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Neuer Reitunterricht

Diskutiere Neuer Reitunterricht im Allgemein Forum; Hallo. ich habe vor kurzem den Stall gewechselt und nun eine neue Reitlehrerin. Sie ist zwar in meinen Augen sehr gut,hat aber zu manchen Dingen...

  1. Chaja

    Chaja Neues Mitglied

    Hallo.
    ich habe vor kurzem den Stall gewechselt und nun eine neue Reitlehrerin.
    Sie ist zwar in meinen Augen sehr gut,hat aber zu manchen Dingen ganz andere Ansichten,als meine alte Reitlehrerin.
    Zum Beispiel soll ich,wenn mein Pferd anfängt zu schnell zu rennen und sich meinen Hilfen entzieht,beruhigend auf sie einreden und auf keinem Fall noch mehr am Zügel "ziehen".
    Bei meiner alten RL sollte ich sofort kleine Volten reiten,bis sie wieder ruhig ist.
    Auch soll ich mein Pferd am Zügel reiten,indem ich mehr mit dem äußeren Zügel mache und mit dem inneren Zügel nur Paraden gebe.
    Bei meiner alten RL hieß es immer:Abwechseln Paraden geben,sie hat aber nie etwas davon erwähnt,den äußeren Zügel anstehen zu lassen und mehr "über" ihn zu reiten.
    Was meint ihr dazu?
    Ich würde mich über Antworten freuen
    Liebe Grüße
    Chaja
     
  2. Rickmaniac

    Rickmaniac Inserent

    Sei froh, dass du die alte RL los bist.Ich fürchte, die taugte nichts. War sie überhaupt RL oder "nur" Trainer C oder gar selbsternannt. Um nicht missverstanden zu werden, es gibt sicher auch gute Trainer C. Aber richtige Reitlehrer sind sie halt nicht.


    Das schnelle Reiten in die Volte, mag hilfreich sein, um das Pferd langsamer zu bekommen, aber diese "Übung" geht unglaublich auf die Knochen. Was schädlicheres als in die Kurven schleudern, kannst du kaum machen. Ich kannte eine Reiterin, die das mit ihrem Pferd ständig gemacht hatte. Das Ergebnis war ein unheilbarer Gleichbeinschaden, der das Pferd mit 15 Jahren zum Reiten unbrauchbar machte. Enge Biegungen darf man nur reiten, wenn das Pferd gut auf der HInterhand trägt. Natürlich kann es mal eine Hilfe sein, wenn man ansonsten sozusagen vom Bus überfahren wird, aber als Dauermethode, um ein Pferd langsam zu bekommen, ist kriminell.
    Und natürlich reitet man das Pferd am äußeren Zügel. Das, was deine alte RL dir beigebracht hatte, nennt man "Riegeln."
    Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie eine richtige RL, die ihr Handwerk ordentlich gelernt hat. :noe:
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Sep. 2013
  3. Stella2008

    Stella2008 Inserent

    Generell stimme ich Rickmaniac da zu, aber von der Methode mit dem beruhigend auf das Pferd einreden halte ich auch nicht viel. Ich persönlich arbeite mein Pferd durch Stellung des Kopfes wieder ruhig. Wenn sie mal Gas gibt und sich entziehen will, fange ich damit an den Kopf bisschen nach außen oder innen zu stellen. Je nachdem welche ihre bessere Seite ist. Da verliert sie sehr schnell die Lust am Rennen. Sobald sie wieder ruhig ist, stell ich den Kopf wieder gerade.

    Aber hier wird auch wieder jeder seine eigene Methode haben, die er für die Beste hält.
     
  4. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    vielleicht findest du ja noch eine 3. reitlehrerin
     
     
  5. LadyC

    LadyC Neues Mitglied

    Also das mit den Volten machen wir aber auch. Wenn uns das Pferd unterm Arsch weg rennt gibt es entweder die Möglichkeit auf die Volte zu gehen bis das Pferd wieder ruhig geht, dann wieder geradeaus, sollte das Pferd wieder rennen wieder auf die Volte. Was jetzt auch nicht so sehr schaden kann denn das Pferd merkt ja relativ schnell was das soll und geht dann wieder ruhig.
    Variante 2: Rennt das Pferd unterm Arsch weg direkt anhalten, rückwärts richten und wieder los reiten in der Gangart in der man vorher war. Das geht allerdings nicht bei Pferden die sich durch das anhalten und rückwärts richten nicht noch mehr hoch pushen.
    Edit: Variante 3: Bevor man überhaupt irgendwas macht erstmal versuchen in den Sattel rein zu setzen, Gewicht nach hinten verlagern, auf den Hintern setzen. Oft geht das Pferd dann von selbst schon wieder ruhiger.

    Und bei uns lassen wir auch den äußeren Zügel stehen und spielen mit dem inneren Zügel um die Nase zu holen. Und das hat nichts mir riegeln zu tun, riegeln wäre es wenn man abwechselnd mit dem äußeren und dem inneren Zügel spielt.
     
  6. Elchhexe

    Elchhexe Bekanntes Mitglied

    ÖÖÖÖÖÖÖÖhm, ich will ja jetzt niemandem irgendwie zu nahe treten treten, aber korrekterweise gehört eine Nase eben NICHT runtergespielt. Weder durch Spielen am Innenzügel, noch durch abwechselndes Spielen. Die geht nämlich ganz alleine runter, wenn das Pferd, korrekt von hinten nach vorne geritten, ans Gebiß rantritt.

    Wollte ich nur mal so allgemein anmerken.
     
  7. sasthi

    sasthi Bandenprofi

    Ich muss ja sagen, ich finde Variante 3 in LadyC's Beitrag am Hilfreichsten. Weil du ein Pferd NIE nur über den Zügeln an den Hilfen stehend bekommst, sondern dafür IMMER deinen Hintern und dein "Kreuz" dazu brauchen wirst.

    (und ich bin eh der Meinung, dass 90% der Probleme mit dem Pferd aus Sitzfehlern resultieren)
     
  8. Rickmaniac

    Rickmaniac Inserent

    Du hast recht. Jetzt schadet die Methode nicht, aber auf die Dauer aber sehr wohl. Wenn man einen guten RL hat, dann sollte man andere Methoden entwickeln, ein Pferd, das offensichtlich vor den Hilfen auf der Flucht ist, langsamer zu bekommen. D.h. langsam ist ja schon das verkehrte Wort. Es soll mehr auf die Hinterhand gebracht werden (und nicht auf der Vorhand davonrennen), dann wird es automatisch "langsamer."
    Was man machen kann, ist die Übung Zirkel verkleinern und vergrößern. Aber ein rennendes Pferd in eine Volte zu lenken, ist einfach sauschädlich für das Pferd. Nicht jetzt und nicht sofort, aber auf die Dauer ja.
    Und außerdem bringt es für das Pferd gymnastikmäßig überhaupt nichts. Es soll ja von der Vorhand mal weggebracht werden und nicht auf der Vorhand in eine Volte schleudern.

    Dazu habe ich ein schönes eigenes Erlebnis letzte Woche gehabt. Ich durfte/musste bei dem Chef meiner RL reiten. Sie macht das manchmal, dass sie ihn zu einzelnen Schülern mitbringt und er dann unterrichtet. Das ist für sie selbst eine Kontrolle, ob ihr Unterricht richtig liegt. (Tut er)
    Ich bin immer, wenn ich Unterricht habe, ca 30 Min. eher in der Bahn, weil ich lange im Schritt abreiten will - Gelenkschmiere. Dieses Mal verzögerte es sich noch, da der "Große Mann" (er unterrichtet eigentlich ab M aufwärts) zu spät kam. Meine RL gab einem Mädel Unterricht, während ich im Schritt dahindümpelte. Da sie sehr viel erklärt, warum und weshalb, höre und gucke ich ihr gerne zu, da man selbst immer noch was lernen kann. Jedenfalls ritt ich also im Schritt dahin, tat reiterlich eigentlich nichts, da ich viel zu sehr abgelenkt war. Das einzige, was ich machte, war, das Pferd nach innen zu stellen, ab und zu die Hand zu wechseln und mal auf den Zirkel reiten oder eine einfache Schlangenlinie - um der anderen Schülerin aus dem Wege zu gehen. Alles im Schritt. Ans "Reiten" dachte ich eigentlich nicht, da ich ja wie gesagt, meiner RL zuguckte und zuhörte.
    Jedenfalls dauerte es keine 20 Minuten, da ging mein Pferd von alleine in die Anlehnung. Ich hatte diesen angenehmen Druck auf der Hand und kurze Zeit später schnaubte meine Stute wohlig ab. Als der RL kam, fragte er mich, wie lange ich im Schritt schon unterwegs sei und sagte dann: "dann kannst du ja direkt mal antraben." Und mein Pferd ging vom ersten Tritt an "am Zügel".
    Das einzig Blöde war nur, dass er, der ja mein Pferd nicht kennt, vermutlich meint, das sei bei meinem Pferd ganz normal und immer so. (von wegen!)

    Ja, aber durch das Spielen kann man das Genick lockern. Darum geht es eigentlich. Nicht um das Nase irgendwie runterzuziehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Sep. 2013
  9. Rickmaniac

    Rickmaniac Inserent

    ´tschuldigung. Doppelpost. Seufz...
     
  10. ulrike twice

    ulrike twice Heidemaus

    guter unterricht wäre es, wenn die frage erläutert wird, WARUM das pferd "unterm arsch wegrennt".
    das tut es ja nicht von sich aus, sondern weil der reiter es dazu bringt.
    vermutlich durch sitzfehler, diese gehören korrigiert.
    sitzfehler vom reiter lernt dieser nicht abzustellen, indem er was mit den zügeln macht oder das pferd in andere richtungen gehen lässt wie vor dem unterm arsch wegrennen.
     
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