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Nervöses Pferd

Diskutiere Nervöses Pferd im Pferdeflüsterer Forum; Hallo Ich weiss langsam nicht mehr weiter mit meinen Nerven, mich würden eure meinungen Intressieren Vor 3 Jahren habe ich eine 5 Jährige Stute...

  1. Smartie2008

    Smartie2008 Neues Mitglied

    Hallo
    Ich weiss langsam nicht mehr weiter mit meinen Nerven, mich würden eure meinungen Intressieren

    Vor 3 Jahren habe ich eine 5 Jährige Stute gekauft Sie war immer schon bisschien eine der nervösen.
    Das erste Jahr hatte Ich sowieso nur Probleme mit Ihr weil Sie sehr dominant ist!
    Nun ja dieses Jahr fing ich mit ihr an Turniere zu reiten (ich liess mir Zeit Sie kennen zu lernen) Anfangs war Hängerverladen ohne Longen auf beiden Seiten und 3 Leuten garnicht dran zu denken dies bekam ich inzwischen super in griff (Sie steigt nur noch mit mir ein & mit der longe nur berühren)
    Naja nun zu den Problemen wo ich nicht mehr weiter weiss..
    Nr. 1
    Sie hängt sehr an gewissen 3 Pferden wenn die nicht mehr neben ihr stehen trabt sie im Kreis wie verrückt Sie beruhigt sich auch nicht mehr bis Sie wieder zurück kommen.
    Nr. 2
    Alleine Ausreiten - Lebensgefährlich
    Ich geh oft mals zu 2 oder auch inzwischen ungern alleine mit ihr ausreiten. Sie kann aus dem nichts was anstarren und sich umdrehen und wenn es ganz blöd läuft, los galloppieren oder Sie schaltet einfach den rückwärtsgang ein. Da Sie so klug ist hab ich verloren wann ich absteig also ist das schonmal etwas was nicht für mich in Frage kommt außer bei einem absoluten ausnahmezustand!
    Nr. 3
    Gestern zB auf dem Training ich nahm Sie raus aus dem Hänger zack boom verhielt sie sich wie der größte Hengst nur noch im Kreis um mich getrabt und Galloppiert schlussendlich hielt ich ihr die Nase zu zum Sie ruhig stellen. sobald ich los lies das gleiche Theater wieder. Als ich sie neben mir Trabend zu dem Reitplatz führte war Sie wieder ruhig und lies sich Zäumen. In der Halle inzwischen sowieso kein Thema außer das Sie gugick war und Ihre 15 minuten braucht bis Sie bei mir ist und mit macht. Nach dem training entdeckte sie (nach dem 4x in diesem Stall) eine ganz böse Pferde Statue was macht Sie? Stop halt sprang rückwärt wie eine Ziege und trabte rückwärts.. nach 10min am Hänger angekommen natürlich im Trab weil das liebe Pferd sich nicht beruhigt verladete ich Sie mit Zaumzeug weil alles andere war mir zu Gefährlich..

    Hat irgendjemand von euch erfahrungen mit solchen Spinnern??
     
  2. Lafayette

    Lafayette Inserent

    Also erst mal ist dein pferd genauso wie alle anderen vermutlich kein Spinner.
    Das Tier pferd ist ein Fluchttier, dass alleine grundsätzlich erst mal vor allem flüchten würde. Das hat die Natur so eingerichtet um nicht direkt gefressen zu werden.

    In einer herde lebt es sich so viel besser, vorallem wenn man der festen Überzeugung ist dass die Welt hochgradig gefährlich ist.

    Meine theorie:
    Wenig bis kein Selbstbewusstsein.
    Wenig bis kein vertrauen in deine Fähigkeiten sie vor den Gefahren der welt zu schützen.

    Was kann helfen/was wäre mein weg?
    Bodenarbeit bis zum erbrechen. Erst wenns tier am boden "funktioniert" und dir ein gewisses Maß an können zuschreibt, drauf setzen.
    Die Beziehung muss meiner ansicht nach erst am boden stimmen, bevor man sich überhaupt auf nen pferd drauf setzt, vorallem wenn es sich um so ein unselbstbewusstes tier handelt wie du es da stehen hast.
     
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  3. Nase zuhalten zum ruhig stellen?
    Wer einmal ein Pferd auch nur bei einer Atemhemmprobe erlebt hat, weiß, dass sich das Tier dadurch nicht beruhigt, sondern zunehmend unruhiger wird.
    Ist ja auch logisch - Luftmangel führt zu Angst, nicht zur Beruhigung.

    Du wirkst wenig erfahren im Umgang mit Pferden.
    Nimm Unterricht bei einem guten (auch Bodenarbeits-)Lehrer.
     
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  4. Skylina

    Skylina Bekanntes Mitglied

    Meinst du vllt den Griff an die Nase, mit dem man eine Nasenbremse imitiert?Hört sich für mich so an...
     
     
  5. Rosine

    Rosine Bekanntes Mitglied

    Soweit ich es lese passiren immer Blöde Sachen, wenn es Angst hat.
    Angst vor dem Hänger, es wird mit der Longe da reingezwungen. Angst vor der Fremden Umgebung, ihm wir die Nase "zugehalten" ....
    Das trägt sich nicht dazu bei, als Pferd selbstbewußter und selbstsicherer in die Welt zu blicken.
    Es ist eher so das es zusätzlich zur Unsicherheit die es hat auch noch Angst vorm Angst haben bekommt, weil dann immer schlimme Dinge passiren.
    Wenn es irgendwo Angst hat oder unsicher ist würde ich eher gucken das ich mit ihm zusammen dieser Angst kleinschritttig begegne, d.h. zum Beispil beim verlassen der Kumpels erst mal nur solange und soweit weggehen das dein Pferd es gerade noch aushält, wider umkehren loben und je nach dem sofort oder bei der nächsten Übungseinheit wiederholen und wenn du das Gefühl hast dismal geht es ein Stück weiter ein Stück weiter gehen. Wenn man sich versetzt hat abbrechen und nochmal damal wider etwas kürzer weggehen, damit die Einheit immer einen positiven Abdchluß hat.
    So dauert es vielleicht länger bis man alleine Ausreiten, Hänger fahren oder zum Turnierplatz kann, aber dafür geht es dauerhafter dann viel entspannter:wink:
     
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  6. Charda

    Charda Profi Vollpfosten

    Das erste Jahr war sie Zwei und du hättest sie evtl einfach mal noch lassen sollen. Keine Ahnung was du gemacht hast, aber da du ja so "Probleme" mit ihrer Dominanz hattest, gehe ich davon aus, dass du nicht nur zugeschaut hast, wie sie mit ihren zweijährigen Kumpanen gespielt hatte.

    Das ist nicht super im Griff.

    Ich weiß nicht wie du begonnen hast Sie zu verladen. Aber ich gehe davon aus, dass es nicht ganz lässig war.

    Bei so einem Pferd hätte ich Hängertraining gemacht bis zum St. Nimmerleinstag. Junge Pferde sind in aller Regel nicht hänger versaut. Wenn sie dann partout nicht rein gehen, liegt das oft an schlechter Erfahrung. Und super im Griff wäre, wenn sie keine Longe benötigt.

    Was machst du in der Situation? Habt ihr noch mehr Pferde auf dem Hof? Wo steht dein Pferd und wie ist die Haltung?

    Warum? Du willst Turniere gehen und solltest dein Pferd auch in Schrecksituationen an den Hilfen haben.

    Absteigen ist nix schlimmes. Absteigen. ZUSAMMEN die Situation meister, dass dein Pferd lernt, es passiert ihm nix wenn du dabei bist. Wenn sie sich beruhigt hat wieder aufsteigen. Sonst eben zusammen heim laufen.

    Ich hätte dich dafür streng zusammen gepfiffen.



    Ich muss ehrlich sagen, dass ich etwas kopfschüttelnd vor dem PC saß.

    Wie alt bist du? Ist das dein erstes eigenes Pferd?

    Wie gut reitest du wirklich? Also wie schätzt du dein können in sagen wir mal E/A/L bereich ein?

    Du hast dir ein junges Pferd gekauft. Meines Erachtens schon zu früh zu viel gewollt. Und versuchst dieses Junge Pferd ständig aus zu bremsen als gehen zu lassen. Wenn die um dich im Kreis rennt weil sie Angst hat, dann heißt das erst mal, dass sie dir nicht so weit vertraut als dass sie sich wohl fühlen kann. Um das her zu stellen oder sie wenigstens zu beruhigen würde ich ihr nicht die Luft nehmen sondern sie gehen lassen. Laufen, alles ansehen oder kurz ablongieren. Einfach so lieb zu ihr sein, wie ich es von ihr erwarte.

    Wenn du Angst hast vor einer Situtation, auch wenn du sie schon 100 mal durchgemacht hast, und jemand hält dir den Mund zu, dann wandelt sich deine Angst in Panik.

    Pferde sind wesentlich empfindsamer als Menschen. Du weißt doch gar nicht, was sie dort gesehen / gehört oder gerochen hast, weil du es nicht kannst!
     
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  7. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    ich kann mir denken, dass eure stallatmosphäre nicht so ganz die ideale ist und dann ist es mehr oder weniger klar, dass es zu problemen kommt.

    ganz zu anfang schreibst du, deine stute sei sehr dominant. und im nachhinein schreibst du aber sachen, wo sie angst hat.
    ich denke, sie weiß oft genug nicht was von ihr erwartet wird und sie kann nicht gut damit umgehen, wenn sie ärger kriegt.
    bei euch scheint es aber ggf üblich, dem pferd ärger zu bereiten, wenn etwas nicht klappt - blockiert deine stute dabei, sagt ihr: ist sie "dominant" - mitnichten jedoch haben die menschen bei dir im stall einen ausbildungsfehler begangen.
    doch der fehler liegt bei euch. dein pferd ist verunsichert und das macht sie noch schissiger.

    versuche, anders denken zu lernen: du solltest ihr zeigen, was sie tun soll,mit deiner körpersprache (auch beim reiten: "hilfen" sind nichts anderes als die bewegungen vorzumachen, die das pferd tun soll).
    lobe wenn es klappt. klappt es nicht, schau, wo deine körpersprache/hilfen ungenügend waren. ändere bei dir aber strafe sie nicht.

    ängstlich gewordene pferde muss man bei jeder reaktion auf die menschlichen hilfen loben. auch wenn die reaktion nicht wie gewünscht verlief. das ist ein trick, der ihr vertrauen zurückbringt
     
  8. Wanderreiter

    Wanderreiter Inserent

    Ich würde auch gerne wissen, wie sie gehalten wird. Wieviel freie Bewegung hat sie, wie groß ist die Weide bzw. der Paddock, wieviel Stunden kommt sie raus. Wahrscheinlich steht sie nicht im Offenstall, oder?
    Welche Menge Heu und Kraftfutter wird gefütterr?
     
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  9. terrorschaf

    terrorschaf Bekanntes Mitglied

    Zuerst einmal würde ich die stallsituation analysieren. Hört sich doof an, aber manche Pferde kommen nicht mit vielen Leuten etc klar.
    Das kann schon sein wenn jeden Morgen jemand anderes raus bringt, viele Leute und Pferde an der Box vorbei gehen müssen, etc. Wenn man das ändert wirkt es nicht sofort, aber nach und nach trägt es dazu bei.
    Dann ausreichend raufutter, hungrige Pferde sind unleidlich.

    Gesundheit, Mangelerscheinungen machen manchmal nervöse Pferde. Schmerzen, ungemachte Zähne oder Blockaden machen manchmal nervöse Pferde. Das ist dann nicht der Grund, aber trägt dazu bei schwierige Situationen noch schwieriger zu machen.

    Ich mein, ich, wir sind nicht unerfahren, mein Mann ist fahrtrainer, jahrelang im Wald mit Pferd, Pferd reagiert auf Zuruf ohne Leinen und so Späße.
    Mein neues Pferd, dreiviertel Jahr bei uns, stellt uns doch vor massive Aufgaben. Haben das oben genannte optimiert, schon viel erreicht aber nun Blockade und da hab ich mir nen Trainer dazu geholt. Ja, mein Mann ist Trainer, aber zu dem Pferd findet er keinen Draht und mich überfordern die Reaktionen.
    Weißt du was wir üben? Stehen. Darfst jetzt gerne mal lachen. Mein Trainer kommt 30 km anfahrt um mit mir stehen zu üben.
    Ich hole den jeden Tag und wir üben stehen. Und so klappt schon vieles im Umgang besser. Zudem trainiert er mich, ich denke das ist das wichtigste. Ich bin so. Ach wie gut das niemand weiß, daß ich rumpelstielzchen heiß. Ich bin total ruhig und entspannt und dann kommt der wutnickel hoch. Sobald sich meine Körperspannung verändert, verändert sich das Pferd.
    Da muss man an sich arbeiten. Und sich das eingestehen. Manchmal braucht man einfach Hilfe. Und nicht jeder Trainer ist der richtige.
     
  10. Barrie

    Barrie Inserent

    Besser als alle vorherigen Schreiber kann ich es auch nicht sagen....Vielleicht hilft dir die Vorstellung, daß du deinem ängstlichen Pferd (die ist kein bißchen dominant) Vertrauen geben mußt, immer mit dem Gedanken"ich bin ja da und helfe dir"...
    In dem Moment, wo du sauer wirst, verändern sich deine Atmung und Körperspannung - und das ängstigt die Stute zusätzlich, um so mehr, wenn da dann Sachen wie Nase zuhalten kommen.Wenn sie wirklich dominant wäre, würde sie sich das zB sicher nicht bieten lassen.
    Barrie
     
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