sich die Verletzung auf ein doppeltes. Die zweite Salbe schlug gut an. Das Auge sah immer besser aus und mein Pferd kneifte es nicht mehr zu. Plötzlich fing das Auge wieder an zu tränen und mein Pferd kneifte das Auge wieder zu. Wir fuhren in die Klinik, um einen Augenspezialisten schauen zu lassen. Die Tierärztin stellte fest, dass die Hornhautverletzung abgeheilt ist, aber kleine kaum zu sehende Äderchen im Auge gewachsen sind und ein leichter brauner Schleier auf dem Auge zu erkennen ist. Die Diagnose ist eine autoimmune Reaktion des Auges auf die Narbe. Sie verschrieb Cortisonsalbe, die mein Pferd nun 4 x mal täglich, bekam und langsam ausgeschlichen wurde. Das Auge wurde regelmäßig kontrolliert. Nach 5 Wochen Cortisonsalbe ist die Autoimmun Erkrankung leider nicht verschwunden. Laut Tierärztin besteht die einzige Möglichkeit der Heilung in einer OP, in der die oberste Schicht der Hornhaut weggelasert wird, um neu abzuheilen.

    Ich würde mich sehr über Berichte freuen, ob jemand ähnliche Erfahrungen nach einer Hornhautverletzung gemacht hat und welche Therapie durchgeführt wurde.

    Liebe Grüße
    Franzi
     
  2. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Ich wünsche Deinem Pferd alles Gute aber mir erscheint bei einer Autoimmunerkrankung nicht logisch, warum das zweite mal die Blutgefässbildung nicht stattfinden sollte?
    Oder ist es einfach ein Versuch, da es sonst nichts mehr gibt?
     
  3. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Unsere Shettystute hatte auch eine, allerdings massive Hornhautverletzung.
    Es bildete sich eine stark hervorstehende Narbe.
    Die TÄ meinte dazu etwas ähnliches, nämlich dass sie erstmal das Auge nochmal durch irgendwelche Tropfen reizen würde (ich glaube Jodlösung?) um den Heilungsprozess erneut in Gang zu setzen, und, falls das nichts bringt, die obere Schicht der Hornhaut abzutragen wäre, damit das Auge besser abheilen kann.

    Die Tropfen halfen aber ein wenig, der "Knubbel" glättete sich, die weiße Stelle blieb aber.
    Im Sommer müssen wir das Auge durch ein Fliegennetz schützen, sonst tränt es wieder.

    Achja, unsere Tierärztin meinte damals, solange da Blutgefäße sind, befindet sich das Auge im Heilungsprozess. Von selbst zurückbilden ist bei dir ausgeschlossen?
     
  4. Franzi_hallo

    Franzi_hallo Neues Mitglied

    Also das Auge ist komplett verheilt. Es hat sich kein Gnubbel gebildet. Es ist an sich auch schön glatt und auf den ersten Blick nichts mehr zu sehen. Allerdings möchte sein Körper nun die neu gebildete Hornhaut abstoßen. Diese autoimmune Reaktion sind die Äderchen. Die Äderchen sind laut Tierärztin nicht für die Wundheilung des Auges verantwortlich. Seit Auftreten der Verletzung sind nun 5 Monate vergangen. Die Tierärztin meinte die OP, welche sehr teuer und auch ein Risiko birgt wäre die einzige Möglichkeit.

    Von der Jodlösung habe ich auch schon gelesen. Vielleicht kann man dem Auge damit einen neuen Anstoß geben. Da werde ich die TA mal drauf ansprechen.
     
  5. Franzi_hallo

    Franzi_hallo Neues Mitglied

    @PAweide
    Das heißt der Heilungsprozess ist noch im Gange? Wie lauert dauert die Geschichte denn schon?

    Was hat die TÄ denn gesagt, was das Abtragen der Hornhaut kosten würde?

    Unsere TÄ hat von einem Klinikaufenthalt von 6 Wochen und dementsprechend Kosten von 6000 Euro gesprochen.
     
  6. PAweide

    PAweide Bekanntes Mitglied

    Eigentlich war es ausgeheilt, die Adern sind weg, die weisse Stelle geblieben. Jetzt hat es wieder etwas getränt, ich denke wegen der Fliegen, mit Maske ist es wieder OK.

    6000€ sind aber wirklich eine Hausnummer.

    Wir hatten damals besprochen, dass wir alles machen, was ambulant machbar ist. Ob das beim Abtragen der Hornhaut auch möglich gewesen wäre, weiß ich nicht. Über einen Preis hatten wir nicht geredet, nur bei der Akutverletzung, da hätten wir mit 4500€ rechnen sollen.
    Unsere klare Ansage war, dass Pony schmerzfrei sein muss, um das zu erreichen, hätten wir auch das Auge entfernen(ca 1500€) lassen. Mit einem Auge kann ein Pferd gut leben, mit Schmerzen nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Aug. 2020
  7. Weltenwanderer

    Weltenwanderer Isiphiler Workophobiker

    Ich würde mir da mal eine zweite Meinung einholen - dass ein Autoimmunproblem durch eine chirurgische Massnahme gelöst werden kann, kommt mir sehr unüblich vor.
     
  8. Franzi_hallo

    Franzi_hallo Neues Mitglied

    Danke für eure Antworten! :)
     
  9. Mirage

    Mirage Bekanntes Mitglied

    Kenne das zwar jetzt nicht in Verbindung mit einer vorhergehenden Hornhautverletzung (ggf. ist durch die Hornhautverletzung die Autoimmunerkrankung allerdings quasi der Zufallsbefund), aber wir hatten eine Appi-Stute bei uns im Stall stehen, die hatte eine Autoimmunerkrankung, sie hat damals beide Augen nacheinander Lasern lassen, Klinikaufenthalt waren allerdings max. 2 Wochen pro Auge, sofern ich das noch richtig in Erinnerung habe. Hauptproblem bei dieser Stute war allerdings der Augeninnendruck. Sie ist im Ergebnis beidseitig komplett erblindet, das Lasern sollte da aber sowieso nur hinauszögern, hat lt. Besi auch gut funktioniert und der Stute noch a bisserl länger Sehlicht gewährt. Kostentechnisch meine ich lagen beide Augen insgesamt bei 10.000 Euro, ergo 5.000 pro Auge, ist aber schon ein paar Jahre her, ggf. ist das teurer geworden.

    Grundlegend finde ich es aber schon logisch, dass wenn der Körper die Narbe angreift und diese weggelasert würde, gute Chancen bestehen, dass dann der Körper auch Ruhe gibt und nix mehr angreift. Also zumindest der Logik nach.
     
    Franzi_hallo gefällt das.
  10. *FrogFace*

    *FrogFace* Frosch ohne Locken

    Einsprossung von Blugtefässen sind meines Wissens nach immer ein Zeichen dafür, dass die Heilung noch nicht abgeschlossen ist. Ich würde tatsächlich unbedingt noch eine Zweitmeinung einholen. Augensachen sind recht langwierig.
     
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