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nervöses/panisches/dominantes Pferd

Diskutiere nervöses/panisches/dominantes Pferd im Pferde Allgemein Forum; Hallo ihr Lieben, so es geht hier um meine Luna und ich hoffe ich bin hier richtig. Ich mache momentan viel mit ihr ZL / Horseman / GH -...

  1. Chenoa

    Chenoa Inserent

    Hallo ihr Lieben,

    so es geht hier um meine Luna und ich hoffe ich bin hier richtig.
    Ich mache momentan viel mit ihr ZL / Horseman / GH - Übungen aber das Problem was Luna hat verschwindet nicht. Sie ist eine Pintostute 1,70m groß und 7 Jahre alt. Demnach ein richtiger brecher, da sie sehr im Hengsttyp steht.

    Unterm Sattel ist sie eine reine Katastrophe, sie buckelt, reagiert nicht auf Hilfen und läuft wie eine Giraffe --> Gesundheitlich ist alles in Ordnung.
    Aber ich hoffe das wird besser, wenn wir ab dieses Jahr richtig mit Unterricht arbeiten. Sie hatte ja auch keine einfache Vergangenheit. Geschlagen/Unterdrückt/Ausbildung mit scharfen Gebissen - das ihr das Blut aus ihr Maul lief usw...

    Okay - aber ihr Problem = sie ist absolut panisch, nervös - schreckhaft und dominant. Die Dominanz denke ich mal bekommen wir schon hin, in dem ich mehr Übungen mache - das Wetter war nur einfach schlecht und wir haben keine Halle. Aber ihr absolute nervosität - heute zB. Wir waren spazieren, alles gut - auf der anderen Straßenseite lief eine Frau mit ihrem Hund - Luna hat sich so erschrocken und ist vollkommen abgedreht mit buckeln, losrennen und und und es war erst gut, als die Frau weg war. Sie erschreckt sich bei jedem flatterndem Band oder auch nur Fahrrad fahrer egal was... Ich war auch immer oft mit ihr im Gelände - aber manchmal hat sie einfach solche Aussetzer.

    Sie hat auch total die Hengstmanieren - sieht andere Pferde - baut sie sich sehr auf und vergisst regelrecht das ich noch da bin. Also sie rennt mich dann so platt - was allerdings auch in ihren "Schrecksituationen" vorkommt.

    Nun wollte ich fragen, hat jemand selber schon so ein Pferd gehabt?
    Würden da Bachblüten helfen,wenn ja was für welche? Oder irgendwelche
    andere Resourcetropfen?

    Ich bin echt am überlegen, was ich mit ihr noch machen kann.
    Fühle mich überfordert und kratzt ziemlich an unserem Vertrauen...
    Hmm - Liebe Grüße Chenoa
     
  2. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter

    Hallo Chenoa,

    für die Bachblüten - Du meinst sicher "Rescuetropfen" (= "Rettungstropfen"), nicht "Resourcetropfen" :1: - würde ich dann schon, statt zu den Rescues, zu einer individuellen Mischung raten.
    Dazu löcher RioNegro - sie hat richtig Ahnung davon!

    Und ansonsten drängt sich mir die Frage auf:
    Du hast ein offensichtlich schwer traumatisiertes Pferd.
    Ihre vielleicht von Grund auf eher "dominante" Charaktereigenschaft kommt eventuell noch hinzu.
    Meine Frage:
    Wie lange hast Du sie / trainiserst Du mit ihr?

    Und: Wie trainierst Du?
    Wie lange?
    Wie oft pro Woche?
    Was trainierst Du wann?

    Und reflektiere mal Deinen alltäglichen Umgang mit ihr - also wie ist Deine Körperhaltung, Körpersprache von der ersten Begrüßung, dem ersten Führen (aus der Box / Weide), am Putzplatz, beim in die Halle / auf den Platz gehen,... etc.pp.

    Solche Pferde benötigen meist lange, lange Zeit mit Geduld, und absolute Konsequenz, Kontinuität und Präszision.


    LG, Charly

    EDIT - noch eingefallen: Wie wird sie denn gehalten?
    (bezüglich des Verhaltens gegenüber Pferden - beschreib mal die Charaktere in ihrer Herde / ihre Stellung dort.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Feb. 2011
  3. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    Kann mich Charlys Beitrag voll anschließen.

    Wenn sie sich so benimmt, akzeptiert sie dich nicht 100% als Führungsperson. Sie zweifelt an deinen Führungsqualitäten und vertraut dir somit nicht richtig. Also muss sie für sich selber sorgen und dann passieren solche "Aussetzer". Erschwerend kommt dann ihr Trauma hinzu.

    Erarbeitest du alles mit ihr alleine (Horsemanship etc.) oder lässt du dich von einem Trainer unterrichten? Oftmals denken wir, dass wir klar agieren und klare Anweisungen geben, dabei tun wir es aber gar nicht. Ein Außenstehender kann einem da sehr viel helfen und auch kleine Tricks verraten, die man in keinem Buch findet.
     
  4. Chenoa

    Chenoa Inserent

    Huhu,
    so ich versuche hier mal alles ausführlich zu beantworten...

    Eine lange Geschichte : Ich habe sie im Mai seid 2 Jahren. Laut Vorbesitzer super geritten / Geländesicher nur temperamentvoll. Gut - ich wollte sie nur als normales Freizeitpferd. Freizeitpferd für mich nur Gelände und hier und da mal aufem Platz. Nun hat mich aber meine Vergangenheit wieder eingeholt und wollte doch Dressurmäßig was mir ihr erreichen. Da ich vor einigen Jahren einen schweren Reitunfall hatte und davon ein Trauma erlitten habe, bin ich bei null angefangen. Man merkte da schon das wenn sie überfordert wirkte, mit buckeln versuchte ihren Dickkopf durchzusetzen. Aber es hielt sich da noch in Maßen. Es gab viele Kleinigkeit wie Hufen wollte sie nicht geben oder Kopfscheu das haben wir aber alles in den Griff bekommen. Dann September 2009 hatte sie einen Sehnenabriss, wurde in der Klinik operative behandelt. Hatte nathürlich bis Mai 2010 dann absolute Boxenruhe. Ich konnte mit ihr auch nichts machen, ausser putzen - da sie total blöd im Kopf war. Verständlich ! Sie musste in der Zeit auch vier mal den Stallwechseln, da viele sie nicht akzeptieren konnten, da sie sehr schwer im Umgang war und die Stallmeister nie mit ihr zurecht gekommen sind, sie hat anscheinend immer nach ihnen getreten. Ok - ich selber durfte die Box aber nicht ausmisten! Mai 2010 sind wir dann langsam wieder angefangen mit Bodenarbeit um erstmal wieder Muskel aufzubauen. Ging alles wunderbar - nur reiterlich war sie nur am buckeln - durchgehen - wie gesagt hilfen setzt sie absolut nicht um und läuft wie ne Giraffe. Ich hatte viele Menschen dran von TA bis Physio aber alles i.o. . . . Dann habe ich ein Glück eine Frau getroffen, als ich Luna verkaufen wollte die sie kannte, sie kurze Zeit in Beritt hatte und mir gesagt hatte wie sie z.T. ausgebildet wurde.
    Okay, also habe ich das ganze Jahr auf "Dressurreiten" verzichtet und hab einfach Dominanzübungen gemacht zB das sie immer hinter mir bleibt beim laufen bzw sich nicht mit ihrer Schulter überholt. Sie ist immer auf der Weide abgehauen - das ich nicht mit direkter Körpersprache auf sie zu gehe - sie auch mal ignoriere, das sie auf mich reagiert mit Hinter/Vorderhandwendung, Rückwärstrichten oder Gelassenheitsübungen über eine Plane laufen - Regenschirm - Luftballons -sie mit der Plane zu decken - es geht eigentlich alles wunderbar aber nur bei direkter Übung währenddessen ist sie aber auch durchgehend am schnauben. In Spontansituationen wie zB einmal waren wir das 2. mal alleine ausreiten -> ein Jäger weit hinten aufem Land zweimal geschossen , Luna ging durch buckelte und hat einfach dicht gemacht. Nach einiger Zeit konnte ich sie wieder beruhigen. Oder heute eine Spaziergängerin auf der anderen Straßenseite (wir waren Spazieren) sie hat sich erschrocken, prescht los - buckelt dabei , panisches Schnauben diese anstalten waren erst weg als die Frau ausser Sichtweite war.
    Nun habe ich sie nochmal Nov.10 - Feb.11 in Winterpause geschickt - da ich momentan auch viel mit meinem Examen zutun habe. Habe aber eig. mind 5 Tage die Woche Sommer/Herbst Zeit sie bewegt. Was heißt bewegt Kopfarbeit. Oder ZL - sind wir noch am Kompliment bei !

    Da war es für mich sehr schwer zu trennen wo muss ich hart bleiben und mich durchsetzen und wo zerstör ich ihr Vertrauen.
    Wenn sie hampelt beim putzen bekommt sie schon mal einen scharfen Ton oder nen klapps übern Po - was sie recht wenig interessiert. Bei ihr erreicht man Wahnsinnig viel mit Stimme. Hmm, wenn ich nun überlege bin ich häufig ziemlich scharf mit ihr, liegt aber auch daran das sie einfach absolut nicht mehr auf mich reagiert bzw ihr es pups egal ist das sie am Strick ist bzw da Mensschen stehen. Genau wie das Halfter abnehmen - reißt sie immer den Kopf hoch. Hat sie kein Bock nun drauf - sie will dann unbedingt fressen dieses Verhalten hatte sie anfangs nur in der Box - nun auch auf dem Platz. Da die Stallbesi um die 1,55m ist und einfach keine Chance gegen Luna hat - hat sie dauerhaft das Halfter um - da sie sie ja immer rein und rauslässt - es sei denn ich bin da.

    Boxenhaltung mit tägl. 4 - 6 Stündigen Koppelgang. Sie war früher wohl immer nur im Offenstall. Charakterlich in der Herde, sie ist auch da sehr dominant und nathürlich die Leitstute. Sie stand nun in viele Herden und war bislang immer Leitstute. Momentan steht sie mit zwei Wallachen zusammen. Meiner - ist ihr ein und alles. Und der Jehryn der bekommt oft ihre Schlechte Laune mit Beißen und treten zu spüren.

    Wir haben es auch schon mit Beritt versucht - die sind im hohen Bogen runtergeflogen :ride:

    Ich hatte eine Trainerin an der Hand - die Luna auch kannte und sie auch eine Zeit kurz in Beritt hatte nur ihr Beritt hatte ihrem Züchter zu lange gedauert. Aber sie ist Schwanger und kann uns nicht mehr helfen. Hatte sie nath. nun auch in Winterpause und hoffe auf bald einer neuen Trainer/in aber das ist hier aufem Dorf einfach schwierig.

    Achja also bei den Züchtern war sie auch schon so, nachdem der Beritt nie richtig geklappt hat - haben die Züchter das nach 6 Monaten 3 versch. Bereiter/innen abgebrochen und wollten sie als Zuchtstute einsetzen. Was haben die Bereiter gesagt - das wäre total unmöglich die Fohlen würden ja genauso bekloppt im Kopf werden und und und. :realmad:

     
     
  5. Paulsche

    Paulsche Neues Mitglied

    Den Gedanken an Beritt oder ans reiten allg. würde ich mal ganz nach hinten schieben.
    Man kann einem Pferd nichts abverlangen, wenn alles andere noch nicht stimmt.

    Ich würde mit einem Trainer zusammen nach Art der Natural Horseman-Methoden bei Null anfangen.
    Erst wenn sie dich als "Leittier" ansieht kommt ihr Vertrauen zu dir. Dann kann man weiter aufbauen. Wichtig, und jetzt kommt das Schwierige, bei der Methode bleiben!!! Auch irgendwann ohne Trainer.
    Ich kenne es aus eigener Erfahrung. Ist wieder alles stimmig...schummeln sich viele kleine Fehler wieder ein, und ehe man es selber merkt.....hat das Pferd schnell wieder Oberwasser.

    Vll. für sie noch mal die Haltung überdenken. Offenstall oder Paddock-Box. Evtl. mit Möglichkeit der regelmässigen Herdenzusammenführung im Winter. Da kann sie tgl. ihren Aufgaben nachgehen.

    LG und alles Gute.....
     
  6. Chenoa

    Chenoa Inserent

    @ Paulsche - sie steht ja im Winter 4 - 6 Stunden mit ihrer Herde, momentan die beiden Wallache zusammen nur halt Nachts in der Box.Einen anderen Unterstellmöglichkeit kommt nathürlich auch aufs Geld an, da ich die beiden bei meiner besten Freundin untergestellt habe und demnach günstig dabei weg komme, bin noch in der Ausbildung und trage die Kosten selber. Die reiterei habe ich ja schon letztes Jahr ganz nach hinten geschoben, und einen guten Trainer finden ist hier, auf dem Dorf, schwer. Bin ja auf der Suche. Ich bin am überlegen eh zum nächsten Winter den Stall zu wechseln mit Halle - da kann ich wenigstens im Winter auch mit ihr arbeiten und muss nicht gezwungener Maße Winterpause einlegen.

    Aber es sind auch für zwei Pferde pro Pferd fast 100 Euro mehr Stallmiete, würde dann darauf ankommen wieviel ich zu dem Zeitpunkt verdiene.

    Liebe Grüße
     
  7. RioNegro

    RioNegro Klugscheißer mit Herz Mitarbeiter

    Frage Nummer 1: Sind bei deinem Pferd jemals die Augen untersucht worden?

    Möglicherweise sieht sie nicht richtig - und reagiert unter anderem auch deshalb gar so ängstlich.


    Frage Nummer 2: Bist du in der Regel alleine mit ihr unterwegs? Oder ist meist ein weiteres Pferd dabei?

    Da ich vermute, dass du alleine unterwegs bist mit ihr - besteht die Möglichkeit, dass euch gerade am Anfang ein zuverlässiges, ruhiges, erfahrenes Pferd begleiten kann???


    Frage Nummer 3: Wie fühlst du dich selbst im Umgang mit deinem Pferd?

    Du schreibst von einem schwereren Reitunfall. Da ich mir selbst bei einem Reitunfall einen Wirbel ganz und einen weiteren angebrochen hab - weiß ich glaub ich etwa, was das für Auswirkungen haben kann...

    Fühlst du dich sicher in deiner Situation. Sind die Situationen mit deinem Pferd für dich so ok. Oder macht dir das einfach oft genug auch Angst?


    Zum Thema "Dominanzproblem" und "dich als Leittier sehen" - *schnauf* ich mag gar nichts mehr dazu sagen. Das ist nicht grad so mein Lieblingsthema.... um`s mal vorsichtig zu sagen.
    Diese Ausdrücke lassen mich inzwischen echt schon bißchen allergisch reagieren. Ich geb`s zu.
    Ich persönlich halte meine Pferde jedenfalls für intelligent genug, mich von ihnen zu unterscheiden!
    Ich mag kein Leittier sein :nah:
    Ich mag gern Mensch bleiben dürfen.
    Klar bedarf es eines gewissen Respekts. Aber gegenseitigen Respekts!
    Klar fordere ich auch ein, dass mich meine Pferde ernst nehmen. Und akzeptieren.
    Anders wäre keinerlei Kommunikation möglich.
    Denn das ist mein Ziel - kommunizieren.
    Hinhören. Und gehört werden.

    Und bei euch beiden ist derzeit glaub ich nicht viel Kommunikation miteinander vorhanden, oder?
    Gegenseitiges zuhören.

    Ihr seid beide grad in einer schwierigen Situation. Sie hat einiges durchgemacht. Du hast einiges durchgemacht.
    Ihr dreht euch im Kreis.

    Gibts denn Dinge, die du mit ihr machst, die richtig gut klappen? Und wenn`s was supereinfaches und alltägliches ist.
    Das muss keine große Sache sein.
    Irgendwas, wo ihr euch beide wohl fühlt in dem Moment??
    Fällt dir da irgendwas ein???
    Denn genau dort mußt du ansetzen !!!!

    Seh dein Pferd als deinen Lehrmeister an! Es zeigt dir, wie`s richtig geht.
    Wie kommst du an sie ran?
    Über Futter? Über einfach nur neben ihr stehen? Über an der Koppel stehen und sie eine Weile beobachten? In der Box beim Fressen dabei stehen?
    Fressen lassen am Führstrick???
    Irgendwas?


    Bachblüten können in deiner Situation bestimmt unterstützend wirken. Müssen aber sehr individuell abgestimmt sein.
    Wenn du magst kann ich dir da paar Tipps geben. Aber lieber per PN denk ich...
    Wobei ich weder Ärztin noch Therapeutin oder Heilpraktikerin bin :1: Ich kann dir nur sagen, was ich an deiner Stelle tun würde :1:
     
  8. Charly K.

    Charly K. ...ich bin doch nicht kreativ. Mitarbeiter



    Gaaaanz ruhig, Rio! *Rio ne Ampulle Fenistil gegen die Allergie verabreich* :laugh:

    Ich nutze gelegentlich auch das Wort "Dominanz" oder "Leittier" - meine aber zum Beispiel genau das, was Du ausführst. Ich glaub, so geht es Vielen. :1:
    (Ist also oft eher ein "Begrifflichkeits-" als ein "Inhaltsproblem", glaube ich.)

    Ich renn auch nicht mit Hinterhufen und nem Haarreif mit Pferdeohren dran auf alle Viere neben meinem Gaul durch den Roundpen... :laugh (So eine gabs doch mal, ne? Die sich bewegliche Pferdeohren gebastelt und damit "Leittier" trainiert hat... *no comment*)


    Bei Chenoa denke ich - ebenso wie Du - daß der Teufel im Detail steckt:
    Im Deuten von kleinsten Zeichen.
    Du nennste es hinhören, zuhören - ich nenne es Körperhaltung, Körpersprache.
    Denn natürlich kann man meiner Meinung nach Stimme zum Pferdetraining einsetzen, viel wichtiger aber sind die oben genannnten non-verbalen Zeichen.

    Ich glaube, daß Chenoa ihr Pferd im Detail falsch versteht, das Pferd aber Chenoas Haltung ebenfalls oft "deplatziert" findet.

    Dafür braucht man einfach oft einen externen Beobachter, der einen stringent auf alles hinweist - von der ersten Sekunde des Kontaktes zum Pferd an.


    Den Hinweis auf die Augen finde ich übrigens auch sehr gut!


    Und Chenoa - denk nochmal über die Haltung nach.
    in offensichtlich unausgeglichenes Pferd, daß im Herdenleben seine Sicherheit bekommt, sollte nicht 20 Stunden in einer Box stehen!
    Und auch keine 18 Stunden!
    (4-6 Stunden Koppelgang = 18-20 Stunden Box!, Selbst, wenn Du noch 1-2 Stunden arbeitest, sind es immer noch minimum 16 Stunden!)
    Es gibt Pferde, die damit gut klarkommen.
    Es gibt aber einfach auch Pferde, die daran zerbrechen.
    Ich habe selbst eine 180-Grad-Wenduing bei einem als "Killerpferd" verschrienen 1,80-Warmblut-Wallach erlebt (ebenfalls traumattisiert, ähnlich wie Deine), als er in eine 60köpfige Herde mit 25 ektar Wiese und 20.000 Quadratmeter Paddock integriert war.
    Klar, SO optimal ist das kaum je möglich - aber mehr als 4-6 Stunden solltens schon sein, besser eben doch wieder ein Offenstall, wenn sie es so kennt, und dort "ein zwar temperamentvolles, aber geländesicheres Freizeitpferd" war.
    Muß ja gar keine Verkäufer-Lüge gewesen sein, kann auch (neben sicherlich anderen Faktoren!) an der anderen Haltung liegen.

    Mit dem erwähnten 1,80-Schlachtschiff hab ich übrigens auch einiges erreicht. Deswegen kann ich vielleicht auch nachempfinden, was Dich mit Deiner Stute "umtreibt".


    LG, Charly
     
  9. blackbeauty

    blackbeauty Sieger Fotowettbewerb September 09

    @Charly
    Dein erster Absatz lag auch mir auf der Zunge. Schön, dass du ihn schon geschrieben hast :wink:
    So genannte Dominanz oder den Platz als Leittier erreiche ich ja nicht über Gewalt und Einschüchterung - geht vielleicht auch, ist aber in meinen Augen der komplett falsche Weg - ich erreiche das über Konsequenz und eindeutige Kommunikation - also genau das, was Rio auch will/macht.
     
  10. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Mal zu aller erst: Danke zum Thema "Leittier" und Dominaz. Man kann auf nichts aufbauen, wenn man "nur" der Dominante von beiden ist.

    Für mich hört sich das unter anderem nach einem ganz anderen Problem an. Das Pferd hat selbst viel zu wenig Selbstvertrauen!!! Da würde ich ansetzen. Pferde mit einem gesunden Selbstvertrauen reagieren bei "gefährlichen" Situationen nicht gleich panisch.
    Ich durfte mal eine Stute halten, die ein ähnliches Problem hatte. Habe mir ein Flatterband in jeden Baum der Koppel gehängt. Windränder am Rand aufgestellt und ähnliche Spielereien. Immer erst eins und dann wurden es mehr und mehr. Das eine am Anfang hab ich dann mal dort und mal da aufgehängt. Irgendwann hats die Gute gar nicht mehr interessiert und dann kam das Zweite dazu...
    Erstes Problem: Die Angst vor unbekannten flattrigen Dingern war erst mal behoben...

    Dann bin ich viel mit ihr spazieren gelaufen. Nur mit Trense und die Gerte dabei. Weil die eigene Sicherheit einfach mal vor geht. Auf dem Hof bin ich die ersten Wochen in allen Richtungen und Wegen und Ecken unterwegs gewesen, bis ihr alles vertraut war und sie mich einfach auch besser Verstand. (Körpersprache usw. ) Dann gings das erste mal weg vom Hof... Nur ca 500 m und wieder zurück. Es wurde jeden Tag mehr. Dann hab ich meinen Hund mal mit genommen. Das war sehr erstaunlich. Weil der Kerl ja überall rum rennt und raus rennt und und und. Der erste Tag war schon sehr nervenaufreibend, aber dann gings besser und besser. Nach nem Halben Jahr konnte ich ins Gelände reiten. Völlig allein und ziemlich ohne Probleme.

    Das aufbauen des Selbstwertgefühls und des eigenen Vertrauens ist denk ich bei so einem Pferd sehr wichtig....

    Hoffe du hast viel Erfolg!
     
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